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Thema: Hiob 2

  1. #1
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    Hiob 2

    Verse 1-6

    Wie bereits im Kapitel 1 sehen wir auch hier Engel, die vor Gott stehen.
    Wir kennen aus dem Neuen Testament mindestens einen Engel, der über sich selbst sagt, dass er vor Gott steht und denke dabei an:
    Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Botschaft zu verkündigen. Lu1,19
    Interessant ist, dass Gabriel sich auf der Erde bewegt, weil er gesandt wurde, um im Dienst für Gott zu stehen und Wahrheit zu überbringen. Bei Satan lesen wir im Kapitel 1+2:
    Und der HERR sprach zum Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.Hiob2,2
    Satans Eigenmächtigkeit, die nicht zuletzt in seinem Umherwandeln erkennbar ist, ruft letztlich auch seine Wesensart hervor: Menschenmörder und Vater der Lüge. Distanz zu Gott bringt nur Böses hervor! Auch ist Satan nicht mit den anderen Engeln zusammen vor Gott, sondern Satan kam in ihre Mitte. Er verhält sich nicht wie die anderen Engel.


    Satan unterlag seinem ersten Versuch, Hiob durch großes Leid vom Glauben abzubringen, von dem er überzeugt war, dass er es schaffen würde.
    Hiobs Herz war bereits gebrochen, jetzt musste Satan noch seinen Körper zerstören um beweisen zu können: „Der Glaube des Menschen kommt nicht aus dem Herzen, sondern ist reines Kalkül“, dass dann sein Ende findet, wenn Hiob (der Mensch) nicht nur allen Besitz und Segen verlöre, sondern schlussendlich auch seine Gesundheit. Offenbar ist für Satan all das die Grundlage von Glauben, die man nur wegzunehmen müsse und der Mensch sagt sich von Gott los.


    Satan wird in dieser Frage nie Recht haben!

    In IHM
    Harald
    Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. 2. Kor. 4,6

  2. #2
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    AW: Hiob 2

    [7] Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN weg, und er schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel.[8] Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben; und er saß mitten in der Asche.
    [9] Da sprach seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit? Sage dich los von Gott und stirb!
    [10] Und er sprach zu ihr: Du redest, wie eine der Törinnen redet. Wir sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen?
    Als ein Engel der vor Gott steht, hatte Satan eine große Verantwortung, der er aber nicht gewillt war nachzukommen, lieber ging er vom Angesicht Gottes weg, er liebte die Finsternis mehr als das Licht! Finster waren auch seine Beweggründe. Ich hörte schon oft, dass Satan dem Leben Hiobs nichts antun konnte, ich möchte das aber gerne so formulieren: Satan hatte durchaus die Möglichkeit Hiobs Leben auszulöschen-anzutasten, aber der Erhalter des Lebens, Gott, verbot es ihm! Und gegen die Macht Seines Wortes vermag Satan rein gar nichts. Satan kann jedes Leben antasten, wenn, und nur wenn, Gott es zulässt. Wenn wir die Leiden Hiobs ansehen und dabei beachten, wie Hiob mehrfach Zeugnis von Gott zugesprochen bekam, dann verstehen wir vielleicht folgende Versstelle ein Stück weit besser:
    denn für dieses arbeiten wir und werden geschmäht, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Erhalter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen.1.Tim4,10
    Besonders Hiob bedurfte dem Erhalt seines Lebens, wofür kein geringerer als Gott allein Sorge trug!
    ...nur verschone sein Leben.
    Hätte Hiob auf seine Frau gehört, wäre es im Sinne Satans gewesen!
    Aber strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird. Vers5
    Da sprach seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit? Sage dich los von Gott und stirb!
    Mich erinnert das ein Stück weit an Adam und Eva und wünschte mir, Adam hätte so widerstanden wie Hiob. Adams Frau wurde verführt durch die List der Schlange und ihr Sinn verdorben
    Ich fürchte aber, dass etwa, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so euer Sinn verdorben und abgewandt werde von der Einfalt gegenüber dem Christus. 2.Kor 11,3
    Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.1.Mo3,6
    Adam stand in der Verantwortung, dennoch, er hörte auf seine Frau, Hiob, dem Herrn sei Dank, in diesem wichtigen Punkt nicht.

    In IHM
    Harald
    Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. 2. Kor. 4,6

  3. #3
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    AW: Hiob 2

    Hi 2:11 Bei all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen. Und die drei Freunde Hiobs hörten all dieses Unglück, das über ihn gekommen war; und sie kamen, jeder aus seinem Ort: Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und Zophar, der Naamatiter; und sie verabredeten sich miteinander, zu kommen, um ihm ihr Beileid zu bezeugen und ihn zu trösten.Hi 2:12 Und sie erhoben ihre Augen von fern und erkannten ihn nicht; da erhoben sie ihre Stimme und weinten, und sie zerrissen jeder sein Gewand und streuten Staub auf ihre Häupter himmelwärts.
    Hi 2:13 Und sie saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte; und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.
    Zum zweiten mal, dass wir ein Zeugnis über Hiobs "nicht sündigen" mitgeteilt bekommen. Wenn man bedenkt, wie schnell wir heutzutage geneigt sind, durch Streß, Ärger, Unzufriedenheit und anderen Umständen, unüberlegte Äußerungen aussprechen, mindestens aber denken, dann ist das bei Hiob einfach umso beachtlicher, der sogar unter Extrembedingungen nicht sündigte. Zumindest nicht mit seinen Lippen. Ob das nun noch immer ein lobendes Zeugnis ist, oder ein lobendes Zeugnis mit Einschränkung, kann evtl. ein anderer Bruder auslegen, mir erschließt es sich nicht zweifelsfrei. Persönlich sehe ich es allerdings als eingeschränktes Lob. Es gab nur einen, der nie sündigte, der auch keine Sünde kannte und in dem keine Sünde war, Jesus Christus, der nicht nur "nicht sündigte", sondern in der schlimmsten Drangsal sogar noch für seine Feinde betete und nicht nur "Gott nichts ungeziemendes zuschrieb", sondern in absoluter Vollkommenheit den Willen des Vaters ausführte.

    In den vorangehenden Versen sieht man Hiob auch mit einem strengen Wort an seine Frau gewandt, eine ernste Zurechtweisung, die aber keine Sünde war. Offenbar handelte er auch hierin noch überlegt und nicht ungeziemend, seine Frau dagegen schon.

    Die Freunde Hiobs hatten auf den ersten Blick eine sehr edle Motivation zu Hiob zu kommen, sie wollten trösten. Wenn man nachfolgende Kapitel liest, stellt man fest, dass der Wille zu trösten noch nicht zum trösten qualifiziert. Dazu später sicherlich noch mehr.

    In IHM
    Harald
    Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. 2. Kor. 4,6

  4. #4
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    AW: Hiob 2

    Lieber Harald,

    Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben. Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist. Jak. 5,11
    Auf Grund der Aussage von Jak. 5,11 und der Formulierungen, mit denen Hiob auf die unberechtigten Anklagen seiner "Freunde" antwortet, wird deutlich, dass Hiob ein Vorbild auf den Herrn Jesus ist. Hiob ist ohne Vorwissen in den Leiden, so wie Isaak ohne Vorwissen das Opfer wurde. Der Herr Jesus ist willentlich in beides gegangen. Der Herr Jesus war einsam wie Hiob, weil er der Sündlose ist. Hiob wir im weiteren Verlauf des Buches völlig einsam und seiner "Freunde" beraubt, weil er darauf besteht vor den dramatischen Ereignissen in Kapitel 1 und 2 nicht gesündigt zu haben. Wir müssen immer im Blick behalten.
    Bei all diesem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu. Hiob 1,22
    Bei all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen. Hiob 2,11
    Auch die zweite Aussage ist von großer Bedeutung. Niemand, weder Engel, noch Satan, noch Menschen konnten Hiob von Schuld oder Sünde überführen, denn sie haben keine Zugang zu Gedanken. Hiob ist als Mensch ein überwältigendes Vorbild auf den Herrn Jesus.
    herzliche Grüße

    Ulrich

  5. #5
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    AW: Hiob 2

    Zitat Zitat von Ulrich Beitrag anzeigen
    Hiob ist ohne Vorwissen in den Leiden, so wie Isaak ohne Vorwissen das Opfer wurde. Der Herr Jesus ist willentlich in beides gegangen.
    Ich habe über diesen Gedanken nachgedacht.
    Hiob wurde wirklich von allem überrascht, er wurde vor vollendeten Tatsachen gestellt und musste sich darin zurechtfinden, nichts verleitete ihn dazu, Gott gegenüber zu sündigen. Bemerkenswert.
    Obgleich Hiob ungeeignete Tröster hatte, so hatte er aber Tröster, die gutes wollten, aber das schlechte taten, zumal war auch Hiobs Frau noch da, die ihm aber noch immer keine Hilfe war.

    Dazu fiel mir ein:
    Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und ich bin ganz elend; und ich habe auf Mitleid gewartet, und da war keins, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden. Ps69,21
    Der Herr hatte noch nicht einmal schlechte Tröster, Er hatte schlicht niemanden. Während Hiobs Liebste umkamen, gingen die Jünger von IHM, von allen verlassen und noch mehr, von Gott verlassen. Hiob hatte genau diesen Moment keine Sekunde seines Lebens, er war nie von Gott verlassen!

    Als Gott Mensch wurde, wurde ER von allen verlassen.

    In IHM
    Harald
    Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. 2. Kor. 4,6

  6. #6
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    AW: Hiob 2

    Lieber Harald,

    ich springe jetzt zu Hiob 16, da sehen wir genau diese Empfindungen des Herrn Jesus auch bei Hiob. Darum habe ich auch diesen Bezug zwischen den Leidenspsalmen und Hiob gesehen.
    [2] Ich habe vieles dergleichen gehört; leidige Tröster seid ihr alle!
    [3] Hat es ein Ende mit den windigen Worten? Oder was reizt dich, dass du antwortest?
    [4] Auch ich könnte reden wie ihr. Wenn eure Seele an der Stelle meiner Seele wäre, könnte ich Worte gegen euch zusammenreihen und mein Haupt über euch schütteln;
    [5] ich wollte euch stärken mit meinem Mund, und das Beileid meiner Lippen würde euch Linderung bringen.
    [6] Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es, nicht weicht er von mir. Hiob 16,2-6
    herzliche Grüße

    Ulrich

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