Verhalten gegenüber denen, die draußen sind

Bibelstellen: Kolosser 4,5
Die Bibel zeigt uns Gläubigen an manchen Stellen, wie wir uns gegenüber denen, die draußen sind – den Ungläubigen –, verhalten sollen. Gott hat uns bis zum Kommen des Herrn in der Welt zurückgelassen, damit wir den Ungläubigen gegenüber ein Zeugnis sind, um sie – wenn möglich – zu Christus zu führen. Nachfolgend seien zwei Bibelstellen erwähnt, die dies verdeutlichen.
„Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, die gelegene Zeit auskaufend“ (Kol 4,5).
Paulus ermahnt die Kolosser und damit auch uns, den Ungläubigen gegenüber in Weisheit zu wandeln, indem wir die gelegene Zeit auskaufen. Wir sollen also nicht ohne Plan in den Tag hineinleben, sondern ein Verhalten an den Tag legen, das durch Weisheit von oben gekennzeichnet ist (vgl. Jak 3,17). Die göttliche Weisheit befähigt uns, die Gelegenheiten, die Gott uns zeigt, nicht nur zu erkennen, sondern auch in der rechten Art und Weise zu ergreifen, um den ungläubigen Menschen gegenüber ein Zeugnis zu sein. Diese Art von Weisheit haben wir nicht in uns selbst; sie kann nur durch gelebte Abhängigkeit vom Herrn erlangt werden.
„Wir ermahnen euch aber, Brüder, reichlicher zuzunehmen und euch zu beeifern, still zu sein und eure eigenen Geschäfte zu tun und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir euch geboten haben, damit ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und niemand nötig habt“ (1. Thes 4,10–12).
Die Ermahnung von Paulus an die Thessalonicher, sich nicht in die Angelegenheiten anderer einzumischen und für ihren eigenen Lebensunterhalt zu arbeiten, damit sie ehrbar (oder anständig) wandelten vor denen, die draußen sind, dürfen wir auch auf uns anwenden. Eine unauffällige und anständige Lebensweise steht (auch heute) im krassen Gegensatz zur abnormalen und schrillen Lebensweise vieler unserer Mitmenschen und demonstriert Gottvertrauen und Glaubensgehorsam. Ein solcher Lebenswandel hat auch heute noch Zeugnischarakter vor denen, die draußen sind.
Daniel Melui