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Thema: Lukas 2.14 woher, warum dieser Unterschied?

  1. #1
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    Lukas 2.14 woher, warum dieser Unterschied?

    Lukas 2.14 woher, warum dieser Unterschied?


    Menge-Bibel Schlachter 2000 Elberfelder CSV Elberfelder 1905
    Lukas
    Lu 2,14 »Ehre sei Gott in Himmelshöhen und Friede auf Erden in (oder: unter) den Menschen des (göttlichen) Wohlgefallens!« Lu 2,14 Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen! Lu 2,14 Herrlichkeit Gott in der Höhe und Friede auf der Erde, an den Menschen ein Wohlgefallen! Lu 2,14 Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen!
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  2. #2
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    AW: Lukas 2.14 woher, warum dieser Unterschied?

    Lieber HP,

    leider ist sogar Lukas 2.14 irgendwie komisch und nicht sinngemäß in der Schlachter, die da, wie oben zitiert, es so hat: "Herrlichkeit ist bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, und unter den Menschen Gottes Wohlgefallen !"


    Der Satz ist zwar nicht so leicht, finde ich, aber mit Byz. als Grundlage ist man schon vom Calvinismus weg, da es ja nicht bestimmte Menschen seines Wohlgefalles gibt (NA "Menschen des Wohlgefallens").

    Ich halte nichts von der Brockhaus Elberfelder (Bibelkritik), aber der Eintrag zum Psalm, wo en "hupsistois" ("in den Höhen") auch vorkommt, ist ganz gut: "Höhen: wörtl. Superlativ; das griech. Wort, das im Mask. ein Titel für Gott ist (»der Höchste«), bezeichnet im Neutr. Pl. den himmlischen Bereich (vgl. Ps 70,19; Ijob 16,19; Mk 1,10 parr; Lk 2,14)".


    Also geht es hier um den Wohnort Gottes in den Himmeln/Höhen. Dem steht die Erde als Wohnort der Menschen gegenüber: Im Himmel sei die Ehre für Gott und auf der Erde sei Friede. Dann, ich hoffe, ich täusche mich nicht, was immer sein kann, kommt ein dritter Satz, nämlich, dass der Herr zum Wohlgefallen unter den Menschen sein möge. Also drei Sätze ohne Verb der letzte ohne "und" angeschlossen:

    - Ehre sei Gott, der in der Höhe thront. "In der Höhe", das hat manche dazu gebracht, die Phrase nach links zu ziehen, also zu "Ehre", ist zur Betonung und zum Gegensatz von "auf der Erde" nach links gestellt. Ich denke nur, dass die Betonung es dahin gestellt hat. Also: Höhe einerseits - Erde andererseits.

    - Friede sei auf der Erde. Friede mit Gott durch das Werk des Herrn Jesus, der nun da ist. Das ist der Wunsch der Engel, die Realität sieht anders aus, daher ist es eine Wunsch und keine Tatsache. Oder siehst du es anders?

    - Unter den Menschen (sei er) ein Wohlgefallen. Das könnte sich auf den Herrn beziehen, an dem die Menschen ihr Wohlgefallen haben sollten.

    Nur bei "in der Höhe" bin ich zu 90% sicher, dass es sich auf Gott bezieht, der dort ist. Weniger auf den Ruhm, auch wenn der natürlich von uns dahin aufsteigt. In der Höhe steht im Gegensatz zu "auf der Erde", also lokale Phrasen.

    Kritik an Schlachter: Dass Gott die Ehre sei, ist ein Wunsch (also "sei") und leider keine Realität (also nicht "ist"), daher ist m.E. "sei" besser. Gleiches gilt für den Frieden, ich kann keinen erkennen, also ist das keine Realität, sondern Wunsch, also "sei". Dann steht kein "und" vor dem letzten Satz, weil Lukas den unmittelbar anschließen wollte, er hätte ja locker ein "und" schreiben können, eigentlich darf man nichts erfinden, was nicht da steht, denn der inspirierte Schreiber hat sich ja was gedacht, was er schreibt oder was er nicht schreibt. Dann, das finde ich am schlimmsten: "Gottes Wohlgefallen". Hier steht ein wichtiges Wort wie "Gott" gar nicht da, kann ich nicht verstehen, wie man das reininterpretiert. Ich denke auch, dass es nicht die erste Wahl ist, das hinzuzudenken, eher, dass der Herr Jesus bei den Menschen ein Wohlgefallen sein möge.

    Leider ist so eine Missbildung eines Verses in einer Übers. nicht sinnvoll, da der Leser einen anderen Eindruck bekommt als was wirklich da steht. Ich ziehe daher die Alte Elberfelder vor, da passiert so etwas nicht. Gäbe noch zig andere Stellen, die genauso ungenau sind. Ich bin die letzten Wochen immer öfters über Stellen wie diese gestoßen und erschrocken. Zum Glück gibt es die Alte Elberfelder, da muss man sich nicht ärgern und auch keine großen Bedenken haben. Bis der Herr Jesus kommt, kommt nichts Besseres, ich sehe nur mindere Qualität, auch die überarbeitete kommt nicht mehr ran (weil sie einen schlechteren gr. Text genommen haben, das ist der Hauptgrund, warum die CSV nicht an die alte Elberfelder rankommt).

    Dein P.
    Maranatha! Euer Peter
    --------------------------------------------------------------------
    So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden (Apostelgeschichte 3,19)

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