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Thema: Die Geister in 1.Petrus 3,19 nach A.Fruchtenbaum

  1. #1
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    Die Geister in 1.Petrus 3,19 nach A.Fruchtenbaum

    Hallo miteinander
    Arnold Fruchtenbaum ist der Überzeugung, dass es sich bei den „Geistern“ in 1.Petrus 3,19 um die gefallenen Engel aus 1.Mose 6 handelt.
    Wie kommt aber AF mit Hebräer 2,16 in Einklang?

    Hier noch der link zum Vortrag (ab 25:25):

    https://m.youtube.com/watch?v=s4EWQ13-D9Y

  2. #2
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    AW: Die Geister in 1.Petrus 3,19 nach A.Fruchtenbaum

    Lieber Bruno
    Leider kann man den "neuen Fruchtebaum" nicht mehr mit den "►►alten Fruchtenbaum" vergleichen.
    Früher hat er noch z. viel Gutes geschrieben auch wenn er oft einfach von Brüdern- Büchern kopiert und vieles dann doch nicht recht verstanden hat.
    Dann musst Du wissen, dass er ja mit von einem Allversöhner Lutheraner ( M. Münstler Erbach ) gefördert wurde und ungehemmt bei Allversöhnen Irrlehren auftritt.
    Ich habe alles was man von "AF" haben kann aber ich bin bei ihn sehr sehr vorsichtig.
    Leider ist ja nun auch Roger Liebi in die Fruchtenbaum Ariel = Falle getapt: Dass man bei "CMV" Hagedorn keine entsprechenden Warnungen findet, wundert nicht.
    Es gibt Freunde, die glauben ja nicht, dass Arnold Fruchtenbaum wirklich Christ ist.

    ► Was er in dem YT zu 1. Petrus 3. 18 verzapft, ist einfach nur "Fruchtenbaum Geplauder". Typisch faule Frucht von der "Frucht" halt ...


    Zur Bibelstelle:

    Die Schrift sagt uns folgendes, die Übersetzung „im Gefängnis“ ist wohl wörtlich richtig, gibt aber im Deutschen bei der Eigenheit desselben den Sinn nicht richtig wieder und ist daher mißverständlich; wenn der Sinn im Deutschen richtig ausgedrückt werden soll, muß es heißen: „die im Gefängnis sind“.
    Denn nach dem Urtext sagt das Wort nicht, daß Er im Gefängnis den Geistern predigte - Er also in das Gefängnis ging und ihnen dort predigte -, sondern daß die Geister, denen Er gepredigt hat, im Gefängnis sind. Das ist wichtig.

    Wer sind die „Geister“ in V. 19?
    Das Wort Gottes spricht voll dem Leibe des Menschen, von der Seele des Menschen und von dem Geiste des Menschen.
    Alle drei Dinge finden wir in 1. Thess. 5,23 nebeneinander genannt als den Menschen ausmachend, indem es dort heißt: „ ... und euer ganzer Geist und Seele und Leib werde tadellos bewahrt ...“ Geist und Seele sind der eigentliche Mensch, und der Leib ist die Hütte, das Haus, in welchem beides wohnt (s. 2. Kor. 5,1-8; 2. Petr 1,13.14).
    Die Trennung des Geistes und der Seele von dem Leibe, das „Ablegen der Hütte“, das „Abscheiden“, nennen wir Tod.
    Nach diesem ist der Mensch ohne einen Leib, der allein das Materielle an ihm ist; er ist infolgedessen dann nur noch in einem geistigen Zustande.

    Deshalb nennt das Wort Gottes abgeschiedene Menschen auch „Geister“ (s. Hebr. 12,23 Schluß). So auch hier, und aus V. 20 sehen wir, daß es Abgeschiedene sind, welche auf der Erde lebten, als Noah die Arche zurichtete.
    An diese Menschen geschah durch Noah, „den Prediger der Gerechtigkeit“ (2. Petr 2,5), schon durch den Bau der Arche und gewiß auch durch sein persönliches Zeugnis eine eindringliche Predigt, und Gott harrte in großer Langmut viele Jahre hindurch, ehe Er endlich das Gericht über sie hereinbrechen ließ.

    Aber sie waren „ungehorsam“, d. h. sie hörten nicht auf die warnende und rufende Stimme, die Gott durch Noah an sie ergehen ließ.
    Deswegen sind sie nun „im Gefängnis“, um einst mit allen anderen, die nicht geglaubt haben, vor dem großen weißen Throne zu erscheinen und dort das endgültige Urteil Gottes zu empfangen, gerichtet zu werden nach ihren Werken (Offb. 20,11-15).
    Bis dahin ist ihr Zustand gleich dem eines Gefangenen, der dem Urteilsspruch entgegensieht, allen Lebensgenusses beraubt, bereits die Leiden des Gefängnisses schmeckend, in furchtvoller Erwartung des Gerichtes, welches ihm unabwendbar bevorsteht.
    Dieses zeigt uns das Wort Gottes an gefallenen Engeln, indem es uns sagt, daß Gott Engel, die gesündigt hatten, in den tiefsten Abgrund hinabstürzte und Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht, und ferner an Sodom und Gomorra, von denen es heißt, daß sie als ein Beispiel vorliegen, indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden (s. 2. Petr 2,4-6; Jud. 6.7).

    Sie „leiden des ewigen Feuers Strafe“, aber der endliche Urteilsspruch vor dem großen weißen Throne, das ewige Gericht, steht auch ihnen ebenso wie allen anderen Verlorenen noch bevor, wie aus Matth. 11,24; Luk. 10,12 deutlich zu sehen ist.
    Daß in 1. Petr 3,19 aber nicht etwa Engel gemeint sind, die ja auch Geister sind, sieht man klar daraus, daß diesen Geistern gepredigt worden ist und die Langmut Gottes auf sie harrte, daß sie zu Gott umkehren möchten; das Wort sagt aber nirgends, daß es für Engel eine Erlösung gäbe, im Gegenteil heißt es in Hebr. 2,16: „denn er nimmt fürwahr sich nicht der Engel an ...“ Diesen Geistern hier aber wurde gepredigt, und die Langmut Gottes harrte auf ihre Umkehr!

    Wann aber ging Er hin und predigte den Geistern, die im Gefängnis sind?
    Es gibt eine Auslegung dahingehend, daß Er in der Zeit zwischen Seinem Tode und Seiner Auferstehung an den Ort der Abgeschiedenen gegangen sei und ihnen gepredigt habe.

    Luther spricht das in seinem Katechismus in einem seiner „Artikel“ in den Worten aus: „... hinabgefahren in die Hölle ...“.

    Wenn diese Auffassung zutreffen soll, frage ich: hätte Er dann nicht allen gepredigt, die bis dahin ihren Platz „im Gefängnis“ gefunden hatten? Warum gerade nur denen aus der Zeit, während welcher Noah die Arche zurichtete, denen doch eben während jener Zeit in großer Langmut Gottes gepredigt worden war? Warum z. B. nicht auch denen, die vor dem Beginn des Baues der Arche abgeschieden waren?

    Die Annahme, daß Abgeschiedenen gepredigt werde, ist aber überhaupt gänzlich gegen Gottes Plan und Grundsätze, wie sie in Seinem Worte uns geoffenbart sind.
    Das ganze übrige Wort Gottes gibt keinen Anlaß und kein Recht zu der Annahme, daß dem Menschen nach dem Tode noch einmal gepredigt und die Gelegenheit geboten werde, die Errettung zu ergreifen, die er in diesem Leben verschmähte, sondern es sagt vielmehr das Gegenteil.
    In Hebr. 9,27 heißt es : „... es ist dem Menschen gesetzt zu sterben, danach aber das Gericht“, und die Erzählung von dem reichen Manne und dem armen Lazarus (Luk. 16,19-31), wo der Herr Jesus den Schleier lüftet und uns einen Blick über den Tod hinaus tun läßt, zeigt in dem reichen Manne aufs klarste, daß der Mensch nach seinem Scheiden aus diesem Leben sich ohne jede weitere Predigt völlig bewußt ist, was er in seinem Leben versäumte und was sein Teil ist, zugleich aber auch, daß es eine Änderung seines Loses für ihn nie mehr gibt.

    Wenn nun auch 1. Petr 3,19.20 bei oberflächlichem Lesen den Anschein erweckt, als sei jenen Abgeschiedenen nochmals gepredigt und die Gelegenheit zur Errettung gegeben worden, so ist eine solche Auffassung dennoch unzutreffend, weil die Auslegung einer Schriftstelle, die dunkel erscheint, im Gegensatz zu vielen anderen klaren Schriftstellen und dem ganzen Worte überhaupt nimmermehr zutreffend sein kann.
    Wo eine solche Auslegung trotzdem stattfindet, ist sie eben nur die Folge von Oberflächlichkeit und die Frucht eigener Gedanken. -

    Das Wort sagt auch gar nicht, daß Er nach Seinem Tode hinging, sondern daß Er, nachdem Er getötet worden war nach dem Fleische, lebendig gemacht (auferweckt) worden ist nach (oder in) dem Geiste, in welchem Er auch hinging und predigte; es sagt also damit lediglich, daß der Geist, nach welchem Er „lebendig gemacht“ wurde, derselbe Geist war, in welchem Er auch hinging usw. Wann Er hinging, ist in V. 19 nicht gesagt, wir können es aber aus V. 20 sehen.

    Da wir überdies aus der Antwort des Herrn Jesu an den Räuber in Luk. 23,43: „Wahrlich Ich sage dir: heute wirst du mit Mir im Paradiese sein“, deutlich sehen, daß Er vom Kreuze ins Paradies ging, welches unstreitig etwas ganz anderes ist als das „Gefängnis“, so sehen wir auch, daß Er nicht nach Seinem Tode hingegangen ist und den Geistern, die im Gefängnis sind, gepredigt hat.

    Es bleibt eben nur die eine mit dem ganzen Worte Gottes völlig übereinstimmende Erklärung übrig, daß der Geist Christi in Noah war (s. 1. Petr 1,11) und Er durch Noah jenen Menschen predigte, als sie noch auf der Erde lebten und die Langmut Gottes harrte, während die Arche zugerichtet wurde.
    Weil sie aber „ungehorsam“ waren, d. h. die Botschaft nicht annahmen, wurden sie durch die Flut hinweggerafft und sind sie nun „im Gefängnis“, bis sie vor dem großen weißen Throne erscheinen werden.
    Der Geist, in welchem Er so hinging und durch Noah predigte, war derselbe Geist, nach welchem Er „lebendig gemacht“ wurde.
    Darum heißt es : „... lebendig gemacht nach dem Geiste, in welchem Er auch hinging“ usw
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    3. Mo 5,1

    Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;


  3. #3
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    AW: Die Geister in 1.Petrus 3,19 nach A.Fruchtenbaum

    https://www.bibelkreis.ch/forum/frage1185.htm

    Wie ist die "Totenreichpredigt" in 1. Petr. 3,19 zu verstehen?

    Zugegebenermaßen handelt es sich hier um eine “schwierige” Schriftstelle. Deshalb ist es besonders wichtig, die Voraussetzungen für eine biblische Auslegung zu beachten.

    1 Wir müssen vor allem sehen, was der Text wirklich aussagt und dürfen nicht etwa eigene Gedanken hinzufügen oder uns durch eine ungenaue Übersetzung irreleiten lassen.

    2 Bei jeder Auslegung ist der Schriftzusammenhang zu beachten, d.h. wir müssen fragen, in welchem Zusammenhang diese Aussage gemacht wird.

    3 Eine isoliert stehende Schriftstelle muss immer im Zusammenhang der gesamten Heiligen Schrift und niemals als Widerspruch zu klaren Schriftaussagen gesehen werden. Mit anderen Worten: Eine “schwierige” Schriftstelle muss immer im Lichte der klaren Aussagen der Schrift ausgelegt werden. Alle Irrlehren gründen sich auf isolierte, aus dem Zusammenhang herausgerissene Schriftstellen. Doch die Schrift widerspricht sich nicht! (So kann z.B. diese Schriftstelle zur Bekräftigung der ‚Allversöhnungslehre’ missbraucht werden.)

    Was sagt der Text wirklich?

    1. Christus hat einmal für unsre Sünden gelitten.
    2. Er wurde getötet nach dem Fleisch, aber “lebendig gemacht” nach dem Geist.
    3. In diesem selben Geist ging er hin und “predigte” den Geistern im Gefängnis.

    Von einer "Totenreichpredigt" ist überhaupt nicht die Rede! Die Lutherübersetzung kann zur der falschen Annahme führen, dass Christus im Gefängnis den Geistern predigte. Das sagt dieses Wort jedoch nicht. Die Elberfelder übersetzt genauer: „… den Geister, die im Gefängnis sind“; d.h. die jetzt im Gefängnis sind.

    Es steht also nicht geschrieben, dass er ins Gefängnis ging, sondern dass den im Gefängnis befindlichen Geistern Botschaft verkündet wurde, und zwar in demselben Geist, der ihn lebendig gemacht hat, d.h. im Heiligen Geist. “In diesem ist er hingegangen” ist ein Satz mit dem Relativpronomen “diesem” und bezieht sich offensichtlich auf das Wort “Geist” am Ende von Vers 18.

    Wer sind nun die “Geister”, die im Gefängnis sind? Gottes Wort sagt es uns im nächsten Vers: die damals (pote) ungehorsam waren (der Verkündigung widerstrebten), als Gott harrte und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurüstete. (Gottes Wort nennt abgeschiedene Menschen „Geister“, z.B. in Hebr. 12,23. Engeln wird keine Erlösung verkündigt, wie Hebr. 2,16 klar sagt.)

    Bei der Betrachtung des Schriftzusammenhangs sehen wir, dass Petrus die Gläubigen in Nöten, Leiden und Gefahren ermutigt und ihnen zeigt, dass am Ende das Gericht über alle Ungläubigen kommen wird (1.Petr. 4,17-19). Er weist hin auf Noah, welcher mit den Seinen gerettet wurde und auf die “Ungehorsamen”, die im Gericht umkamen. Noah wird ein “Prediger der Gerechtigkeit” genannt (2.Petr. 2,5). Wie 1.Petr. 1,10.11 zeigte, war der Geist Christi in den alttestamentlichen Propheten. Der Geist Christi war auch in Noah, und durch ihn hat Christus gepredigt. (Eph. 2,17 zeigt z.B., dass Christus - obwohl nicht persönlich - durch seinen Geist verkündigt. „Und er ist gekommen, hat verkündigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren.“) Noah „verurteilte“ die damalige Welt durch sein Zeugnis (Hebr. 11,7). Der Geist Christi sprach durch Noah.
    Nun gibt es Auslegungen, die behaupten, der Herr Jesus hätte den 'Geistern im Gefängnis' das Evangelium gepredigt und ihnen somit eine »zweite Chance«
    gegeben. Das wird jedoch nirgends in der Bibel gelehrt und ist „Allversöhnung“. Die andere Ansicht ist, dass der Herr in körperlosem Zustand im Hades war und dort seinen Sieg auf Golgatha verkündigte. Sie zitieren auch die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, in dem es heißt:„Niedergefahren zur Hölle.“ Diese Aussage findet sich jedoch nicht in den Bekenntnisschriften der früheren Christenheit vor dem 8. Jahrhundert. (Siehe Anhang) Außerdem befahl der Herr beim Sterben am Kreuz seinen Geist in die Hände des Vaters. Dann müsste man noch fragen, warum der Herr nur dieser bestimmten Menschengruppe (die zur Zeit Noahs ungläubig und ungehorsam waren) und nicht allen Menschen im Hades “gepredigt” oder seinen Sieg verkündigt hätte?

    Die Schrift lehrt unmissverständlich, dass es dem Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, und danach folgt das Gericht (Hebr. 9,27). Der Bericht vom “reichen Mann und armen Lazarus” zeigt, dass es keinerlei Evangeliumsverkündigung oder Abänderung des Zustandes nach dem Tod gibt. Vgl. auch Joh. 3,36 und 5,24-29.

    Werner Tietze


    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    3. Mo 5,1

    Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;


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