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Thema: Corona und die Angst

  1. #1
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    Corona und die Angst

    Corona und die Angst

    DIE ANGST VOR CORONA

    Als sich Anfang Dezember 2019 auf einem Markt im chinesischen Wuhan die ersten Menschen anstecken, ahnt noch niemand, was der Welt bevorsteht. Seitdem verbreitet sich das Coronavirus mit rasender Geschwindigkeit. Unaufhaltsam.

    Das Virus ist besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine ernste gesundheitliche Gefahr. Die Sterblichkeitsrate ist zehnmal höher als bei der Grippe (Influenza).

    Gewiss haben viele gehofft, dass das Virus nicht nach Deutschland kommt. Doch jetzt ist es da. Und je näher es an uns herankommt, umso mehr Angst macht sich in der Bevölkerung breit.

    Jeder hat die Hoffnung, nicht angesteckt zu wer den. Aber was ist, wenn es doch passiert? Dann hoffen wir natürlich, dass es uns nicht hart trifft und wir nicht zu den 2,3 Prozent gehören, die daran sterben.

    Da beschleicht uns Angst vor etwas, was wir kaum noch kennen. Denn der soziale und medizinische Fortschritt hat uns vermittelt, dass Epidemien der Vergangenheit angehören. Wir fühlen uns gut aufgestellt. Doch spätestens jetzt wird uns bewusst, dass es Phänomene gibt, die wir nicht mal eben in den Griff bekommen: Klimawandel, Terroranschläge – und dazu noch ein Virus, bei dem uns der Atem ausgeht

    .Aber bitte keine Panik! Gerade jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und überlegt zu handeln. Denn Angst ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber.

    Neben aller Anstrengung, die richtigen vorbeugenden Maßnahmen zum Wohl der Menschen zu ergreifen, sollten wir uns Gedanken über die Angst machen und der Ursache auf den Grund gehen.

    UNSERE ANGST

    Angst wird durch Bedrohungen ausgelöst. Das ist ganz natürlich. Manche bekommen schon feuchte Hände, wenn sie an den nächsten Zahnarztbesuch denken. Wie viel größer ist dann die Angst bei Bedrohungen, die uns als Schicksal er eilen können.

    Wenn unser Glück, unsere Gesundheit oder unsere Existenz angegriffen wird – und wir uns dem nicht widersetzen können …

    Fragen wir uns einmal, wo die eigentliche Ursache der Angst liegt. Angefangen hat es im Garten Eden, als das erste Menschenpaar ein Gebot Gottes übertrat – obwohl Gott sie vorher gewarnt hatte:

    „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben“ (1. Mose 2,16.17).

    Daraufhin haben sich die Menschen vor Gott versteckt – sie leben in Angst. Wie kommt man da raus? Gott für tot erklären oder ihn einfach ignorieren, hilft nicht weiter. Denn Fakt ist: Der Tod ist in dieser Welt und stellt die größte Bedrohung für uns Menschen dar. Daran kommt niemand vorbei.

    „Darum, so wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben“ (Römer 5,12).Der Tod ist also letztlich kein biologisches Problem, dem wir uns irgendwann mithilfe der Medizin entziehen könnten.

    Der Tod ist der Lohn der Sünde. Weil wir gegen Gott gesündigt haben, müssen wir sterben. Aber mit dem Tod ist nicht alles aus und vorbei. Es gibt ein Danach:„Ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27).Jeder Mensch muss sich einmal vor Gott verantworten.

    GOTT NIMMT DIE ANGST

    Will Gott denn, dass wir in Angst leben? – Nein, niemals! Er ist ein liebender und vergebender Gott. Er will uns ewiges Leben schenken. Dafür hat er seinen Sohn Jesus Christus sterben lassen:„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3,16).

    Niemand muss und soll verloren gehen! Doch es liegt an uns, ob wir das Liebesangebot Gottes annehmen oder nicht. Gott hat alles gegeben, um uns mit sich zu versöhnen. Das Einzige, was Gott von uns erwartet, ist, dass wir unsere Schuld einsehen, sie aufrichtig vor ihm bekennen und an Jesus Christus als unseren Retter glauben. Dann sind wir bei Gott angenommen und für immer in Sicherheit. Jedes Kind Gottes hat eine herrliche Zukunft vor sich:

    „Der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offenbarung 21,4).

    Und was ist mit der Angst vor Corona? Klar, der Glaube an Jesus Christus macht nicht gegen Viren immun. Aber wer Gottes Gnade erfahren hat, weiß sich von ihm geliebt und findet in allen Lebenssituationen Ruhe für die Seele.„Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“ (Römer 8,35).

    „Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Römer 8,38.39)._________________________________________ _

    Text aus dem Flyer: CORONA UND DIE ANGST

    Der Flyer ist beim CSV-Verlag kostenlos erhältlich:https://www.csv-verlag.de/home/31253...die-angst.html



    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  2. #2
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    AW: Corona und die Angst

    Leider ist die Angst sehr real, weil ich genau in der Ecke wohne, wo z.Zt. die meisten Infizierten sind. Der Kreis Heinsberg ist ca. 20 km von mir entfernt.
    In einem Krankenhaus, das Luftlinie nicht mal 1km weit weg ist, hatte sich eine Ärztin angesteckt. Meine Frau ist bei Aldi und die Menschen kaufen den kompletten
    Laden leer. Das ganze Lager war letzten Freitag leer... Am Samstag bekamen die 3 komplette LKWs mit Lebensmitteln normalerweise höchstens einer.

    Ich habe allerdings auch die Einstellung, wenn Gott will, dass ich es bekomme und daran sterbe dann ist es so. Wenn nicht, wird er nicht nur mich, sondern auch alle
    anderen die es nicht bekommen beschützen.

    LG
    Frank R
    Herzliche Grüsse
    Frank

  3. #3
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    AW: Corona und die Angst

    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  4. #4
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    AW: Corona und die Angst

    Durch einen Lungenschaden , den ich mir in Norwegen holte als ich meinem Schwager geholfen habe , bin ich auch gefährdet.
    Aber ich mache mir nichts draus , der HERR JESUS alleine entscheidet über mein Leben und meinen Tod.
    Leichtsinnig handle ich aber dennoch nicht.
    Liebe Grüße bobby!

    Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

  5. #5
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    AW: Corona und die Angst

    Lieber Bobby
    Eine wunderbare Haltung! Stets anzuwenden.
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  6. #6
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    AW: Corona und die Angst

    Lieber Bobby,
    es ist genau deine Haltung, die man sich zueigen machen sollten. Herr Jesus hat alles in der Hand. Und mit dem Rest an Eigenverantwortung gegenüber Familie, Verwandten und Bekannten mit Bedacht umgehen. Das wünschen wir auch den Verantwortlichen in der Welt, die auf der planerischen Ebene, hoffentlich nicht durch Panik getrieben, Entscheidungen treffen müssen.
    In Christo!
    Liebe Grüsse
    Jörg

    Indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus (Titus 2,13)

  7. #7
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    AW: Corona und die Angst

    Geschwister,
    in Südkorea wird eine sog. christliche Sekte für die enorme Verbreitung verantwortlich gemacht. Sie hat den Namen Shincheonji-Kirche Jesu. Die Frage mag naiv anmuten, aber kennt die jemand?
    In Christo!
    Liebe Grüsse
    Jörg

    Indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus (Titus 2,13)

  8. #8
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    AW: Corona und die Angst

    Lieber Jörg
    ich kenne die auch nur durch die jüngsten Veröffentlichungen.
    Das ist halt bei allen Menschenorientierten Truppen so:
    >> Kadavergehorsam ohne persönlichen Glauben.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  9. #9
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    AW: Corona und die Angst

    Was ich nicht persönlich kenne , werde ich niemals empfehlen . Asiatische Christen sind oft durch Buddhismuslehren infiziert .
    Dass W.Bühne die Chinachristen mit Literatur von Calvin , Augustinus , Spurgeon und sonstigen Irrlehreren versorgt hat , zeigt wie Satan junge ""Christen"" durch falsche Brüder unterwandert .
    Liebe Grüße bobby!

    Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

  10. #10
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    Als Christ mit dem Coronavirus (COVID 19) umgehen

    Als Christ mit dem Coronavirus (COVID 19) umgehen

    Bibelstellen: Matthäus 24,7; Lukas 21,11

    Alles fing vermutlich auf einem Markt im chinesischen Wuhan an – und verbreitete sich in kurzer Zeit über die ganze Welt. Im Dezember 2019 registrierten die chinesischen Behörden erste Infektionen mit einer bis dahin unbekannten Lungenkrankheit. Bis Ende des Jahres waren knapp 30 Personen identifiziert. Anfang Januar 2020 berichten ausländische Medien zum ersten Mal über das Thema.


    Seither hat sich die Krankheit weltweit ausgebreitet. Die Medien berichten ausführlich. Sie warnen. Regierungen richten Krisenstäbe ein. Menschen geraten in Panik. Sie befürchten eine weltweite Pandemie größeren Ausmaßes.


    Faktencheck
    Die Frage ist berechtigt, welche Stellungnahme wir dazu als Christen abgeben. Und vor allem: was sagt die Bibel dazu? Gibt es überhaupt Hinweise? Müssen wir in Panik geraten? Ist die Endzeit angebrochen?

    Vorab ein paar Fakten: Nein, die Endzeit ist nicht angebrochen. Es besteht kein Grund zur Panik, aber doch zur nüchternen Beschäftigung mit dem Thema und vor allem zum intensiven Gebet für Betroffene, für solche, die in Angst sind, und dafür, dass Gott den Ausbruch dieser Krankheit zum Anlass nimmt, dass Menschen sich mit dem Evangelium beschäftigten und die Botschaft der Rettung in Christus annehmen.

    Dass die Erde von Seuchen heimgesucht wird, ist nichts Neues. Tuberkulose (Schwindsucht), Aids und Malaria (eine Tropenkrankheit) stehen seit Jahren an der Spitze der tödlichen Infektionskrankheiten. Pro Jahr zählt man für jede dieser drei Krankheiten 2 bis 3 Millionen Tote weltweit. Darüber wird erstaunlich wenig gesprochen. Man hat sich scheinbar daran gewöhnt – obwohl es jeweils um persönliche Schicksale geht, um Menschen, die vielleicht unversöhnt in die Ewigkeit gehen. Auch Glaubensgeschwister sind betroffen.


    Laut Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gibt es pro Jahr allein in Deutschland ca. 15.000 bis 20.000 Menschen, die an den Folgen der Influenza (Grippe) sterben – häufig ältere und kranke Menschen. Auch darüber wird erstaunlich wenig geredet. Krebs – eine weitere Geißel der Menschheit tötet in Deutschland über 200.000 Menschen pro Jahr.


    Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass weltweite Seuchen kein Phänomen unserer Zeit sind. Im 14. Jahrhundert raffte die Pest über 25 Millionen Menschen weg, im 19. Jahrhundert waren es über 10 Millionen Tote. Die Spanische Grippe als Folgeerscheinung des Ersten Weltkrieges raffte über 20 Millionen Menschen weg, die Asiatische Grippe im Jahr 1957 ca. 1 Million Menschen und die Hongkong-Grippe im Jahr 1968 immerhin noch 700.000 Menschen. Vergleichsweise gering waren die Folgen von Sars, der ersten globalen Epidemie des 21. Jahrhunderts mit ca. 800 Toten.

    Welche Zahlen am Ende des Coronavirus stehen, ist heute noch nicht abzusehen. Es werden mehr als 800 Tote sein. Es geht auch nicht einfach zum Zahlen, Daten und Fakten, sondern es geht um Menschen. Wir empfinden mit jedem, der unmittelbar oder mittelbar betroffen ist. Es geht um Menschen, die Gott geschaffen hat, die Er liebt und die Er retten möchte.

    Und doch stellt sich die Frage, wie wir als Christen damit umgehen und was die Bibel dazu zu sagen hat.


    Seuchen im Neuen Testament

    Im Neuen Testament kommt das Wort „Seuche“ dreimal vor. In Apostelgeschichte 24,5 wird der Apostel Paulus von seinen Anklägern als eine „Pest“ befunden. Hier wird das Wort offensichtlich in einem übertragenen Sinn gebraucht. Zwei Stellen in den Evangelien sprechen jedoch von einer tatsächlichen – buchstäblichen – Pest oder Seuche. Der Herr Jesus spricht darüber:

    • Matthäus 24,7: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und Hungersnöte und Seuchen und Erdbeben werden an verschiedenen Orten sein.“

    • Lukas 21,11: „Es werden große Erdbeben sein und an verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen; auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird es geben.

    Offensichtlich spricht der Herr über Epidemien, die damals noch zukünftig waren. Deshalb stellt sich die Frage, ob das, was wir heute erleben, eine Erfüllung dieser Weissagung ist. Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig: Nein! Der Zusammenhang der gesamten Rede des Herrn Jesus zeigt deutlich, dass Er nicht über die christliche Zeit spricht, sondern über die Zeit der großen Drangsal, die nach der Entrückung der Gläubigen der Gnadenzeit über die Erde kommt. Häufig werden diese Verse zitiert, wenn es um militärische Konflikte, Erdbeben oder Pandemien in unserer Zeit geht. Doch das ist nicht die Bedeutung. Kriege, Seuchen, Hungersnöte und Epidemien hat es immer schon gegeben. Das, was der Herr Jesus in den zitierten Stellen voraussagt, hat damit nicht direkt zu tun. Der Herr warnt nicht uns Christen, sondern er warnt den jüdischen Überrest in einer noch zukünftigen Zeit. Wir müssen das, was Israel und die Juden in der Zukunft betrifft, von dem unterscheiden, was uns heute betrifft.

    Die Seuchen der gegenwärtigen Zeit sind nicht der „Anfang der Wehen“ (Mt 24,8). Es sind maximal Zeitzeichen, die uns deutlich machen, das große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen.


    Seuchen im Alten Testament

    Das Wort „Seuche“ finden wir ebenfalls im Alten Testament. Zum einen erinnert Gott sein Volk zweimal an die „Seuchen Ägyptens“ (5. Mo 7,15; 28,60). Offenbar gab es dort wiederkehrende Krankheiten, an denen Menschen starben.

    Sodann wird in 5. Mose 32,24 von einer „giftigen Pest“ gesprochen (im Grundtext ein anderes Wort als in den beiden oben zitierten Versen). In Jesaja 28,2 ist von einem „verderbenden Sturmwind“ die Rede. Dasselbe Wort kommt noch einmal in Psalm 91,6 vor. Dieser Psalm beginnt mit den tröstlichen Worten: „Wer im Schutz des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen“ (Ps 91,1). In den Versen 5 und 6 heißt es dann: „Du wirst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag verwüstet.“ Ohne Frage bezieht sich das prophetisch ebenfalls auf den kommenden Überrest der Juden. Dennoch liegt die praktische Anwendung für uns auf der Hand. Wie empfinden wir, wenn wir davon hören, wie sich der Coronavirus ausbreitet und wie er vielleicht uns selbst oder Menschen in unserem unmittelbaren Umfeld betrifft. Noch einmal: „Du wirst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht … vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag verwüstet.“ Es lohnt sich, den ganzen Psalm in Ruhe zu lesen.

    Wir sind dankbar für medizinische Hilfe. Wir sind dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem die Behörden große Anstrengungen unternehmen, Betroffenen zu helfen und die weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Und doch wissen wir, dass wir letztlich in der Hand des Herrn sind. Wir sind im „Schutz des Höchsten“ und im „Schatten des Allmächtigen“ (Ps 91,1). „Meine Zuflucht und meine Burg; mein Gott, auf ihn will ich vertrauen“ (Ps 91,2). Er wird uns retten von der „verderbenden Pest“ (Ps 91,3). Er wird seinen „seinen Engeln über dir befehlen, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen“ (Ps 91,11). „Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt“ (Ps 91,12). Er wird uns seine Rettung schauen lassen (Ps 91,16).


    Keine Panik, aber Sorgfalt
    Es ist so, dass ein Virus, wie der Coronavirus, vielen Menschen Angst macht. Davon sind wir Christen nicht ausgenommen. Paulus kannte auch Ängste und Sorgen. Paulus spricht einmal – wenngleich in einem anderen Zusammenhang – von seiner „Bedrängnis und Herzensangst“ (2. Kor 2,4). In Römer 8,35 schreibt er: „Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“ Das kommt unserer Frage schon näher. Dieser Vers zeigt mindestens zwei Dinge:
    • Es gibt Drangsale und Ängste (ja, sogar Verfolgung und Todesgefahren): Sie sind real und Teil unseres Lebens. Wir müssen uns deswegen nicht schämen.
    • Was immer passiert, nichts kann uns von der Liebe unseren Herrn trennen, uns scheiden „von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,39). Das gibt uns innere Ruhe.

    Wir erkennen, dass es keinen Grund gibt, panisch zu reagieren. Zum einen muss uns bewusst sein, dass die Presse im Allgemeinen solche „Negativthemen“ gerne aufgreift und nicht immer objektiv ausgewogen berichtet. Man hat bisweilen den Eindruck, dass es heute wie damals im alten Athen ist, wo die Menschen ihre Zeit mit nichts anderem zubrachten, „als etwas Neues zu sagen und zu hören“ (Apg 17,21). Gerade die Presse schürt zum Teil Panik, die überzogen ist. Die digitalen Medien und sozialen Netzwerke dienen dabei noch als Brandbeschleuniger. Zum anderen vergessen wir nicht, dass wir in Gottes Hand sind. Unser Herr ist immer bei uns. Die Ausbreitung des Coronavirus entgleitet keinen Augenblick seiner Kontrolle. Wir dürfen im Glauben mutig sein.

    Dennoch ist der Glaube nicht übermütig, d.h., wir gehen auch nicht leichtsinnig mit der Situation um. Wir tun gut daran, die Schutzhinweise nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern zu befolgen, und selbstverständlich folgen wir den behördlichen Anweisungen und setzen uns nicht darüber hinweg (Röm 13.1.2). Außerdem achten wir darauf, was vor den Menschen ehrbar ist (2. Kor 8,21). Wer betroffen ist, wird natürlich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen (Lk 5,31).


    Eine Ansprache Gottes
    Selbst wenn die Hinweise über Pest und Seuchen im Neuen Testament nicht direkt für unsere Zeit gegeben sind, können wir solche Situationen, in denen Menschen zunehmend Angst und Sorge haben, evangelistisch nutzen. Gerade in Phasen äußerer Unsicherheit und Instabilität sind mache Menschen offener für die Botschaft des Evangeliums. Diese Chancen können – und sollen – wir nutzen, um die Menschen auf die Rettung vor einer viel größeren Gefahr aufmerksam zu machen: nämlich ewig verloren zu gehen. Wir haben die beste Botschaft, die es überhaupt gibt, die Botschaft von dem Heiland-Gott, der will, dass alle Menschen errettet werden (1. Tim 2,4).

    Fazit
    Das Coronavirus muss uns als Christen nicht aus der Bahn werfen. Es ist eine ernste Ansprache Gottes an die Menschen. Als Christ gehen wir damit verantwortungsbewusst und nicht leichtfertig um. Wir vertrauen dabei unserem großen Gott, dem nichts aus dem Ruder läuft und in dessen Hand wir sicher geborgen sind.Hinweis: Zu diesem Thema gibt es beim CSV-Verlag einen evangelistischen, kostenlosen Flyer, der deutlich und auch einfühlsam auf das Evangelium hinweist: https://www.csv-verlag.de/home/31253...die-angst.html Dieser Flyer ist zur Verteilung an Ungläubige gedacht.
    E.-A. Bremicker
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    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




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