Obadja 18
Diskurs- und Stilanalyse.
Elberfelder Bibel 1905
Obd 18:
Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein, und das Haus Joseph eine Flamme, und das Haus Esau zu Stoppeln; und sie werden unter ihnen brennen und sie verzehren. Und das Haus Esau wird keinen Übriggebliebenen haben, denn Jehova hat geredet.
Relation Stil Text
Ursache A Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein,
Folge B und das Haus Joseph [wird] eine Flamme [sein],
Wirkung C und das Haus Esau [wird] zu Stoppeln;
‘Ursache A’ und sie (Jakob) werden unter ihnen (Esau) brennen
‘Folge B’ und [sie (Joseph) werden] sie (Esau) verzehren.
‘Wirkung C’ Und das Haus Esau wird keinen Übriggebliebenen haben,
Grund denn Jehova hat geredet.


Die obige Tabelle zeigt in mehreren Spalten die Diskursrelationen und die Stilistik. Die gröbste in diesem Vers ist außen links der Grund und die Folge. Weil Jehova geredet hat, werden die Folgen stattfinden. Dabei wird zwischen Ursache und Wirkung unterschieden. Die Folge teilt sich in zwei Einheiten, die synonym parallel sind, auf. Inhaltlich fehlender Text in der zweiten Folge lässt sich ergänzen durch den in der ersten Folge (vgl. die eckigen und runden Klammern).Die Ursache besteht aus zwei Teilen, das Haus Jakob und Joseph, die Wirkung hingegen aus einem, dem Haus Esau. In der Stilistik sind die parallelen Teile synthetisch zueinander, das heißt, dass es eine inhaltliche Weiterführung gibt. Diese geht vom Haus Jakob über das Haus Joseph zum Haus Esau, bzw. vom Feuer über die Flamme zu den Stoppeln. In der Spiegelachse ist das Feuer der Brand, die Flamme die Verzehrung und die Stoppeln zeigen, dass niemand übrigbleibt. Dabei ist zu beachten, dass der letzte Teil im Vergleich zu den anderen nicht abstrakt ist, sondern konkret. Die abstrakten Begriffe für den Brand verdeutlichen, dass Edom unbewohnt sein wird (vgl. dazu auch Joel 3,19).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das, was Gott angekündigt, auch eintrifft. Dies beschreibt Obadja in bildhafter Sprache und stilistisch in einem synthetischen Parallelismus.