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Thema: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

  1. #1
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    Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Liebe Brüder im Herrn

    Kann mir Bitte jemand 3. Mose 13 erklären?

    vielen dank
    Liebe Grüsse Larissa


    Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;
    Johannes 11:25

  2. #2
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    AW: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Liebe Larissa,
    Es geht hier um das Aussatzübel - übersetzt aus zwei hebräischen Wörtern
    5061 נגע (nega) Vorkommen: 78; Stellen: 62; Übersetzungen: 6
    Übel (57x in 42 Stellen), Plage (10x in 10 Stellen), Aussatzübel (5x in 5 Stellen)
    sowie
    6883 צרעת (zara'at) Vorkommen: 35; Stellen: 33; Übersetzungen: 2
    Aussatz (30x in 28 Stellen), Aussatzübel (5x in 5 Stellen)
    Die beiden Begriffe kommen hauptsächlich in 3 Mose 13 sowie 14 vor.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Hemmerling

    Ps 40,4: Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge abweichen!

  3. #3
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    AW: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Gäbelein schreibt dazu:
    Aussatz an einer Person (13,1-46)
    Das infizierte Gewand (13,47-57)
    Die Reinigung des Gewandes (13,58-59)
    Das ganze Kapitel handelt vom Aussatz. Seitens der Bibelkritik ist argumentiert worden, daß die hier beschriebene Krankheit nicht jene sei, die wir unter der Bezeichnung »Lepra« kennen, sondern nur eine lepraähnliche Hautkrankheit. Die Argumente, die entwickelt wurden, um diesen Einwand zu stützen, sind durch Matthäus 8,1-4 zunichte gemacht worden. Der Mann, der zu unserem Herrn kam, hatte Lepra. Der Herr forderte ihn auf: »Geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis.« Daran erkennen wir, daß Levitikus 13 und 14 von der wirklichen Krankheit Lepra handeln – widerlich und menschlicherseits unheilbar. Das zwölfte und das dreizehnte Kapitel des Buches Levitikus sind eng miteinander verknüpft. Vererbte Sünde ist das Thema des vorhergehenden Kapitels. Ihre Heilung wird in der Beschneidung und im Opfer dargestellt. Lepra oder Aussatz ist das Bild der innewohnenden Sünde und ihrer furchtbaren Verderbnis. Diese schreckliche Krankheit wurde von dem Herrn gewählt, die Sünde in ihrer Schändlichkeit darzustellen. Wie die Sünde schreitet sie fort und beeinflußt gegebenenfalls das ganze Wesen, sie ist ansteckend und unheilbar. In dem Maß, in dem die Krankheit fortschreitet, wird ihr Opfer mehr und mehr empfindungslos gegenüber seinem schrechlichen Zustand oder ist sogar zufrieden damit.
    Ich empfehle Dir, den Rest der Erklärung Gäbeleins zu 3 Mose 12-14 zu lesen, das würde m.E. den Rahmen des Posts hier sprengen, ist aber lohnenswert.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Hemmerling

    Ps 40,4: Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge abweichen!

  4. #4
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    AW: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Gaebelein fährt fort zu Kapitel 13

    »Im Blick auf all diese Übereinstimmungen ist es kein Wunder, daß Lepra in der Symbolik des Gesetzes ihren Platz einnimmt. Denn welche andere Krankheit könnte genannt werden, die – als physische Krankheit – in sich so viele der charakteristischen Eigenschaften seelischer Krankheit miteinander verbindet? Ihre eigentliche Widerlichkeit, ihre unklaren Anfänge, ihr langsames, aber unausbleibliches Fortschreiten im Ausmaß ihrer Wirkungen und in der Gefühllosigkeit, die sie begleitet, ihre Ansteckungsgefahr, ihre Unheilbarkeit und schließlich die Tatsache, daß nach dem Gesetz der Aussätzige aus dem Lager Israels verbannt werden mußte. In jeder dieser Hinsichten steht Lepra allein als ein vollkommenes Bild der Sünde. Sie ist die Sünde, wie sie ist, sichtbar gemacht im Fleisch.«
    Der Herr hat eine Menge über die Untersuchung derjenigen Personen zu sagen, die unter dem Verdacht stehen, aussätzig zu sein, und über die Entdeckung der Krankheit. Zuerst wird der Aussatz beschrieben, bei dem die Krankheit plötzlich ausbricht und sich an Haut und Haaren zeigt. Es folgt der Fall, bei dem Lepra aus einem Geschwür oder aus einer Brandwunde hervorbricht (Verse 18-28). Schließlich folgt der Aussatz am Kopf oder im Bart und seine Diagnose (Verse 27-44).
    Aber diese allgemeine Anwendung der Lepra als ein Bild der Sünde kann nicht völlig die Lehren dieses Kapitels erklären. Wir müssen bedenken, daß Israel als Jahwes erlöstes Volk betrachtet wird. Deshalb mußten die Israeliten alles aus ihrer Mitte fernhalten, was verunreinigt. Das gleiche Prinzip finden wir im Neuen Testament in Verbindung mit der Gemeinde, der Versammlung Gottes. Lepra, innewohnende Sünde, die sich bei irgendeinem Mitglied des Volkes Gottes zeigt, bewirkt Verwüstung. Sie verunehrt Gott und verunreinigt andere. Es muß Disziplin geübt werden. »Tut den Bösen von euch selbst hinaus« (1Kor 5,13). Der Priester war beauftragt, den Verdächtigen genau zu untersuchen und die Krankheit gemäß den Zeichen, die durch das Wort Gottes gegeben wurden, als Aussatz zu benennen. Einerseits hatte der Priester darüber zu wachen, daß kein Aussätziger in der Gemeinde Israel blieb, andererseits mußte er mit gleicher Sorgfalt darauf achten, daß niemand aus der Gemeinde ausgestoßen wurde, der nicht aussätzig war. »Die Heiligkeit konnte es nicht zulassen, daß drinnen blieb, was draußen sein sollte. Andererseits würde die Gnade keinen hinausstoßen, der drinnen sein sollte.« Im Neuen Testament obliegt diese ernste Verpflichtung jenen, die »geistlich« sind (Gal 6,1). Beachte, wie Gott befiehlt, daß der Verdächtigte nicht übereilt behandelt werde. Nachdem der Priester ihn angeschaut hatte, wurde der Kranke sieben Tage lang eingesperrt. Am siebten Tag mußte der Priester erneut nach ihm sehen. Dann wurde er für weitere sieben Tage eingeschlossen. Und nach all diesen Untersuchungen mußte der Priester entscheiden. Das zeigt die Notwendigkeit großer Sorgfalt. Wie leicht verurteilt man einen Bruder, er lebe in Sünde und zeige Aussatz in seinem Wandel! Es ist genauso Sünde, ein wirkliches Kind Gottes übereilt von der christlichen Gemeinschaft auszuschließen, wie einen Gottlosen in dieser Gemeinschaft zu belassen. Wir können hier nicht auf die verschiedenen Anzeichen des Aussatzes eingehen. Von einigen guten Männern ist vieles darüber geschrieben worden.
    Wenn an einem Israeliten Aussatz gefunden wurde, mußte er sich außerhalb des Lagers aufhalten: »Und der Aussätzige, an dem das Mal ist, - seine Kleider sollen zerrissen und sein Kopfhaar soll frei hängen gelassen werden, und er soll seinen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein! All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein; unrein ist er: allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein« (Verse 45-46). So wurde der arme Aussätzige von der Gemeinde Israel und von der Stiftshütte Jahwes ausgeschlossen. Die zerrissenen Kleider, das unbedeckte Haupt, der verhüllte Bart – all dies zeigt seinen traurigen, bedauernswerten Zustand. So ist der unerlöste Sünder aufgrund seiner Befleckung von der Gegenwart Jahwes ausgeschlossen und hat keinen Platz im Volk Gottes. Außerhalb des Lagers! Lies die ernsten Worte in Offenbarung 21,27 und 22,11.15. Der ungereinigte Sünder ohne Vergebung wird für immer aus der Gegenwart eines heiligen Gottes ausgeschlossen bleiben. Und ein Kind Gottes, das zur Familie und zum Volk Gottes gehört und innewohnender Sünde gestattet, sich auszuwirken, ist untauglich sowohl für die Gemeinschaft mit Gott als auch für die Gemeinschaft mit seinem Volk. Beachte aber, daß es heißt: »All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein«. Hier ist ein Hoffnungsstrahl. Nur so lange die Krankheit in ihm ist, bleibt er ausgeschlossen. Die Genesung von dem Bösen, das unsere Gemeinschaft befleckt und stört, ist im Neuen Testament segensreich geoffenbart. Es muß ans Licht gebracht, bekannt und weggetan werden (1Jo 1). Und über allem haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.
    Auch Aussatz im Gewand wird behandelt und seine Reinigung durch Waschen angeordnet. Ein Gewand gehört einer Person und wird von ihr benutzt. Es steht bildhaft für die Verunreinigung durch Sünde bei unseren irdischen Beschäftigungen. Die Reinigung im Wasser ist ein Bild für das Wort Gottes, das unseren Aussatz aufdeckt und uns reinigen kann.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Hemmerling

    Ps 40,4: Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge abweichen!

  5. #5
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    AW: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Weiter schreibt Gaebelein zu 3 Mose 14

    KAPITEL 14
    Die Reinigung des Aussätzigen (14,1-32)
    Aussatz im Haus und seine Reinigung (14,33-57)
    Die Reinigung und Wiederherstellung des Aussätzigen ist voller Bedeutung; sie schattet einmal mehr das gesegnete Werk unseres Heilandes vor. Zu allererst müssen zwei Teile dieser Zeremonie besonders beachtet werden. Zunächst einmal mußte der geheilte Aussätzige wieder unter das Volk gebracht werden, aus dem er herausgenommen worden war. Der zweite Teil der Zeremonie stellte ihn völlig wieder her für die Gemeinschaft mit Gott. Der erste Teil wurde am ersten Tag vollführt, der zweite Teil am achten Tag. Man muß hier sorgfältig zwischen Heilung und Reinigung unterscheiden. Keine Zeremonie konnte den Aussätzigen heilen. Die Heilung der widerlichen Krankheit konnte allein Jahwe vollbringen. Aber nach der Heilung mußte die Reinigung und Wiederherstellung vollzogen werden. Was jedoch für den Aussätzigen getan wurde, ist eine gesegnete Illustration des Werkes Christi und des Evangeliums, in dem der glaubende Sünder gerettet ist und der sündigende Heilige gereinigt und wiederhergestellt wird. Der Aussätzige außerhalb des Lagers konnte für sich selbst nichts tun. Er war hilflos und konnte sich selbst nicht reinigen – es mußte für ihn getan werden. Der Priester mußte den Anfang machen zu seiner Reinigung und Wiederherstellung. Er mußte das Lager verlassen, um den Aussätzigen zu suchen. Der konnte nicht zum Priester kommen; der Priester mußte zu ihm gehen. Das läßt uns an den denken, der die Herrlichkeit des Vaters verließ und auf die Erde kam, an den Ort der Sünde und der Schande, wo die Aussätzigen sind – ausgeschlossen aus der heiligen Gegenwart Gottes. Er kam, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
    Zwei Vögel, die der Priester für den Aussätzigen zu nehmen befahl, sind ein wunderbares Bild für den gestorbenen und aus den Toten auferstandenen Christus. Die Vögel gehören symbolisch zum Himmel. Der erste Vogel wurde in einem irdenen Gefäß über fließendem Wasser getötet – ein Bild Christi. Das irdene Gefäß steht für seine Menschlichkeit. Das fließende Wasser ist der Heilige Geist, der ihn erfüllte, worauf er sich selbst gab und sein kostbares Blut vergoß. Und dieses gesegnete Sühnungsblut reinigt von aller Sünde, und auf der Grundlage dieses Blutes kann der Aussätzige wiederhergestellt werden. Der zweite Vogel starb nicht. Er wurde vielmehr freigelassen, um zum Himmel aufzusteigen. Dieser zweite Vogel wurde zuvor in das Blut des Vogels getaucht, der über dem fließenden Wasser getötet worden war. Er schattet Christus in der Auferstehung vor. Der aufsteigende Vogel sang vielleicht ein wohlklingendes Lied. Auf seinen weißen Flügeln trug er das kostbare Zeichen, das Blut. Er ist ein Bild des Christus nach vollbrachtem Werk, aus dem Grab auferstanden und dorthin zurückkehrend, von wo er gekommen war. Er starb für unsere Vergehungen und wurde auferweckt zu unserer Rechtfertigung. Aber zu dem lebenden Vogel gehörten auch noch das Zedernholz, der Scharlach (Karmesin) und der Ysop; sie wurden gemeinsam mit dem lebenden Vogel in das Blut getaucht. Was bedeuten diese Dinge? Scharlach (Karmesin) ist die hell blinkende Farbe, die die Herrlichkeit der Welt kennzeichnet (Dan 5,7; Nah 2,3; Offb 17,3-4; 18,12.16). Zedernholz und Ysop sind natürliche Gegenstände. Die Zeder steht in Gottes Wort immer für das, was hoch und erhaben ist. Der unbedeutende kleine Ysop kennzeichnet das Niedrige, Geringe.
    »Von der hohen Zeder, die die Hänge des Libanon krönt, bis zu dem niedrigen Ysop, der an der Mauer herauswächst« – zwischen diesen beiden liegen die äußersten Extreme und alles, was ist –, »ist die Natur in allen ihren verschiedenen Bereichen unter die Macht des Kreuzes gebracht, so daß der Gläubige in dem Tod Christi das Ende seiner ganzen Schuld, das Ende aller irdischen Herrlichkeit und das Ende der ganzen alten Schöpfung erblickt. Und womit soll er sich beschäftigen? Mit ihm, dem Gegenbild jenes lebendigen Vogels, der mit blutbenetzten Flügeln zum Himmel emporstieg. Wie herrlich, darüber nachzudenken! Wie wird die Seele da befriedigt! Ein auferstandener, aufgefahrener und verherrlichter Christus ist durch die Himmel gegangen, und seine heilige Person trägt die Merkmale der vollbrachten Erlösung. Er ist es, mit dem wir es zu tun haben. Auf ihn sind wir geworfen. Er ist der ausschließliche Gegenstand der Wonne Gottes. Er ist der Mittelpunkt der Freude des Himmels, der Gegenstand des Lobgesangs der Engel. Wir haben jetzt kein Verlangen mehr nach irdischer Herrlichkeit, nach den Reizen der Natur. Wir können sie, samt unserer Sünde und Schuld, als durch den Tod Christi für ewig beseitigt betrachten.«
    Das ist eine wunderbare Illustration der in Galater 6,14 dargestellten großartigen Wahrheit: »Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.« Der Aussätzige wurde siebenmal mit dem eingetauchten Vogel besprengt, mit dem Scharlach (Karmesin), dem Zedernholz und dem Ysop. Es wurde ihm auferlegt. Und so ist es uns auferlegt, erlöst durch sein Blut als der Welt gestorben zu leben. Während der ganzen Zeremonie tat der Aussätzige nichts. Nur nachdem das Blut über ihn gesprengt und der Vogel freigelassen war, begann er, seine Kleider zu waschen, seine Haare zu schneiden und sich selbst im Wasser zu waschen. Nachdem wir gerettet und gereinigt sind, müssen wir zu dem Wort Gottes kommen und in ihm unsere Gewohnheiten und unsere Wege reinigen.
    Der zweite Teil der Zeremonie am achten Tag setzte den geheilten Aussätzigen vollständig wieder in seine Rechte ein. Alles wird wieder »vor dem HERRN« getan, ein Ausdruck, der im ersten Teil der Zeremonie fehlt, im zweiten Teil aber wiederholt erwähnt wird. Das Schuldopfer steht an herausragender Stelle. Und das Blut des Lammes wurde auf das rechte Ohr, den Daumen der rechten Hand und die große Zehe des rechten Fußes gestrichen. Die symbolische Bedeutung ist klar: Das Ohr ist gereinigt und wiederhergestellt, um Gottes Wort zu hören, die Hand zum Dienen und der Fuß zum Wandeln auf den Wegen Gottes. So ist das Sühnungsblut in seiner reinigenden Kraft in dieser Zeremonie vorgeschattet. Es hat die gleiche Bedeutung wie bei der Einsetzung der Priester. Der geheilte Aussätzige war wie einer, der aus dem Reich des Todes und der Verderbnis kam, um wieder ein Mitglied des priesterlichen Volkes zu werden. Das Öl kam auf das Blut. Wo Blut war, wurde auch Öl aufgelegt. Diese Salbung schattet das Werk des Heiligen Geistes bei der Heiligung des erlösten Sünders vor. Das Öl wurde dann über ihm ausgegossen, das Bild der Salbung des Heiligen, die auf allen durch das Blut Erlösten ist.
    Doch es ist noch eine weitere Lektion mit all dem verbunden. Die Verzögerung bei der Annahme des geheilten und gereinigten Aussätzigen und seine völlige Wiederaufnahme und Präsentation vor dem Herrn am achten Tag ist von tieferer Bedeutung. Der achte Tag repräsentiert im Wort Gottes die Auferstehung und die neue Schöpfung. Wir sind jetzt als sein erlöstes Volk geheilt und gereinigt, aber noch nicht in der unmittelbaren Gegenwart des Herrn. Sieben Tage mußte der gereinigte Aussätzige auf seine völlige Wiederherstellung und auf seine Aufnahme warten. Das entspricht unserem Leben hier auf der Erde, die wir auf den achten Tag warten, den seligen Morgen, an dem der Herr kommt, an dem die vollständige Erlösung unser ist und wir in seiner Gegenwart erscheinen und seine Herrlichkeit sehen werden. Der achte Tag kam, und der Aussätzige, auf den das Blut des Opfervogels gesprengt worden war, konnte unmöglich von der Gegenwart Gottes und vom Empfang der Segnungen völliger Erlösung ausgeschlossen bleiben. Ebenso wird es am achten Tag für uns, sein erlöstes Volk, sein. Mögen wir uns also daran erinnern, daß der geheilte Aussätzige während des Wartens auf den achten Tag sich selbst reinigen mußte durch das Bad im Wasser (Vers 9): »Da wir nun diese Verheißung haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes« (2Kor 7,1). – »Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist« (1Jo 3,3).
    Wir dürfen auch nicht vergessen, das Bild Israels in dieser Zeremonie zu suchen. Das verblendete Israel ist moralisch wie ein Aussätziger. Aufgrund seines Zustandes ist es draußen und getrennt von Jahwe. In der Zukunft wird der Überrest Israels gereinigt werden und dann auf die völlige Wiederherstellung warten, die Gott ihm in seiner gnädigen Zielsetzung verheißen hat.
    Es folgt eine Beschreibung der Plage des Aussatzes in einem Haus. Aussatz wird, wie andere Krankheiten auch, durch Keime verursacht. Diese im Blut des Opfers vorhandenen Keime können auch außerhalb des Körpers existieren. Sie können sich unter günstigen Bedingungen, besonders bei Dunkelheit, schnell vermehren und die Infektion über ein Haus und das, was darinnen ist, verbreiten. Die Wissenschaft der Bakteriologie hat diese Fakten nach Jahren mühsamer Forschung entdeckt. Mose wußte nichts über diese Bakterien in einem Haus, aber Jahwe wußte es.
    Das Bild des aussätzigen Hauses ist oft auf Israel angewandt worden. Was für das Haus getan werden mußte, um der Plage Einhalt zu gebieten, entsprach dem, was Gott für sein Volk tat. Aber die Plage trat wieder auf und gipfelte in der Verwerfung Christi; da wurde das Haus vollständig abgerissen. Andere wenden das Bild auf die Gemeinde an und sehen, daß der Aussatz die bekennende Kirche ergriffen hat und eines Tages im umfassenden Gericht der Christenheit enden wird. Wir glauben nicht, daß dies die ganze Bedeutung des aussätzigen Hauses ist. Es schaltet gleichermaßen die Gegenwart und Wirksamkeit der Sünde an dem Ort vor, an dem der Mensch seinen Wohnsitz hat, das heißt, in der materiellen Schöpfung Gottes. Alles ist durch den Sündenfall des Menschen niedergegangen. Alle Schöpfung ist geknechtet unter die Verderbnis, der Eitelkeit unterworfen, und schleppt sich, in Schmerzen seufzend, daher. Aber es gibt Hoffnung, denn die seufzende Schöpfung soll befreit werden. Dann wird zur Reinigung des Hauses die gleiche Zeremonie mit den zwei Vögeln vollzogen, und das Haus wird durch Besprengung des Blutes gereinigt. Es ist ein Bild des Werkes Christi, das schließlich den Segen zu aller Schöpfung bringen und alle Dinge versöhnen wird (Kol 1,20). Hier wird aber auch das Gericht des Feuers angezeigt, das für die Erde aufbewahrt ist (2Petr 3,10). Dann wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Hemmerling

    Ps 40,4: Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge abweichen!

  6. #6
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    AW: Gesetz des Aussatzübels 3. Mose 13

    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




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