Hebr 10:25 besagt:
„Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen sehet.“

Dazu las ich vor Jahren folgende Begebenheit, die für sich spricht:

„Am 19. September 1881 starb der zwanzigste Präsident der Vereinigten Staaten, James Garfield, an den Folgen der Kugel eines Mörders, die ihn 80 Tage vorher getroffen hatte, nachdem er nur 9 Monate im Amt gewesen war. Diese Kugel nahm ihm die Möglichkeit, auf seine Nation einen tieferen Einfluß auszuüben. Doch hat seine Haltung gegenüber dem Tag des Herrn bei seinen engeren Beratern einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Als es einmal wegen eines ausländischen Konsulats zu einer Krise kam, beraumten die Berater des Präsidenten eine Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts auf Sonntagmorgen 10.00h an, genau die Zeit, zu der Garfield sich mit anderen Gläubigen zum Gedächtnis des Herrn zu versammeln pflegte. Als er von der Dringlichkeit der Angelegenheit hörte, soll er gesagt haben: ‚Ihre geplante Sitzung mit der ausländischen Delegation muß auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Um 10.00 Uhr habe ich eine Zusammenkunft mit dem Herrn eines anderen Landes und einigen Seiner Gefolgsleute an Seinem Tisch. Unser nationaler Notstand kann warten. Meine Zusammenkunft mit dem Herrn kann nicht aufgeschoben werden.’

Garfield beherzigte den obigen Vers. Dringlich oder nicht – er versäumte nicht das Zusammenkommen mit anderen Gläubigen in der Gegenwart des Herrn. Den Termin der Sitzung konnte er verschieben, und das tat er. Doch ebenso bemerkenswert war, daß er den Grund für die Verschiebung nicht verheimlichte, sondern im Gegenteil andere durch seine Freimütigkeit ermutigte, dem Herrn die Priorität einzuräumen. Wenn es in unserem Leben zu solchen Konflikten kommt, wie reagieren wir?“