Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Vater unser unser Vater

  1. #1
    Registriert seit
    09.01.2012
    Ort
    Frauenfeld
    Beiträge
    11.327

    Vater unser unser Vater

    Das "Vater unser" ist ein Gebet,
    das der Herr Jesus der Volksmenge und den Jüngern auf dem Berg gab.

    Es ist eingebettet in die erste der 5 Reden des Herrn an Israel.
    Um es gleich vorwegzunehmen: es ist nicht ein Gebet das Christen irgendwann mal beten sollen,
    aber es ist ein Gebet, dessen Richtlinien auch für Christen wegweisend sind.

    Aber ist ist kein Gebetsmuster, das haben Christen nicht,
    Christen beten, geleitet durch den Heiligen Geist!

    Es ist neben Mt 18.20 die am meisten vergewaltigte Schriftstelle.

    Als der Herr Jesus dieses Gebet lehrte, war noch kein Christ anwesend,
    einfach darum, weil es damals noch keine Christen gab,
    die das ewige Leben und den Heiligen Geist innewohnend hatten.
    Das Gebet ist ein Gebt hinsichtlich des kommenden Reiches auf Erden,
    also das sogenannte 1000JR.

    Auch hier scheint mir ein wichtiges Prinzip vernachlässigt zu werden:
    kaum jemand interessiert sich, zu wem der Herr Jesus "was" sagt.
    In welchem Umfeld ist es gegeben worden usw.
    In diesem Zusammenhang ist Johannes 16.24 wegweisend. Es zeigt, dass obwohl der Herr Jesus
    den damaligen Israeliten das Gebet geschenkt hat, sie immer noch nicht in Seinem Namen gebeten haben,
    weil sie nicht konnten, - sie hatten den Heiligen Geist noch nicht.

    Das Gebet selber ist revolutionär gewesen für die damaligen Juden.
    Es war kein politische Gebet, weil der Herr mit der Politik sowieso nicht zu tun hatte,
    er ist ja Herr der Herren und König der Könige, aber Er hat etwas herrliches geoffenbart:
    "Den Vater".

    Im AT kommt die Bezeichnung "Vater" in Verbindung mit Gott, wenn ich mich recht erinnere,
    3 x vor und zwar in Verbindung mit dem Schöpfergott.
    Nun aber in dieser herrlichen Auslegung des Herrn über die Grundsätze des 1000jR (Bergpredigt)
    offenbart der Herr den Namen Gottes als Vater in 5.45; 5.48; 6.4; 6.6; und eben in 6.8.

    Dadurch, dass der Sohn Gottes gekommen ist, wurden die Juden in ein völlig neues Verhältnis zu Jehova gebracht.
    Sie hatten eine heilige oder eingebläute Ehrfurcht vor dem Namen Jehova,
    wie heute die Bibelübersetzter wenn sie im AT ausgerechnet "DEN NAMEN" = Jehova mit "HErr" "übersetzen". ....

    Namen kann man aber nicht übersetzen...
    Und das Argument wegen den sog. "Zeugen Jehova", ist ja auch nur dümmlich, da man sonst den Namen Jesus auch nicht mehr
    in den Mund nehmen dürfte, denn selbst im Islam wir Sein Namen gebraucht...

    Unmittelbar nach der Offenbarung des Vaternamens, haben wir die Aufforderung, den Namen zu heiligen,
    ►► Jes 8.13 und da im Zusammenhang mit der Offenbarung des Sohnes Gottes als der Immanuel (7.14;)
    = Gott mit uns, Jes 8.10: "Gott mit uns," (Trinität) und dann eben Jes 8.13 wo der Name Jehovas geheiligt wird.

    Wenn Du dann direkt in Jes 9 weiter forscht, dann wird das 1000JR angekündigt,
    zusammen mit der herrlichen Entfaltung des Kindes, das der Vater der Ewigkeit ist.

    Mit anderen Worten, der Vater und der Sohn sind EIN. (5, Mose 6,4)
    Trinität heisst ja nicht, wie man das oft liesst, dass es 3 Götter gäbe, sondern dass der EINE Gott sich in 3 Personen offenbart.

    Zu: Dein Reich komme: Ich erinnere da gerne an das Gebet der Christen in Offenbarung 22,20b
    Da beten wir: "Komm Herr Jesus!"
    Wir beten nicht hinsichtlich des kommenden Reiches sondern hinsichtlich des KOMMENDEN!

    Zu "Dein Wille" geschehe: Um dies zu verstehen, ist es gut zu sehen, dass der Herr Jesus
    hier vor seinem Werk am Kreuz spricht, ein Gebet vor dem Tod und der Auferstehung und dass der Heilige Geist
    noch nicht ausgegossen war.
    Das heisst, uns Christen ist nun durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes und den Besitz das gesamten
    Wortes Gottes Sein Wille in einem ganz anderen Lichte + Masse bekannt.
    Wir Christen leben in einem Zeitalter, das den Juden vor dem Kreuz noch nicht einmal bekannt war!
    Als der Herr Jesus auferstanden war, ist eine völlig neue Verwaltungsperiode angebrochen.
    Der Heilige Geist in uns zeigt uns nun den Willen Gottes, wir dürfen ihn kennen.
    Nun ist der Gedanke Gottes, dass Menschen Priester sind und in völliger Freimütigkeit vor Gott treten können,
    verwirklicht.
    Natürlich wird auch diese herrliche Tatsache in den Kirchen und Gemeinschaften meist unterdrückt durch menschliches Formenwesen.
    Weil wir diese Freiheit haben, gibt es in den Lehrbriefen auch keine Anweisung, das Vaterunser zu beten.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.




  2. #2
    Registriert seit
    29.04.2017
    Beiträge
    15

    AW: Vater unser unser Vater

    Lieber Hans Peter,

    das ist eine schöne kurze Besprechung über das "Vater Unser". Es ist so wichtig zu verstehen, dass das, häufig auch noch mechanische, herunterbeten dieser an für sich wertvollen Verse nicht die Aufgabe eines Christen ist. Aus oftmals gutem Willen heraus wird so das freie Gebet verhindert, Gläubige und ganze Gemeinden erstarren in Gebetsriten - und verschwenden somit ihr Potential und rauben sich selbst der herrlichen Nähe des Herrn im Gebet! Mögen es viele Christen lesen, darüber beten und diese Wahrheit erkennen!

    Auch ich hielt das "Vater Unser" früher für DAS Gebet, lernte es auswendig und sagte es häufig im Chor mit der ganzen Gemeinde auf. In der ersten Gemeinde, zu der ich mich zugehörig fühlte; eine gemäßigt-charismatische Gemeinde ohne rechter Ehrfurcht vor dem Wort Gottes und ohne gefestigte Brüder, sodass vielerlei Lehren Wind durch diese Versammlung blies und in der es WahrheitEN statt einer Wahrheit gegeben hat. (Nichts desto Trotz konnte ich dort über die Jahre im Glauben wachsen, bis zu einem gewissen Grad reifen, bevor ich nach über einem Jahr des intensiven Gebets, der intensiven Bibellese und einigen unfruchtbaren Lehrgesprächen mit "Ältesten" der Versammlung den Rücken kehren musste).

    Der erste Hauskreis den ich dort besucht habe behandelte intensiv MT 5-7, und einige bleibende Erkenntnis durfte ich dort gewinnen. Leider wurde nur in Bezug auf die Entrückung und die Ewigkeit unterschieden zwischen Israel und der Gemeinde; bei allen anderen "Themen" herrschte ein wilder Mix aus Dispensationalismus und Bundestheologie vor. Die Bergpredigt (und somit das "Vater Unser") wurde als gültige Norm für Christen ausgewiesen und bei schwierigen Stellen vergeistlicht. Etwa vier Jahre lang bereitete mir diese unsaubere Auslegung geistliche Kopfschmerzen und verursachte merkwürdige auswüchse im alltäglichen Glaubensleben ohne Anfangs zu wissen, was das eigentliche Problem ist. Lange Zeit hielt ich mich für geistlich zu schwach, für zu wenig Erkenntnis habend, zweifelte sogar eine Weile an der Aufrichtigkeit meiner Bekehrung. Denn außer mir und einem Ehepaar, dass sehr früh die Versammlung verließ, hatte niemand ein Problem. Bis mir durch wichtige Bücher wie "Dispensationalismus" von C. Ryrie und "Achte auf den Unterschied" von W. MacDonald sowie, bedingt, "Hermeneutik der Bibel - Grundsätze zur Auslegung und Anwendung biblischer Texte; Ein offenbarungstheologischer Standpunkt" von Jacob Thiessen die Augen geöffnet wurden.
    In Christus verbunden,
    Thomas A.

    "Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht." Psalm 1, 1-2

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Das Vater unser
    Von ReneT1220 im Forum Fragen aus Facebook
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 30.01.2018, 19:05
  2. Vater unser
    Von HPWepf im Forum Was bedeutet?
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.08.2017, 10:38
  3. Vater Unser, unser Vater
    Von HPWepf im Forum Biblische Lehre
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.04.2017, 14:00
  4. Mt 6,9 - UNSER Vater
    Von epheser1.3 im Forum Grundtextfragen
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 29.11.2011, 20:53
  5. Vater unser
    Von HansPeter im Forum Biblische Lehre
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 29.04.2010, 08:47

Benutzer, die dieses Thema gelesen haben: 14

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •