Junge Brüder in Christo unterhalten sich über die verschiedenen Bibel-Übersetzungen, die es gibt.
Der eine lobt diese, der andere jene Übersetzung - aus welchen Gründen auch immer.


Ein Dritter im Bunde sagt schließlich:
"Ich schätze die Bibel-Übersetzung meiner Mutter", und wie die ergänzende Erklärung schließlich zu Tage fördert,
meint er damit die praktische Vorbildfunktion, die seine Mutter ihm in ihrem Leben vermittelt hatte.


Unschwer ist daraus natürlich die Frage ableitbar: Welche ,Bibel-Übersetzung' bin ich?---


Das erinnert uns an 2 KOR 3:2-3, wo es heißt: "Ihr seid unser Brief...gekannt und gelesen von allen Menschen; die ihr offenbar geworden seid, daß ihr ein Brief Christi seid."


Zunächst bleibt festzuhalten: Zweimal wird gesagt "ihr seid...". Es heißt nicht etwa: ,Ihr solltet sein' oder ,eigentlich wäre es schön, wenn...', sondern hieb- und stichfest:
"Ihr seid." M. a. W. ein Brief Christi bin ich allemal, und als solcher kann ich sein:


* hinsichtlich meines Umschlages: DIN-gerecht, äußerst attraktiv - hinsichtlich meines Brief-Inhaltes: schlampig geschrieben, ohne wirklich mitteilsamen Gehalt und bar jeder Beachtung der Interpunktion etc.,

* hinsichtlich meines Umschlages: nicht DIN-gerecht, vielleicht sogar liederlich in der Aufmachung; hinsichtlich meines Brief-Inhaltes aber: Prädikat ,lesenswert',

* hinsichtlich Umschlag und Inhalt ein Beweis von Phlegma = Trägheit, geistige und seelische Schwerbewegbarkeit


oder


* hinsichtlich Umschlag und Inhalt ein Beweis von Ordnung und Sachkenntnis in Theorie und Praxis.

Sodann wollen wir nicht verkennen, daß a l l e Menschen "mich lesen", natürlich auch und insbesondere Ungläubige, die die Bibel nicht lesen, aber eben mich.