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Thema: Corona und die Angst

  1. #41
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    AW: Corona und die Angst

    Manchmal wird diese Taktik des Teufels übersehen. Man meint, dass die Regierungen doch jetzt Gutes von uns verlangen, zum Beispiel, dass es keine Versammlungen von sogenannten Glaubensgemeinschaften geben darf, um die Ansteckung einzudämmen. Mein Punkt ist nicht, was die Regierungen tun, sondern was der will, der dahinter steht.

    Was möchte der Teufel? Dass wir als Christen nicht zusammenkommen. Vielen Christen mag das relativ egal sein. Sie haben ihre virtuelle Kirche. Oder ihnen sind die Zusammenkünfte nicht so wichtig. Abendmahl haben sie maximal einmal im Monat.

    Und wie steht es um uns persönlich? Uns sind die Zusammenkünfte wichtig, auch das Gedächtnismahl. Es ist die einzige Gelegenheit, wo wir in dieser Weise die persönliche Gegenwart des Herrn in der Mitte der Gläubigen erleben können (Mt 18,20). Wir wollen auf dieses Zusammenkommen nicht verzichten. Und das weiß der Teufel. Er verhindert, wo immer das möglich ist, dass wir diesem Wunsch und Vermächtnis des Herrn nachkommen können.

    Nach Christus gibt es keinen größeren Angriffspunkt für Satan als die Versammlung. Denn sie ist die einzige göttliche Körperschaft hier auf der Erde, heute. In ihr wohnt der Geist Gottes. Der Teufel versucht alles, ihr zu schaden. Das Virus ist ihm dabei ein sehr willkommenes Mittel.
    Was der Teufel will ist klar und dieser Abschnitt könnte würde man besser auf das verkürzen, m.M.
    Ich lese hier einige sehr seltsame Aussagen an Christen, die mehr verwirren als Klarheit schaffen.

    Auch Herr Seibel hat sich der Obrigkeit unterzuordnen und wenn (in der Schweiz) mehr als 5 Personen (D=2) mit weniger als 2 m Distanz beieinander stehen, so verhalten sie sich alle ungehorsam gegenüber der Obrigkeit und somit dem Wort. Wie M.S. es persönlich hält, weiss ich nicht. Im Lichte der Brüder-Irrlehre der "Tisch des Herrn" sei einzig in XXX und nur bei ihnen, macht man da nur noch mehr falschen Druck und aktuell noch mehr Probleme. Ich empfehle ihm eine praktische Studienreise nach Nordkorea.

    Ich bin sehr dankbar dass und solange wir noch ganz real aber mittels jetzt noch funktionierender Technik physisch-örtlich betrachtet halt "virtuell" dafür europaweit zusammen kommen können und das nicht erst seit dem aktuellen Virus! Ich gehe davon aus, dass auch jedem bewusst ist, dass das Kommunizieren mittels Internetforum, Telefonie, Rauchzeichen und Flugpost auch in ähnlicher Art "virtuell" ist.

    Das Mantra von Math 18,20 ist grundfalsch und wird durch Wiederholung nie richtig. (Math 18,15-20).
    Der Herr wohnt nicht nur in der Körperschaft des Leibes Christi sondern auch im einzelnen Christen. Joh 14,20

    Abendmahl feiern wir nicht, sondern wir teilen den Kelch und brechen das Brot.
    Die Anzahl dieser Erinnerungsfeier orientiert sich an der Anzahl der effektiven Zusammenkommen der Gläubigen und nicht am Sonntag und nicht am Monat usw. (1. Kor 11,25+26)

    > Nutzen wir die Gunst der Stunde trotz Einschränkungen und weisen die Panik- und Angstvollen zum Erretter hin, Jesus Christus.
    sie werden wissen, daß ich Jehova bin
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  2. #42
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    AW: Corona und die Angst

    Da mir gekündigt wurde , werde ich umziehen und ich somit nicht mehr vom Firmencomputer oder eigenem Computer schreiben kann ( bis alles neu eingerichtet ist) , hier mein vorerst letzter Beitrag zum Thema.

    Jedes Jahr sterben in Deutschland 1 Million Menschen , überwiegend Herz /Kreislauf , Krebs Alterstod usw.
    Nie hat man deswegen die Wirtschaft so runtergefahren wie jetzt.
    Wir sehen jetzt , wie große Konzerne überleben und kleine Betriebe , die 80 % der Betriebe ausmachen zugrunde gehen.
    Folgen , viele die neu gebaut haben verlieren ihre Häuser , vielen geht das Geld für Lebensmittel aus .
    Hat man daran gedacht , wie dann der Hunger und die Todesangst Menschen in Rebellion treiben wird?

    Es fehlt das Augenmaß die Vorstellung was dann geschehen wird.
    Wird alles gut gehen, ich glaube es nicht. Der Ruf nach dem starken Politiker wird kommen, biblisches Endzeitszenario ist für mich als Wetterleuchten am Horizont zu sehen.

    Bin gespannt was kommen wird, wir fallen nie tiefer als in Gottes Hände. Aber Vertrauen in die Politik oder Wissenschaft hatte ich schon viele Jahre nicht mehr.
    Liebe Grüße bobby!

    Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

  3. #43
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    AW: Corona und die Angst

    Lieber Bobby
    Aber Vertrauen in die Politik oder Wissenschaft hatte ich schon viele Jahre nicht mehr.
    Welcher belehrte Christ hat das schon? Ich nicht. Ich bin aber überall da den Obrigkeiten Gehorsam wo ich es sein muss, das ist nicht wenig, in meinem Beruf sogar sehr viel. Du warst es ja auch, in deinem ehemaligen Beruf als Soldat. Das ist gut so.
    Guten Umzug!
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  4. #44
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    AW: Corona und die Angst

    Vertrauen auf Gott, beten für die Obrigkeit, und sich freuen an den Bekehrungen.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  5. #45
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    AW: Corona und die Angst

    News auf genesisnet27.03.20
    Molekularbiologie des Coronavirus und die Coronakrise

    Das derzeit zirkulierende und die Krankheit COVID-19 auslösende Coronavirus wurde von einem internationalen Konsortium von Virusexperten auf den Namen SARS-CoV2 getauft. Es wird so genannt, weil es dem Corona-Virus ähnelt, das imJahr 2003 SARS verbreitete und als SARS-CoV bekannt ist. Die Genetik des COVID19-Virus zeigt, dass es sich sehr wahrscheinlich um eine Variante des alten SARSCoV1-Virus aus dem Jahr 2003 handelt. COVID-19 ist also eigentlich SARS.


    Coronaviren sind bekannte Atemweg-Viren.
    Der Name Corona (lat.: Kranz, Krone) leitet sich von den Proteinen ab, die auf der Virushülle herausragen und dem Virus, durch das Elektronenmikroskop gesehen, eine Art Krone verleihen. Coronaviren sind so genannte„positive sense, single stranded RNA-Viren“.

    Das bedeutet, dass sie anstelle von DNA ein einsträngiges RNA-Molekül als genetisches Material besitzen. Wo Coronaviren ihren Ursprung haben, ist derzeit nicht geklärt, allerdings weist ihre genetische Ausstattung darauf hin, dass sie aus dem Genom von Wirbeltieren stammen.
    Durch Rekombination im Wirtsgenom wird manchmal genetisches Material in ihr Genom eingefügt oder geht verloren. So enstehen neue Varianten.
    Gegenwärtig kennen wir sieben Typen von Coronaviren,
    die den Menschen infizieren können.

    Nach einer Infektion entwickelt der Mensch krankhafte Atemwegssymptome unterschiedlichen Schweregrades.
    Zwei der Coronaviren, HCoV-229E und HCoV-OC43, verursachen Erkältungen.
    Andere Coronaviren können zu schwereren Infektionen der Atemwege führen und potenziell tödlich sein.

    SARS-CoV war das erste Coronavirus, das im Jahr 2003 zu einer Bedrohung wurde. Der Kongress der Lungenspezialisten, den ich damals in Australien besuchte, widmete dem Coronavirus SARS-CoV, das damals das schwere respiratorische Syndrom (SARS) verursachte, besondere Aufmerksamkeit.

    Dies lag daran, dass SARS eine Sterblichkeitsrate von 9 % hatte
    und als ernsthafte Gefahr für die westliche Gesellschaft angesehen wurde.
    Glücklicherweise war SARS-CoV nicht so ansteckend wie befürchtet.
    Innerhalb weniger Monate war das Virus verschwunden.

    Doch die Virologen wussten, dass dies nicht das letzte tödliche Coronavirus sein würde.

    Im Jahr 2012 tauchte der nächste Coronavirus, MERS-CoV, auf. Mit einer Sterblichkeitsrate von über 30% der Infizierten ist es das bisher aggressivste Coronavirus.

    Auch dieses Virus verschwand vom Radar, ohne eine Pandemie auszulösen.
    Dennoch rechneten Virologen mit einen weiteren Coronavirus.

    Jetzt ist es leider da: SARSCoV2.

    Dieses Virus verursacht COVID-19. Und es hat bereits eine weltweite Epidemie (Pandemie) ausgelöst.
    Mit einer Sterblichkeitsrate von 3-4% ist SARS-CoV2 nicht so gefährlich wie frühere Corona-Viren,
    aber es ist weitaus ansteckender (höhere Infektiosität).

    Alle aggresiven Coronaviren haben sehr ähnliche molekularbiologische Strukturen.
    Das virale Genom kodiert mehrere Proteine mit einzigartigen Funktionen, darunter ein
    S- und ein N- Protein.
    Das N-Protein wird derzeit als diagnostischer Marker verwendet.
    Das heißt, wenn dieses Protein in Patienten nachgewiesen wird, handelt es sich um eine aggressive, d.h. hochinfektiöse Form der Corona.

    Das S-Protein bildet die Krone des Virus. Es hat eine Domäne, die sich an ein Rezeptorprotein auf der menschlichen Zelle (ACE2-Rezeptor) anlagert. ACE2-Rezeptoren befinden sich auf den Lungenzellen und regulieren den Blutdruck. Experimente mit Labortieren bestätigten, dass das Virus den ACE2-Rezeptor nutzt, um in die Zellen einzudringen. Mäuse, denen dieser Rezeptor fehlt, sind gegen das SARS-CoV-Virusresistent und entwickeln keine SARS-Symptome.[1]

    Das S-Protein stellt das attraktivste Ziel für die Entwicklung von Impfstoffen und Antikörpern dar, da die Protease-Aktivität des S- Proteins es ermöglicht, in die Zellen des menschlichen Körpers einzudringen.
    (Proteasen sind Enzyme, die Peptidbindungen von Proteinen spalten.)
    SARS-CoV2 unterscheidet sich genetisch von SARS-CoV durch vier kleine Insertionen (Einfügungen) im S-Protein.
    Das jetzt zirkulierende Coronavirus ist sehr eng mit dem SARS-CoV-Virus von 2003 verwandt.
    Eine Studie von März 2020 belegt, dass das genetische Material des SARS-CoV2 Virus zu 96,11% dem SARS-Virusstamm RaTG13 entspricht.[2]
    Würde man jedoch die gleiche Methode anwenden, wie sie Evolutionsbiologen beim Vergleich der Gene von Mensch und Schimpanse anwenden (d.h. die Insertionen werden nicht als Unterschiede gezählt) wären die Genome beider Viren zu mehr als 99 Prozent gleich.
    Die Gruppe um den Virologen Markus Hoffman, der am Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen forscht, hat jüngst gezeigt, dass SARS-CoV2 denselben ACE2-Rezeptor zur Infektion menschlicher Zellen verwendet wie SARS-CoV.[3]

    Diese Studien legen ebenfalls nahe, dass das Coronavirus, das COVID-19 verursacht, sehr eng mit dem SARS-CoV-Virus von 2003 verwandt ist.
    Das COVID19-Virus hat die gleichen Gene wie das SARS-Virus von 2003 und es gelangt auf die gleiche Weise in die menschliche Zelle, d.h. über den ACE2-Rezeptor.

    Im Laufe der Zeit werden Viren durch Mutationen in ihrer Wirkung typischerweise immer schwächer, nicht aggressiver, wie man meinen könnte.

    RNA-Viren mutieren sehr schnell und die beständige Anhäufung von Mutationen macht RNA-Viren immer weniger gefährlich, gleichzeitig können sie aber infektiöser werden.
    Die Virusvarianten, die die für Menschen hochpathogen und tödlich sind, werden weniger.
    Am Ende ist ein Arrangement, eine Art „friedliches Zusammenleben“ mit ihren Wirten zu erwarten.
    So war beispielsweise die H1N1-Schweinegrippe 2009 am stärksten in der ersten Pandemie im Sommer 2009.
    Im Winter 2010/2011 hatte sie sich beruhigt und verhielt sich eher wie eine typische saisonale Grippe. Durch die Insertionen im S-Protein ist das jetzt sich ausbreitende SARS-CoV2 Virus zwar infektiöser als SARS-CoV aus 2003, glücklicherweise auch weniger gefährlich – genauso, wie man es von einem altern den mutierten Virus erwarten würde. Zwischen dem Ausbruch von SARS im Jahr 2003 und dem Ausbruch von COVID-19 im Jahr 2019 liegen 16 Jahre.
    Wurde in diesen 16 Jahren eine Behandlung für SARS entwickelt? Wurde ein Impfstoff entwickelt?
    Wurde ein blockierender Antikörper entwickelt? Alles Wissen dazu war vorhanden. Und man wusste, dass mit einem weiteren Ausbruch von Coronaviren zu rechnen war, höchstwahrscheinlich in China.

    Die schockierende Tatsache ist, dass die entscheidenden Anstrengungen zur Bekämpfung des nächsten Ausbruchs eines tödlichen Coronavirus unterlassen wurden.
    Es gab reichlich Gelegenheit, Heilmittel und Impfstoffe zu entwickeln, um die Corona-Krise zu verhindern, die de facto vor 16 Jahren begann.
    Hätte man auf die Corona-Experten gehört, könnten wir möglicherweise über eine entsprechende Therapie verfügen und die aktuelle Coronakrise wäre weniger gravierend.

    Mit konsequenteren Entscheidungen im vergangenen Jahrzehnt hätte SARS-CoV2 vermutlich bereits in Asien gestoppt werden können.
    Mit einem aus verschiedenen Gründen veranlassten Stopp der Impfstoffentwicklung wurde die aktuelle Corona-Krise begünstigt. Hier wird besonders deutlich erkennbar, wie weitreichend wirtschaftspolitische Entscheidungen sein können.Quellen[1]

    Kuba K et al. (2005) A crucial role of angiotensin converting enzyme 2 (ACE2) in SARScoronavirus–induced lung injury. Nature Medicine 11, 875-879.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16007097[2] Yu H et al. (2020) Genomic analysis of a 2019-nCoV strain in the first COVID-19 patientfound in Hangzhou, Zhejiang, China.
    Zhonghua Yu Fang Yi Xue Za Zhi. 2020 Mar15;54(0):E026. doi: 10.3760/cma.j.cn112150-20200217-00128.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32171191[3] Hoffmann M et al. (2020) SARS-CoV-2 Cell Entry Depends on ACE2 and TMPRSS2 and IsBlocked by a Clinically Proven Protease Inhibitor. Cell, 2020 Mar 4. pii: S0092-8674(20)30229-4. doi: 10.1016/j.cell.2020.02.052. [Epub ahead of print]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32142651

    Autor dieser News: Peter Borger, 27.03.20© 2020Über unseren Newsletter-Service werden Ihnen neue Nachrichten auch automatisch perE-Mail zugesandt. News-Übersicht
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  6. #46
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    AW: Corona und die Angst

    Liebe Brüder

    folgenden Artikel fand ich heute morgen in Spektrum.de Link

    Experimentelle Therapie: Kann Spenderblut Covid-19 heilen?
    Spektrum.de 27.03.2020
    Kann Spenderblut Covid-19 heilen?
    Wer Covid-19 überstanden hat, kann mit seinem Blut Kranken helfen. Das ist die Hoffnung vieler Fachleute, auch in Deutschland. Ob die experimentelle Therapie wirklich wirkt, ist allerdings offen.
    von Lars Fischer
    Es ist kein Impfstoff und kein Medikament, wirkt aber ein wenig wie beides – und man gewinnt es aus dem Blut von Menschen, die die Krankheit überlebt haben. Rekonvaleszenten-Serum wird derzeit von Arbeitsgruppen überall auf der Welt als Mittel gegen Covid-19 getestet – bald auch in Deutschland. Mit einem öffentlichen Aufruf sucht Rainer Blasczyk von der Medizinischen Hochschule Hannover genesene Coronavirus-Patienten als Blutspender.
    Das Prinzip ist einfach: Mit dem Blutserum der Expatienten überträgt man zugleich deren Antikörper gegen das Virus. Die Hoffnung: dem Immunsystem des akut Kranken schnelle Unterstützung zu verschaffen und Zeit zu gewinnen, bis es selbst genügend eigene Antikörper produziert.
    Das Verfahren ist keineswegs neu. Schon bevor die Funktion des Immunsystems geklärt war, wusste man, dass Serum – also der flüssige Anteil des Blutes, der nach der Gerinnung bleibt – von Menschen, die eine Krankheit überstanden haben, andere Kranke heilen kann. Bereits während der großen Grippepandemie 1918-1920 versuchten Mediziner, Kranken mit den Blutbestandteilen Überlebender zu helfen.
    Doch die Erfahrungen mit der Technik zeigen ebenso, dass das Verfahren kein gleichwertiger Ersatz für klassische Therapien ist. So sind die Resultate bisheriger Versuche bestenfalls gemischt. »Wir wissen nicht, ob die Serumtherapie funktionieren wird«, sagt deswegen auch der Mediziner Rainer Blasczyk. Immerhin: Sie sei eine Möglichkeit.
    Eine Antikörper-Transplantation
    Eine Erfolgsgarantie gebe es bei anderen Therapieansätzen genauso wenig. »Alle Medikamente, die man jetzt gegen das Coronavirus testet, werden auf Verdacht eingesetzt«, sagt er. Für die Therapie mit Rekonvaleszenten-Serum spricht die Tatsache, dass es schon einmal das Virus besiegt hat: im Spender. Die Waffen sind Komponenten des Immunsystems, die im Blut zirkulieren. Sie entstehen binnen weniger Tage nach der Ansteckung und bilden dann die Basis der vermutlich Monate bis Jahre andauernden Immunität.
    Und damit könnten sie, so die Hoffnung, vielleicht auch dem Körper anderer schwer Kranker dringend benötigte Schützenhilfe gegen das Virus geben. Allerdings hat das Verfahren Grenzen. »Bei einer Impfung bildet der Körper spezifische Lymphozyten und Antikörper gegen das Virus und ist dadurch gut geschützt«, erklärt der Mediziner. »Die Serumtherapie dagegen ist nur eine Antikörpergabe.« Das ist möglicherweise der Grund, weshalb die Ergebnisse des Therapieansatzes so stark schwanken.
    Dabei gibt es einige Erfahrung mit der Technik. Früher nutzte die Medizin sie vor allem präventiv als »passive Schutzimpfung«. So verwendeten Fachleute in den 1930er Jahren das Blut von Masern-Überlebenden, um durch diese Immunisierung einen Ausbruch der Krankheit an einer Schule zu stoppen; auch gegen Polio und Mumps kam die Serumtherapie einst zum Einsatz.
    Heutzutage ist das alte Verfahren vor allem als experimentelles Heilmittel bei neuen Infektionskrankheiten gefragt, gegen die weder Impfstoff noch Medikament existieren. Zuletzt kam Rekonvaleszenten-Serum während der Ebolaepidemie in Westafrika zum Einsatz. Aber auch gegen Atemwegsinfektionen wie Covid-19 nutzte man es schon: 2003 setzte man Blutserum gegen Sars ein, später gegen das Mers-Coronavirus und 2009 gegen die Schweinegrippe-Pandemie.
    Eine gemischte Bilanz
    Die Ergebnisse solcher Versuche sind mal ermutigend, mal ernüchternd. Gegen Ebola erschien die Transfusion bei einigen Gruppen wie zum Beispiel Kindern und Schwangeren als aussichtsreich, während sie anderen keinen Vorteil brachte. In einem aktuelleren Beispiel 2019 scheiterte die Therapieoption bei einem Krebspatienten mit Hepatitis E – und das, obwohl sie in Versuchen an Makaken zunächst zu wirken schien.
    Für einen Erfolg der Experimente mit Rekonvaleszenten-Blut sprechen dagegen einige Erfahrungen mit ähnlichen Viren: Beim verwandten Sars-Coronavirus sind Erfolge mit dem Blut Genesener verbürgt. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2015 deutet ebenfalls darauf hin, dass solche Übertragungen die Sterblichkeit bei schweren Atemwegsinfektionen reduzieren.
    Beim zweiten neu erschienenen Coronavirus wiederum, das die tödliche Atemwegserkrankung Mers auslöst, offenbarten sich eher die Schwierigkeiten als die Chancen der Technik. Nicht jedes Blut enthält die erforderliche Menge Antikörper, so dass die Technik in einigen Versuchen schlicht keinen Effekt hatte. Das bedeutet: Vermutlich werden nicht alle Covid-19-Überlebenden brauchbares Blut für die Behandlung spenden können. Doch wo der Grenzwert ist und wie hoch der Anteil der unbrauchbaren Spenden sein wird, ist völlig unklar.
    Weltweit versuchen Forscherinnen und Forscher, diese Fragen so bald wie möglich zu beantworten. Die US-Lebensmittel- und Medikamentenbehörde vergibt kurzfristig Genehmigungen für diese bisher nicht zugelassene Behandlung und hat bereits eine Liste von Kriterien für Spender und Empfänger zusammengestellt. Auch in Deutschland sind Studien geplant. Blasczyk rechnet kurzfristig mit der Genehmigung, aus den Blutproben Rekonvaleszenten-Serum für solche Tests herzustellen.
    Zurück zur »passiven Schutzimpfung«?
    Während der Gedanke oft naheliegt, derartige experimentelle Therapien vor allem an schwer Kranken zu testen, sieht der Forscher die besten Aussichten bei der Vermeidung solcher schweren Verläufe. »Ich denke, es ist viel erfolgversprechender, das Serum nur bei leicht Erkrankten oder sogar präventiv einzusetzen«, sagt er. Das habe zudem den großen Vorteil, dass man auf diese Weise medizinisches Personal vor Ansteckung schützen könne.
    Mit modernen medizinischen Technologien und den Erfahrungen mit Antikörpertherapien ist es außerdem möglich, über die 100 Jahre alte Technik hinauszugehen. Zwar liegen künstlich hergestellte Antikörper – eine der Allzweckwaffen der modernen Medizintechnik – gegen Covid-19 noch in weiter Ferne, doch man kann schon heute die Covid-19-Antikörper gezielt aus dem Spenderblut herausfischen.
    Diesen Weg geht das japanische Pharmaunternehmen Takeda Pharmaceutics. Es stellt normalerweise Antikörperpräparate aus dem Blut Gesunder her, um Menschen mit Immunstörungen zu helfen. Nun will das Unternehmen sein Verfahren bei zuvor an Covid-19 Erkrankten anwenden – in der Hoffnung, auf dem Wege ein konzentriertes Antikörper-Therapeutikum zu gewinnen.
    Für Blasczyk allerdings fehlt solchen Ansätzen noch eine wesentliche Komponente der natürlichen Immunreaktion. »Unser Ziel ist, zusammen mit dem Serum auch aktivierte Lymphozyten einzusetzen.« Die nämlich nutzt er in seiner alltäglichen Arbeit gegen Erreger wie das Cytomegalievirus, gegen Adenoviren und andere, die besonders für Patienten nach Organtransplantationen ein Problem sind. In Zukunft soll das erprobte Verfahren ebenso Covid-19 bekämpfen. Allerdings wohl nicht so bald: Mit welchen Antigenen man die Zellen aktivieren könne, wisse er bisher noch nicht.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Hemmerling

    Ps 40,4: Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge abweichen!

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