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Thema: Ueberlieferungen 2. Thessalonicher 2.15

  1. #1
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    Ueberlieferungen 2. Thessalonicher 2.15

    Ueberlieferungen 2. Thessalonicher 2.15

    Q.: was sind das für Ueberlieferungen?


    Elberfelder 1905
    2. Thessalonicher
    2. Thes 2,15 Also nun, Brüder, stehet fest und haltet die Überlieferungen<O. Unterweisungen; so auch [Kap. 3,6]>, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief. fest: 1. Kor 15,58; Phil 4,1
    haltet: 1. Kor 11,2
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    1. Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
    ===
    Wer im Forum schreiben will, muss sich per Mail bei mir: h.p.wepf@bibelkreis.ch anmelden
    und mir seine Mailadresse und das Geburtsdatum mitteilen.
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  2. #2
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    AW: Ueberlieferungen 2. Thessalonicher 2.15

    15_Der Apostel legt ihnen nun ans Herz, im Werk Gottes festzustehen, und am Wort Gottes festzuhalten: »Also nun (der Rückbezug auf V. 13-14),
    Brüder, steht fest.« Das Wort stêkete bedeutet lediglich stehen, aber da es in der Befehlsform gebraucht ist, gibt »steht fest« die Bedeutung gut wieder, wie auch in 1Thes 3,8.

    So gibt der Apostel also einen Kommentar ab über das, was er gerade über die Herrlichkeit ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Stellung geschrieben hat: als sicher in dem Herrn Jesus Christus, als die Erwählten Gottes das Objekt der Ratschlüsse Gottes von Ewigkeit her. Als Folge davon können sie im Licht solch göttlicher Sicherheit den schlimmsten Dingen ins Auge sehen, die ihnen Menschen antun können.

    In V. 2hatte Paulus den negativen Ausdruck »werdet nicht schnell erschüttert« gebraucht, aber im Blick auf das, was er geoffenbart, vielleicht auch wiederholt hatte, sollten sie jetzt feststehen, denn »wenn Gott für uns ist, wer wider uns?«. Es gibt keinen Grundmehr, »jenen Tag« zu fürchten, oder dass etwa der Zorn ihr Teil sein könnte; ihr Teil war die zukünftige Herrlichkeit von und bei Christus; die Furcht konnte verbannt werden, sie konnten »stehenbleiben und feststehen«.

    Sie standen auf dem unerschütterlichen Felsen der ewigen Ratschlüsse Gottes in dem Herrn Jesus Christus.
    In »haltet die Überlieferungen«, ist »haltet« der Imperativ Präsens von krateô und spricht davon, etwas durch die Ausübung voller Körperkraft fest im Griff zu halten; zur Verwendung des Wortes siehe Mk1,31; 9,10; Kol 2,19; Hebr 4,14; 6,18; Offb2,13; 2,25, welche Stellen alle gut die Bedeutung illustrieren. »Überlieferungen «ist paradosis; obwohl dieses Wort im NT häufiger im negativen Sinn gebraucht wird, nämlich für Gedanken von Menschen, die entweder mündlich oder schriftlich von einer Generation zur anderen weitergereicht wurden, so ist die Bedeutung doch ganz anders, wenn der Apostel das Wort für Überlieferungen hinsichtlich des Glaubens gebraucht.
    Dabei ist der Gedanke, dass der überlieferte Inhalt nicht nur von einer Autorität ausgeht, die akzeptiert werden muss, sondern von Gott selbst.

    Siehe 1. Thes 2,13:
    »Ihr nahmt es nicht als Menschenwort auf, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort.«
    Siehe auch1Kor 11,23 (wo »empfangen« und »überliefert« mit dem Gedanken hier verwandt sind);
    1Kor 14,37; 15,3.

    Der Gegensatz zwischen den Überlieferungen von Menschen und denen göttlichen Ursprungs wird durch den Vergleich von Gal 1,12 mit Gal1,14 deutlich.
    Siehe auch Mt 15,2; Mk 7,8;Kol 2,6-8 hinsichtlich der Überlieferungen von Menschen.
    Gott selbst ist die Quelle dessen, was die Apostel weitergaben. Wenn auch die Gemeinde der Wächter ist, so hat sie keineswegs die Autorität, zu ergänzen oder ersetzen, was Gott gegeben hat; ebensowenig ist sie der Ausleger der Bedeutung desselben:
    Dies ist das Werk des Heiligen Geistes. Wir sehen die Weisheit in der Planung des Heiligen Geistesdarin, dass schon vor dem Ende der apostolischen Periode die entscheidenden Wahrheiten in geschriebener Form niedergelegt waren.

    Dies wird in 2Petr 1,1-21 illustriert, wo der Apostel seinem Entschluss Ausdruck gibt, das, was er mündlich weitergegeben hatte, auch schriftlich aufzuzeichnen als eine dauerhafte Erinnerung an die mitgeteilte Wahrheit, die damals unter ihnen sogar noch »gegenwärtig« war.

    Petruswusste, dass sein Ende nahe war, deswegen hinterließ er nicht das mündliche Wortallein (mit all den Gefahren seiner Weitergabe von einem zum anderen in einer Zeitverderblicher Wölfe), sondern trug Sorge, es als Heilige Schrift aufzuzeichnen, damit wir davon lernen und gehorchen könnten.
    »Unseren«
    bezieht sich auf das mündliche wie das schriftliche Wort des Apostels, denn die wörtliche Wiedergabe lautet »sei es durch ein Wort, sei es durch einen Brief von uns« (vgl. Interlinear), wobei die Konjunktion »sei es« die beiden Ausdrücke verbindet und nicht trennt.
    Als die mündlichen Überlieferungen dem geschriebenen Wort Gottes Platz machten, wie wir es heute haben, wurde im vollen Kanon der Schrift die Absicht Gottes für Sein Volkdeutlich, und es gibt keine andere Autorität für unseren Gehorsam in dem »einmal den Heiligen überlieferten Glauben« (Jud 3).
    Siehe auch 3,6.

    Es ist von großer Bedeutung, dass keine späteren Schriften in dieser Hinsicht irgend einen Wert haben, denn alle fügen entweder etwas hinzu oder streiten ab, was Gott durch Seine auserwählten Diener in Seinem Wort gesagt hat.

    Von Gott haben wir durch diese auserwählten Gefäße die Unterweisungen für Sein Volk im Zeitalter der Gemeinde; es gibt heute keine mündlichen Überlieferungen. Wortverkündigung bringt uns nicht das, was Gott sagt, sie kann nur vermitteln, was Gottes Wort darüber sagt, was Gott sagt.
    Bezüglich »Wort« und »Brief« siehe2,2. Ohne Zweifel ist »Wort« (logos) hier das gesprochene Wort, wie vielleicht auch in 2,2.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

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