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Thema: Gesetz Christi

  1. #1
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    Gesetz Christi

    Liebe Geschwister im Herrn Jesus Christus,

    Teil 1 was genau soll das Gesetz Christi sein?
    Sind es die Ausprüche Jesu Christi die uns betreffen? Oder auch die Aussprüche der Apostel bzw die Anordungen im Neuen Testament die für uns gelten?

    Dies frage ich, weil bei einigen jungen Geschwistern die Frage aufkam: Bin ich jetzt unter Gesetz, ja wenn ich nicht unter Gesetz bin dann kann ich ja alles machen.

    Muss man die Gebote halten (in diesem Fall Thora)? Wenn wir unter Gnade sind was heißt das, dann für uns?

    Teil 2 Im Laufe einer Unterhaltung mit einem Sabbathisten der auch Kleidung aus einem Stoff anzieht, ergab sich die Aussage, dass das Christi Gesetz, die mosaischen Gebote seien, weil der Herr Jesus diese gehalten hatte. (Dass wir ein Leben nach Vorbild Christi führen sollen).


    Was haltet ihr von diesen Aussagen?
    Liebe Grüße

    Onur S.

    Jesaja 55,6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist.

  2. #2
    Bruno Gast

    AW: Gesetz Christi

    Hallo Onur,

    Zu Teil 1: „Einer trage des anderen Lasten, und also erfüllet das Gesetz des Christus.“
    **(Galater‬ *6:2‬)
    Es ist niemals gemeint, dass wir die Freiheit hätten Gott nicht gehorchen zu müssen.
    Wir haben nicht die Freiheit unseren eigenen Sturkopf durchbringen zu wollen, sondern wir haben die Freiheit das gute zu tun, den Geboten Gottes zu gehorchen. Niemals ist gemeint, dass ein Kind Gottes die Freiheit hätte zu sündigen. (Römer 6, 15-16) Auch 1. Petr 2,16-19 lesen.

    Wer die Gebote halten will, ist schuldig alles zu halten...kennst du jemand der dies tat? Ja richtig Gott selbst!!

    Zu Teil 2: Ich persönlich unterhalte mich nicht mit solchen Menschen über Gottes Wort, geht nicht!

    Die Christen stehen nicht unter dem Gesetz Mose, wohl aber unter dem Gesetz des Christus.(Gal 6,2)

    Im Neuen Testament finden wir etliche Gebote. In den Lehrbriefen finden wir die christliche Lehre. Aus 1 Korinther 10, 6und 11 lernen wir, dass die ganze Heilige Schrift für uns geschrieben wurde. Gemeint ist hier, dass wir aus allem lernen können sprich es auf uns anwenden. Wir legen es aber niemals auf uns aus! Die christliche Lehre ist und bleibt in den Lehrbriefen!

  3. #3
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    AW: Gesetz Christi

    Lieber Onur

    Kein Mensch ist je unter keinem Gesetz Gottes, nicht mal der gesetzlos Handelnde.

    Das Gesetz Christi enthält mehr Gebote als das Gesetz Mose. Zähle dazu einmal alle Befehlsformen in den Briefen.

    Nicht ein einziges Gebot des Gesetz Christi ist jedoch dazu gegeben es zu “Halten“ oder um etwas zu er-halten oder etwas zu erlangen , aber jedes einzelne um es zu tun wollen.
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  4. #4
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    AW: Gesetz Christi

    Wir haben 3 grundsätzlich unterschiedliche Gesetze zu betrachten:

    I: Das Gesetz, das jeder Mensch in sich hat, ► Rö 2.15 Muss und kann nicht
    II: Das Gesetz Mose für Israel ► 2. Mose 20 Muss und kann nicht
    II: Das Gesetz des Christus ► Galater 6.2 für die Erretteten Das Neue Leben will, kann und tut


    Was ist der Unterschied dieser 3 Prinzipien (Nomen)?

    → I: Die Leitlinie für jeden Menschen ab Leben im Verstand
    → II: Das Volk Israel bekam es dann (I) auf Steinere Platten, die alsbald zertrümmert wurden und dann zwei Neue,
    die in eine Lade von Holz gelegt werden mussten; (Bild auf Christo → Ps 40)

    → III: Wir Christen haben das Gesetz im Neuen Leben = Christus in uns und wir wollen nichts anders (Neue Natur) als die Gesetze auszuleben.

    Gesetz und Gnade

    Es gibt zwei Verse, die den Gegensatz zwischen Gesetz und Gnade so gut beleuchten, dass ich sie gleich an den Anfang stellen möchte: „Das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden“ (Joh 1,17). „Die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade“ (Röm 6,14).

    Der erste Vers zeigt, dass mit dem Kommen Jesu eine neue Zeitepoche begonnen hat. Der zweite Vers stellt die Auswirkungen dieses Wendepunkts für den Gläubigen vor: Unter der neuen Ordnung wird er von der Sklaverei der Sünde befreit.

    In einer Hinsicht sind Gesetz und Gnade gleich: Sie führen beide einen sehr erhabenen Maßstab vor Augen – doch selbst darin übertrifft die Gnade das Gesetz. In allem anderen stehen die beiden in starkem Gegensatz zueinander.

    Die Gnade gibt einen höheren Maßstab als das Gesetz.
    Auf dem Berg Sinai gab Gott Mose das Gesetz (2. Mo 19 und 20). Gott, der in mancher Hinsicht unbekannt war, da er sich noch in tiefer Finsternis verbarg, erließ damals ausdrücklich seine gerechten und heiligen Gebote. Wer sie hielt, wurde gesegnet; wer sie brach, kam unter den Fluch des Gesetzes (Gal 3,10). Die Israeliten brachen das Gesetz und verdienten diesen Fluch, noch bevor Mose die Steintafeln zu ihnen bringen konnte (2. Mo 32). Im folgenden Kapitel lesen wir, wie barmherzig Gott mit ihnen umgegangen ist. Nur unter dem Gesetz – ohne die mildernde Barmherzigkeit – hätten sie sofort umkommen müssen.

    Gnade hingegen bedeutet, dass alle gerechten und heiligen Forderungen Gottes, der sich uns in seinem Sohn völlig offenbart hat, durch den Tod und die Auferstehung Christi erfüllt wurden. Dadurch kann der Segen Gottes allen zuteilwerden. Allen, die glauben, werden die Vergebung der Sünden und der Heilige Geist gegeben. Durch den Geist bekommen wir die Kraft, die uns befähigt, gemäß dem göttlichen Maßstab der Gnade zu leben. Dieser Maßstab ist kein geringerer als Jesus Christus selbst.

    Das Wesen des Gesetzes ist eine Forderung, das der Gnade ist ein Angebot.

    Unter dem Gesetz steht Gott sozusagen vor uns und sagt: „Gebt! Erweist mir eure Liebe und euren pflichtgemäßen Gehorsam.“ Unter der Gnade streckt Er uns seine vollen Hände entgegen und sagt: „Nehmt! Empfangt meine Liebe und meine rettende Macht.”

    Das Gesetz sagt: „Tu und du wirst leben“, die Gnade sagt: „Lebe und du wirst tun.“

    Wie wir festgestellt haben, stehen wir Gläubigen nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. In Galater 4,4-5 lesen wir, wie es dazu kam: „Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz, damit er die, die unter Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.“

    Was zu dem Wechsel geführt hat, kann in einem Wort zusammengefasst werden: Erlösung. Doch das erforderte den Tod des Erlösers. Er musste für uns zum Fluch gemacht werden, indem Er am Kreuz starb (Gal 3,13). Daher dürfen wir als Gläubige von uns sagen, dass wir dem Gesetz gestorben sind (Röm 7,4). Im Tod unseres Stellvertreters, des Herrn Jesus Christus, sind auch wir gestorben. Das Gesetz starb nicht – ganz im Gegenteil: Durch nichts wurde seine Hoheit mehr bestätigt, als dadurch, dass Jesus unter dessen Fluch starb. Es geschahen jedoch zwei Dinge: Zum einen hielt Gott seinen Zorn zurück und verkündete Gnade für die gesamte Menschheit, nachdem das Gesetz verherrlicht und dessen Fluch getragen war. Zum anderen starben wir Gläubigen in der Person unseres großartigen Stellvertreters dem Gesetz. Wir sind, um es mit den Worten der Bibel auszudrücken, „eines anderen [geworden], des aus den Toten auferweckten“ (Röm 7,4). Das bedeutet, dass uns nun eine andere Macht leitet. Und diese Macht ist eine Person: der auferstandene Sohn Gottes.

    Das Gesetz ist nicht gestorben. Wir aber sind dem Gesetz gestorben.
    Diese beiden Dinge sind mit zwei großen Tatsachen verbunden:

    Erstens ist das Gesetz nicht der Grund für die Rechtfertigung des Sünders. Der Sünder ist durch Gnade gerechtfertigt, durch Jesu Blut, durch Glauben. Das wird in Römer 3 und 4 umfassend erklärt. Zweitens ist das Gesetz nicht der Maßstab des christlichen Lebens. Christus ist der Maßstab. Wir sind mit Ihm verbunden und nicht mit dem Gesetz, wie wir in Römer 7,4 lesen. Das wird auch in Galater 3 und 4 ausführlich erläutert.

    Die Galater hatten gut angefangen: Sie bekehrten sich, als der Apostel ihnen das Evangelium der Gnade Gottes verkündete. Doch dann kamen die judaisierenden Unheilstifter daher, die als „Eiferer für das Gesetz“ (Apg 21,20) die Beschneidung und das Halten des Gesetzes lehrten. In diese Falle tappten die Galater.

    Paulus stellte daraufhin klar, dass das Gesetz nur eine vorläufige Regelung war (Gal 3,17), die die Übertretungen der Israeliten aufzeigte (V. 19) und als Lehrmeister „auf Christus hin“ (V. 24) dienen sollte.

    Weil Christus kam und das Erlösungswerk vollbrachte und weil der Gläubige mit dem Heiligen Geist versiegelt ist, verlässt der Gläubige die Stellung eines unmündigen Kindes oder eines Knechtes und wird ein Sohn im göttlichen Haushalt. Damit wird er in die Freiheit der Gnade gestellt (Gal 4,1-7).

    Die Ebene der Gnade, auf die wir gestellt worden sind, ist deutlich erhabener, als die des Gesetzes, die wir verlassen haben. Von der einen zur anderen Ebene zurückzukehren – wenn auch nur in Gedanken – ist daher so, als würden wir fallen. Paulus formuliert es in Galater 5,4 mit den Worten: „Ihr seid aus der Gnade gefallen.“

    Das Gleichnis vom verlorenen Sohn veranschaulicht diesen Punkt. Selbst sein höchster Gedanke ging nicht über das Gesetz hinaus, als er sagte: „Mache mich wie einen deiner Tagelöhner“ (Lk 15,19). Dennoch empfing der Vater ihn voller Gnade und nahm ihn als Sohn in sein Haus auf. Stellen wir uns vor, er hätte einige Tage später angefangen, als Haussklave zu arbeiten und hätte sich unter das starre Gesetz der Sklaven gestellt, um die Zuwendung seines Vaters und die Stellung und Privilegien zu behalten, die ihm so großzügig gewährt wurden: Was wäre dann passiert? Er wäre „aus der Gnade gefallen“ und hätte das Herz seines Vaters zutiefst betrübt. Damit hätte er seinen Mangel an Vertrauen in seinen Vater ausgedrückt.

    Wie wichtig ist es deshalb, ein Herz zu haben, das „durch Gnade befestigt“ ist (Heb 13,9)!

    Frage: Was kann man zu der Auffassung sagen, dass das Gesetz gehalten werden muss, damit wir in den Himmel kommen?

    Ganz einfach: Es widerspricht der Bibel voll und ganz. Erstens ist es ein Irrglaube, dass Gesetzeswerke einen Menschen dazu berechtigen, in den Himmel zu kommen. Als der Gesetzeslehrer den Herrn fragte „was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben?“, verwies ihn Jesus auf das Gesetz. Der Gesetzeslehrer gab daraufhin eine korrekte Zusammenfassung der Gebote und Jesus antwortete: „Du hast recht geantwortet; tu dies, und du wirst leben“ (Lk 10,25-28). An dieser Stelle wird kein Wort über den Himmel verloren. Das Leben auf der Erde ist der Lohn für das Halten des Gesetzes.

    Zweitens kam die Gnade nicht, um uns zu helfen, das Gesetz zu halten, sondern um uns von dessen Fluch zu erretten, indem ein anderer ihn für uns trug. Das wird in Galater 3 deutlich beschrieben.

    Falls dies einer weiteren Bestätigung bedarf, empfehle ich, Römer 3 zu lesen. Während das Gesetz die Menschen überführt und ihnen den Mund stopft (V. 9-19), rechtfertigt die Gnade sie durch Gerechtigkeit „ohne Gesetz“ (V. 20-24).

    Lies auch 1. Timotheus 1. Das Gesetz soll Gottlose überführen (1. Tim 1,9-10). Das Evangelium der Gnade hingegen stellt uns Jesus Christus vor, der „in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten“ (V. 15). Er kam nicht – um es noch einmal zu betonen –, um Sündern dabei zu helfen, das Gesetz zu halten, damit sie so versuchen könnten, sich selbst zu erretten.

    Frage: Wenn das Gesetz nicht eingeführt wurde, damit wir es einhalten und dadurch gerechtfertigt sind, wozu wurde es dann eingeführt?

    Die Bibel selbst gibt die Antwort: „Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es zu denen redet, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei“ (Röm 3,19), „Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung überströmend würde“ (Röm 5,20) und „Warum nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt“ (Gal 3,19).

    Wie alles andere, was Gott einführte, hat das Gesetz seinen Zweck eindeutig erfüllt. Es kann den starrsinnigsten und frommsten Wichtigtuer überführen und zum Schweigen bringen. Retten kann ihn allein die Gnade.

    Frage: Hat also die Gnade das Gesetz aufgehoben und für immer außer Kraft gesetzt?

    Die in dem Menschen Jesus Christus offenbarte Gnade hat den Fluch des gebrochenen Gesetzes getragen und damit alle Gläubigen von diesem Fluch erlöst (Gal 3,13).

    Außerdem hat sie uns davon befreit, unter dem Gesetz zu sein, und eine völlig neue Grundlage für unsere Beziehung zu Gott geschaffen (Gal 4,4-6).

    Nur weil wir als Christen nicht länger dem Gesetz unterstellt sind, sondern der Gnade, heißt das nicht, dass das Gesetz selbst aufgehoben ist. Seine Majestät wurde durch nichts mehr bestätigt, als dadurch, dass der Gerechte stellvertretend unter dem Fluch litt. Viele werden am Tag des Gerichts vor der Anklage durch das Gesetz verzagen (Röm 2,12).

    Frage: Was ist daran schlimm, wenn ein Christ das Gesetz zur Lebensregel macht?

    Er fällt dadurch „aus der Gnade“. Denn die Gnade rettet nicht nur, sie unterweist auch (Tit 2,11-14).

    Zudem senkt er den göttlichen Maßstab herab. Denn nicht das Gesetz, sondern Christus ist der Maßstab für den Gläubigen.

    Außerdem lässt er sich durch ein falsches Motiv leiten: Angst mag einen Menschen zwar zu dem kläglichen Versuch bewegen, das Gesetz zu erfüllen und das Fleisch im Zaum zu halten, aber Gottes Geist ist die einzige Kraft, die das Fleisch bezwingen und die einen Gläubigen in das Bild Christi verwandeln kann (Gal 5,16-18).

    Zu guter Letzt schadet ein solcher Christ den Beziehungen, in denen er sich durch Gottes Gnade befindet. Obwohl er ein Sohn in der Freiheit des Hauses und Herzens des Vaters ist, besteht er darauf, sich einem Regelwerk zu unterstellen, das für die Knechte bestimmt ist.

    Und das soll nicht schlimm sein? Ich wage zu behaupten, dass es das ist.

    Frage: Wenn gelehrt wird, dass ein Christ nicht unter dem Gesetz ist, führt das nicht zu jeglicher Art von bösem Verhalten?

    Das würde es, wenn jemand Christ werden würde ohne Buße, ohne Neugeburt, ohne den Einfluss der Gnade und ohne den Heiligen Geist.

    Da aber niemand ohne diese Dinge Christ ist, muss das Ganze aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Eine solche Argumentationsweise zeugt einzig und allein von einer bedauernswerten Unkenntnis von der Wahrheit des Evangeliums.

    Das Argument läuft darauf hinaus, dass die einzige Möglichkeit, Christen dazu zu bringen, ein heiliges Leben zu führen, darin besteht, dass man sie vor das drohende Urteil des Gesetzes stellt. Es ist so, als wenn sie nur eine Natur wie ein Schwein haben, das nur mit einem Stock vom Schlamm ferngehalten werden kann. Aber die Wahrheit ist, dass der Gläubige, obwohl er noch das Fleisch in sich hat, auch die neue Natur besitzt. Und die neue Natur ist seine Identität vor Gott. Er wird vom Geist Gottes geleitet und kann somit ohne Risiko der Gnade unterstellt werden. Denn letzten Endes ist es die Gnade, die im Gläubigen herrscht.

    Wer das anzweifelt, zweifelt im Grunde den anfangs zitierten Vers an: „Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade“ (Röm 6,14).

    Unbekehrte Menschen versuchen möglicherweise, die Gnade als Deckmantel für ihr boshaftes Verhalten zu missbrauchen (vgl. Jud 4). Das ist jedoch kein Grund dafür, die Wahrheit über die Gnade Gottes in diesem Vers zu verleugnen. Denn: Welche Wahrheit wurde noch nicht von bösen Menschen missbraucht?

    Frage: Zeigt die Bibel, wie die Gnade den Gläubigen anleitet, Gott wohlgefällig zu leben?

    Ja, das tut sie. Titus 2,11-15 enthält die Antwort. Im Christentum rettet die Gnade nicht nur, sondern sie lehrt auch. Und was für eine gute Lehrerin ist sie doch!

    Sie füllt unsere Köpfe nicht mit kalten Regeln oder Vorschriften, sondern bringt unsere Herzen unter den überwältigenden Einfluss der Liebe Gottes. Durch das Vorbild Christi lernen wir, was Gott gefällt und durch den Heiligen Geist fangen wir an, besonnen, gerecht und gottselig zu leben.

    Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer Familie, in der die Kinder durch die Angst vor der strafenden Rute im Zaum gehalten werden, und einer Familie, in der die Liebe regiert. In der ersten Familie mag zwar Ordnung herrschen, aber ein böses Erwachen ist nur eine Frage der Zeit. In der anderen Familie findet man nicht nur Gehorsam vor, sondern vielmehr eine freudige Antwort auf die Wünsche der Eltern, die Frucht gegenseitiger Zuneigung.

    Gott leitet seine Kinder nach dem Grundsatz der Liebe und nicht mit Rute und Stock.

    In diesem freudigen Bewusstsein wollen wir leben.

    F. B. Hole

    Einordnung: Im Glauben leben, Jahrgang 2018, Heft 11, Seite 3
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  5. #5
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    AW: Gesetz Christi

    Sehr geehrter Bruder im Herrn Jesus Christus,

    ich danke dir vielmals für diese ausführliche Erläuterung.
    Dass du deine Zeit geopfert hast, und das für mich. Ich hatte etwas interessantes gelesen:
    ,,Die Zeit für jemanden zu opfern kann auch bedeuten, dass man sein Leben für jemanden gibt."
    Denn Zeit ist in unserer derzeitigen Gesellschaft zu etwas kostbarem geworden. Und die Liebe eines Bruder erkenne ich darin,
    dass er sich die Zeit für mich genommen hat (Einen Teil seines Lebens um meinetwillen aufgeopfert hat.)

    Wie der Herr Jesus zu seinen Jüngern gesagt hatte

    Das Gleichnis vom Gericht des Menschensohnes über die Völker:
    Matthäus 25,31–46
    31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
    32 Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
    33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.
    34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist!
    35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen;
    36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.
    37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben?
    38 Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben?
    39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
    40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
    Liebe Grüße

    Onur S.

    Jesaja 55,6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist.

  6. #6
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    AW: Gesetz Christi

    Ist mir beim Nachsinnen gerade etwas klarer geworden:
    Römer 3
    19 Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, auf daß jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei.
    In diesem Vers sehen wir 2 Gesetze. Man könnt beim Lesen vorerst denken, der zweite Teil (grün) sei das Ergebnis des ersten Teils (rot).
    Die Welt steht aber nie unter dem Gesetz Mose, welches an Israel gerichtet ist.

    Ich denke eher, dass es 2 Gruppen von Menschen sind die angesprochen werden:
    1x die Juden unter Gesetz Mose
    1x der Mensch aus der Welt, also ausserhalb der Juden - ohne sichtbares äusseres, aber mit dem innewohnendem Gesetz Gottes.

    Der Mensch aus der Welt steht nicht unter Gesetz Mose aber deren Inhalte decken sich in den moralischen Teilen mit dem Gesetz Gottes im Inneren. Er wird permanent von seinem Gewissen angeklagt, ob er es nun zudeckt oder nicht und den gerechten Ansprüchen ebenso wenig gerecht wird.

    Der natürliche Mensch steht genauso unter dem Gericht Gottes wie der Jude der vom Gesetz Mose offen sichtbar und damit nachprüfbar, permanent angeklagt wird. Das sieht man im 2. Teil dieses Verses, meine ich es zu verstehen.


    Wir haben 3 grundsätzlich unterschiedliche Gesetze zu betrachten:

    I: Das Gesetz, das jeder Mensch in sich hat, ► Rö 2.15 Muss und kann nicht

    II: Das Gesetz Mose für Israel ► 2. Mose 20 Muss und kann nicht

    II: Das Gesetz des Christus ► Galater 6.2 für die Erretteten Das Neue Leben will, kann und tut

    dann geht es weiter:
    20 Darum, aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
    >>> D A R U M = das Ergebnis aus beiden Gesetzen: Erkenntnis der Sünde.

    21 Jetzt aber ist, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten:
    Jetzt wird es schwieriger: Was meint "ohne Gesetz"?

    "Gerechtigkeit ist geoffenbart worden"
    :Der Herr Jesus als Mensch stand unter dem Gesetz Mose. Er hatte sich durch die Menschwerdung, bezeugt in seiner Taufe im Jordan als Eins gemacht mit seinem irdischen Volk. Er musste beschnitten werden am achten Tag.
    "Bezeugt "durch die Prophezeiungen des Kommenden Erlösers durch das Gesetz Mose (die Tora) und die Propheten (alle weiteren Schriften bis Maleachi),
    ist Gerechtigkeit.

    Der Herr Jesus hat das Gesetz gänzlich erfüllt. Alle Punkte eingehalten. Er konnte gar nicht sündigen. Er konnte somit auch nicht einen "Beweis" der Sünde erbringen, so wie es uns Menschen dazu gegeben wurde.
    Meint es das, ohne Gesetz? Gerechtigkeit geoffenbart, sichtbar gemacht ohne den eigentlichen Zweck des Gesetzes (Vers 20b) zu gebrauchen/anzuwenden? Ich denke es geht in diese Richtung, bin aber froh um weitere Gedanken, Korrekturen usw. von den Brüdern.


    22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesum Christum gegen alle und auf alle, die da glauben. Denn es ist kein Unterschied, 23 denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes,24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist;
    Jetzt wieder die Seite der zugesprochenen Gerechtigkeit FÜR die Menschen: aus Glauben auf Grund des Werkes des Herrn.
    Kein Unterschied: beide Gesetze (Gewissen, Mose) führen letztlich zum selben Ziel: Erkenntnis der Sünde und darauf aufbauend Rechtfertigung mittels Glauben an die Notwendigkeit des Lösers und alles nur aus unverdienter Liebe, der Gnade.
    gerechtfertigt werden 1. Ich gebe Gott recht dass ich ein verlorener Sünder bin, Glauben an das Werk und die göttliche Person Jesus Christus. Gott spricht mich deshalb augenblicklich gerecht, weil ich IHM Recht gebe. Nicht meine Gerechtigkeit habe ich nun, nein, viel mehr! Ich habe die Gerechtigkeit Gottes zugesprochen erhalten!!
    Wunderbare herrliche Gnade Gottes!
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  7. #7
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    AW: Gesetz Christi

    Lieber Bruder Olivier,

    ich habe etwas zu ergänzen, ►zudem es sich vom Text erschließen lässt , dass sich dieses Gesetz an die Geschwister im Herrn Jesus Christus richtet.

    staendig auftauchend das Wort Brueder im Galaterbrief, als Bruder kann man nur jemanden bezeichnen der den selben Geist empfangen hat | von Neuem geboren ist.

    Galater 1,
    11 Ich erkläre euch aber, Brüder, in Betreff des Evangeliums, das ich verkündet habe, daß dasselbe nicht Menschensache ist.
    12 Habe doch auch ich es nicht von einem Menschen empfangen, noch durch Unterricht gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesus Christus'.


    Galater 3,
    15 Brüder, um an menschliche Verhältnisse zu erinnern, so kann ja selbst eine menschliche Verfügung, nachdem sie rechtskräftig geworden, niemand umstoßen oder einen Zusatz dazu machen.


    Man merkt, dass der Apostel sich an eine Gemeinde richtet die Galater. Zwischendurch gibt es niemand anderen mit dem gesprochen wird.

    Zweites Indiz f[r wiedergeborene Christen //| Apostel Paulus spricht oefter von wir

    2,
    15
    Wir sind von Natur Juden und nicht als Heiden geborene Sünder.
    16Weil wir aber erkannten, daß der Mensch nicht gerechtfertigt wird aus Gesetzeswerken, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, so haben auch wir den Glauben an Christus Jesus angenommen, damit wir gerechtfertigt würden aus dem Glauben an Christus und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken nicht gerechtfertigt werden wird, was Fleisch heißt.
    17
    Wenn wir nun aber, dabei daß wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchten, unsererseits auch als Sünder befunden wurden, so ist wohl Christus der Sünde Helfer? Nimmermehr

    Er bindet die Gemeinde und sich ein, dass sie alle den Glauben an den Herrn Jesus Christus angenommen haben und sie durch Glauben gerechtfertigt werden.
    Nicht aus Gesetzeswerken.

    Diese Stelle bringt es auf den Punkt. Paulus sagt, dass diese Gemeinde auf Christus getauft sind.
    26Denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus.
    27
    So viel euer auf Christus getauft sind, habt ihr Christus angezogen
    Liebe Grüße

    Onur S.

    Jesaja 55,6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist.

  8. #8
    Registriert seit
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    AW: Gesetz Christi

    Lieber Onur

    Brüder/Bruder gibt es mind. 3.
    Bruder als leiblicher Bruder
    Bruder als Volks-/Stammesgenosse
    Bruder als Bruder im Herrn.
    Bruder als für Schwestern inklusive.

    Was ich jung im Glauben gelernt habe, nachdem es mich oft verwirrt hatte, ist, nie aus der Anrede an Menschen bzw. Menschengruppen in der Schrift zu schliessen ob jemand wiedergeboren ist oder nicht.
    Es gibt fast ausnahmslos bei der Anrede Menschen in der Schrift auch nicht wiedergeborene darunter. Ich meine das in dem Sinne, dass nicht wirklich wesentlich ist ob Paulus oder ein anderer Schreiber,
    jemand mit Bruder anspricht auf dass er deswegen errettet ist, sondern dass dieser Bruder persönlich Busse getan haben muss und glauben muss.
    Der Beweis ist nicht die Anrede in der Schrift, sondern dessen umgesetzte Realität der Busse und des Glaubens.
    Für mein Umgang mit jemandem der sich mein Bruder nennt, muss ich schon wissen, ob dieser sich auch entsprechend verhält.
    Wer dann Sein ist weiss Gott.
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  9. #9
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    AW: Gesetz Christi

    Lieber Bruder im Herrn,

    ich danke dir für diese Aufklärung.
    Ich habe Neues gelernt von dir und bin deshalb froh dir diese Dinge geschrieben zu haben. Ich habe auch jetzt gemerkt, dass Paulus das Wort Bruder in Galater 2, 15

    als Volksgenosse benutzt. Gal 2,15Wir sind von Natur Juden und nicht als Heiden geborene Sünder. Paulus spricht zu Kephas.

    In Galater 3,15 nehme ich an dass Paulus die Gemeinde in Galater als Brüder im geistlichen Sinn anspricht. Jene die Buße getan haben und Glauben an den Herrn haben.
    Liebe Grüße

    Onur S.

    Jesaja 55,6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist.

  10. #10
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    AW: Gesetz Christi

    Liebe Geschwister im Herrn Jesum Christum,

    ich bitte euch mir eine Antwort zu geben.

    Eine Antwort auf die Thematik: Sind wir dem Fluch des Gesetzes gestorben oder dem Gesetz(Thora: Gesetz von Sinai).
    Hebrew Roots Anhänger versuchen jedem zu erklären, dass mit dieser Stelle z.B Galater 3,13Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!“20), [5. Mo 21,23]
    nicht gemeint ist, dass wir das Gesetz nicht halten sollen.

    Ein Argument von einem gewissen Herrn wäre : Wenn das Gesetz doch abgeschafft ist, dann könnten wir alles machen was wir wollen; wir können morden,rauben und stehlen, die Ehe brechen.
    Liebe Grüße

    Onur S.

    Jesaja 55,6 Sucht den HERRN, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist.

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