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Thema: für alle beten

  1. #1
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    für alle beten

    Seit einiger Zeit denke ich über diesen Vers nach, und würde gern Eure persönliche Ansicht erfahren:
    1. Tim 2,1
    Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen.

    Wie soll das vonstatten gehen, "für alle Menschen" Fürbitte oder Danksagung zu leisten?
    Wenn ich jetzt z. B. für meinen Bruder oder einen Katholiken (z. B.) bete, der nicht bekehrt ist, weiss ich nicht wirklich, was ich dem Herrn dann sagen soll,
    denn mein Bruder oder der Katholik muss sich ja schliesslich selbst bekehren.

    Diese Frage stelle ich mir auf dem Hintergrund zu dem,
    was der Herr hier sagt: Joh 17,9
    Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast,
    denn sie sind dein.

    Kurz: ich möchte es richtig machen, weiss aber oft nicht, welche Worte die richtigen sind.
    Denn ich kann ja nicht darum bitten, daß mein Bruder oder der Katholik sich bekehrt, weil der Herr ja sowieso jeden zwei oder dreimal anspricht,
    so dass er das Evangelium versteht, aber eben jedem seinen eigenen Willen lässt.
    Eure Einsichtz in dieser Sache wäre mir wichtig zu erfahren.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  2. #2
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    AW: für alle beten

    Lieber Hans Peter
    1. Timotheus
    2. Kapitel1 Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, 2 für Könige und alle, die in Hoheit sind, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst. 3 Denn dieses ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, 4 welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
    Beim bzw. vor/nach dem Gebet zum Herrn oder zum Vater bin ich mir immer wieder bewusst, dass ich extrem schwach bin im ""richtigen"" Gebet, und dennoch bzw. erst recht höre ich nicht auf damit, oder lasse mich deswegen nicht entmutigen. Nein, ich habe ja die Verheissung des Heiligen Geistes, dass a) ER will dass ich bete und b) ER Sich für mich dabei, Gott gemäss verwendet.
    Römer 8,26 Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie sich's gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. 27 Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.
    Mir muss es beim Beten immer mehr klar werden, dass einerseits das Gebet und Flehen zu Gott das Mittel ist, um IHM in nächst möglicher Gemeinschaft meine Gedanken, mein Lob, meine Sorgen und Ängste und meine nach Seinem Willen ausgerichteten Wünsche zu offenbaren.
    Gebet ist für mich nie primär Wunscherfüllungs-Folge sondern die Möglichkeit ganz speziell bei IHM zu sein. Gott kennt jeden meiner Gedanken jetzt und sogar die kommenden, das dümmste wäre deswegen nicht mehr zu beten.
    Wenn ich nun für Verlorene bete, welche sich selber bekehren müssen und Gott bekanntlich niemanden bekehren kann, so bete ich auch nicht dafür, DASS Gott jemanden bekehrt, aber ich bete für Umstände, Nöte, Möglichkeiten, Situationen, eigene Gelegenheiten oder solcher Dritter mit dem Betroffenen Glauben und Hoffnung eindrücklich vorzuleben und aber auch bete ich für eigene Weisheit im Umgang oder um Weisheit für andere Geschwister im Umgang mit diesem usw.
    In Vers 2 geht es noch weiter, wir sollen auch für Könige und Hoheiten beten. Ja wenn ich für Hoheiten bete, worin unterscheidet sich der Inhalt bzw. das Ziel des Gebetes? Da geht es primär nicht mal um deren Bekehrung, sondern um unser stilles Leben, also um deren aktives Regieren und Verwalten nach göttlichen, moralischen Grundsätzen und würdigem Ernst, also nicht in Verblödung der Dinge und Sitten (wie man das leider immer mehr sieht..), damit wir letztlich ein stilles Leben, also ein Leben ohne Verfolgung und in Freiheit, unseren Glauben auch offen leben können. Und dann macht das Wort hier auch einmal mehr klar, was Gott will, wie auch wir, dass alle Menschen zum Glauben kommen (und dass Calvinismus christlicher Blödsinn ist). Unsere Gebete, unser Flehen, unsere Dankbarkeit, also unsere ganze innere gelebte Gebetshaltung, wirkt offensichtlich auch nach Aussen hin und hilft und wirkt da irgendwie mit hin zum Ziel Gottes. WIE Gott das alles tut und wirkt und Einfluss nimmt, das kann ich unmöglich erklären, aber der Glauben versteht und glaubt es, ohne jeden Zweifel.

    Kurz: Gott kann Herzen berühren und diese bedrängen und pressen. Wir Gläubigen lesen und studieren fleissig das ganze Wort. ER schenkt uns Erkenntnis zum fleissigen Lesen und Studieren des Wortes und wir geben das Erkannte wiederum unter Gebet, aus geschenkter Weisheit den Verlorenen weiter zu ihrem Guten.

    Wenn Christen für Ungläubige nicht mehr beten sollten, müssten viel Kinder Gottes aufhören für ihre unerretteten Ehepartner, für ihre Kinder, für ihre Eltern, für ihre leiblichen Geschwister, ihre Mitarbeiter, ihre Nachbarn etc. zu beten.
    Herzliche Grüsse
    Olivier

    Sprüche 4,20-23
    Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

  3. #3
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    AW: für alle beten

    Der Vater zieht zum Sohne, siehe Joh. 6,44. Ich befehle in dem Wissen immer wieder Ungläubige unseren Gott und Heilland zur Erettung an. Der Schwachheit meiner Worte bin ich mir bewusst, gleichwohl bin ich mir sicher, dass meine Gebete gut aufgehoben sind. Bekehren muss sich schlußendlich jeder Mensch selbst.

    Liebe Grüße
    Hans

  4. #4
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    AW: für alle beten

    Nach 30 Jahren Gebet und "Belehrung" meiner Schwestern, die mir untersagt haben noch einmal über Gott zu reden, (sonst keinen Kontakt mehr)
    habe ich das Gebet für sie eingestellt.
    Alles hat einmal ihr Ende.
    Liebe Grüße bobby!

    Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

  5. #5
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    AW: für alle beten

    Lieber Hans
    es ist ganz wichtig, dass man sieht, dass der Vater alle Menschen zum Sohne zieht und dass Gott jedem Menschen in der Schöpfung
    Seine Grösse zeigt.
    Es gibt also niemanden, den nicht gezogen würde und jedermann erkennt durch die Schöpfung den Schöpfergott.

    Aber es ist halt so, wie wenn der König alle zu einem Mahle einlädt und nur 2% kommen. ...


    So ist es auch mit den Gebeten wir dürfen für alle Menschen beten es gibt also kein Ausnahmen, ab er "alle" meint hier ja nicht 8 Milliarden Menschen sondern "hinsichtlicher aller".
    Es gibt auch welche und da geht es mir ähnlich wie Bobby, da bete ich nicht mehr, dafür für andere.
    Momentan bete ich etwa für 5 Personen.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  6. #6
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    AW: für alle beten

    Lieber bobby,

    mindestens werden deine Schwestern nicht sagen können, daß sie glauben wollten und Buße tun wollten, aber sie konnten nicht.
    Auch wenn du zum Schweigen auf Kosten des Kontakt gezwungen wurdest, bist du vor diesen Dingen, ein Brief Christi, welcher gelesen wird.
    Nicht von uns heraus, sondern unser Gott und Herr ist es, der uns tüchtig und tauglich macht.
    Den Weg unseres Herrn Jesus, als Pilger (Fremdling) folgen (Kolosser 3, 1 - 4,1).
    In Christo
    Holger

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