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Thema: Das heutige Wasser

  1. #11
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    13.08.2019
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    AW: Das heutige Wasser

    Liebe Brüder,
    ein lesenswerter Auszug vom "Bible Science Newsletter" was die Aussage von Ulrich untermauert:



    Ein Verständnis ... der Sintflut hängt im wesentlichen von der richtigen Übersetzung des Wortes mabbul ab." Mabbul bedeutet nicht "Flut", "Überschwemmung" oder gar "Vernichtung", sondern es ist ein Fachbegriff für einen Teil des Weltgefüges, nämlich des himmlischen Meeres. Dieses himmlische Meer, welches sich über dem Firmament (raqia) befindet, entleert sich nach unten ... Wir müssen deshalb die Sintflut als eine Katastrophe verstehen, die das ganze Weltall betrifft. Wenn das himmlische Meer auf die Erde darunter hereinbricht und sich das urzeitliche Meer unter der Erde, welches von Gott zurückgehalten wurde, nun von seinen Fesseln befreit durch sich öffnende Erdspalten auf die Erde strömt, dann findet hier eine Zerstörung des gesamten kosmischen Systems entsprechend der biblischen Kosmogonie statt. Die zwei Hälften des ungeordneten urzeitlichen Meeres, die durch Gottes schöpferische Führung geteilt waren - die eine unten, die andere oben - sind wieder vereint; die Schöpfung beginnt, wieder im Chaos zu versinken. Deshalb betrifft diese Katastrophe nicht nur Mensch und Tier ... sondern die Erde - in der Tat, den gesamten Weltraum."7

    Folglich ist mabbul der spezielle Begriff für "die Wasser oben", und unsere deutsche Übersetzung sollte jedesmal, wenn mabbul erscheint, die Worte "das Dach" oder ein passendes Synonym verwenden. Brown, Driver & Briggs erklären in ihrem klassischen Hebräischlexikon, daß mabbul "beinahe ein Eigenname zu sein scheint ...."88 Es kommt tatsächlich zweimal ohne bestimmten Artikel vor und deutet damit seinen Gebrauch als Eigenname an. Das Wort findet sich 13mal im Alten Testament, und es ist, wie von Rad bemerkt, im allgemeinen falsch übersetzt. Wenn wir alles bis auf das Wort mabbul in diesen Textstellen übersetzen, lesen wir folgendes:

    ""Denn siehe, ich will das Wasser" "mabbul" "kommen lassen auf Erden ..."" (1. MOSE 6:17a).
    ""Er war aber sechshundert Jahre alt, als" "mabbul auf Erden kam"" (1. MOSE 7:6).
    ""Und er ging in die Arche ... vor dem Wassern von" "mabbul"" (1. MOSE 7:7).
    ""Und nach sieben Tagen kamen die Wasser von mabbul auf Erden"" (1. MOSE 7:10).
    ""Und mabbul war vierzig Tage auf Erden.."" (1. MOSE 7:17a).
    ""... daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser von mabbul ..." "(1. MOSE 9:11b).
    ""... und es hinfort mabbul nicht mehr geben soll, um die Erde zu verderben"" (1. MOSE 9:11c).
    ""... hinfort soll es die Wasser - nämlich mabbul" "nicht mehr geben - um alles Fleisch zu verderben"" (1. MOSE 9:15b).
    ""Noah aber lebte nach mabbul" "dreihundertundfünfzig Jahre"" (1. MOSE 9:28).
    ""... es wurden ihnen Söhne geboren nach" "mabbul" "(1. MOSE 10:1b).
    ""... von denen her haben sich ausgebreitet die Völker auf Erden nach mabbul" "(1. MOSE 10:32b).
    ""... und zeugte Arpachschad zwei Jahre nach mabbul"" (1. MOSE 11:10c).
    ""Der HERR hat seinen Thron über mabbul; der HERR bleibt ein König in Ewigkeit"" (PSALM 29:10).

    2. PETRUS 3:5-13 ist ein sehr hilfreicher, neutestamentlicher Kommentar über die Schöpfung und die Sintflut und bestätigt ebenfalls die zwei "Wasser" - Teom und mabbul:

    ""... eine Erde aus Wasser und durch Wasser bestand, durch welche "[gr. di hon, plural] "damals die Erde durch die Sintflut verderbt wurde"" (2. PETRUS 3:5-6).

    Daß der Schreiber den Genetivplural "welche" benutzt, zeigt seine scharfsinnige Auffassung der tatsächlich vorhandenen Bedingungen vor der Sintflut.

    Wie man in 1. MOSE 9:11 und 15 sehen kann, existiert mabbul nicht mehr; es hatte sich während der Sintflut vor einigen Jahrtausenden auf die Erde niedergeschlagen. Heute enthält die Atmosphäre fast gar keinen Wasserdampf. Doch selbst der Psalmist - viele Jahrhunderte später - erinnert sich an die frühere Existenz der Hülle (PSALM 29:10).

    Noah trat aus der Arche in eine nagelneue Welt - nicht mehr Wasser als Land nach vierzig Tagen Regen. Die Söhne Noahs, die nun nicht mehr durch feindselige "Riesen" bedroht wurden, fanden eine neue Bedrohung vor - eine zunehmend ernster werdende klimatische Ordnung ohne die schützende vorsintflutliche Hülle.

    Von Rad hat mit seiner Auslegung des ersten Buches Mose bestätigt, daß die Sintflut den gesamten Weltraum einbezog. 2. PETRUS 3:5-6 beschreibt ebenfalls, daß beide, der Himmel und die Erde, während der Sintflut gewaltsam neu geordnet worden sind, und Vers 7 liefert dann die genaueste neutestamentliche Darstellung der zukünftigen allumfassenden Zerstörung durch Feuer.

    Uns ist trotzdem eine herrliche Hoffnung gegeben. Gott versichert uns in 1. MOSE 9:11,15 nicht nur, daß ""es hinfort kein "mabbul "mehr geben soll, um die Erde zu verderben"", sondern Er verspricht auch in OFFENBARUNG 21:1, daß selbst tehom, die ständig drohenden unterirdischen Wasser, eines Tages beseitigt sein werden:" "... und das Meer ist nicht mehr.""

    R. Russell Bixler

    Quelle: "Bible Science Newsletter"
    Im Herrn Jesus Christus
    Mario V

  2. #12
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    AW: Das heutige Wasser

    Lieber Mario
    Danke vielmals und herzlich willkommen!
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  3. #13
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    AW: Das heutige Wasser

    Lieber Mario,

    der Ansatz von Russell Bixler ist nicht ganz haltbar. Hohe Regenmengen lösen ein Erwärmung der Atmosphäre aus. Der überwiegende Teil des Wassers der Sintflut muss aus der Erde gekommen sein, nicht vom Himmel gefallen sein. Die Quellen der Tiefe waren die überragende Wasserquelle, sonst wäre die Arche auf kochendem Wasser unterwegs gewesen. Sicher ist ein Wasserschirm oberhalb der Erde abgeregnet, aber der wird nicht in Ps. 148 erwähnt. Ps 148 drückt Präsenz lange nach der Flut aus.
    herzliche Grüße

    Ulrich

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