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  • Avatar von HPWepf
    Heute, 03:08
    HPWepf hat auf das Thema Kann ein Wiedergeborener verloren gehen? im Forum Biblische Lehre geantwortet.
    Lieber Bruder Giovanni Zu der Antwort von Andi noch folgende Hinweise: Bei Gleichnissen und Gleichnis- Serien wie zB,: Lk 15.4-32 muss man 1.1. den Einstieg Punkt verstehen. 1.2. Um was geht es? 1.3. an wen richte sich diese Gleichnisse? 1.4. Sicher nicht an Christen! auch nicht an gewöhnliche "Sünder und Zöllner", 1.5. sondern an Pharisäer und Schriftgelehrte, die meinten: Das "Judesein" errette. ..... Lu 15,1: Es kamen aber alle Zöllner und Sünder zu ihm, um ihn zu hören; Lu 15,2: und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Lu 15,3: Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte: Dass sich Lukas 15 nicht an gewöhnliche Zöllner und Sünder richtet, sieht man ja an Lukas 14. Die hatten sich da ja schon bekehrt. ... Versuche einmal unter diesem Gesichtspunkt an Lukas 15 heranzugehen. Lukas 15 beginnt in Vers 1+2 Wer durch Busse und Glauben errettet wurde, ist und bleibt für die Ewigkeit errettet, egal in welchem Zeitalter (Haushaltung) er lebte. Egal ob er je etwas von Herrn Jesus gehört hat oder nicht. Die 4 Zeugnisse über den Herrn Jesus ( Matthäus, Markus; Lukas; Johannes) heissen leider im Volksmund: "Evangelien" - Die Schrift tut das nicht und das ist auch nicht tragisch, wenn es nur nicht tragischerweise dauernd falsch verstanden würde. Die 4 Zeugnisse sind 100% glasklare Belehrung über diverse Aspekte, die man nach und nach erfasst, wenn man sie von vorne bis hinten, also zusammenhängend liesst. Bibellesen ohne Gebet ist ziemliche Zeitverschwendung! PS.. Unterscheidungen Wenn jemand in Johannes 15 meint, ein Erretteter könne wieder abfallen, beweist nur, dass er Johannes 13 nicht gelesen hat- oder gelesen- und weil er nicht gebetet hat, sonst wurde er ja auf Johannes 13. 30 gestossen sein, um diesen Fall geht es ja in Johannes 15. Bekenner werden alle abfallen. Besitzer können nicht abfallen.
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    Heute, 02:24
    HPWepf hat das Thema Guten Tag 4. April im Forum Am Morgen und am Abend erstellt.
    28 --- Psalm 103,13 --- Psalm 78,38-39 4. April Morgen Er schweigt in seiner Liebe. --- Nicht weil euer mehr wären als aller Völker, hat Jahwe sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern; sondern wegen Jahwes Liebe zu euch. --- Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. --- Euch... hat er aber nun versöhnt in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen. --- Hierin ist die Liebe: nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. --- Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. --- Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe. --- Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wiedernehme. --- Der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens seiend und alle Dinge durch das Wort seiner Macht tragend, nachdem er die Reinigung der Sünden bewirkt, sich gesetzt hat zur Rechten der Majestät in der Höhe. Zephanja 3,17 --- 5. Mose 7,7-8 --- 1. Johannes 4,19 --- Kolosser 1,21-22 --- 1. Johannes 4,10 --- Römer 5,8 --- Matthäus 3,17 --- Johannes 10,17 --- Hebräer 1,3 Abend Auf dem neuen und lebendigen Wege. --- Und Kain ging weg von dem Angesicht Jahwes. --- Eure Missetaten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt. --- Heiligkeit, ohne welche niemand den Herrn schauen wird. --- Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. --- ...unseres Heilandes Jesus Christus, welcher den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium. --- ...daß der Weg zum Heiligtum noch nicht geoffenbart ist, solange die vordere Hütte noch Bestand hat. --- Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung. --- Der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten. --- Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar. Hebräer 10,20 --- 1. Mose 4,16 --- Jesaja 59,2 --- Hebräer 12,14 --- Johannes 14,6 --2. Timotheus 1,10 --- Hebräer 9,8 --- Epheser 2,14 --- Matthäus 27,51 --- Matthäus 7,14 --- Psalm 16,11
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    Gestern, 00:57
    HPWepf hat auf das Thema Offenbarung 14.20 im Forum Prophetie geantwortet.
    Lieber Holger es gibt 2 Gläubige Überreste die sich nach der Entrückung der Erretten der Gadenzeit bilden werden. A) Den Überrest aus "Ganz Israel" der in der Welt zerstreut ist = Offenbarung Kp 7 B) Den Überrest aus dem Stamm Juda auf Zion in Offenbarung 7. Ps. Die Juden die das Land jetzt (2020) besetzt halten, werden es wieder verlieren, weil sie, Juden = den Stamm Juda jetzt das Land der 10 Stämme besetzen, es aber nicht besitzen, sie sind wiederrechtlich da.
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  • Avatar von HPWepf
    Gestern, 00:18
    HPWepf hat das Thema Guten Tag 03.04.2020 im Forum Am Morgen und am Abend erstellt.
    3. April Morgen Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. --- Wo ist denn der Ruhm? Er ist ausgeschlossen worden. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. --- Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen? --- Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf daß wir in ihnen wandeln sollen. --- Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war. --- Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge. --- Aus deiner Hand haben wir dir gegeben. --- Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Lukas 17,10 --- Römer 3,27 --- 1. Korinther 4,7 --- Epheser 2,8-10 --- 1. Korinther 15,10 --- Römer 11,36 --- 1. Chronik 29,14 --- Psalm 143,2 Abend Denn er kennt unser Gebilde, ist eingedenk, daß wir Staub sind. --- Und Jahwe Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele. --- Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl. Nicht verhohlen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht ward im Verborgenen, gewirkt wie ein Stickwerk in den untersten Örtern der Erde. Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben; während vieler Tage wurden sie gebildet, als nicht eines von ihnen war. --- Haben wir nicht alle einen Vater? Hat nicht ein Gott uns geschaffen? --- Denn in ihm leben und weben und sind wir. --- Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich Jahwe über die, welche ihn fürchten. --- Er aber war barmherzig, er vergab die Ungerechtigkeit und verderbte sie nicht; und oftmals wandte er seinen Zorn ab und ließ nicht erwachen seinen ganzen Grimm. Und er gedachte daran, daß sie Fleisch seien, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt. Psalm 103,14 --- 1. Mose 2,7 --- Psalm 139,14-16 --- Maleachi 2,10 --Apostelgeschichte 17,28 --- Psalm 103,13 --- Psalm 78,38-39
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  • Avatar von HPWepf
    02.04.2020, 08:39
    E.: U.B. in Matt 27,34 trinkt der Herr Jesus nicht, in Matt. 27,48 lässt er sich sehr wohl tränken. Den Unterschied macht die Galle. Das, was wir in Vers 34 haben, ist ein Betäubungsmittel. Dieses wurde dem Herrn angeboten, bevor er ans Kreuz geheftet wurde. Es hätte die Schmerzen der Nägel verringert. Wenn er es genommen hätte, dann hätten die Feinde daraus wahrscheinlich die lästerlichsten Schlüsse gezogen. In Vers 48 ist es nur Essig. Da ist der Heiland sechs Stunden am Kreuz und die Menschen wollen seinen Durst noch steigern und er nimmt den Essig. Herzliche Grüße U.B.
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  • Avatar von HPWepf
    02.04.2020, 06:42
    Lieber Aron Das ist eine so überaus komische Antwort die du dir da selber gegeben hast ich verstehe 0% was Du da meinst, aus dem Wort Gottes hast du das sicher nicht, bitte rufe mich heute an, danke.
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  • Avatar von HPWepf
    02.04.2020, 06:37
    HPWepf hat auf das Thema Es ist vollbracht im Forum Bibellese teilweise mit Auslegung geantwortet.
    Lieber Aron ich weiss jetzt nicht ob ich dich recht oder ganz falsch verstehe... aber: "Das "Vollbracht" hat gar nichts¨! mit dem Essig trinken zu tun, sondern damit, dass ER der Sohn Gottes, der wahre vollkommenen sünd- und fleckenlose Mensch wurde, um für uns am Kreuz zur Sünde gemacht zu werden- und deswegen von dem Heiligen Gott gerichtet zu werden. Nach den 3 Stunden der Finsternis sagte ER: Tetelestai = es ist Vollbracht.
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  • Avatar von HPWepf
    02.04.2020, 06:27
    HPWepf hat das Thema Guten Morgen 2. April im Forum Am Morgen und am Abend erstellt.
    2. April Morgen Die letzte Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die erste, spricht Jahwe der Heerscharen; und an diesem Orte will ich Frieden geben, spricht Jahwe der Heerscharen. --- Das Haus, das dem Jahwe zu erbauen ist, soll überaus groß werden, zum Namen und zum Ruhm in allen Ländern. --- Die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus Jahwes. --- Brechet diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten. --- Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. --- Auch das Verherrlichte ist nicht in dieser Beziehung verherrlicht worden, wegen der überschwenglichen Herrlichkeit. --- Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns (und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater), voller Gnade und Wahrheit. --- Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat. --- Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen! --- Friedefürst. --- Er ist unser Friede. --- Der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christo Jesu. Haggai 2,9 --- 1. Chronik 22,5 --- 2. Chronik 7,2 --- Johannes 2,19 --- Johannes 2,21 --- 2. Korinther 3,10 --- Johannes 1,14 --- Hebräer 1,1-2 --- Lukas 2,14 --- Jesaja 9,5 --- Epheser 2,14 --- Philipper 4,7 Abend Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen. --- Ziehet den Herrn Jesus Christus an. --- Auf daß ich Christum gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christum ist, die Gerechtigkeit aus Gott durch den Glauben. --- Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesum Christum gegen alle und auf alle, die da glauben. --- Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan. --- Ich werde kommen mit den Machttaten des Herrn Jahwe, werde gedenken deiner Gerechtigkeit, deiner allein. --- Denn einst waret ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichts. Und habet nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, vielmehr aber strafet sie auch. Alles aber, was bloßgestellt wird, wird durch das Licht offenbar gemacht; denn das Licht ist es, welches alles offenbar macht. Deshalb sagt er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten! Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt. Römer 13,12 --- Römer 13,14 --- Philipper 3,8-9 --- Römer 3,22 --- Jesaja 61,10 --Psalm 71,16 --- Epheser 5,8.11.13-15
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 19:22
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 10 1. Mose 11 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 10 und 11 Es ist klar, dass der Zeit nach Kapitel 11 vor Kapitel 10 kommt. Kapitel 10 gibt einige allgemeine Tatsachen in Verbindung mit den verschiedenen Familien, die von den Söhnen Noahs stammten. Aber die daselbst berichteten Tatsachen fanden nach der in Kapitel 11 beschriebenen Zerstreuung der Nationen statt. Die Verteilung auf die Inseln der Nationen geschah „nach ihrer Sprache“ (Kap. 10, 5). Das zeigt, dass die Zerstreuung und Verwirrung der Sprache geschah. Die sittliche Lehre, die dem Kapitel 10 zugrunde liegt, ist sehr wichtig. Sie lautet, wir sollten alles bis auf seinen Ursprung zurückverfolgen. Gott dachte hierbei an Israel. Es war wichtig, dass Israel verstehen sollte, woher die Nationen kamen, mit denen es zu tun hatte. Die Quelle von Dingen zu kennen, gibt uns Einsicht in ihre Wesensart. Viele sagen zuweilen: Weshalb sollen wir so viele Jahre zurückgehen? Warum sollen wir die Dinge nicht nehmen, wie sie jetzt sind? - Doch es ist ein göttlicher Grundsatz: Wir sollen den Ursprung von Dingen kennen! Ein Fluss wird sich nie über die Höhe seiner Quelle erheben. Wenn etwas von Anfang an schlecht ist, kann es im Laufe der Zeit nie gutgeheißen werden. Wenn wir daher unseren Weg klar sehen wollen, müssen wir den Ursprung der Bewegungen kennen, die auf das Volk Gottes und das Zeugnis Gottes einwirken. Gott stellt deshalb Seinem Volke den sittlichen Ursprung von alledem bloß. Viele der Nationen, die nachmals große Gegner Israels waren, stammten von Ham, der unter dem Fluche war. Wir finden Babylon, Ninive, Ägypten, die Kanaaniter und Philister in Kapitel 10: alle diese Nationen waren Gegner Israels, und die Kanaaniter sollten vor Israel ausgerottet werden. Ihr Ursprung wird hier bloßgestellt. Sie alle gehören der Familie an, die unter dem Fluche steht. Es ist ein Grundsatz in göttlichen Dingen, dass man nie die sittliche Wesensart einer Sache versteht, wenn man ihren Ursprung nicht kennt. Gott will, dass wir den Ursprung der Dinge erforschen. Er zeigt in Kapitel 10 den Ursprung all der verschiedenen Nationen, die in Berührung mit Seinem Volke kamen. Irdische Macht finden wir zuerst bei der Familie, die unter dem Fluche steht. Sie begann mit Nimrod. Auf der Seite des Bösen entfaltet sich immer alles schneller als auf der des Guten. Nimrod war ein mächtiger Aufrührer oder Empörer. Sein Name bedeutet „Empörer“, und seine Wesensart vor Gott war die eines Jägers. Jehova nahm von seiner Wesensart Kenntnis. Er war gerade das Gegenteil von einem Hirten. Ein Jäger tut sich selbst etwas zugute auf Kosten seiner Beute; doch ein Hirte verwendet sich zum Besten der Gegenstände seiner Fürsorge. Was Gott als höchster Gedanke mit Bezug auf einen König vor Augen steht, ist, dass er ein Hirte ist. David wurde von den Hürden der Schafe genommen (Ps. 78, 70). Das war die Stätte, wo er lernte, ein König zu sein. Auch Moses war ein Hirte, und er wurde König in Jeschurun (5. Mose 33, 5). Der Herr liebt einen Hirten. Ein Hirte sammelt, schützt und nährt die Herde, er ist also das Gegenteil von einem Jäger. Nimrod war ein Empörer wider Gott und ein Jäger den Menschen gegenüber. Alles das wird in der letzten großen heidnischen Macht seinen Gipfel erreichen. Hier sehen wir den Anfang davon. Das sind die Züge, in denen die irdische, kaiserliche Macht der Heiligen Schrift nach den Schauplatz betritt. Verderbtheit und Gewalttat sind die zwei Grundsätze in Babylon bzw. Ninive. Babylon wird durch Verderbtheit und Ninive durch Gewalttat gekennzeichnet. In Babylon haben wir Scheinherrlichkeit, die Verderben anrichtet. Es war der Schauplatz der Herrlichkeit des Menschen, und dieser übt den verderblichsten Einfluss aus, den man sich denken kann. Und Assyrien war der gewalttätige, ungestüme Feind des Volkes Gottes. Alles dies ist sehr lehrreich und wichtig. In wenigen schlichten Worten werden uns große Grundwahrheiten vorgestellt. Die Heilige Schrift kann mit ein paar Worten viel sagen, und diese Worte bergen die ganze sittliche Geschichte der Welt und des Tuns des Menschen in sich. Assyrien arbeitete dem Volke Gottes immer entgegen und wird es immer tun, bis Gott sagt: „Gesegnet sei mein Volk in Ägypten, und Assyrien, meiner Hände Werk“ (Jes. 19, 25). Gott wird sich Assyriens annehmen und es zu einem Gefäße der Segnung machen. Beide, Ägypten und Assyrien, stammten von Ham. Doch sogar die verfluchte Familie kommt durch Christum zur Segnung. Das ist ein großer Triumph der Gnade. Wenn Assyrien und Ägypten gesegnet werden, geschieht es in Verbindung damit, dass Gott sein Erbteil in Israel antritt (siehe die nämliche Schriftstelle). In Vers 21 kommen wir zum Gegensatz hiervon in Sem: „Und dem Sem, dem Vater aller Söhne Hebers ..., auch ihm wurden Söhne geboren“. Es ist auffallend, dass Heber so hervorgehoben wird. Heber bedeutet „Durchzug, Durchreise“, er weist auf das Pilgergeschlecht hin, das hienieden nur durchzieht. In Hams Geschlecht sehen wir ein Volk, das Städte baute und Königreiche gründete, wir sehen Empörung wider Gott und Gewalttat gegen den Menschen. Aber das Pilgergeschlecht baut keine Städte, es zieht hindurch. Alle Heiligen sind berufen, „Söhne Hebers“ zu sein. Manche lesen vielleicht Kapitel 10 und denken: Welch eine trockene Liste von Namen! Doch dort haben wir die ganze Geschichte der Welt: in Nimrod die Wesensart und die Herrlichkeit der Welt des Menschen, und in den Söhnen Hebers die Frucht der göttlichen Gnade in einem Pilgergeschlecht, das nur hindurchzieht. Es ist etwas sehr Gutes, ein Sohn Hebers zu sein! Viel besser, als ein Sohn Nimrods zu sein, eines Menschen, der die ganze Herrlichkeit der Welt zu seinen Füßen sehen möchte, und die Gewalttat eines Jägers ausübt, sie zu erlangen. Alles das wird seinen Höhepunkt in dem großen Nimrod der letzten Tage erreichen, in dem großen, empörerischen Haupte der kaiserlichen heidnischen Macht, die durch Empörung wider Gott und Gewalttat gegen die Menschen gekennzeichnet wird. Doch auch die „Söhne Hebers“ finden wir bis zum Ende hin in dem Buche der Offenbarung, ein hindurchziehendes Volk, das nicht zu denen zu rechnen ist, die auf der Erde wohnen. (Siehe Offb. 3, 10; 6, 10; 8, 13; 11, 10; 13, 8.14; 17, 2.8) In 1. Mose 11 finden wir die Erdbewohner, die eine Ebene finden und sich daselbst niederlassen. Die Söhne Hebers aber wünschen kein Babel zu bauen. Es sollte eine ernste Frage für einen jeden von uns sein, ob unser Herz mit der Babelwelt in Verbindung steht oder mit einem Zelt und einem Altar. Das Volk Gottes war immer ein Pilgervolk und wird es immer sein. Von den Tagen Abrahams an bis jetzt lassen sie sich nie in dieser Welt nieder. Den Hirtenkönig haben wir in Micha 5, und es ist gut, diese Stelle etwas zu betrachten. Zu Anfang finden wir den Hirtenkönig, und dann das Schicksal Nimrods. Zunächst ist von der Ankunft des mächtigen Hirten die Rede: „aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll“ (V. 1). Dann heißt es in Vers 3: „er wird dastehen und seine Herde weiden in der Kraft Jehovas, in der Hoheit des Namens Jehovas, seines Gottes“. Die Wesensart des Hirten und die Hoheit des Namens Jehovas, seines Gottes, gehören zusammen - wie wunderbar! Dann heißt es in Vers 4: „Und dieser wird Friede sein“; darauf wird uns etwas über den Assyrer gesagt, und Vers 5 lautet dann: „sie werden das Land Assyrien mit dem Schwerte weiden, und das Land Nimrods in seinen Toren; und er wird uns von Assyrien erretten“. Das redet von der vollständigen Überwältigung Nimrods, von dem Ausschluss des Jägerkönigs. Er muss fort, und der Mann nach der Wesensart Davids - Christus - muss an dessen Stelle treten. Kapitel 11 gibt uns die traurige Geschichte der Erbauung von Babel. Ich denke, in ihm haben wir einen Höhepunkt des Bösen. Und diese ganze Geschichte zeigt uns, in welcher Weise Verfehlungen wirken, und bis zu welchem Grade sie fortschreiten. Die Geschichte der Verfehlungen ist zu allen Zeiten dieselbe. Sie vollzieht sich immer nach den gleichen Grundsätzen. Noah begann gut, er beanspruchte die Erde für Gott und stellte sie auf den Boden des Brandopfers. Aber anstatt die Erde für Gott zu halten, hielt er sie gar bald dazu, sich selbst zu befriedigen, und infolgedessen setzte er sich der Schande aus. Genau so war es bei der Verfehlung der Kirche. Anstatt ihre Pilgerstellung festzuhalten und für Gott dazustehen, begann sie damit, sich selbst zu befriedigen. Der Geist des Nasirs (4. Mose 6) ging der Kirche verloren, und das setzte das Zeugnis der Unehre und Schmach aus. Die Gesinnung des Nasirs aufgeben, heißt jeder Art von Verfehlungen das Tor öffnen. Ham stellte solche dar, die sich da befinden, wo das göttliche Licht ist, ohne jedoch dadurch im Innersten berührt zu werden. Seine Haut war durch die Sonne dunkel geworden. Wenn das Licht Gottes nicht umgestaltend wirkt, so wird man dadurch verfinstert. „Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!“ (Mat. 6, 23; Luk. 11, 35). Wenn jemand göttliches Licht hat, und dadurch nicht umgestaltet wird, kann er sogar Freude daran finden, Fehler bei den Kindern Gottes zu sehen: das war Hams Zustand. Hüten wir uns vor dem Geiste Hams! Er rührt daher, dass wir den Geist des Nasirs aufgegeben haben, wie es in den Worten zum Ausdruck kommt: „alle suchen das Ihrige, nicht das, was Jesu Christi ist“ (Phil. 2, 21). Wenn wir die Dinge hienieden dazu gebrauchen, uns selbst zu befriedigen, so ist der nächste Schritt abwärts, Freude an den Fehlern der Kinder Gottes zu empfinden. Sodann ist Ham der Vater Kanaans. Kanaan bedeutet „Krämer“. Durch das Licht Verfinsterte gebrauchen das Christentum ihren eigenen Plänen und Neigungen entsprechend, und zu ihrem Vorteil. Sie machen gleichsam Geschäft damit. Die Christenheit ist voller Söhne Hams und Kanaans, voll solcher, die über die Fehler der Kinder Gottes reden und aus dem Christentum ein Geschäft machen. Wenn wir dahin kommen, einen Weinberg zu pflanzen (d.h. etwas tun, was uns Freude bereitet - der Wein ist ein Sinnbild der Freude), so wissen wir nicht, wo das enden kann. Wie leicht wird das nur eine Gelegenheit, uns selbst zu befriedigen! Wenn dann ein Christ einen Fehltritt tut, so stecken die Weltleute ihre Köpfe zusammen und finden Gefallen daran, das zu sehen. Das ist die Gesinnung des Fleisches. Sie kommt unter den Fluch, und das Ende ist, solche Leute gebrauchen das Christentum nur zu ihrem eigenen Vorteil. Es ist befleckend, mit Bösem beschäftigt zu sein. Wenn wir das dennoch tun müssen, weil es notwendig ist, es zu richten, so haben wir unser Fleisch mit Wasser zu waschen und sind bis zum Abend unrein (3. Mose 11; 17, 15; 22, 6). Wenn ein Bruder sündigt, und ich habe mich damit zu beschäftigen, so habe ich mein Fleisch mit Wasser zu waschen. Das Fleisch empfindet eine gewisse Befriedigung daran, bei Bösem zu verweilen. Das ist die Gesinnung Hams. Wir sollten aus diesem eine Lehre für unser Betragen ziehen. Es ist sehr ernst. Wenn wir diese Dinge in Verbindung mit Kapitel 11 betrachten, so erkennen wir, dass sie schließlich dahin führen, allem, was von Gott ist, den Rücken zuzukehren. Am Anfang von Kapitel 11 lesen wir: „Und die ganze Erde hatte eine Sprache ... Und es geschah, als sie von Osten zogen“. Im Osten geht die Sonne auf. Der Osten stellt das vor, was Gott beim Anbruch des Tages, wenn die Sonne der Gerechtigkeit aufgeht, aufrichten wird. Diese Leute kehrten dem den Rücken zu - das ist ein Bild von dem, was sich in der Christenheit zugetragen hat, und seine Folge ist der Bau Babels. Es ist eine auffällige Tatsache in der Geschichte der Welt, dass der Strom menschlichen Fortschritts und der Bildung von Osten nach Westen geht. Jedes der vier großen Weltreiche lag etwas weiter nach Westen zu. Und jetzt gehen die Leute nach Amerika, und wenn sie dort sind, nach dem westlichen Staaten Amerikas. Die Strömung des menschlichen Lebens nimmt jenen Lauf, und es zeigt uns, dass der Mensch immer die niederwärts gehende Bahn verfolgt. Gottes Volk jedoch wendet sich dem Osten zu, dem was aufwärts geht. Israel lagerte sich nach der Aufrichtung der ehernen Schlange „gegen Sonnenaufgang“ (4. Mose 21, 11). Die Sonne der Gerechtigkeit steht im Begriff aufzugehen „mit Heilung in ihren Flügeln“ (Mal. 4, 2), und die Söhne Hebers, das Pilgergeschlecht, schauen nach Osten - sie lieben Sein Erscheinen. Alles, was von Gott ist, ist jetzt unterhalb des Gesichtskreises, aber es wird emporkommen, wenn die Sonne aufgeht. Wer nach Westen geht, wird nur den Sonnenuntergang sehen. Solche folgen dem Lichte dieser Welt, und das wird ihren Blicken für immer entschwinden. Der Christ jedoch hat sein Auge auf den Sonnenaufgang gerichtet, auf alles das, was im Glanze der Herrlichkeit und göttlicher Schönheit hervorkommen wird. In Vers 2 lesen wir: „da fanden sie eine Ebene im Lande Sinear und wohnten daselbst“. Ich denke, zu Pfingsten sehen wir die Kirche auf heiligem Boden, aber da war sie noch gleichsam auf dem Berge. Es ist gesegnet, Heilige auf heiligem Boden zu sehen. Aber traurig, wenn manche dem Sonnenaufgang den Rücken zukehren und hinabsteigen, um Erdbewohner zu werden. Wenn sie dorthin kommen, sprechen sie: „lasst uns Ziegel streichen ..., bauen wir uns eine Stadt und einen Turm ..., und machen wir uns einen Namen“ (V. 3 u. 4). Auf diese Weise wurde Babylon in der Christenheit gebaut. Der Sonnenaufgang war hinter dem Rücken der Leute, d.h. die Wiederkunft Christi war vergessen, und die Bekenner des Christentums wurden Erdbewohner. Babylon ist nicht aus Steinen oder Felsen gebaut - nicht das Geringste von Christo ist darin. Es besteht aus Ziegeln, einem Machwerk des Menschen. Die Erbauer desselben haben den Stein, Christum, verworfen und lassen die „lebendigen Steine“ außer Acht; sie sind aber sehr geschäftig, Ziegel zu machen. Ziegel sind eine Nachahmung von Steinen, die aus erdigem Stoff hergestellt sind, ein Bild vom natürlichen Menschen, der einem Gestaltungsverfahren unterworfen wird, damit er Teil des großen Baues werden kann, der dem Menschen einen Namen sichert und ihm Ruhm verschafft. Gott sei Dank, Gottes Bau macht auch Fortschritte. Doch wir sind von Babylon umgeben, einem Bau, der dem Ziegelmachen des Menschen sein Dasein verdankt. Es besteht aus einem erdigen Baustoff, geformt und hartgebrannt, um als Stein zu dienen. Aber keine noch so verfeinerte Ausbildung wird den natürlichen Menschen je für Gottes Bau geeignet machen. Der natürliche Mensch kann wohl so ausgebildet werden, dass er für Babel passend wird, aber dort ist nichts für Gott vorhanden. In Babel ist kein göttlicher Baustoff. Ich hoffe, wir können sehen, wie nötig es ist, uns frei von Babel zu halten. Gottes Bau setzt sich aus lebendigen Steinen zusammen, die Christo in sittlicher Hinsicht verwandt sind, d.h. verwandt mit Dem, der der Felsen ist. Babel jedoch ist ein großer religiöser Bau, ohne das Geringste von Christo darin. Wir sollten seinen Ursprung und alle seine Merkmale beachten, und sie im einzelnen erwägen. Gott hat darauf herniedergeschaut und es dem Gericht bestimmt: Er hat Verwirrung darauf geschrieben. Als Israel fehlte und Gott die Herrschaft den Nationen gab, stellte Er Babel noch einmal auf die Probe, indem Er Nebukadnezar unumschränkte Herrschergewalt verlieh. Aber das Ende davon war, dass Nebukadnezar all den Ruhm und die Herrlichkeit für sich selbst in Anspruch nahm und sprach: „Ist das nicht das große Babel, das ich zum königlichen Wohnsitz erbaut habe durch die Stärke meiner Macht und zu Ehren meiner Herrlichkeit?“ (Dan 4, 30) Die Folge davon, dass Gott dem Nebukadnezar das Reich gegeben, war, dass er all dessen Herrlichkeit für sich in Anspruch nahm - und das ist der Mensch in seinem besten Zustande, das Haupt von Gold (Dan. 2, 38). In der Offenbarung sehen wir Babylon in seiner schlimmsten und verderbtesten Gestalt, geschmückt durch das Licht des Christentums, und es heißt: „Wieviel sie sich verherrlicht“ (Kap. 18, 7). Sie hatte das Licht des Christentums zu ihrer Selbstverherrlichung benutzt, ebenso wie auch Belsazar die goldenen und silbernen Gefäße des Heiligtums Gottes auf seinem Götzenfeste gebrauchte. Der Mensch nimmt die höchsten und heiligsten Dinge und gebraucht sie zu seiner Selbstverherrlichung. - Wie einfältig müssen die Ungläubigen sein, wenn sie davon reden, dass die Heilige Schrift nicht von Gott eingegeben ist! Die Geschichte Babels allein, wie sie in der Schrift dargestellt wird, ist hinreichend, deren göttliche Eingebung zu beweisen. Wer anders als Gott hätte uns eine solche Geschichte der Welt der Herrlichkeit des Menschen von ihrem Ursprung in 1. Mose 11 an durch vier Jahrtausende hindurch bis zu ihrer schließlichen und endgültigen Niederwerfung in Offenbarung 18 geben können? Gottes Gedanke ist, dass die Welt für jeden der Seinigen ein zusammengebrochener Bau sei. Die göttliche Eingebung des ersten Buches Mose ist viel angezweifelt worden, und doch enthält kein Buch größere Beweise seines göttlichen Ursprunges. Das, was man nur für Einzelheiten hält, ist voller sittlicher Belehrungen. Zweifel und Schwierigkeiten werden in die Herzen der Kinder in der Schule gesät. Aber vieles, was die Ungläubigen sagen, ist einfach Unwissenheit. In der Tat herrscht nirgendwo anders so große Unwissenheit, wie auf Seiten der modernen, gebildeten Welt, wenn sie sich anmaßt, die Heilige Schrift zu beurteilen, weil sie Gott auslässt und vollständig blind gegen alles ist, was eine sittliche Belehrung hat. In der Schrift ist kein Platz für das, was nicht unserer sittlichen Belehrung dient. „Dass wir nicht zerstreut werden“ (V. 4). Hier wird uns zum ersten Male der Grundsatz der Vereinigung gebracht. Der Mensch empfindet seine Schwäche als etwas Einigendes, und anstatt zu Gott aufzublicken, erwartet er Stärke durch Vereinigung mit seinen Mitmenschen. Das wird alles seinen Höhepunkt in dem großen Staatenbund der letzten Tage erreichen. Babel wäre ein wunderbarer Ort geworden, wenn Gott gestattet hätte, dass sich ihr Plan verwirklichte. Eine Stadt und ein Name war etwas Hohes in ihren Augen. Sie gedachten sich dadurch einen Mittelpunkt zu sichern, der zu ihrer Herrlichkeit und zu ihrem Ansehen beigetragen hätte. Dieses hohe Ziel wird am Tage der Zukunft nahezu erreicht werden, aber es wird nie geduldet werden, dass es das wird, was der Mensch begehrt. Gott wird den Stolz aller menschlichen Herrlichkeit verächtlich machen (Jes. 23, 9). Wenn alle Menschen eines Sinnes zusammengehalten hätten, mit einem Ziel vor ihren Augen, und Gott keine Mittel gebraucht hätte, den Menschen zu schwächen, so wäre gar nicht auszusagen, was er erreicht hätte. Gott sprach: „nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen“, und deshalb schwächte Er sie, indem Er ihre Sprache verwirrte. Das hat Gott seitdem die ganze Geschichte der Welt hindurch getan: Die großen Vereinigungen der Menschen sind immer dadurch geschwächt worden, dass in sittlicher Hinsicht ihre Sprache verwirrt wurde und sie einander nicht verstehen konnten. So hat der Mensch nie die ersehnten Ziele seines Ehrgeizes erreichen können. Alle großen Vereinigungen von Babel bis heute, sind früher oder später daran zugrunde gegangen, dass solche da waren, die in sittlicher Hinsicht eine andere Sprache redeten. Das Babel der letzten Tage ist der Verderber des Christentums. Welch eine schreckliche Nacht würde Babylon in unseren Tagen sein, wenn Gott nicht erlaubt hätte, dass es durch Uneinigkeit und das Aufkommen von Sekten geschwächt worden wäre. Doch Gott ließ die Abspaltung der griechischen Kirche und nochmals die der zahllosen Sekten des Protestantismus zu, um alles zu schwächen. Gegenwärtig sehen wir, dass trotz des Völkerbundes kaum zwei Nationen über irgend etwas übereinstimmen. Das ist der Weg, auf dem Gott Seiner Vorsehung nach die großen Vereinigungen, ja Staatenbunde der Menschen schwächt. Sie würden alles überwältigen, wenn Er sie nicht dadurch schwächte, dass Er ihre Sprache verwirrte, dass sie also nicht mehr miteinander übereinstimmten, so dass die Einheit wieder zusammenbricht. Gott wirkt in Seiner Vorsehung immer dahin, den Menschen zu hindern, die Herrlichkeit zu erringen, auf die sein Herz und Sinn gerichtet ist, und das bringt Er im Allgemeinen durch inneren Streit und Zwietracht zustande. Alles in der Welt des Menschen wird gerade auf das Gegenteil hinauslaufen, wozu es dienen soll. Ich meine das mit Bezug auf seine letzten Folgen. So wurde das, was ein Meisterstück der Ausgestaltung und Verwaltung sein sollte, einfach ein Babel - Verwirrung. Es mag scheinen, dass der Wille und die Macht eines Nimrod so etwas wie Ordnung daselbst zustande brachte. Dennoch bleibt es Babel und wird das sein bis zum Ende. Ich denke, das, was dem Menschen in Babel vorschwebte, wird am Tage der Zukunft seinem Ziele sehr nahe kommen, aber es wird infolge des Widerstreits der Grundsätze nicht in Erscheinung treten. In Offenbarung 17, 6 lesen wir, dass die zehn Könige die Hure hassen und ihr Fleisch fressen werden und sie mit Feuer verbrennen. Gott lässt diese Streitigkeiten aufkommen, um die Macht des Menschen zu schwächen. Wir brauchen uns deshalb über die großen Zusammenschlüsse der Menschen nicht sehr zu beunruhigen. Ich glaube, dass Gott sie, besonders solange die Kirche hienieden ist, im Zaume halten wird. Es mag Verfolgungen geben, ja wird sie geben; aber Gott wird die Zusammenschlüsse der Menschen durch inneren Zwist schwächen, und das wird zum Vorteil und Schutz der wahren „Söhne Hebers“ ausschlagen. Gott aber zerbricht nicht nur die Einheit der Menschen, sondern Er hat Selbst eine wunderbare Einheit in dieser Welt geschaffen. Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, wie am Tage der Pfingsten Babel rückgängig gemacht wurde. Da redete Gott in Gnade zu jedem Menschen in seiner eigenen Sprache, damit alle zur göttlichen Einheit, zur Einheit im Geiste gelangen möchten. Welch einen Gegensatz zu Babel haben wir zu Anfang der Apostelgeschichte, nämlich solche, die einander vollkommen verstehen konnten! „Die Menge derer aber, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seiner Habe sein eigen wäre, sondern es war ihnen alles gemein“ (Apg. 4, 32). Das war Gottes Antwort auf Babel. Es war etwas so Wunderbares, dass keiner wagte, sich ihnen anzuschließen (Apg. 5, 13). Es war gleichsam eine Einheit mit einer feurigen Mauer ringsum sie her (Sach. 2, 5). Aus Jos. 24, 2 sehen wir, dass zur Zeit Babels noch etwas bis dahin Unbekanntes aufkam, nämlich der Götzendienst. Ich denke, Götzendienst ist ein wesentlicher Zug Babels. Wenn der Mensch seine eigene Herrlichkeit sucht, so öffnet er damit Satan die Tür, sich an Gottes Stelle zu setzen. Wie schrecklich, dass der Mensch dem Ehre erweist und zu dem aufblickt, was in Wahrheit satanisch ist. Das Wesen dieser Welt besteht einerseits darin, dass sich der Mensch kaiserliche Macht anmaßt und damit die Rechte Christi vergewaltigt, und andererseits ergibt er sich dem Götzendienst. Unter solchen Umständen sind die Segnungen und das Zeugnis Gottes in Verbindung mit einem herausgerufenen Volke; die Versammlung oder Kirche ist eine herausgerufene Schar. Im nächsten Kapitel kommen wir daher zu Abram, zu einem, der von Jehova herausgerufen wurde.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 18:06
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 09 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 9 In diesem Kapitel sehen wir den Anfang eines neuen Zeitabschnittes, einer neuen Haushaltung. Die damalige Welt war unter der Flut verschwunden, und nun haben wir einen neuen Anfang. Vor der Flut scheint Gott nach keinen besonderen Richtlinien mit den Menschen verfahren zu sein. Es war ein Zeugnis vorhanden - Henoch war ein Prophet, und Noah ein Prediger -, aber durch Herrschaft waren dem Menschen keinerlei Schranken gesetzt. Er konnte ziemlich unbehindert seinen Pfad gehen. es war eine Zeit des ungezügelten Eigenwillens. Es ist sehr gesegnet, die göttliche Eigenart dieses Neuaufbaues zu sehen. Er begann mit dem Wohlgeruch des Brandopfers. Die Belehrung, die uns in diesem Kapitel entgegentritt, gründet sich darauf, und das wird die zukünftige Welt kennzeichnen. Am Ende des Kapitels kehren wir zu geschichtlichen Begebenheiten zurück, aber hier sehen wir die Grundlagen, auf denen Gottes Welt besteht, nämlich - dass der Mensch aufgrund des Todes leben soll, dass er in der Würde dessen, dass er das Bild Gottes ist, bewahrt werden soll; und den Bund und das Zeichen des Bundes. Alles werden wir in der zukünftigen Welt wiederfinden, und es ergibt sich aus dem, was wir in dem letzten Kapitel sahen. Dann haben wir die Einsetzung von Herrschaft. Sie wird dem Menschen anvertraut, und das wird in der zukünftigen Welt völlig durchgeführt werden. Der Mensch wird den ihm gebührenden Platz in der Ausübung der Herrschaft haben, und alles wird diesen seinen Platz anerkennen. Ich denke nicht, dass „die Furcht und der Schrecken vor euch“ notwendig Leiden in sich begreift. Wir sehen darin vielmehr, welchen Platz der Mensch hat. Es wird der Tatsache gedacht, dass der Mensch im Bilde Gottes gemacht wurde, und das setzt seine Stellung gegenüber der Tierwelt fest und bildet auch den Grund, auf dem sich die Herrschaft aufbaut. Hier wird die Tierwelt den Menschen anstatt der gründen Kräuter zur Speise gegeben. Das zeigt einen völlig neuen Ausgangspunkt. Wir bemerkten in Kapitel 1, dass der Grundsatz des Lebens - der Samengrundsatz - des Menschen Speise kennzeichnen sollte. Nun haben wir eine gänzliche Veränderung: Der Mensch hat das Vorrecht, sich von dem zu nähren, was das Ergebnis des Todes ist. Es ist wunderbar, wie der Tod uns in den ersten Kapiteln dieses Buches dargestellt wird. Zuerst sehen wir ihn als das Gericht Gottes: „welches Tages du davon issest, wirst du gewisslich sterben“ (Kap. 2, 17). Dann tritt er uns als die Macht Satans in den Worten entgegen: „du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (Kap. 3, 15). Drittens ist er das Zeugnis des Zustandes und der Schwachheit des sündigen Menschen: „Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!“ (Kap. 3, 19). Was dann die Gnade anlangt, so haben wir den Tod als die Quelle der Kleidung, also der Gerechtigkeit für den Menschen (Kap. 3, 21). Zweitens naht dann Abel Gott aufgrund der Annahme Dessen, dessen Vortrefflichkeit durch den Tod offenbar wurde. Drittens trennt der Tod im Bilde die errettete Familie von der Welt unter Gericht, d.h. er ist die Trennung von der Welt. Viertens ward er in Noahs Brandopfer die Grundlage aller Beziehungen Gottes zum Menschen und der Erde. Das wird, wie wir gesehen haben, öffentlich in der zukünftigen Welt zum Ausdruck kommen. Gegenwärtig ist es in geistlicher Hinsicht wahr. Und nun kommen wir noch zu einem weiteren Gedanken, nämlich dass fünftens der Tod Speise für den Menschen sein soll. Der Mensch baut sich aus dem auf, wovon er sich nährt. Und Gottes Gedanke ist, eine Welt zu haben, worin jeder dadurch gebildet und auferbaut wird, dass er sich von dem nährt, was das Ergebnis des Todes ist. Das wird uns in Johannes 6 völlig entfaltet: jeder sollte sich vom Tode nähren. Am Anfang war noch keine Sünde da, aber nachdem sie gekommen war, konnte niemand gottgemäß auferbaut werden, es sei denn, er nähre sich von dem, was der Tod hervorbringt. Wenn eine Welt auf dem Grunde des Brandopfers errichtet werden soll, so müssen die, die diese Welt füllen, dadurch ernährt und gestaltet werden, dass sie sich von Christo als einem Gestorbenen nähren. Er hat im Tode den Willen Gottes und die Liebe Gottes zum Ausdruck gebracht - das war der einzige Platz, wo sie Speise für uns werden konnte. Das Licht hierüber würde das Volk Gottes davor bewahren, es als Grundsatz hinzustellen, dass man nur von Pflanzenkost leben dürfe. Dann sollten wir beachten, dass im Menschen das Bild Gottes bewahrt und geehrt werden soll. Es ist dies die Stellung und Würde des Menschen, die ihm zukommt. Die Herrschaft wahrt die Rechte Gottes und die Würde des Menschen, Seines Geschöpfes. Wir sollten dessen eingedenk sein. Es würde uns helfen, wenn wir ein tieferes Bewusstsein davon hätten. In der zukünftigen Welt wird nichts gestattet werden, was nicht damit im Einklange steht. Der Grund, weshalb eine Herrschaft eingesetzt wird und weshalb gesagt wird „Wer Menschenblut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden“ ist der, dass der Mensch im Bilde Gottes gemacht ist: „denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht“ (V. 6). Diese Grundsätze werden in der zukünftigen Welt durchgeführt werden. Dann wird sich jeder davon genährt haben, dass Christus im Tode war, und das Bild Gottes wird im Menschen bewahrt werden. Kein tödlicher Einfluss des Bösen wird zugelassen werden, den Menschen zu töten, der im Bilde Gottes ist. Wir verlieren sehr viel, wenn wir nicht sehen, dass dies im Blick auf die zukünftige Welt gesagt ist, im Blick auf die Ordnung, die kommt, nachdem die Gerichte vorüber sind. Wir haben Noah als Bild von Christo gesehen, der seine Familie durch die Zeit der Drangsal hindurch in die zukünftige Welt brachte. Und dieses Kapitel gibt uns ein Bild von den Verhältnissen, die in der zukünftigen Welt herrschen. Natürlich hat das alles eine geistliche Anwendung auf die Gegenwart, denn das Christentum lässt uns den Segenszustand der zukünftigen Welt im Geiste schon im Voraus genießen; wenn wir das nicht sehen, verstehen wir das Christentum nicht. Es ist auffallend, dass hier das Anrecht auf das Blut vorbehalten wird. In 1. Mose wird das Blut noch nicht in Verbindung mit den Opfern erwähnt, doch dadurch, dass es dem Menschen vorenthalten wird, wird für alle die kostbaren Belehrungen des 2. und 3. Buches Mose Raum geschafft. Dort redet Gott sehr viel von der Wirksamkeit des Blutes. Hier ist nur eine Andeutung gegeben. Gott sagt gleichsam: Es ist für mich. Alle in 1. Mose dargebrachten Opfer sind Brandopfer. Gott gibt dem Kain wohl einen Fingerzeig über das Sündopfer, aber es wird uns in 1. Mose nie berichtet, dass ein Sündopfer dargebracht worden wäre. Alle Opfer sind daselbst immer Brandopfer gewesen. Dann kommen wir zu etwas sehr Gesegnetem - dem Bund. Diesen haben wir zuerst in Verbindung mit Noah in Kapitel 6, wo Gott zu ihm sagt: „mit dir will ich meinen Bund errichten“ (V. 18). Christus Selbst ist der Bund, wie wir klar aus Jesaja 42, 6 und 49, 8 sehen. Das Brandopfer ist der Grund, auf dem Gott Seine Vorsätze der Liebe ausführen und einen Bund errichten kann. Wie wunderbar ist der Gedanke, dass Gott einen Bund eingeht! Der Bund redet von bestimmten und dauerhaften Beziehungen zwischen Gott und dem Menschen. Gott setzt dessen Bestimmungen und Forderungen fest und führt sie durch, und der Mensch kann in deren Segen eingehen. Den Begriff des Bundes finden wir die ganze Heilige Schrift hindurch. Was die tatsächlichen Vorkehrungen dieses besonderen Bundes anlangt, so gehen sie im Einzelnen nicht sehr weit: Sie besagen nur, dass die Welt nicht wieder durch eine Flut zerstört werden soll. Ein Bund ist etwas Festes, er kann nicht abgeändert werden - besonders, wenn Gott ihn macht: „selbst eines Menschen Bund, der bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas hinzu“ (Gal. 3, 15). Wenn du einen Bund machst, so hast du ihn auch zu halten, selbst wenn es sehr töricht war, ihn einzugehen. Und wir können sicher sein, dass, wenn Gott einen Bund macht, er etwas Sicheres und Dauerndes ist. Der Bund steht in vollkommenem Gegensatz zum Fluch. Gott verwirft, was Er verflucht. Wenn Er jedoch einen Bund eingeht, bindet Er Sich den Personen oder Dingen gegenüber, zu deren Gunsten Er ihn gemacht hat. In diesem Bunde band Er Sich der ganzen Schöpfung gegenüber. Und es ist lehrreich, Seine Beständigkeit zu sehen, von der die Worte „auf ewige Geschlechter“ und „des ewigen Bundes“ zeugen (V. 12 u. 16). In diesem Bunde stellt Gott keine Forderungen. Später, als das Gesetz der Bund war, haben wir solche, weil das ein Bund war, der zwischen zwei Parteien bestehen sollte, die nicht miteinander im Einklang standen. Das Gesetz „wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt“ und „durch Engel in der Hand eines Mittlers“ angeordnet (Gal. 3, 19). Die Segnung dieses Bundes hing von der Erfüllung des Gesetzes durch den Menschen ab. Da aber der Mensch ein Übertreter war, so konnte darin ein Übereinkommen nicht erzielt werden. Der neue Bund ist den Händen eines Mittlers übergeben, der nicht nur die Forderungen stellte, sondern auch den Menschen mit ihnen in Einklang zu bringen vermag, so dass beide Parteien einstimmig sind. Der Grundgedanke des neuen Bundes steht somit im Gegensatz zum Gesetz. Der Bogen in der Wolke war das Zeichen des Bundes Gottes. Die Wolken bedeuteten zur Zeit der Flut das Gericht, aber nun hat sich das Wesen der Wolke geändert. Wenn Gott eine Wolke über die Erde führt, so geschieht es, Segen über sie zu ergießen. Und dieser Gedanke wird mit dem Begriff des Bundes verbunden. Wenn Gott also einen Bund eingeht, so sichert Er uns Ergüsse des Segens. Woher würden wir Früh- und Spätregen bekommen, wenn es keine Wolken gäbe? Pfingsten war der Frühregen, und am Tage der Zukunft wird der Spätregen kommen, und Joel 2, 28 wird erfüllt werden. Der Prophet Joel redet vom Früh- und Spätregen in Kap. 2, 23. Der Spätregen kommt dann, wenn der Geist ausgegossen wird auf alles Fleisch, und Christus ist das Zeichen der Bundessegnung Gottes in Verbindung mit alledem - Er ist das gesegnete Zeichen der Treue Gottes. Der Regenbogen ist das in seine Bestandteile gebrochene weiße Licht. Er scheint alle die Einzelheiten der Vollkommenheit der Treue Gottes darzutun. In der zukünftigen Welt wird ein vollkommenes Zeugnis von der Güte und Treue Gottes in allen Seinen Wegen vorhanden sein; doch der Glaube wird seine Augen über das alles auf Christum richten, und in Ihm das wahre Zeichen des Bundes sehen. Jede Segnung wird das Herz dahin leiten, Seine Schönheit und Herrlichkeit mehr zu erkennen. Die Menschen werden sich in Ihm segnen (Ps. 72, 17). In Vers 14 wird der Bogen von den Menschen, und in Vers 16 von Gott gesehen. Gott hat immer Christum vor Sich. Mir scheint, dass in Apostelgeschichte 2 Petrus die Volksmenge auf den Bogen in den Wolken hinweist. Nie zuvor hatte ein solcher Erguss des Segens in dieser Welt stattgefunden. Petrus sagt gleichsam: Schaut auf Christum im Himmel, Gott hat Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht - Er ist im Himmel als das Zeichen und Unterpfand der ganzen Segnung und Treue Gottes. Psalm 110 zeigt uns auch den Bogen in der Wolke, Den, den Gott zu Seiner Rechten gesetzt hat, bis Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gemacht werden. Jede Bundesverheißung wird in königlicher Macht und priesterlicher Gnade zustande gebracht werden. Christus zur rechten Hand Gottes ist das Unterpfand der Treue Gottes, die jede Verheißung erfüllen wird. Christus ist der Bogen in der Wolke, und Gott hat Ihn immer vor Augen. Dort ist Er als ein Zeichen und Unterpfand des Bundes Gottes! Nachdem Petrus gesagt hatte, dass sie ihren Messias gekreuzigt, und sich damit von jeder, auch der geringsten Segnung abgeschnitten hatten, antworteten sie: „Was sollen wir tun, Brüder?“, und er konnte sie dann auf den Bogen in den Wolken hinweisen. Gottes Treue war nicht zusammengebrochen, und Christus, auferweckt im Himmel, war Gottes Zeichen, dass auf Seiner Seite gar nichts versagt hatte. Ihrerseits hatten sie alles verwirkt, und so sagt Petrus ihnen: „Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft ... und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg. 2, 38). Das war in der Tat ein Segenserguss. Sie sollten Joels Frühregen haben, noch ehe die übrigen des Volkes am Ende der Tage den Spätregen empfingen. Am Tage der Zukunft wird alle die Güte der Fürsorge Gottes in Verbindung mit Christo gesehen werden. Dann wird es keine Krankheit, keine Missernten geben, und alles wird im Überfluss vorhanden sein. Die Menschen werden infolge der fürsorgenden Güte Gottes im Überfluss leben und in alledem die Herrlichkeit Christi sehen. Jede Segnung wird ihnen Christum vor Augen stellen. Heute haben wir nicht dieselben äußeren Zeichen der Fürsorge Gottes, im Gegenteil. Unseren Bogen in den Wolken sehen wir in Römer 5 und 8. Wenn alles um uns her verkehrt ist, sehen wir den Bogen in den Wolken: Wir sehen die Liebe Gottes in Christo, und die Liebe Gottes ist in unser Herz ausgegossen. Das sehen wir in Trübsal und inmitten von Schwachheit und Sorge - in alledem können wir den Bogen in den Wolken vernehmen. Gott ist treu, und so blickt der Christ in Trauer und Trübsal nach oben und sieht das sichere Unterpfand der Treue Gottes in Christo. Ein Christ mag Sorgen und alles wider sich haben - sein Weib mag krank, seine Kinder mögen schwächlich sein, und sein Geschäft mag nicht gehen - und doch ist er im Bewusstsein der Liebe und Treue Gottes in Christo glücklich. Das ist die eigentliche, den gewöhnlichen Umständen entsprechende Segnung des Christen. Es gibt Wolken der Sorge, der Enttäuschung, schmerzlicher Verluste und der Prüfung. Doch wo die Wolke ist, ist auch der Bogen darin. das gesegnete Zeugnis der Treue Gottes ist in jeder Wolke. Das Sprichwort sagt: Jede Wolke hat ihren Silberrand; doch Bruder Stoney sagte oft: „Es gibt keinen Silberrand ohne eine Wolke“. Du könntest nie den Bogen ohne die Wolke haben. Gott bringt die Wolke: du magst Trübsal durchzumachen haben - und das sind die ordnungsgemäßen Umstände des Gläubigen - , doch wenn Gott eine Wolke bringt, eine Übung, eine Schwierigkeit, so halte Ausschau nach dem Bogen. Es gibt keine Sorge, Übung oder Schwierigkeit, durch die dir Gott nicht das Licht der Schönheit und Holdseligkeit Christi in einer Weise geben will, wie du es nie zuvor hattest. So kommst du zu einem besonderen Bewusstsein der Treue Gottes und dessen, dass dich nichts von der Liebe Christi, noch von der Liebe Gottes scheiden kann. Das ist der Bogen. Wir lernen nicht dadurch, wie gut Gott ist, dass wir auf Seine Fürsorge schauen, sondern dadurch, dass wir auf Christum schauen und Ihn als das Zeichen göttlicher Treue erkennen und die holdselige Liebe erfassen, die im Tode Christi geoffenbart wurde. Im Tausendjährigen Reiche wird alles, auch äußerlich, ein Zeugnis der Treue Gottes sein, die alle Segnung durch Christum und in Christo gebracht hat. Doch nun, da wir in den Bund gekommen sind, haben wir das sichere Zeichen jener Treue in Einem, in dem jede Verheißung Ja und Amen ist, noch ehe sich nach außen hin irgend etwas geändert hat. Gott hat Freude daran, an den Bund zu denken, und so der Mensch auch Freude daran findet, besteht eine glückselige Übereinstimmung zwischen ihm und Gott! Gott sagt gleichsam: Ich werde in euren Herzen wirken, dass ihr euch nicht mehr von mir zurückzieht, und ich werde mich nicht von euch zurückziehen (Jer. 32, 40). Bis zum 17. Verse wird ein Bild von der neuen Haushaltung entworfen. Danach kommt eine kleine Begebenheit, die eine der beachtenswertesten Verheißungen über die Geschichte der Welt enthält. Die ganze Geschichte des Menschen und der Wege Gottes in Gnade werden hier in wenigen Versen zusammengefasst. Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass Noah, als ihm die Herrschaft anvertraut worden war, sich selbst nicht beherrschte. Er pflanzte einen Weinberg und ward trunken und entehrte sich selbst. Dann entehrt ihn sein Sohn, und das zieht den Fluch nach sich. Wir finden dann eine Familie unter Fluch und eine andere unter Segnung. Dies wird uns erzählt, um die Herkunft des bösen Volkes zu zeigen, das Hunderte von Jahren danach durch Jona ausgerottet werden sollte. Das Buch der Offenbarung verfolgt alles bis zu seinem sittlichen Abschlusse. 1. Mose aber bis zu seinem sittlichen Ursprung. Deshalb ist es gut, beide Bücher zusammen zu lesen. Hier sehen wir, wie Ham seinen Vater entehrt und in seinen Nachkommen verflucht wird. Die Kinder Hams können nie das sein, was andere Völker dieser Welt sind: „ein Knecht der Knechte sei er“ (V. 25). Wenn wir die Geschichte der Völker bis zu ihren Anfängen zurückverfolgen und uns deren Vorfahren ansehen, so können wir aus ihrem Ursprung auf ihre Wesensart schließen. Ham bedeutet „schwarz“ und Sem „Ruf, Ruhm, Ansehen“. Gott verband Ansehen mit Sem. Japhet schaut jetzt auf Sem herab, aber das ist ein großer Fehler, denn Gott verbindet Ansehen mit Sem. Sein Vorsatz war, Christum in die Familie des Sem zu bringen. Japhet bedeutet „Ausbreitung“. Die Gnade Gottes hat sich ausgedehnt, insbesondere ist all die Fülle Seiner Gedanken in Verbindung mit den Nationen ans Licht gekommen. Dem Abraham wurde gesagt: „in deinem Namen werden gesegnet werden alle Nationen der Erde“ (1. Mose 22, 18), und Gott ist bemüht, Japhet zu überzeugen und zu überreden, ihn in die Zelte Sems zu bringen. Anderswo gibt es keine Segnung. Viele von uns sind überredet worden, in die Zelte Sems zu kommen. Alle Segnung ist mit Christo verbunden. Sem ist die angesehene Familie, in die Gott Christum gebracht hat. Er kam in die Zelte Sems, und auch du musst dorthin gehen, um gesegnet zu werden. Wie schön ist es, zu sehen, dass Gott, als das Evangelium zuerst verkündigt wurde, Seinen Wesenszug der Gnade dadurch bezeugte, dass Er einen aus jeder dieser drei Familien bekehrte - die äthiopischen Eunuchen aus Ham, Saulus von Tarsus aus Sem, den Hauptmann Kornelius aus Japhet. Gott brachte aus jeder Familie einen herein, um die Vollkommenheit und Unumschränktheit Seiner Gnade zu zeigen.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 15:57
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 07 / 08 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 7 und 8 Wir haben klar gesehen, wie alles Fleisch unter Gottes Gericht kam, das nicht nur angekündigt, sondern auch tatsächlich vollzogen wurde, so dass die damalige Welt unterging (2. Petr. 3, 6). Doch ein Mensch fand Gnade vor Gott. Es gab einen Gerechten, mit dem Gott einen Bund gemacht hatte, und die mit ihm verwandt waren, wurden bewahrt. Solche, die in der gegenwärtigen Zeit wirklich in der Arche sind, sind mit Christo durch die Gnade Gottes verwandt. Sie schätzen Ihn und sind in Gemeinschaft mit Ihm und dem Geiste, indem sie die Welt verurteilen, und in der Kraft der Errettung Gottes werden sie hindurchgeführt. Sodann ist, wie schon bemerkt, Noah und seine errettete Familie in der Arche ein Bild von Christo in Verbindung mit dem Überrest am Ende der Tage. Dieser wird erkennen, dass das Ende alles Fleisches vor Gott gekommen ist, um sich dieserhalb von allen Gedanken der Menschen abzuwenden und das Malzeichen des Tieres nicht anzunehmen sowie keinen Bund mit dem Antichristen einzugehen (Offb. 13). Im Namen des Herrn getauft, werden sie keinen anderen Namen anerkennen, und sie werden Ihn zu ihrem Heiligtum machen (Jes. 8, 14; Hes. 11, 16) und in völliger Absonderung von der Welt der Gottlosen stehen. Alles ringsumher wird Gericht sein, aber es wird, um in der Sprache des Vorbildes zu reden, eine Arche da sein, wo alles Göttliche bewahrt werden wird. Damit will ich nicht sagen, dass die Heiligen den Leiden oder gar dem Tode entrinnen werden, aber alle Wesenszüge des Glaubens und Zeugnisses werden in die neue Welt hinübergeführt werden. Dem Grundsatz nach ist das auch heute der Fall: Alle Hoffnungen und Verheißungen Israels werden in dem Glauben, der in der Versammlung ist, bewahrt, ja sogar die Segnung aller Familien der Erde (Apg. 3, 25; Eph. 3, 15). Jeder göttliche Bestandteil der zukünftigen Welt wird gegenwärtig bewahrt und in dem Glauben und den Zuneigungen und dem Zeugnis der Versammlung hindurchgeführt. Diese Seite der biblischen Bedeutung der Arche geht viel weiter, als das, was uns in der Errettung des Einzelnen entgegentritt. Alles, was von Gott und zum Wohlgefallen Gottes ist, muss bewahrt und hindurchgeführt werden, um seinen Platz in der zukünftigen Welt einzunehmen. Geradeso wie alles, worin natürliches Leben zu finden war, in der Arche bewahrt wurde, so wird auch alles, worin Frömmigkeit, Glaube und ein göttliches Zeugnis vorhanden ist, bewahrt und hindurchgeführt werden. Da haben wir etwas mehr als unsere persönliche Befreiung, nämlich dass alles, was Gott schätzt, am Leben erhalten und hindurchgeführt wird. Wir müssen die Tatsache beachten, dass Gott uns nicht einfach unserer persönlichen Segnung halber zu Christo gezogen hat und uns Christum schätzen lehrte - eine Segnung, die vollkommen gesichert ist -, sondern Gott hat uns mit Christo verbunden, damit wir mit Ihm in Seinem Zeugnis einsgemacht würden. Was mir vor Augen steht, ist, dass „alles Lebendige“, was Gott schätzt, in der Arche bewahrt wird. In Hebräer 11 haben wir eine wunderbare Zusammenstellung von Lebendigem. Mein Eindruck ist, dass jeder Zug der Frömmigkeit, des Glaubens und des göttlichen Zeugnisses, der in diesem Kapitel gesehen wird, und später im Überrest am Ende der Tage - alles das wird hindurchgeführt werden in die Ruhe und Segnung der zukünftigen Welt. Jeder lebendige Bestandteil des göttlichen Zeugnisses, das Gott in diese Welt in Verbindung mit dem Glauben Abels, Henochs, Noahs, Abrahams und all der übrigen brachte, wird nie verloren gehen. Es ist bewahrt und wird bewahrt und hindurchgeführt werden in die zukünftige Welt. Was dem Glauben Abels kostbar war, befindet sich heute noch in der Welt, in den Herzen und dem Zeugnis Tausender von Heiligen. Denken wir weiter an Henoch, der Gottes völligen Sieg über den Tod erfasste. Denken wir, dass diese Wahrheit durch einen Schauplatz des Todes in lebendigem Zeugnis hindurchgeführt wird! Alles, was von Gott in der Welt war, befindet sich unter der Deckung der Arche, und so wird auch heute alles Lebendige in der Arche für Gott bewahrt. Wir denken so oft, dass die Arche ein Mittel der Errettung für uns ist, aber in Wirklichkeit ist sie die Stätte, wo alles für Gott und eine andere Welt bewahrt wird. Die damalige Welt war unter Gericht, und Gott hatte eine andere Welt vor Sich. Alle Bestandteile, die jene Welt füllen werden, sind jetzt in der Versammlung vorhanden, und wenn die Versammlung nicht mehr hier ist, werden sie in dem Überrest am Ende der Tage bewahrt werden. Es ist eine Übung für uns, dass die verschiedenen Eigenschaften des Glaubens und alles, was Frömmigkeit und das göttliche Licht kennzeichnet und so zum Zeugnis Gottes gehört, am Leben erhalten werden. Es gibt solche in dieser Welt, von denen Christus etwas sehr Wunderbares sagen kann: „Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17, 16 u. 14). Sie sind Seine Familie, sie werden nicht nur vor der unter dem Gericht stehenden Welt bewahrt, sondern auch vor allem, was sie ausmacht und ihr eigen ist, und das bedeutet Errettung, was unseren Pfad anbelangt. Es sollte für einen jeden von uns eine wirkliche Übung sein, ob wir unserem Wandel nach in der Arche sind, und ob diese Eigenschaften des Glaubens, die Gott als Sein Zeugnis liebt und bewahrt, in unseren Seelen lebendig sind. In Offenbarung 6 lesen wir von solchen, die „um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen“ geschlachtet worden waren (V. 9). Weshalb werden sie geschlachtet werden? Weil sie das, was von Gott ist, bewahren oder festhalten wollen. Die Heiligen werden dem Leiden nicht entgehen, aber das Zeugnis wird hindurchgeführt werden. In der Offenbarung gibt es verschiedene Scharen Heiliger, die das lieben, was von Gott ist: Eine versiegelte Schar Knechte Gottes sehen wir in Kapitel 7. Und eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, die gelernt hatte, Gott und dem Lamme die Errettung zuzuschreiben. Alsdann finden wir Anbeter und Zeugen in Kapitel 11. Weiter in Kapitel 12 den Überrest des Samens des Weibes, der die Gebote Gottes hält und das Zeugnis Jesu hat. In Kapitel 14 sehen wir dann 144.000, die den Namen des Lammes und Seines Vaters an ihren Stirnen haben. Und in Kapitel 15 haben wir die, die den Sieg über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens errungen haben. Alles das gibt uns einen Begriff davon, wie alles hindurchgeführt wird. Auch in den Psalmen können wir lesen und sehen, wie die kostbaren Eigenschaften des Glaubens und des Zeugnisses in dem Überrest zum Vorschein kommen. Gegenwärtig wird alles in dem Glauben und Zeugnis der Heiligen der Versammlung behauptet und hindurchgeführt. Was zu allen Zeiten die kennzeichnet, die sich in göttlicher Sicherheit und im Zeugnis befinden, ist Gehorsam (siehe 1. Mose 6, 22). Wenn Gott es in die Hand nimmt, gegen das Böse vorzugehen, tut Er es erfolgreich. Nichts wird da entrinnen. Am Ende von Kapitel 7 blieb Noah allein übrig und was mit ihm in der Arche war. Alles andere war im Gericht hinweggerafft worden. Wir sollten es als ein großes Vorrecht ansehen, gegenwärtig von der Welt, die unter Gericht steht, befreit zu sein. Wir sollten nicht wie Lot aus Sodom aus ihr herausgerissen werden. Wenn wir zu Kapitel 8 kommen, sehen wir, was Gott vor Sich hatte. Die Welt der Lust und Gesetzlosigkeit war ganz und gar umgekommen, sie war im Gericht hinweggetan worden, und nun bietet sich unseren Blicken die neue Welt dar, die Welt, die mit dem gefüllt werden sollte, was Gott in der Arche bewahrt hatte. Die ersten Worte des Kapitels sind sehr rührend: „Und Gott gedachte des Noah.“ Sein Bund war mit ihm. Wie hätte auch Gott Christum vergessen können? Er war der Mann des Wohlgefallens Gottes, der Gnade bei Ihm gefunden hatte, Der, mit dem Sein Bund ist. Die Welt hat Christum vergessen, sie hat keinen Begriff davon, dass Christus und Seine Familie kommen und die Erde füllen werden. Doch Gott gedenkt an Christum, und Er wird die Erde mit Christo und Dessen Familie füllen. Die Welt wünscht nicht, dass Christus kommt, sie begehrt hienieden alles in einem Zustande zu genießen, der unter dem Gericht ist. Es ist sehr lehrreich, dass die Arche lange Zeit ruhte, ehe die Wasser verschwanden. Darin sehen wir, dass die errettete Familie lange Zeit, bevor die Wasser des Gerichts verschwunden sind, auf heiligem Grunde ruhen wird. Ararat bedeutet „Heiliger Boden“. Darin sehe ich einen Hinweis auf den neuen und heiligen Boden, mit dem wir in der Auferstehung Christi in Berührung kommen. Die errettete Familie - gegenwärtig die Kirche, in der Zukunft der Überrest - ist dahin gekommen, auf heiligem Boden zu ruhen, lange bevor die Unordnung und das Gericht dieser Welt vorüber ist. Sie gelangen auf eine geistliche Weise in ihren Seelen dahin. Die Heiligen der Versammlung sind auf einem heiligen Boden zur Ruhe gekommen, der sich ihnen durch die Auferstehung Christi erschlossen hat. Und ich denke auch, dass der Überrest den Glauben an einen auferstandenen Christus haben wird. Das wird ihr Ruheort sein, es wird heiliger Boden für sie sein inmitten der Drangsal und des Schauplatzes des Gerichts. Das nächste ist, dass die Spitzen der Berge gesehen werden. Daraus erkennen wir, dass bevor der Zustand des Segens im Reiche gesichert wird, noch ehe der Schauplatz frei für das Reich ist, der Glaube in Christo den Mittelpunkt jeder Größe, Erhabenheit und Oberhoheit sieht. In Offenbarung 14 sehen wir die 144.000 mit dem Lamme auf dem Berge Zion stehen. Sie erfassen Ihn in Seiner königlichen Herrlichkeit und stehen dort mit Ihm, ehe das Reich aufgerichtet ist. Sie stehen dort bei Ihm im Glauben an Seine Herrlichkeit, Größe und Macht. Wir dagegen sehen Christum jetzt in Seiner Größe und Herrlichkeit als das Haupt jedes Fürstentums und jeder Gewalt (Kol. 2, 10). In der Schrift sind die Berge Sinnbilder großer Mächte. Wir sehen schon jetzt die Gipfel der Berge, die herrliche Erhabenheit Christi, lange bevor die Wasser sinken. Jeder wird das schließlich sehen, aber die errettete Familie kann das jetzt schon sehen. In 1. Petrus 3, 22 heißt es: „welcher, in den Himmel gegangen, zur Rechten Gottes ist, indem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind“. Die ganze erhabene Größe Christi tritt uns da entgegen. Gegenwärtig sehen wir Ihm noch nicht alles unterworfen - die Wasser sind noch auf der Erde. Doch diese wunderbaren Bergspitzen sind erschienen. Wir sehen die Herrlichkeit und Größe Christi, wir sehen Ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt (Hebr. 2, 9) und wissen, dass Ihm alles unterworfen sein wird. Das ist für den Glauben schon jetzt eine Tatsache. Viele Psalmen sehen das Reich als eine vollendete Tatsache an, noch ehe alles dafür bereit ist. Das gleicht dem, dass die Spitzen der Berge schon vorher sichtbar waren (V. 5). Dann, nach 40 Tagen, öffnete Noah das Fenster (V. 6). Er beginnt die Zeichen der Zeit zu beobachten. Das ist es, was der Überrest tun wird, und es ist richtig für ihn, also zu tun. Unser Zeichen ist der Morgenstern (Offb. 22, 16) in unserem Herzen. Wir wissen, was sich zutragen wird, weil der „Morgenstern“ in unserem Herzen aufgegangen ist (2. Pet. 1, 19). Er wird uns bald aus dieser Welt zu Sich Selbst rufen. Für den Überrest aber werden Zeichen der Zeit sein, und Noah beobachtet diese Zeichen. Er sendet zuerst einen unreinen Vogel aus. 3. Mose 11 sagt uns, dass jeder Rabe unrein ist. Er trägt ein schwarzes Zeichen, das wider ihn spricht, da er seinen ruhelosen Lauf, trotzdem sich die Wasser noch nicht verlaufen hatten, verfolgen kann. Er gleicht dem unbekehrten Menschen, der sich in Umständen, die noch nicht gottgemäß geordnet sind, ganz heimisch fühlen kann. So wird auch der Überrest durch den Raben lernen, dass die Welt immer noch eine Stätte ist, womit sich der Unreine abfinden kann. Noah sandte außerdem eine Taube aus. Wir können alle sehen, dass die Taube ein passendes Bild derer ist, die den Heiligen Geist empfangen haben, also der Göttlichen. Noah sagte damit gleichsam: Ich will doch sehen, ob es schon etwas in der Welt gibt, wo die, die den Geist Christi haben, ruhen können. Die Taube aber fand keinen Ruheort für ihre Füße und musste zu ihrem eigenen Kreise zurückkehren. Dann wartet Noah sieben andere Tage und sandte sie aus, und sie kehrte mit einem Olivenblatt in ihrem Schnabel zurück. Welch ein wunderbares Zeichen der Zeit war das! Man kann sich vorstellen, wie eifrig die Heiligen am Tage der Zukunft die Zeichen ihrer nahen Erlösung beobachten werden. Ich denke, das lässt uns nicht in Ungewissheit darüber, dass Israel noch einmal in seinen eigenen Ölbaum eingepfropft wird. Römer 11 lehrt uns, dass Israel ausgebrochen und die Nationen eingepfropft worden sind, aber am Ende wird Israel wieder eingepfropft werden, und „es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden“ (V. 26). Israel wird noch einmal ein offenbarer Gegenstand des Erbarmens werden. Das wird das große Zeichen der Zeit sein, das gesegnete Zeugnis davon, dass die Erde wieder aus den schrecklichen Wassern des Gerichts erstehen wird! Bald danach werden Zustände vorhanden sein, die im Einklange damit stehen, denn nach sieben anderen Tagen findet die Taube solche, in denen sie ruhen kann und der Arche nicht mehr bedarf. Der Erretter aus Zion ist dann gekommen und hat die Gottlosigkeit von Jakob abgewendet, Israel ist eingepfropft und Gottes neuer Bund errichtet. Dann werden Zustände vorhanden sein, in denen Gläubige, die den Geist Christi haben, ruhen können. Jehova wird Israel sammeln und ihnen die Herzen der Nationen zuwenden, und damit sind wir gleichsam zum Rande oder Saum tausendjähriger Segnung gekommen: Die Decke kann von der Arche genommen werden, und die errettete Familie herauskommen. Welch eine Wandlung wird das für diese arme Welt bedeuten! Dann wird sehr bald die letzte Spur von Unordnung und Gericht verschwinden und - die Erde ist trocken (V. 14). Dann, nachdem sie herausgekommen sind, redet Gott zu allen Lebendigen, die in der Arche gewesen waren und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde“ (Kap. 9, 1). Die neue Erde sollte also mit dem gefüllt werden, was aus der Arche kam. Diese Welt wird eine wunderbare Welt sein, wenn sie mit dem gefüllt wird, was in einem geistlichen Sinne aus der Arche kommt. „Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste“ (Röm. 14, 17), alle diese Wesenszüge werden in der erretteten Familie gefunden, und werden dann die Erde füllen. Alles das wird ein Zeugnis der Größe der Errettung Gottes werden. Nun wird von dem Altar geredet, und zwar wird er hier zum ersten Male im Laufe der Geschichte dieser Welt in der Heiligen Schrift erwähnt. Wie hätte auch ein Altar auf verfluchtem Boden errichtet werden können? Der Altar erforderte einen reinen Ort. Nun die Welt im Gericht hinweggetan war, war ein solcher vorhanden. Dadurch, dass Noah einen Altar baute, beanspruchte er die Erde für Gott und stellte sie gleichsam auf den Boden des Brandopfers. Genau das wird Christus am Tage der Zukunft tun. Er wird die Erde für Gott beanspruchen. Der Fluch ist gänzlich hinweggenommen, denn der Mensch, der Gott ein Herzeleid war, ist im Gericht beseitigt, und „Jehova roch den Geruch (oder Duft) der Ruhe“. Da haben wir den lieblichen Geruch eines anderen Menschen, eines Menschen, der Gott verherrlicht hat, und der Mensch ist nun zum Wohlgefallen Gottes. Das ist nicht etwa der Mensch im Fleische, der verbessert worden ist, denn von diesem sagt Gott hier: „das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an“ (V. 21). Es wird also im Tausendjährigen Reiche nicht verbessert werden. Manche trachten danach, das Tausendjährige Reich dadurch herbeizuführen, dass sie den Menschen zu bessern suchen. Aber dadurch wird es nicht zustande kommen, sondern durch einen ganz und gar anderen Menschen, und Dessen lieblicher Geruch oder Duft wird das Herz Gottes mit Ruhe erfüllen und jedes menschliche Herz mit Seiner Holdseligkeit beschäftigen. Dann wird der Fluch hinweggetan sein, und all seine Folgen sind beseitigt. Die ganze Erde wird unter den Wohlgeruch des Opfers Christi kommen. Es ist wunderbar, ein derartiges Bild zu sehen. Es gibt nichts Wunderbareres als diese Bilder in den ersten Kapiteln des ersten Buches Mose. Was Gott vor Sich hatte, wird immer und immer wieder wiederholt. Kapitel 1 zeigt, wie Gott den Sabbat der Ruhe für Sich Selbst herbeiführt, Kapitel 8, wie Er einen lieblichen Geruch der Ruhe dort haben wird, wo der Fluch gewesen ist. Wo Kummer, Unehre und Schande gewesen sind, da wird Er die Erde mit dem Wohlgeruch Christi erfüllen. Es ist ein großes Vorrecht der Heiligen der gegenwärtigen Zeit, den Duft des Brandopfers die ganze Nacht hindurch bis an den Morgen aufsteigen zu lassen, wo es auf der Erde allen offenbar sein wird. Das Brandopfer sollte die ganze Nacht brennen. Das Amt des Priesters war es, darauf zu sehen, dass dies geschah (3. Mose 6, 2). In diesem Kapitel haben wir im Bilde den Morgen, aber inzwischen steigt der Wohlgeruch Christi in den Herzen der Heiligen die ganze Nacht hindurch zu Gott auf und erfüllt Sein Herz mit einem Geruch der Ruhe. Wir finden in Epheser 5, dass das Brandopfer in den Heiligen fortgesetzt werden soll, denn dort heißt es in Vers 2: „wandelt in der Liebe, gleichwie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat, als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch“. Jeder Schritt, den ein Heiliger in Liebe tut, ist eine Fortsetzung des Brandopfers. Was wird es erst sein, wenn der Wohlgeruch des Brandopfers die Welt erfüllt, und die Liebe Christi die Triebfeder von allem ist! Wir können verstehen, wie der liebliche Geruch Christi im Lobe der Heiligen vor Gott gebracht werden kann. Aber er sollte Ihm auch in ihrem Wandel dargebracht werden. Wir können zusammenkommen und Gott preisen, und Ihm so den Wohlgeruch Christi darbringen; doch unser Lob und unser Wandel sollten übereinstimmen. Wenn das Lob eines Menschen voll des Wohlgeruchs Christi ist, sollte es sein Wandel auch sein. Dieserhalb bekommt der Priester, der das Brandopfer darbringt, auch die Haut des Farren. Wenn ich in meinem Lobe Gott wirklich Christum darbringe, so ist dies das Brandopfer. Und der Mann, der das Brandopfer darbringt, bekommt einen Rock zu tragen, der die Schönheit Christi zeigt, der Wandel eines solchen offenbart die sittliche Schönheit Christi. Welch eine wunderbare Zeit wird es sein, wenn die Schönheit Christi auf allem sein wird! Psalm 90, 17 redet davon, daselbst heißt es: „und die Schönheit Jehovas, unseres Gottes, sei über uns“. Ferner in Jeremia 23, 6: „Dies wird sein Name sein, mit dem man Ihn nennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit“. Und in Jeremia 33, 16: „Und dies wird der Name sein, mit dem man es benennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit“. Die Heiligen werden also sittlich das sein, was Er ist, und so wird die Schönheit Christi auf allem sein, sogar auf den Schellen der Rosse (Sach. 14, 20). Im Tausendjährigen Reiche wird jeder irgendeine Spur der Schönheit Christi tragen, auf der das Auge Gottes ruhen kann. Der Wohlgeruch des Brandopfers wird über alles ausgebreitet sein. Man wird Gott nicht nur in der ganzen Welt für Christum preisen (Ps. 72, 17), sondern Seine Schönheit wird auf allen gesehen werden und Seine Herrlichkeit wird die Erde füllen. Das ist die zukünftige Welt, ein Schauplatz, wo alles auf den Tod Christi gegründet, und alles vom Wohlgeruch Seines Opfers durchdrungen ist. Dann wird kein Fluch mehr sein, sondern Gottes Wohlgefallen wird auf ihr ruhen können; der Bund wird bestehen und eine bleibende Ordnung. Es soll forthin nicht aufhören: „Saat und Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und Tag und Nacht“ (V. 22). Dies ist ein Bild davon, wie, nachdem das Gericht vorüber, die Verhältnisse der zukünftigen Welt herbeigeführt werden. Wenn all das Ungemach vorbei, wird die Herrlichkeit und Holdseligkeit Christi kommen und die Erde füllen.
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    01.04.2020, 15:39
    HPWepf hat das Thema Lichtöffnung tsohar im Forum Biblische Lehre erstellt.
    Lichtöffnung tsohar 24 VK AT Mittag 18 VK; heller Mittag 2 VK; Lichtöffnung 1 VK (Arche Noah); Mittagsruhe 1 VK; Mittagszeit 1 VK; mittags 1 VK 1. Mose 43,16: 16 Und als Joseph Benjamin bei ihnen sah, sprach er zu dem, der über sein Haus war: Führe die Männer ins Haus und schlachte Schlachtvieh und richte zu; denn die Männer sollen mit mir zu Mittag essen. 1. Mose 43,25: 25 Und sie bereiteten das Geschenk zu, bis Joseph am Mittag kam; denn sie hatten gehört, dass sie dort essen sollten. 5. Mose 28,29: 29 und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst kein Gelingen haben auf deinen Wegen; und du wirst nur bedrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird retten. 1. Könige 18,26: 26 Und sie nahmen den Stier, den man ihnen gegeben hatte, und richteten ihn zu; und sie riefen vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an und sprachen: Baal, antworte uns! Aber da war keine Stimme und keine Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte. 1. Könige 18,27: 27 Und es geschah am Mittag, da verspottete sie Elia und sprach: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ja ein Gott, denn er ist in Gedanken, oder er ist beiseite gegangen, oder er ist auf der Reise; vielleicht schläft er und wird aufwachen! 1. Könige 18,29: 29 Und es geschah, als der Mittag vorüber war, da weissagten sie bis zur Zeit, da man das Speisopfer opfert; aber da war keine Stimme und keine Antwort und kein Aufmerken. 1. Könige 20,16: 16 Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und berauschte sich in den Zelten, er und die Könige, die 32 Könige, die ihm halfen. 2. Könige 4,20: 20 Und er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter; und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, und er starb. Hiob 5,14: 14 Am Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tappen sie umher wie bei Nacht. Hiob 11,17: 17 und heller als der Mittag wird dein Leben erstehen; mag es finster sein – wie der Morgen wird es werden. Psalmen 37,6: 6 Und er wird deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag. Psalmen 91,6: 6 vor der Pest, die im Finstern umgeht, vor der Seuche, die am Mittag verwüstet. Hohelied 1,7: 7 Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo weidest du, wo lässt du lagern am Mittag? Denn warum sollte ich wie eine Verschleierte sein bei den Herden deiner Genossen? Jesaja 58,10: 10 und deine Speise dem Hungrigen darreichst und die niedergedrückte Seele sättigst, dann wird dein Licht aufgehen in der Finsternis, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. Jesaja 59,10: 10 Wie Blinde tappen wir an der Wand herum, und wir tappen herum wie solche, die keine Augen haben; wir straucheln am Mittag wie in der Dämmerung. Wir sind unter Gesunden den Toten gleich. Jeremia 6,4: 4 „Heiligt einen Krieg gegen sie! Macht euch auf und lasst uns am Mittag hinaufziehen! – Wehe uns! Denn der Tag hat sich geneigt, denn die Abendschatten strecken sich! Jeremia 15,8: 8 Ihre Witwen werden mir zahlreicher sein als der Sand der Meere; ich bringe ihnen über die Mütter der Jünglinge einen Verwüster am hellen Mittag, lasse plötzlich Angst und Schrecken auf sie fallen. Amos 8,9: 9 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der Herr, HERR, da werde ich die Sonne untergehen lassen am Mittag und Finsternis über die Erde bringen am lichten Tag. Jesaja 16,3: 3 Schaffe Rat, triff eine Entscheidung; mache deinen Schatten der Nacht gleich am hellen Mittag, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling offenbare nicht! Zefanja 2,4: 4 Denn Gaza wird verlassen und Askalon eine Wüste sein, Asdod – am hellen Mittag wird man es vertreiben, und Ekron wird entwurzelt werden. 1. Mo 6,16: Eine Lichtöffnung sollst du der Arche machen, und bis zu einer Elle sollst du sie fertigen von oben her; und die Tür der Arche sollst du in ihre Seite setzen; mit einem unteren, zweiten und dritten <Stockwerk> sollst du sie machen. 2. Samuel 4,5: 5 Und die Söhne Rimmons, des Beerotiters, Rekab und Baana, gingen hin und kamen bei der Hitze des Tages in das Haus Isboseths, während er seine Mittagsruhe hielt. Jeremia 20,16: 16 Und jener Mann werde den Städten gleich, die der HERR umgekehrt hat, ohne es sich gereuen zu lassen; und er höre ein Geschrei am Morgen und Kriegsgeschrei zur Mittagszeit: Psalmen 55,18: 18 Abends und morgens und mittags muss ich klagen und stöhnen, und er hört meine Stimme.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 14:08
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 06 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 6 Kapitel 6 soll uns zeigen, dass, bevor die Ruhe eingeführt werden kann, all das Böse, das im Herzen des Menschen und in der Welt des Menschen ist, unter Gericht kommen muss. Der ganze Schauplatz muss von jeder Gesetzlosigkeit, sei es Gewalttat oder Verderbtheit, gereinigt werden. Kapitel 6 redet davon, dass ein Zustand eintrat, der das Gericht notwendig machte, ein Zustand, den der Abfall hervorbrachte. Gegenwärtig haben wir einen etwas ähnlichen Zustand, aber seiner vollen Höhe nach wird er erst am Tage der Zukunft zur Entfaltung kommen. In diesem Kapitel finden wir einen Zustand des Bösen, der die Frucht des Abfalls ist. Die Söhne Gottes verließen ihren ersten Zustand, und die Folge ihres unheiligen Verkehrs mit den Töchtern der Menschen war, dass Menschen mit außerordentlichen Fähigkeiten ins Dasein kamen. Die Menschen verbanden sich mit geistlichen Mächten, die größer als sie selbst waren, mit Mächten, die, wie uns der Judasbrief sagt, ihren ersten Zustand nicht bewahrt hatten (Jud. 6). Die Folge waren schreckliche Verhältnisse. Alles das ist sehr ernst, und es ist wichtig, die Bedeutung von alledem zu erkennen. Was sich vor der Flut zutrug, war ein Vorschatten des Ausbruchs der geistlichen Bosheit, die den Abfall der letzten Tage kennzeichnen wird. Die Menschen werden in den Tagen des Abfalls eine unnatürliche Größe haben. Die beiden Tiere werden in der Tat Männer von Ruhm und Helden in den Augen der Menschen sein. Doch ich glaube, der Ursprung ihres sittlichen Seins wird außerhalb des Menschen liegen. Böse Geister, die in den himmlischen Örtern gewesen sind - gefallene Engel -, werden ihnen erstaunliche Kräfte verleihen. Es ist schrecklich, an eine solche Verbindung zweier verschiedener Ordnungen gefallener Wesen zu denken, daran zu denken, dass eine dem Menschen überlegene Ordnung sich im Abfall mit dem Menschen vereinigt und diesem Kräfte verleiht, die er von Natur nie haben würde. Wir wissen, dass sogar jetzt eine geistliche Macht der Bosheit in den himmlischen Örtern ist, böse Geister, wirkliche Wesen, die die Urheber der wider Gott und Christum gerichteten Einflüsse sind, und wider die die Heiligen berufen sind, einen heiligen Kampf zu führen (Eph. 6, 12). Doch am Tage der Zukunft werden sich die Menschen unter übernatürlichen Einflüssen in einer Weise wider Gott erheben, dass der bloße Gedanke daran geeignet ist, uns mit Schrecken zu erfüllen. Und ich denke, dass wir die Anfänge davon schon jetzt wahrnehmen können. Die Menschen reden schon vom Übermenschen, und sie kommen mehr und mehr unter die Gewalt übernatürlicher Wesen. Heutzutage besteht ein ausgedehnter Verkehrt mit der unsichtbaren Welt. Abergläubische Religionen kommen vom Osten, wie Theosophie, Spiritismus usw., und die Folge wird sein, dass auf Erden Menschen aufstehen, die „Männer von Ruhm“ sind, von Satan angetrieben. Sie werden in den Augen der Menschen Helden sein, und die große Masse wird sich der Heldenverehrung hingeben. Es wird ein Zustand herrschen, der Gottes Eingreifen im Gericht notwendig macht. Gott kann nicht zugeben, dass er länger währt, ebensowenig wie Er dulden konnte, dass dieser Zustand vor der Flut andauerte. Der Gegensatz, den die Worte, „mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten“ andeuten, ist sehr auffallend (V. 3). Wenn gefallene Geisteswesen den Menschen verderbten, so rechtete Gottes guter Geist mit dem Menschen. In sittlicher Hinsicht haben wir heute dasselbe: Da der Mensch verderbt ist, rechtet der Geist Gottes mit ihm, und dem Menschen wird eine Frist gesetzt. Die Frage ist: Welchem Einfluss erlauben wir, auf uns zu wirken? In sittlicher Hinsicht wird in jener dunklen zukünftigen Nacht des Abfalls und Wehs dieselbe Art Einflüsse auf die Menschen wirken, wie sie jetzt wirksam ist. Jetzt aber, Gott sei Dank, noch nicht in demselben Umfange, und außerdem rechtet heute noch der Geist. Es wird uns gesagt, die Geister zu prüfen (1. Joh. 4, 1). Jeder Geist, der etwas aus dem Menschen im Fleische macht, ist ein böser Geist. In der Welt sind die Geister willkommen, die die Erhöhung und Verbesserung des Menschen im Fleische anstreben. Solche Geister finden bei den Menschen Anklang. BBP] Wenn du sagst, dass der Mensch im Fleische äußerst verderbt ist und nicht verbessert werden kann, und dass er dem Gericht verfallen ist, so werden dir die Leute sagen, dass sie so etwas noch nie gehört hätten. Aber gerade das macht einen Teil des Rechtens des Geistes aus, davon zeugt der Heilige Geist. Bis zu diesem Kapitel war die Bosheit des Menschen noch nicht völlig zutage getreten. In den vorhergehenden Kapiteln haben wir des Menschen Sünde gegen Gott und seine Sünde gegen seinen Nächsten gesehen. Doch hier finden wir, dass „alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag“ (V. 5) sind. Nie kommt ein rechter Gedanke in seinem Innern auf, es ist nichts Gutes in ihm. Der Mensch ist Gott den ganzen Tag ein Kummer; „es reute Jehova, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein“ (V. 6). Der Mensch, der nie einen rechten Gedanken hatte, muss hinweg. Das war eine sittliche Notwendigkeit, denn er bereitete Gott nur Kummer. Wie könnte ein Mensch, der Gott ein beständiges Herzeleid ist, Bestand haben? Er muss hinweg. Aber beinahe in demselben Atemzuge, wo Gott sagte: „Ich will den Menschen ... vertilgen“ (V. 7), heißt es: „Noah aber fand Gnade in den Augen Jehovas“ (V. 8). Da sehen wir einen anderen Menschen, nämlich Christum. Derselbe Abschnitt, der von Gottes Kummer über den Menschen redet, bezeugt uns auch die Gunst, die auf ihm ruht. Doch darin haben wir in Wahrheit einen Ausblick auf Den, von dem es in Luk. 2, 40 heißt: „Gottes Gnade war auf ihm“. Vers 7 ist außerordentlich schmerzlich. Zuvor hatte Gott herniedergeschaut und gesehen, dass Seine Werke sehr gut waren. Aber nun musste Er herniederschauen, und es reute Ihn, dass Er sie gemacht hatte. Das ist es, was Christum notwendig machte: Er musste kommen. Wenn der Mensch ein solches hoffnungsloses Wrack ist, dass er nie einen rechten Gedanken hat und Gott nur ein Kummer ist, so muss ein anderer Mensch kommen. Noah ist der Mensch, der Gunst findet - ein Bild von Christo. Es ist gesegnet zu sehen, dass Gott das einführt, woran Er Wohlgefallen finden kann, so dass wir nun nicht mehr uneingeschränkt sagen können, dass der Mensch ein Fehlschlag ist. Der Mensch im Fleische ist ein Fehlschlag; doch es ist ein Mensch nach einer anderen Ordnung gekommen, und bei Seinem Kommen in die Welt sagten die Engel: „Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen“ (Luk. 2, 14). Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen. Er wandelte mit Gott (V. 9). Und wir finden, dass er der Anfang eines neuen Geschlechts war: Er hatte ein Haus und zeugte Söhne. Christus ist das Haupt eines neuen Geschlechts nach Seiner eigenen Ordnung, und Er wird auch ein Geschlecht haben, nachdem die Kirche hinweggenommen ist. Der einzige Weg, dem Gericht zu entrinnen, ist, mit Ihm verwandt zu sein. Es gibt keinen anderen Weg. Das sollten wir uns sehr zu Herzen nehmen. Die Arche wurde nur für Noahs Haus bereitet. Es heißt: „Durch Glauben bereitete Noah ... eine Arche zur Rettung seines Hauses“ (Heb. 11, 7). Der Gerechte war ein Prediger der Gerechtigkeit, aber niemand hörte ihn, nur sein eigenes Haus. Die auf Christum hören, werden Seine Söhne, wenn man dieses Vorbild so anwenden will, d.h. sie sind in sittlicher Hinsicht mit Ihm verwandt. Es ist etwas Ungeheures, mit Christo verwandt zu sein. Noah war ein Prediger der Gerechtigkeit, doch in 1. Petr. 3, 20 - einer Schriftstelle, die vielen rätselhaft ist - wird uns gesagt, dass Christus es war, der predigte. Der Geist Christi predigte durch Noah, „den Geistern, die im Gefängnis sind, welche einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde“. Damals also geschah das Predigen. Sie wurden dem Menschen im Fleische nach gerichtet, weil sie das Zeugnis der Gerechtigkeit verwarfen. Die Menschen nehmen entweder Gottes Zeugnis an und schätzen Christum, oder sie verwerfen es. Jeder, der Christum schätzt und seine Freude an Ihm findet, ist mit Ihm verwandt, und solche sind es, die in die Arche gehen. Sie bilden in Wahrheit Sein Haus. Wenn du siehst und glaubst, dass das Gericht Gottes auf jedem Menschen nach dem Fleische ruht, dass aber Seine Gunst auf Christum ruht, und du glaubst an Ihn, das von Gott ausersehene Haupt, das durch Seinen eigenen Tod den Menschen Gerechtigkeit und Errettung gebracht hat, so bist du mit Ihm verwandt. In diesem Vorbilde kommen wir nun zur Wahrheit der Errettung. Darin, dass Gott Adam und Eva mit Fellen kleidete, sahen wir im Bilde die Rechtfertigung. Die Annahme lernten wir kennen, als Abel die Erstlinge der Herde und von ihrem Fett darbrachte. Bei Henoch sehen wir einen Vorschatten vom Ewigen Leben, und nun in Verbindung mit Noah die Wahrheit der Errettung. Er bereitete eine Arche zur Rettung seines Hauses. Die Errettung begreift völlige Befreiung und Bewahrung von allem Bösen dieser Welt in sich. Wenn wir lediglich daran denken, in den Himmel zu gehen, so brauchen wir dort keine Errettung, und einer, der gerechtfertigt und angenommen ist, kann geradewegs in den Himmel gehen. Aber um hienieden zu sein, wo so viel Böses ist, haben wir die Errettung sehr nötig. Noah wollte sein Haus für eine andere Welt haben, und nicht für diehttps://www.bbkr.ch/forum/showthread.php?t=9754&p=60422#post60422 Welt, wie sie damals war. Gerade das ist es, wozu Christus Sein Haus haben will. Die Errettung, die völlige Befreiung von dieser Welt, geschieht also, damit wir in Herz und Sinn, Wandel und Wegen völlig von der Welt der Gesetzlosigkeit getrennt stehen und Gott leben. Wir müssen sehen, dass die Welt unter Gericht ist. Wir sehen dies wie Noah, noch ehe das Gericht tatsächlich kam. Christus, der wahre Noah, hat gesagt: „Jetzt ist das Gericht dieser Welt“ (Joh. 12, 31), und der Geist ist gekommen, die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht zu überführen (Joh. 16, 8). Christus hat die Welt verurteilt (Heb. 11, 7). Habe ich das auch getan? Wenn ich dem folge und das tue, was von der Welt ist, billige ich sie und verurteile sie nicht. Wenn ich sie liebe, verurteile ich sie nicht und befinde mich meinem Wandel nach nicht in der Arche. Wenn wir den Pfad Christi und des Geistes gehen, lernen wir die Errettung in unserem Wandel kennen. Sind wir endgültig aus der Welt hinausgegangen? Das ist es, was die Taufe bedeutet. Viele denken, dass die Errettung sie aufgrund des Werkes des Heilandes für den Himmel passend macht. Aber das gibt uns nicht den rechten Begriff von der Errettung. Errettung ist, „dass wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen in Frömmigkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage“ (Luk. 1, 74 u. 75). Wir sind von unseren Feinden errettet, auf dass wir Gott an dem nämlichen Platze dienen, wo wir Sklaven der Sünde und Satans waren. Er hat uns errettet „durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes“ (Tit. 3, 5). Gott sprach zu Noah: „Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen“ (V. 13). Wenn wir das sehen, wünschen wir aus dieser Welt hinauszugehen, und das ist die Bedeutung der Taufe. Petrus sagt: „welches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe, (nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott)“ (1. Pet. 3, 21). Wer erkennt, dass die Welt unter Gericht ist, sucht ihr sobald als möglich zu entfliehen. Sein Gewissen verlangt nach einem Wege aus ihr hinaus. Sonach ist es klar, dass die Heilige Schrift die Wahrheit der Taufe mit der Arche verbindet. Die Taufe bedeutet, dass ich aus der Welt, die unter Gericht steht, hinauszugehen und nie zu ihr zurückzukehren habe. Ich bin mit Christo begraben, indem ich auf Seinen Tod getauft bin (Röm. 6, 4). Wer seiner Taufe treu ist, ist in der Arche und verurteilt die Welt. Jeder Getaufte hat gleichsam die gänzliche Verurteilung der Welt und des Menschen im Fleische unterschrieben oder befindet sich seiner Stellung nach auf diesem Boden. Wenn ich meiner Taufe nicht treu bin, gerate ich unter die Macht irgendeines Einflusses, der nicht von Gott ist. Und wenn ich unter der Macht der Sünde oder irgendeines bösen Einflusses stehe, wie kann ich dann davon reden, errettet zu sein? Man hat oft gesagt, dass viele für den Himmel passend wären, die es nicht für diese Erde sind. Ein gerechtfertigter Mensch hat Gerechtigkeit. Doch damit er dem Willen Gottes gemäß auf Erden sei, bedarf er der Errettung - er muss in die Arche kommen. Die Arche musste innen und außen verpicht sein. Das Wort „verpichen“ ist im Hebräischen dasselbe Wort wie das für „Sühnung“. Es bedeutet, dass die in der Arche im Bilde unter die Deckung des Todes Christi kamen. Dahin bringt uns die Taufe, und zwar nicht für den Himmel, sondern für die Erde. Wir kommen unter die Deckung des Todes Christi und wandeln hier in Neuheit des Lebens (Röm. 6, 3 u. 4). Es handelt sich dabei darum, mit Christo und dem Geiste in Übereinstimmung zu sein. Der Geist macht den Seelen der Heiligen den wahren Zustand dieser Welt klar. Sie ist unter Gericht. Dies erkennend, sollten wir mit dem Heiligen Geiste gleichsam in der Zeugenbank stehen und von dem wahren Zustande der Welt Zeugnis ablegen. Jeder in der Arche ist davon überzeugt, dass die Welt unter Gericht ist, und dass er allein unter der Deckung des Todes Christi bewahrt werden kann. Als die Juden fragten: „Was sollen wir tun, Brüder?“, sagte Petrus: „Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft“ (Apg. 2, 37 u. 38). Damit öffnete er sozusagen die Tür der Arche. Wenn wir in die Arche kommen, bekommen wir göttliches Licht. Es ist eine Lichtöffnung darin. Es fiel mir auf, dass das Wort, das mit „Lichtöffnung“ übersetzt ist, vierundzwanzigmal im Alten Testament vorkommt, und in all den übrigen Fällen wird es mit „Mittag“ wiedergegeben, so dass es augenscheinlich das volle Licht des Tages bedeutet. Ein solcher Ausdruck zeigt, dass die Sprache, deren sich der Heilige Geist bedient, besonders im Blick auf das, was uns im Bilde dadurch gesagt werden soll, gewählt ist. Wir lernen daraus, dass wir in der Arche an eine Stätte kommen, wo göttliches Licht zu finden ist. Wenn wir dadurch, dass wir die Taufe ihrer geistlichen Bedeutung nach anerkennen und ihr treu sind, in den Segen der Errettung kommen, so kommen wir also dadurch auch in das Licht Gottes, in das Licht des Bundes, denn es heißt in Vers 18: „mit dir will ich meinen Bund errichten“. Das ist das Licht des hellen Mittags, das Licht dessen, was Gott ist, wonach Er Sich dem Menschen gegenüber in Gnade und Liebe verpflichtet hat. Christus ist uns der Bund. Die ganze Liebe Gottes und Seine Gedanken der Segnung für den Menschen sind uns in Ihm gesichert und bestätigt worden. Und indem wir mit Ihm in der Arche sind - in der Absonderung Seines Todes von dem gegenwärtigen bösen Zeitlauf -, so genießen wir und leben wir in diesem Lichte. Die Arche stellt die Stätte dar, die Christus zur Rettung Seines Hauses bereitet hat. Obschon, wie zuvor bemerkt, die Arche ein Bild davon ist, wie Christus den Überrest durch die Tage der Drangsal führen wird, worauf wir, so Gott will, noch zurückkommen werden, so hat sie doch auch eine Anwendung auf die gegenwärtige Zeit. Sie stellt den Platz dar, wo die Heiligen und ihre Häuser die Herrschaft Christi anerkennen und unter der Deckung Seines Todes sind. Sie ist die Stätte, wo die Welt als verdammt gesehen und das Ende alles Fleisches gekannt wird. Christus dagegen, als der wahre Noah, wird geehrt, der Bund gekannt und genossen, d.h. die Liebe Gottes, die in Christo kund wurde, der der Bund ist. Das Volk Gottes, das zum Bewusstsein seiner Verwandtschaft mit Christo gebracht ist und Gott kennt, findet in dieser Welt seinen Platz unter der Deckung des Todes Christi; solche haben sie durch die Taufe gleichsam öffentlich verlassen, und wenn sie in ihren Wegen und ihrem Geiste im Einklang mit der Wahrheit der Taufe bleiben, wissen sie, was die Arche ist, und sind des Segens der Errettung teilhaftig. Unter dem Volke Gottes finden sie dann in Absonderung von der Welt göttliches Licht und Sicherheit.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 12:33
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 05 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 5 In diesem Kapitel haben wir die Linie, in der das göttliche Licht und Zeugnis zu finden sind; Kains Nachkommen werden hier überhaupt nicht beachtet. Keiner der hier genannten Männer starb, bevor er nicht seinen Teil in der Linie des göttlichen Zeugnisses ausgefüllt hatte. Im vorhergehenden Kapitel sehen wir Abel als ein Vorbild von Christo und als ein Gefäß des Geistes Christi, ein Bild von Christo, dem Gerechten, der das, was Gott gebührte, aufrechthielt, dadurch aber die Feindschaft des Menschen auf Sich zog, die sogar Seinen Tod herbeiführte. Von Anbeginn war das Streben des Feindes darauf gerichtet, die göttliche Linie abzuschneiden, doch am Ende von Kapitel 4 sehen wir, wie diese Linie fortgesetzt wurde. Gott wollte sie nicht abgeschnitten haben, es kam ein Same statt Abels, den Kain erschlug. „Seth“ bedeutet „gesetzt“ oder „Ersatz“. Als Christus erschlagen war, mochte es scheinen, als ob jede Hoffnung abgeschnitten wäre. Doch Gott setzte Ihn in der Auferstehung zum Herrn und Christus. Man könnte gleichsam sagen, dass Abels Tage in Seth verlängert wurden, und so hat auch Christus Seine Tage in der Auferstehung verlängert, und Er hat auch obendrein einen Samen empfangen, der in sittlicher Hinsicht auf Erden eine Fortsetzung von Ihm ist. In Jes. 53, 8-10 lesen wir: „wer wird sein Geschlecht aussprechen? denn er wurde abgeschnitten aus dem Lande der Lebendigen ... er wird seine Tage verlängern“. Gott wollte darauf achten, dass Der, der abgeschnitten ward, einen Samen habe, der Sein Zeugnis hienieden fortsetze. Christus hat Seine Tage nicht nur als Auferstandener vor Gott verlängert, sondern Er hat sie in einem Samen auf Erden verlängert: „Ein Same wird ihm dienen; er wird dem Herrn als Geschlecht zugerechnet werden“ (Ps. 22, 30). Jehova gab Ihm einen Samen, und alle Heiligen sind ein Teil dieses „gesetzten“ Samens. Das Geschlecht, das Gott Christo als Samen gegeben hat, sollte Seinen Namen im Zeugnis an dem Platze fortsetzen, wo Er erschlagen wurde. Die Tatsache, die in Vers 3 erwähnt wird, dass Seth im Bilde Adams war, deutet darauf hin, dass was von Seiten der Natur kam, der Linie des gefallen Menschen angehörte. Und das zeigt, dass es nur aufgrund der Wirksamkeit der Auswahl des Erbarmens und der Liebe Gottes geschah, dass überhaupt ein Same da war, in dem Sein Zeugnis fortgesetzt werden konnte. Die Tatsache anzuführen, dass Adam nur einen Sohn in seinem Gleichnis und nach seinem Bilde zeugen konnte, hieß, alles auf Gott werfen. Hätte Gott nicht in Seiner Unumschränktheit gehandelt, so hätte kein Same für Ihn da sein können. Es wird hier also die Tatsache betont, dass Gott Seiner Liebe und Seinem gefassten Vorsatze gemäß handelt. Dies anzuerkennen ist ein Kennzeichen der Auserwählten Gottes. Seth nennt seinen Sohn „Enos“, was „sterblich, dem Tode unterworfen“ bedeutet. Er erkannte an, dass dem Fleische nach alle unter den Tod gekommen waren. Damals fing man an, den Namen Jehovas anzurufen. Man erkannte demnach den vollständigen Zusammenbruch des Menschen auf Seiten der Natur an, aber indem man den Namen Gottes anrief, erwartete man, dass alles Gute von Gott kommen musste. Das Fesselnde an diesen Männern und nahezu alles, was wir von ihren Übungen wissen, liegt in den Namen, die sie ihren Söhnen gaben. Ich weiß nicht, ob wir sie alle ergründen können, aber die Tatsache, dass dieses Kapitel die Linie des Zeugnisses in mehr als fünfzehnhundert Jahren gibt, verleiht ihm eine nicht zu übersehende Bedeutung. Ich denke, wir können darin im Bilde einen Abriss des Zeugnisses Gottes von der Auferstehung Christi bis hin zur Einführung der Ruhe Gottes sehen. Der Geist, der diese Männer leitete, ihren Söhnen Namen zu geben, und der Moses erleuchtete, sie niederzuschreiben, konnte den vollen Umfang alles dessen überschauen, was sich dann zutragen würde, nachdem Christus erschlagen worden war, wie es uns im Tode Abels entgegentritt. Das Kapitel endet mit einem Hinweis auf die Beseitigung des Fluches und die Einführung der Ruhe auf der ganzen Schöpfung in Verbindung mit Noah. Worauf dies im Bilde hindeutet, ist klar. In Enos haben wir die Anerkennung dessen, dass der Mensch im Fleische unter dem Tode ist. Es kann, noch könnte daher ganz und gar keine Segnung von diesem Menschen abhängig gemacht werden. Das Kreuz setzt ihn für immer beiseite - was von Gott und zur Segnung des Menschen ist, kommt durch einen anderen Menschen, nämlich Christum. Wenn wir dies klar sehen, sind wir für Kenan bereit, dessen Name dasselbe besagt wie Kain, also „Erwerbung“ bedeutet. Eva machte bei der Namengebung Kains einen Fehler. Sie verband den Gedanken der Erwerbung mit einem verkehrten Menschen, genau so, wie es heute noch in der ganzen Welt geschieht. Das, was mit dem Menschen im Fleische verbunden werden kann - Geld, Vergnügen, Ruhm, wohltätige und religiöse gute Werke -, alles, was erworben oder dem Menschen als solchem zugeschrieben werden kann, ihm einen Platz oder Ansehen zu verleihen, oder was seinen Lüsten oder seinem Stolze dient, ist eine Erwerbung oder Errungenschaft verkehrter Art. Wenn wir aber sehen, dass der Tod auf den Menschen nach dem Fleische ist, und dass alles wahrhaft Gute von Gott durch Christum und in Christo kommen muss, so gelangen wir zur Linie der göttlichen Errungenschaft. Die Seele wendet sich dann im Selbstgericht zu dem glückseligen Gott, und sie beginnt wahre Reichtümer zu erwerben. Paulus arbeitete in Korinth, damit sie die Bedeutung des Kreuzes verstehen sollten, und damit Selbstgericht für den den Geist Gottes Raum mache, um in den Seelen der Heiligen alles das aufzubauen, was von Gott in Christo war. Dann haben wir eine göttliche Erwerbung, das Auferbauen in der Erkenntnis Gottes, so dass Er der Ruhm und die Herrlichkeit der Seele wird, „auf dass, wie geschrieben steht ‚Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn‘“ (1. Kor. 1, 31). Das tritt uns in dem nächsten Namen Mahalalel entgegen, der bedeutet „Gott ist Pracht“. Bedenken wir, welch einen Glauben ein Mann gehabt haben muss, der seinem Sohne einen solchen Namen angesichts der Welt Kains gab! Gott war in seinen Augen herrlicher als all das Anziehende von Kains Welt. Jeder wahre Erwerb erfolgt in dieser Richtung. Durch die Erkenntnis Gottes werden die Heiligen auferbaut und wachsen (Kol. 1, 10), und in der Erkenntnis Gottes ist uns alles in Betreff des Lebens und der Gottseligkeit geschenkt (2. Pet. 1, 3). Das Bewusstsein davon, dass Gott Pracht ist, bringt Anbetung hervor. Die Seele rühmt sich in Gott. Gott ist dann vor uns, nicht der Mensch. Wenn Gott mir zur Pracht geworden ist, werde ich ganz gewiss preisen. Der Psalmist redet von „dem Gott, der meine Jubelfreude ist“ (Ps. 43, 4). Die geistliche Förderung und Würde, die mit dieser Segenserkenntnis Gottes verbunden ist, bereitet uns für den nächsten Schritt vor, der uns in dem Namen Jered entgegentritt, dieser bedeutet „Herniedersteigen“. Ich erblicke darin die Niedrigkeit des Pfades des Gehorsams hienieden, von dem wir das Vorbild und Muster im Pfade des Herrn Jesu sehen. Philipper 2 bringt das in sehr gesegneter Weise vor uns, und ich denke, auf eine Weise, die nie verfehlen wird, unsere Herzen zu rühren. Das „Leben Jesu“ (2. Kor. 4, 10) ist das Leben sanftmütigen und demütigen Gehorsams, das Er hienieden führte. Er war willig, im Gehorsam zum tiefsten Punkte hinabzusteigen, damit Gott gekannt werde. Er kam hernieder in all der Holdseligkeit Gottes, um dieser Welt die Erkenntnis Gottes zu bringen. Die Kirche wird am Tage der Zukunft in der Herrlichkeit Gottes herniederkommen, um sie hienieden völlig zu entfalten. Die himmlische Stadt wird mit der heiligen Pracht Gottes erfüllt sein und zu deren Entfaltung herniederkommen. Die große Förderung und Würde, die die Erkenntnis Gottes mit sich bringt, bereitet uns in Wahrheit zu, zum gesegneten Zeugnis der Gnade an diese Welt herniederzusteigen. Der Geist und das Streben dieser Welt ist darauf gerichtet, viel aus sich selbst zu machen, so hoch als möglich emporzusteigen. Aber Gottes Gedanke und die Richtung, die der Geist Christi verfolgt, ist hinabzusteigen, um viel aus Gott zu machen. Diesen Namen liegt eine sittliche Ordnung zugrunde, nach der wir den Pfad zu gehen haben, der in den Namen Seth, Enos, Kenan, Mahalalel, Jered angedeutet ist. Wenn wir den vollständigen Zusammenbruch des Menschen im Fleische erfahren haben, der unter dem Tode ist, machen wir eine geistliche Erwerbung darin, dass wir alles Segensreiche und Herrliche in dem Hervorstrahlen Gottes in Gnade und Liebe sehen, und darin, dass Er die Durchführung aller Seiner Gedanken des Segens in Christo beschlossen hat, und wenn wir durch den Geist dahin kommen, freuen wir uns in Gott. Das gibt uns den Geist, der hinabsteigt. Wer wirklich in der sittlichen Würde, die die Erkenntnis Gottes mit sich bringt, steht, kann bis zu irgendwelcher Tiefe hinabsteigen, um Gott kundzumachen. Das ist der Geist eines wahren Evangelisten. Paulus sagte: „Ich bin allen alles geworden, auf dass ich auf alle Weise etliche errette“ (1. Kor. 9, 22). Bedenken wir, dass ein so stolzer Mann wie Saulus von Tarsus allen alles wurde! Er lernte hinabsteigen, um den Menschen die Erkenntnis Gottes zu bringen. In Henoch, dessen Name „Unterweisung“ bedeutet, sehen wir dann einen, der unter der Erziehung Gottes unterwiesen ist, mit Ihm zu wandeln und Seiner Seligkeit teilhaftig zu werden. Er stellt also gleichsam die Krone und den Gipfelpunkt der Linie des himmlischen Zeugnisses dar. Wir sehen in ihm das Leben eines himmlischen Menschen, einen, der vollständig außerhalb des Laufes dieser Welt steht - einen, der im Umgang mit Gott Sein Vertrauter wurde und wunderbare Mitteilungen göttlicher Geheimnisse empfing. Was für Wunderbares lernte er doch! Er sah das wahre Wesen dieser Welt, die unter dem Gericht stand, und wusste, dass der Herr kommen würde, Gericht auszuüben. Doch welch ein Trost, welche Freude muss es seinem Herzen gewesen sein, zu wissen, dass dann heilige Myriaden mit dem Herrn sein werden - Zehntausende Seiner Heiligen! Welch ein gesegnetes Bewusstsein muss er davon gehabt haben, wieviel Gott haben würde! Dann wurde er gelehrt, wie vollständig Gott den Sieg über den Tod davontragen und den Tod beiseitesetzen würde. nicht aus diesem Kapitel, sondern aus Hebräer 11 wissen wir, dass er den Glauben hatte, dass Gott ihn entrücken würde! Gott gefiel es, in dieser wunderbaren Weise zu handeln. Noch ehe zwei Menschen gestorben waren, gab Er einem Menschen den Glauben, dass Er den Tod beiseitesetzen konnte. Abel war getötet worden, doch soweit die Schrift uns berichtet, war nur Adam gestorben, als Henoch entrückt wurde. Er hatte den Glauben, entrückt zu werden, und so war er eines Tages nicht mehr (V. 24). Durch seinen Wandel mit Gott hatte er die Erkenntnis des gesegneten Geheimnisses gewonnen, dass Gott imstande war, den Tod völlig beiseitezusetzen, so dass er aus dieser Welt gehen konnte, ohne dass ihn der Tod antastete. Der Lauf des himmlischen Menschen und der Kirche im eigentlichen Sinne endet nicht im Tode. Wenn der Herr verzieht, mögen Heilige von diesem Schauplatz gehen, indem sie abscheiden und bei Christo sind, aber das eigentliche Abscheiden der himmlischen Schar ist die Entrückung. Sie ist ein Hinweggehen vom Schauplatze des Todes, ohne dass sie auch nur eine Spur seiner Macht berührt, ebenso wie die drei Söhne der Hebräer aus dem Feuerofen Nebukadnezars kamen, ohne dass man einen Brandgeruch an ihnen wahrnehmen konnte. Bedenken wir, dass Henoch Umgang mit Gott pflegte! Wie oft pflegen wir wohl Umgang mit Gott? Er hat Freude an uns und schätzt es, uns bei Sich zu haben. Von vielen unter uns kann wohl nur gesagt werden, dass sie „lebten“ . Henoch „lebte“ 65 Jahre, und dann wandelte er 300 Jahre mit Gott, und im Neuen Testament wird dies dahin ausgelegt, dass er Gott wohlgefiel. Ich denke, wir haben den Vers 6 in Hebräer 11 in besonderer Weise mit Henoch zu verbinden: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen. Denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“ Der Platz der Kirche, als von Gott belehrt und dem Geiste nach in einem himmlischen Leben außerhalb der Macht des Todes, wird treffend in Henoch dargestellt, denn er war ein himmlisch gesinnter Mensch und völlig zum Wohlgefallen Gottes, so dass Gott ihn entrückte. In Methusalah kommt Gottes Langmut gegen die Welt zum Ausdruck; sein (langes) Leben bildete deren Maßstab, denn in dem Jahre, wo die Flut kam, sollte er sterben; das verleiht demnach der Tatsache besondere Bedeutung, dass er länger als irgendein anderer lebte. Lamech bedeutet dann „Umstürzler“, „Wilder“, und ich denke, er redet von den tiefen Herzensübungen und dem Kummer des Überrestes, der unter dem zu leiden haben wird, der alles umzustürzen sucht, was von Gott ist (Dan. 7, 25), und alle göttlichen Bande zerreißen will (Ps. 2, 3), nämlich unter dem Menschen der Sünde, dem Gesetzlosen (2. Thess. 2, 3.4 und 8). Die prophetische Geschichte dieser Tage haben wir im Buche der Offenbarung, und wir können verstehen, wie die Art jener Tage der Drangsal die Herzen des Überrestes Christo, dem wahren Noah, zuwendet, dem, der Ruhe bringt und die Folgen des Fluches hinwegtut. Noah, der eine Arche zur Rettung seines Hauses bereitete, ist ein Bild von Christo, der am Tage der Zukunft Sein Volk durch die Drangsalszeit führt, der dann alle Folgen des Fluches hinwegtut und der ganzen Schöpfung Ruhe bringt. Der Geist war von Anbeginn mit alledem vertraut, und Er hat uns in einem der ersten Kapitel des 1. Buches Mose einen inhaltsreichen Abriss von dem gegeben, was sich nach dem Tode Christi bis zu Seiner Wiederkunft zuträgt, wo die ganze Schöpfung auf den Boden des Brandopfers gestellt werden wird. Wir haben eine ähnliche Vorschattung zukünftiger Dinge im ersten Kapitel gesehen, das mit dem Sabbat endete, mit der Ruhe, die für Gott kam. Dieses Kapitel nun führt alles der Ruhe zu, die der Mensch nach alle seiner Mühe (V. 29) am Schauplatze des Fluches haben wird. Der wahre Noah wird sie herbeiführen.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 12:06
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 04 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 4 Was den Lauf der Natur anlangt, müssen wir lernen, dass alles Nichtigkeit ist. Eva hatte ihren Erstgeborenen Kain, d.h. „Erwerbung“ genannt und gesagt: „Ich habe einen Mann erworben mit Jehova“ (V. 1). Zweifellos dachte sie, dass Kain der verheißene Same war, der der Schlange den Kopf zermalmen sollte, aber sie hatte zu lernen, dass dem Laufe der Natur nach alles verdorben war. Wir alle haben dasselbe zu lernen: „Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch“ (Joh. 3, 6). Wenn unter den Kindern der Menschen ein „Mann mit Jehova“ sein sollte, so musste er die Frucht des göttlichen Geschlechts sein, die der geistlichen Geburt, die eine geistliche Übung zur Folge hat. Die Notwendigkeit der neuen Geburt war in 1. Mose 4 ebenso groß wie in Johannes 3, obschon die nackte Wahrheit hierüber erst nach viertausend Jahren kundgetan wurde. Wenn wir dem natürlichen Menschen irgendwelche Bedeutung beimessen, sei es in uns oder in anderen, so werden wir bitter enttäuscht werden. Gott bläst dann immer darein. Ich denke, wir können daraus, dass Eva ihren zweiten Sohn Abel, d.h. „Nichtigkeit“ nannte, schließen, dass sie diese Wahrheit gelernt hatte - sie hatte die Eitelkeit aller ihrer Hoffnungen, die sie auf Kain setzte, erkannt. Es dauerte nicht lange, sie zu überzeugen, dass er nicht der Christus war; er war nichts als ein unartiger kleiner Junge - nichts von Gott war in ihm! In Abel sehen wir einen, der göttlich geübt war; Kain war das nicht, in ihm war keine Gerechtigkeit, keine Anerkennung seines eigenen Zustandes oder dessen, was Gott gebührte. Er brachte ein Opfer von der Frucht des Erdbodens, der Erdboden war verflucht - das an sich war eine ernste Sache -, aber das kam ihm nicht in den Sinn. Er war mit sich selbst und seinen eigenen Werken zufrieden und dachte, Gott müsste das auch sein! Er sündigte zuerst gegen Gott in der Weise, wie er sich Ihm nahte, und in seinem Zorn darüber, dass Gott sein Opfer nicht annahm, sündigte er dann auch noch gegen den Menschen, indem er seinen Bruder tötete, dessen Opfer Gott angenommen hatte. Abel andererseits hatte durch tiefe Herzensübungen die Wahrheit über seine Stellung und seinen Zustand gelernt. Er sah, dass er sich außerhalb des Paradieses befand und ein verlorenen Sünder war, der unter dem Urteil des Todes stand. Doch er brachte von den Erstlingen der Herde und ihrem Fett - er hielt die Gerechtigkeit aufrecht, das, was Gott gebührte. Er erkannte, dass der Tod auf ihm war und nahm seinen Platz vor Jehova ein auf dem Boden des Todes eines Solchen, der nicht gesündigt hatte. Aber er brachte auch das Fett. Sein Glaube erfasste eine persönliche Vortrefflichkeit außerhalb seiner selbst, auf Grund deren er vor Gott sein konnte. Wie kostbar war Gott dieses erste lichte Unterscheiden und Tun des Glaubens! Es zog die Aufmerksamkeit Gottes auf sich, denn es heißt: „Und Jehova blickte auf Abel und auf seine Opfergabe.“ Gott gibt dem Glauben immer Licht zu handeln. Er nahm Sich der tiefen Übung an, die der Fall den Menschen brachte. Er nahm ihnen das schreckliche Bewusstsein der Nacktheit dadurch, dass Er ihnen Röcke von Fellen machte. Der Tod war gekommen, Tiere mussten getötet werden, und so lehrte Gott Adam und Eva, dass sie durch den Tod eines Anderen gekleidet sein mussten. Abel nun sagte gleichsam: Wenn das der Weg ist, auf dem Gott Sich uns in Gnade genaht hat, so müssen wir Ihm ebenso nahen. In den Röcken von Fell sehen wir, wie Gott dem Menschen nahte; doch in Abel sehen wir das Umgekehrte, nämlich dass der Mensch Gott naht. Der Herr nannte ihn den gerechten Abel (Mat. 23, 35) und sagte, dass „er Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben“. Es war etwas sehr Vortreffliches in seinem Opfer und in dem Glauben, der es darbrachte. Zweifellos ging er, um dahin zu gelangen, durch viel Mühsal der Seele, doch sein Glaube sah auf Christum, und er nahte Gott in der Vortrefflichkeit Christi. Obgleich allem Anschein nach sein Zeugnis bald abgebrochen wurde, so war das doch nicht der Fall, denn er hat nun nahezu sechstausend Jahre geredet! Seine Stimme ist in all den folgenden Zeitaltern vernommen worden: „obgleich er gestorben ist, redet er noch“ (Heb. 11, 4). Das ist Gottes Antwort an den Feind. Satan hatte gesagt, ich will diese Stimme zum Schweigen bringen, aber er wurde zuschanden. Gott hatte Abels Stimme alle Zeitalter hindurch reden lassen, und er redet noch immer so klar und deutlich zu uns, wie je zuvor. Und Gott wird schließlich alle Anschläge Satans zunichte machen. Wie groß auch der Triumph des Bösen nach außen hin scheinen mag, Satans Anschläge werden alle zuschanden werden. Es ist gesegnet, in so früher Zeit einen Gerechten zu sehen. Abel ist ein sehr beachtenswerter Mann, denn er ist der erste in der Linie der Zeugen, die in der Ehrenliste von Hebräer 11 erwähnt wird. Er war nicht nur ein sehr kostbares Bild von Christo, sondern er war auch ein gerechter Mann, da er den Geist Christi hatte. Das Licht, die Sonne, der Baum des Lebens, Adam, die zur Anfertigung der Röcke aus Fellen getöteten Tiere - waren alle Bilder auf Christum; aber in Abel haben wir noch mehr: er war ein Mann, in dem der Geist des Gerechten war. Er war auch ein Hirte. Er widmete sich der Sorge für die Schafe wie Moses und David, und das war ein schöner Wesenszug Christi. Jehova Selbst ist der Hirte Israels (1. Mose 49, 24; Ps. 80, 1). Wie lieblich, daran zu denken, dass er das Fett darbrachte! Das Fett war es, was Gott nachmals ganz für Sich beanspruchte (3. Mose 3, 16). Es ist zu beachten, dass nichts über das Blut gesagt wird, nur das Fett wird erwähnt. In Verbindung mit den Opfern wird in 1. Mose das Blut nicht erwähnt, wenn auch das Verbot, es zu essen in 1. Mose 9, 4 es gleichsam Gott im Blick auf die Sühnung vorbehält. Die Opfer, die Gott in 1. Mose tatsächlich dargebracht werden, sind alle Brandopfer. Ebenso auch im Buche Hiob, dessen Geschichte in die Zeit des ersten Buches Mose fällt. Gott schien bei dem Glauben zuerst die inhaltsreichen Gedanken zu geben, nämlich den an die persönliche Vortrefflichkeit und Wohlannehmlichkeit Christi. Das Blut ist nötig, die Sünde zuzudecken (Ps. 32, 1), aber Gott in der Vortrefflichkeit Christi wohlannehmlich zu sein, geht weit darüber hinaus. Im Fett haben wir das, was vortrefflich ist. Welch eine Freude muss es für Gott gewesen sein, dass sich Abels Antlitz mit Vertrauen zu Ihm erhob, weil er ein Bewusstsein der persönlichen Vortrefflichkeit und Holdseligkeit Christi hatte und davon, dass er aus diesem Grunde vor Gott sein konnte. Kain war sehr zornig. Er ist ein treffliches Bild des Juden, des religiösen Menschen nach dem Fleische. Dass Gott jenen holdseligen Menschen vom Himmel als Seinen geliebten Sohn begrüßte und durch Tausende von Wundern bezeugte, wer Er war, und den Glauben des gottseligen Überrestes auf Ihn lenkte - das alles war Galle und Wermut für die Priester, Schriftgelehrten und Pharisäer. Das Erstgeburtsrecht gehörte ihnen, was auch der Schlusssatz von 1. Mose 4, 7 besagt; Kain hätte den Vorrang gehabt, wenn er wohl getan hätte, aber wie Esau verlor er sein Erstgeburtsrecht. Das ganze Erbe der Verheißungen war für die Juden in Christo da; aber sie verloren ihre Erstgeburt um eines Linsengerichtes willen. Sie zogen ihre eigene Gerechtigkeit, ihre eigene Frömmigkeit, Stellung und Ansehen Christo vor. Und jedes Mal, wenn Er ihren Gewissen nahebrachte, dass Er Gottes Gesalbter und Der war, den Er erwählt hatte, vertiefte sich ihr Hass, bis er in der finsteren Tat auf Golgatha seinen Höhepunkt erreichte. Kain war mit seinen eigenen Werken zufrieden. Es gibt heute noch Myriaden dieses Geschlechts in der Welt. Er brachte sein Bestes, aber nicht das, was Gott annehmen konnte. Es ist rührend zu sehen, wie Gott mit Kain rechtet. Das erinnert an die Art, wie Er mit den Juden rechtete. Er sagte ihnen gleichsam: Ihr wollt nicht, dass ich so gut sei wie ihr; wenn euer Ochse oder Esel am Sabbattage in die Grube fällt, zieht ihr ihn alsbald heraus. Und ihr wollt nicht, dass ich einige meiner elenden Geschöpfe am Sabbattage heile! Er sagt zu Kain: Warum bist du zornig? Wenn es recht mit dir stände, könntest du dein Antlitz mit Vertrauen erheben wie Abel. Wenn du wohl tust, würdest du da nicht angenehm sein? Und wenn du nicht wohl tust, gibt es ein Heilmitteln, ein Sündopfer lagert vor der Tür (ist zur Hand). Gott sagt gleichsam zu Kain: Du hättest die Führerschaft haben sollen, der sein sollen, der Abel erleuchtete, du hättest so im Lichte des Verheißenen stehen sollen, dass Abels Verlangen nach dir gewesen wäre, Hilfe über Christum zu bekommen, und du würdest dadurch über ihn geherrscht haben, dass du ihn zur Segnung geleitet hättest. Kain hatte das Erstgeburtsrecht, d.h. das erste Anrecht auf den Segen, der in Kapitel 3 verheißen war. Auf dem Grunde des Erbarmens hätte er daran teilhaben können, aber er verachtete das. Und so ist es bei dem Juden; er hatte das Erstgeburtsrecht, d.h. den ersten Anspruch auf Christum. Er hätte der sein sollen, der Christum annahm und Ihn dann anderen kundtat. Gott hatte durch die Propheten gesegnete Verheißungen gegeben, und dann wurde ihnen das alles persönlich in Christo angeboten. Er war die Bestätigung und Erfüllung all dieser Verheißungen, und nach dem Erstgeburtsrecht hätten die Juden Ihn zuerst aufnehmen sollen. Aber sie verkauften dieses Vorrecht um eines Linsengerichts willen. Es ist erstaunlich, welch erbitterte Feindschaft in dem religiösen Menschen ist - die des gottlosen Weltmenschen geht nicht so weit. An religiöses Ansehen klammert sich der Mensch weit mehr als an alles andere. Und der religiöse Mensch würde weit eher Christum töten, als sein Ansehen fahren zu lassen, und auf dem Grunde des Erbarmens die Segnung Gottes zu empfangen. In der Heiligen Schrift sehen wir, wie der Erstgeborene fortwährend sein Erstgeburtsrecht verlor; Esau, Ruben und Manasse, sie alle verloren es. Der Jude hatte es, verlor es aber. Er hat Den umgebracht, in dem alle Verheißungen ihren Mittelpunkt hatten. So könnte Gott den Juden ganz gut fragen: Wo ist Christus? Was habt ihr mit Ihm getan? Infolgedessen, was sie Ihm angetan, sind sie ausgetrieben, Flüchtlinge und Unstete auf Erden bis zum heutigen Tage. „Der Zorn ist völlig über sie gekommen“ (1. Thess. 2, 16). Aber Gott will sie nicht umbringen. Der Jude wird der Vorsehung Gottes gemäß bewahrt, und an dem, der ihn tötet, wird er gerächt. An denen, die die Juden übel behandeln, wird immer siebenfältige Rache genommen. Welch ein Gemälde entrollt sich uns da von alledem, was sich lange Jahrhunderte hindurch zugetragen hat! Russland und ander Staaten zahlen heute vielleicht die Strafe für ihre Grausamkeiten gegen die Juden. Einstmals forderte ein Herrscher in nur zwei Worten den Beweis für die Wahrheit der Heiligen Schrift, und die Antwort lautete: „Die Juden.“ Nachdem die Juden den Gerechten getötet hatten, wurden sie ausgetrieben, aber dennoch der Vorsehung Gottes gemäß bewahrt. Sie leben noch, Geschlecht auf Geschlecht, aber als Heimatlose. Sie haben kein Land, keinen eigentlichen Wohnsitz der Text ist aus den Jahren 1919/1920]; sie sind immer verfolgt worden, und doch bewahrt sie Gott und nimmt Rache an ihren Feinden. Sie stehen unter Gottes Fluch. Das ist eine ernste Sache, „der Zorn ist völlig über sie gekommen“ (1. Thess. 2, 16), und sie haben den Kelch ihrer Bosheit dadurch bis zum Rande voll gemacht, dass sie nicht nur die Segnung selbst von sich wiesen, sondern auch nicht zulassen wollten, dass sie den Nationen zuteil wurde. Es ist etwas Wunderbares, wenn ein Jude bekehrt wird. Es ist ein wunderbares Zeugnis von der Unumschränktheit des Erbarmens Gottes. Am Ende des Kapitels zeigt Gott, wie Er das Geschlecht der Juden dahin bringt, ihre Bosheit, Christum erschlagen zu haben, anzuerkennen. In Lamech sehen wir ein Bild von dem, wohin Er die Juden in den Letzten Tagen bringen wird. Lamech sagt: „Einen Mann habe ich erschlagen zu meiner Verwundung“ . Sie werden ihre Schuld an der Tötung Christi anerkennen und zugeben, dass es zu ihrem eigenen Schaden und Verderben gewesen ist. In den Letzten Tagen, zur Zeit der großen Drangsal, werden die Juden durch Leiden zu gehen haben, wie nie zuvor. Gott wird ihnen das Doppelte für all ihre Sünden geben (Jer. 16, 18; 17, 18). Er wird jede Rechtsfrage mit ihnen erledigen: die Rechtssache ihres Bruches des Gesetzes, ihres Götzendienstes, ihrer Verfolgung der Propheten und vor allem ihrer Verwerfung und Ermordung Christi. Und dennoch werden die, die sie dann verfolgen, siebenundsiebzigfältige Rache erleiden. Am Ende werden sie einander bekennen, dass sie Christum getötet haben, und dass alle ihre Leiden und ihr Elend auf diese Ursache zurückzuführen sind. Ihre Sünden werden ihnen vor Augen stehen, und wie Josephs Brüder werden sie sie bekennen und darüber trauern. Wenn sie anerkennen, dass sie Christum getötet haben, und zwar zu ihrem eigenen Schaden, werden sie gesegnet werden. Gott wird in ihnen wirken, dieses zustande zu bringen, und der ältere Bruder wird so nach diesem allen hereinkommen! Der Vater wird herauskommen und ihn einladen, hereinzukommen! Was wir hier haben, ist ein Schimmer prophetischen Lichtes über das, was in den Letzten Tagen geschehen wird. In Kains Familie finden wir alle die Grundbestandteile der Welt. Er baut eine Stadt, die Menschen nehmen an Reichtum zu, erfinden Werkzeuge der Tonkunst und andere Werkzeuge, und wurden Künstler in Erz und Eisen. Künste, Wissenschaften und Fabrikation schreiten immer weiter fort, aber ohne Gott. In Seth kehren wir zur Linie des göttlichen Samens zurück. Eva scheint den Glauben besessen zu haben, dass in einem anderen die Linie des Glaubens fortgeführt werden musste, der ein Nachfolger Abels war. Sie muss darüber Herzensübungen gehabt haben, dass es so sein musste. Wenn ein Geschlecht der Heiligen diesen Schauplatz verlässt, so wird es eine Übung, dass die Linie des Glaubens fortgesetzt werde; und das bleibt bis zu einem gewissen Grade wahr, wann immer ein Heiliger vom Platze des Zeugnisses hinweggenommen wird. Es würde eine ernste Sache sein, wenn der Glaube von der Erde verschwände, und so sah es aus, als Abel abgeschnitten wurde. Aber dann sehen wir Seth als „gesetzt“, die Linie des Glaubens fortzusetzen. Er gehört dem Geschlecht des Samens des Weibes an, und so ist es immer in den Wegen Gottes: Gott hat Acht darauf, dass der Glaube erhalten wird. „Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?“ (Luk. 18, 8). Natürlich wird Er das, aber nur durch die Treue Gottes. Alles, was gut ist, haben wir in dieser Linie. Was Seths Glauben kennzeichnete, war, dass er den wahren Zustand der Welt anerkannte. Den Gegensatz zwischen Seth und Kain zu sehen, ist sehr lehrreich. Kain gab seinem Sohne einen ganz guten Namen, Hanoch bedeutet „Unterweisung“. Es ist ein schöner Name, aber all seine Unterweisung erfolgte in den Dingen der Welt, und nicht in der Schule Gottes. Seth hingegen nennt seinen Sohn „Enos“, was „schwacher, sterblicher Mensch“ bedeutet, d.h. er erkannte die Wahrheit seiner Stellung an. „Damals fing man an, den Namen Jehovas anzurufen“ (V. 26). Wenn die Menschen anerkennen, dass sie schwach und sterblich sind, müssen sie sich zu einem Mächtigen wenden. Die Errettung ist mit dem Anrufen des Namens Jehovas verbunden (Joel 2, 32; Röm. 10, 13). Das bedeutet, dass man kein Vertrauen zu sich selbst hat. Man erkennt an, dass man schwach und sterblich ist, und wendet sich zu Gott. In 2. Tim. 2, 22 werden wir ermahnt, nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen zu streben, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen. Der Name des Herrn stellt alles dar, was Er ist, und der Glaube hat ein Recht, sich das alles, weil wir schwache, sterbliche Menschen sind, zu eigen zu machen. „Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von Jehova“ (Ps. 121, 1 u. 2). Sie kommt nicht von innen heraus oder von dem, was um mich her ist. In Römer 7 lernt ein Mensch seine erbärmliche Schwachheit kennen und sagt: „ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt“ (V. 18). Er hat ganz und gar keine Kraft, und das bringt ihn dahin, auszurufen: „Ich elender Mensch! Wer wird mit erretten von diesem Leibe des Todes?“ (V. 24). Er schaut nach Hilfe von außen her aus, ruft dem Grundsatze nach den Namen des Herrn an, und die Befreiung kommt, so dass er sagen kann: „Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn!“
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 10:18
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 03 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 3 Ich denke, allen Gläubigen leuchtet ein, dass dieses eines der wichtigsten Kapitel der Schrift ist. Wir sehen darin, wie das Böse in diese Welt kam, sodann die Quelle, von der es kam, seine Wirkung und seine Folgen. Obendrein ist es ein gesegnetes Kapitel, da es zeigt, wie Gott in Erbarmen und Gnade handelt, und dass schließlich alle Pläne der Schlange zunichte gemacht werden - ihr Kopf wird zermalmt. In gewissem Sinne ist Satans Kopf schon zermalmt worden, nämlich am Kreuze. Doch Römer 16, 20 sagt uns: „Der Gott des Friedens wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten.“ Den Heiligen wird es gegeben, an dem Triumphe Christi teilzuhaben, und alles, was durch Satan gekommen, wird hinweggetan werden. Wir können dieses Kapitel nicht genug erwägen. Es zeigt uns, worin das Gift der Schlange wirklich besteht, und das hilft uns, dieses Gift in uns selbst zu richten. Das Gift ist, Gott zu misstrauen. das liegt jeder Lust und jedem Ungehorsam zugrunde. Die erste Saat, die in Herz des Menschen gesät werden musste, war Misstrauen gegen Gott. Wenn das Eingang fand, so war alles verloren. Dass Gott das Vertrauen Seines so hochbegünstigten Geschöpfes verlor, war das Schrecklichste, was eintreten konnte. Der Einflüsterung Raum zu geben, dass Gott etwas Gutes vorenthielt, bedeutete, schon gefallen zu sein. Dieses selbe Misstrauen finden wir in uns selbst, und wir haben es zu richten. Wir können das im Lichte der Tatsache tun, dass Gott hervorgetreten ist und Seine Liebe geoffenbart hat, so dass wir rückhaltloses Vertrauen in rückhaltlose Liebe haben können. In Gottes Liebe gibt es keinen Vorbehalt: Er hat das Beste im Himmel für das Schlechteste auf Erden gegeben, und hat so das Misstrauen zurechtgewiesen und das Vertrauen gestärkt, damit „die Werke des Teufels“ in unseren Herzen zunichte gemacht werden (1. Joh. 3, 8). Wenn wir nur das wünschen, was Gott uns gibt, werden wir vollkommen glücklich sein. Nichts hat wirklichen Wert für uns, das wir nicht aus der Hand Gottes nehmen und Ihm dafür danken können. Der erste Zweifel, den die Schlange den Menschen brachte, war der an der Güte Gottes. Und dann sagte sie gleichsam zu Eva: Gott sucht euch einzuschüchtern. Was Er sagt, wird gar nicht eintreten. Ihr werdet gewiss nicht sterben, „sondern Gott weiß, dass, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden, und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses“ (V. 5). Vor dem Falle wusste der Mensch, dass es recht war, Gott zu gehorchen, und unrecht, Ihm nicht zu gehorchen. Aber er kannte Gutes und Böses nicht. Die Erkenntnis des Bösen schrieb die Schlange Gott mit Recht zu. Gott kennt Gutes und Böses in einer heiligen Natur. Der Mensch konnte zu dieser Erkenntnis nur durch Ungehorsam, und damit in einer sündigen Natur gelangen, er konnte Gutes und Böses nur dadurch kennen, dass er selbst böse wurde. Es handelt sich um eine reine Frage des Gehorsams gegen Gott, d.h. um Seine Oberhoheit. Von dem Baume zu essen, wäre nicht böse gewesen, wenn es nicht verboten gewesen wäre. Gott nicht zu gehorchen, war böse, und in dem Augenblicke, wo die ersten Menschen dies getan, kannten sie Gutes und Böses ihrem eigenen Bewusstseinszustande nach. Ihre Augen waren in der Tat geöffnet, aber geöffnet über ihren eigenen erbärmlichen Zustand, da sie böse geworden waren. Wenn wir einer Einflüsterung des Feindes Raum geben und anfangen, darüber Vernunftschlüsse anzustellen, ist schon alles verloren. In Eva sehen wir, wie sich der Ungehorsam darstellt, und wir können sagen, sich ihren Augen rechtfertigte: sie beurteilte den Baum. Sie sah, dass er gut zur Speise, eine Lust für die Augen und begehrenswert wäre, Einsicht zu geben. Sie beurteilte ihn also gänzlich im Lichte dessen, was die Schlange gesagt hatte, und ganz und gar nicht im Lichte dessen, was Gott gesagt hatte. Wie ernst ist dieses! Wie oft machen wir ähnliche Schlüsse, um uns glauben zu machen, dass unrecht recht ist! Wird Gott und Seine Güte ausgelassen, dann trügt uns sicherlich das Anschauen unserer Augen und das Urteilen unseres Verstandes. Nichts ist mir gut, das ich nicht als Gottes Gabe empfangen und Ihm dann dafür danken kann. Hier haben wir die drei Arten der Lust. Die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens sind hier alle im Keime enthalten. Gott wird dabei vom Vertrauen Seines Geschöpfes ausgeschlossen, Seine feierliche Warnung nicht beachtet, und die Lust und der Wille des Geschöpfes zum entscheidenden Umstande gemacht - darin besteht der Fall. Es war die äußerste Schande, die unter diesen Umständen der Güte, Lauterkeit und Oberhoheit Gottes angetan werden konnte. Bei Adam war es nicht die unmittelbare Versuchung durch die Schlange, sondern die Verführung von Seiten des Weibes. „Adam wurde nicht betrogen, das Weib aber wurde betrogen und fiel in Übertretung“ (1. Tim. 2, 14). Man kann sagen, Adam sündigte, wissend, was er tat; er ließ sich von seinen Zuneigungen beherrschen. Dadurch wurde die ganze Art der gegenseitigen Beziehungen zwischen Mann und Weib umgekehrt. Eva hätte sich durch ihre Zuneigungen bestimmen lassen sollen, und wenn das der Fall gewesen, würde sie, sowie die Schlange zu ihr redete, Adam gerufen haben; statt dessen ließ sie sich mit der Schlange ein, und eignete sich deren Urteil an. Adam hätte sich durch sein in der Furcht Gottes ausgeübtes Urteil leiten lassen sollen. Statt dessen ließ er sich durch seine Zuneigungen leiten, ohne Gott überhaupt einen Platz zu geben. Satans Ziel ist immer, Gottes Ordnung umzukehren. Adam war das verantwortliche Haupt, und wenn diese Dinge formgerecht behandelt werden, wie in Römer 5, so wird die Sünde, als durch ihn gekommen, betrachtet: die volle Verantwortlichkeit ruhte auf ihm. „Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren“ (V. 7). Eva hatte zweifellos gedacht: Wir werden wunderbare Dinge kennenlernen, von denen wir jetzt noch nichts wissen; doch alles, was sie erlangten, war das Bewusstsein, dass sie nackt waren! Das Gewissen sagt uns, dass uns die Erkenntnis des Guten und Bösen verantwortlich macht. Satan hatte es als einen großen Preis hingestellt, dass sie in der Erkenntnis des Guten und Bösen Göttern gleich sein sollten. Aber sie erlangten diese Erkenntnis nur dadurch, dass sie durch den Ungehorsam selbst böse wurden. Infolgedessen erkannten sie von dem Augenblicke an, wo sie von der Frucht aßen, dass sie nackt waren; sie erkannten den erbärmlichen Zustand, in dem sie sich befanden, und schämten sich seiner, ehe Gott ihnen auch nur ein Wort sagte oder ihnen nahte. Der Mensch wurde damit gleichsam zum Richter seines eigenen Zustandes - eine sehr ernste Sache. Ehe Gott zu ihnen kam, verurteilten sie sich selbst; sie wussten, dass sie nackt waren. Welch eine schreckliche Entdeckung, die sie da machten! In diesen Zustand ist der Mensch geraten - das ist es, was die Erkenntnis des Guten und des Bösen dem Menschen brachte: er war nun in einem Zustande, dessen er sich schämen musste. „Ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich“ (V. 10). Die Gegenwart Gottes versetzte sie in Aufregung, und die Feigenblätter erwiesen sich als seine Bekleidung, sowie Gott nahte. Der Mensch hatte das Bewusstsein, dass er in einem Zustande war, der ganz und gar unpassend für Gott war - das Bewusstsein, dass er unbekleidet, nackt vor Gott war! Am Ende des Kapitels nimmt Sich Gott dieses schrecklichen Zustandes dadurch an, dass Er ihnen Röcke von Fellen machte. Das geschah, nachdem der Glaube kam. Adams Vermächtnis an uns ist das eine Wort „Leben“; wir würden das Gegenteil erwartet haben. Eva bedeutet Leben - sie war die Mutter aller Lebendigen, und es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass ihr Name zeigt, dass Adam Glauben hatte. Gott sagte zur Schlange: „Weil du dieses getan hast“ usw. (V. 14). Es handelte sich in Wahrheit um eine Rechtssache, die zwischen Gott und Satan auszutragen war. Die Menschheit war gleichsam der Kampfplan, wo der Streit ausgefochten wurde. Aber der Kampf selbst war in Wirklichkeit zwischen Gott und der Schlange, und deshalb traf diese sofort der Fluch Gottes. Kein Fluch traf den Menschen oder sein Weib; das Unheil wird bis zu seinem Ursprung verfolgt und kommt unter das ausdrückliche Gericht Gottes. Es ist gesegnet, Gottes Absicht zu sehen, einen Samen solcher Wesensart auf Erden zu haben, dass er von der Schlange und ihrem Samen gehasst würde. Das erste Wort der Gnade lautet: „ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen“ (V. 15). Das lässt mich darauf schließen, dass das Weib die Menschheit als Gegenstand des göttlichen Erbarmens und der Gnade darstellt. Es gibt solche, die der Same der Schlange sind, und zwischen ihnen und dem Samen des Weibes besteht Feindschaft. Der Same des Weibes birgt den Gedanken eines göttlichen Samens in sich. In erster Linie ist natürlich Christus der Same des Weibes, aber in einem untergeordneten Sinne sind es alle Auserwählten Gottes. Das ist der erste Hinweis in der Schrift auf zweierlei Samen - zwei Geschlechter; und wir haben sie den ganzen Lauf der Zeit hindurch bis auf den heutigen Tag. Es gibt solche in der Welt, die der Same der Schlange sind, obschon wir sie nicht im einzelnen als solche bezeichnen könnten. Das Neue Testament nennt sie Kinder des Teufels; aber es gibt auch Kinder Gottes, was Gerechtigkeit und Liebe anlangt, und zwischen diesen beiden Samen besteht eine Feindschaft, die jedoch von Seiten der Schlange und ihrem Samen ausgeht. Kain war der erste des Samens der Schlange, der erste jenes Geschlechts - und Abel der erste vom Samen des Weibes. Abel war nicht nur ein Bild von Christo, sondern auch ein Gefäß des Geistes Christi. Christus hatte in sittlicher Hinsicht in Abel eine Gestalt gewonnen; und Er ist in allen Heiligen. Wir können sie daher als den Samen des Weibes betrachten. Eva gab Kain einen falschen Namen - sie glaubte, Kain wäre Christus. Kain bedeutet „Erwerbung“, sie sprach: „Ich habe einen Mann erworben mit Jehova“ (Kap. 4, 1). Doch es dauerte nicht lange, und sie erkannte, dass er nicht Christus war, und so nannte sie Abel bei seiner Geburt „Hauch, Nichtigkeit“. Sie hatte also schon gelernt, wie nichtig es war, zu erwarten, dass der verheißene Same auf natürlichem Wege kommen konnte. Welche eine lange Reihe leidender Zeugen sind es gewesen, deren Fersen Satan zermalmt hat! Abel war der erste, und dann kommen die Blutzeugen aller Zeitalter; sie alle aber sind nur bis zu einem gewissen Grade Überwinder gewesen; Christus dagegen in ganz hervorragender und herrlicher Weise. Sie wurden verfolgt und zu Tode gemartert, aber der Geist Christi war in ihnen, und so überwanden sie. Dem Augenschein nach überwand Kain den Abel, doch Abel war der Überwinder, und von allen Menschen hat er den längsten Dienst als Prediger ausgeübt - „obgleich er gestorben ist, redet er noch“ (Heb. 11, 4). Ich denke, das Zermalmen der Ferse deutet auf die Leiden der Heiligen um des Zeugnisses willen hin, und zwar in ganz besonderer Weise auf die Leiden Christi; alles, was die Macht des Bösen tun konnte, richtete sich wider Ihn. Die Art, in der Gott Sich an Eva wendet, ist sehr lehrreich, denn sie lässt den Weg erkennen, auf dem jede göttliche Segnung zu den Menschen kommen sollte. Was ihr gesagt wurde, scheint auf die persönlichen Übungen hinzuweisen, die die Menschheit als Gegenstand des Erbarmens kennzeichnen sollten. Segnung kommt durch tiefe Herzensübung. Hier werden drei große Grundgedanken erwähnt, die Segnung zur Folge haben. Der erste ist Mühsal der Seele. An einem Schauplatze, wo die Sünde ist, kann nichts für Gott hervorgebracht werden, außer durch Leiden und Mühsal, d.h. durch tiefe Seelenübung. Gottes Volk ist immer ein leidendes und geprüftes Volk gewesen, und auch nicht das Geringste von Christo ist getrennt von Mühsal der Seele hervorgebracht worden. Dann heißt es: „nach deinem Manne wird dein Verlangen sein“ (V. 16). Dies ist ein weiterer, großer Grundgedanke der Segnung: Gott wendet das Verlangen jeder geübten Seele Christo zu. Gerade in diesem Kapitel sehen wir, wie Gott beginnt, das Verlangen auf Christum zu richten - Er ist Gottes Antwort auf jede Übung. Das ganze Werk Gottes im Menschen soll dazu dienen, sein Verlangen auf Christum zu richten. Wir sehen das in der ganzen Heiligen Schrift, und jeder einzelne von uns hat es erfahren, dass Gott Verlangen nach Christo weckte, und dass jede Segnung auf diesem Wege kam. Wir mussten unseren inneren Zustand fühlen und die Enttäuschung und den Zusammenbruch von allem hienieden kennenlernen; aber es diente unter der guten Hand Gottes dazu, Verlangen nach Christo zu wecken. Nichts könnte anziehender sein, als zu sehen, wie Gott wirkt, dass Christus der Gegenstand des Verlangens wird. Trotz allem wird Er „das Ersehnte aller Nationen“ sein (Hag. 2, 7). Ehe Er kommt, wird Gott dergestalt wirken, dass die Nationen Ihn herbeisehnen, und dann wird die tausendjährige Segnung kommen. Inzwischen macht Gott Ihn, in der Erwartung des Augenblicks, wo der Geist und die Braut „Komm!“ sagen, zum Ersehnten unserer Herzen. Wir machen uns oft so sehr selbst zum Mittelpunkt, sogar was unsere geistliche Segnung anbelangt, und deshalb machen wir vielleicht so langsame Fortschritte. Es ist etwas Ungeheures, wenn das Verlangen unserer Herzen nach Christo geht. Wenn das der Fall ist, sind wir, was das Werk Gottes in unserer Seele anlangt, auf die rechte Bahn gekommen. Es ist sehr lehrreich, in den Evangelien zu sehen, wie Christus der Gegenstand des Verlangens wird. Denken wir an Zacharias, Elisabeth, Maria, die Hirten, die Weisen aus dem Morgenlande - das waren alles solche, die gleich am Anfang erwähnt werden: Er wurde der Gegenstand des Verlangens von ihnen allen und von vielen anderen nach ihnen. Wie völlig werden doch in den Evangelien die drei erwähnten Grundgedanken, nämlich Mühsal der Seele, Verlangen nach Christo und Seine Herrschaft, erläutert. Jeder, der zu Jesu kam, könnte da seine eigene Geschichte der Gnade erzählen. Jeder ist durch Mühsal der Seele gegangen, und sein Verlangen wandte sich Christo zu, und er kam unter Seine Herrschaft. Gott gebrauchte das Leid der Menschen, sie dahin zu üben, dass Christus der Gegenstand ihres Verlangens wurde. Und wenn das der Fall war, so waren sie Ihm willkommen. Und so ist es auch bei uns: keiner von uns kommt, was das Werk in seiner Seele anlangt, in die eigentliche Bahn des Werkes Gottes, bis sein Verlangen auf Christum gerichtet ist. Dann ist wirklich Gewinn vorhanden und auch Fortschritt, und die Folge ist, unsere Zuneigungen werden von Ihm beherrscht. Denn es handelt sich um die Herrschaft Dessen, der der Gegenstand unseres Verlangens ist. Dadurch, dass wir unter Seine Herrschaft kommen, entfliehen wir der Gesetzlosigkeit und kommen in den Kreis des Segenswillens Gottes. Und wenn unsere Zuneigungen von Ihm beherrscht werden, wenn der Gegenstand des Verlangens herrscht, dann kommen wir zu der Wahrheit, dass Er das Haupt ist. Bloße Verstandestätigkeit und Studium sind fruchtlos. Wenn etwas für Gott hervorgebracht werden soll, so muss das durch Herzensübung geschehen. Jede Faser wahrer Übung wendet dann das Verlangen des Herzens Christo zu, und die Folge ist, dass Er unser Herr und unser Haupt wird - das ist der Lauf des Werkes in der Seele des Einzelnen. Die Jünger gingen durch die schwerste Mühsal ihrer Seelen, als sie ihren Messias verloren, Joh. 16, 20 redet davon; doch der Herr sagt: „ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen“ (V. 22). Am Auferstehungstage lenkte Er dann aller Verlangen auf Sich Selbst, das der Maria, des Petrus, der zwei, die nach Emmaus gingen, und anderer. Als das geschehen war, war es sehr leicht, ihnen durch Maria die Botschaft zu senden: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eure Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott.“ (Joh. 20, 17) Das brachte sie zusammen; und als sie versammelt waren, kam Er in ihre Mitte und nahm Seinen Platz als Haupt ein. Dem Grundsatze nach haben wir das alles hier. Das Weib stellt im Bilde die Seite des Innerlichen, d.h. das Werk Gottes in der Seele dar; der Mann mehr die Seite der Verantwortlichkeit. Was Gott Eva sagte, zeigt uns in geistlicher Hinsicht den Weg, auf dem Er bei den Gegenständen Seines Erbarmens wirken wollte. Das gibt uns die Art Seines inwendigen Werkes im Geiste Seiner Auserwählten. In dem aber, was Er zu Adam sagt, sehen wir den äußeren Lauf Seines Waltens und Seiner Erziehung in dieser Welt. Zu Adam redet Gott von Fluch und Tod - alles Folgen Seines heiligen und gerechten Waltens. Diese Folgen sind nie hinweggetan worden, obwohl die Verhältnisse in den Tagen Noahs etwas erleichtert wurden. Im Allgemeinen haben wir das, was wir hier finden, noch heute. Der Erdboden bringt Dornen und Disteln hervor, und der Mensch kehrt nach einem Leben der Mühsal zum Staube zurück. Das sind, dem Walten Gottes zufolge, die äußeren Früchte dessen, dass die Sünde kam, und wir alle haben dieser Züchtigung ins Auge zu schauen. Beide Seiten gehen Hand in Hand; die inneren geistlichen Übungen in Gottes Auserwählten, und das äußere Walten, worunter wir alle kommen. Satan sucht dem Menschen einzureden, dass er sich in einer glücklichen Welt befindet. Doch all die Vergnügungen dieser Welt - Theater, Konzerte, Bälle usw. - sind nur der Schaum des Kelches der Enttäuschung. Besuche irgendwelche Vergnügungsstätte, und du wirst dort nicht ein einziges wirklich glückliches Herz finden: allenthalben sind die Dornen und Disteln, und jeder kehrt zum Staube zurück. Der Mensch brachte das Kennzeichen der Verfluchung der Erde, nämlich die Dornen, auf Christum. Es war ein treffendes Bild davon, dass der Herr zum Fluche gemacht wurde. Der Fluch kam auf Ihn, und dadurch, dass Er den Fluch getragen, wird schließlich jede Spur des Fluches hinweggetan werden. In der Zwischenzeit lässt Gott die Folgen Seiner Zucht, die er der Sünde wegen übt, dem Menschen zum Segen ausschlagen. Unter Gottes Walten dienen die äußeren Umstände hienieden dem Menschen zum Guten: welch ein Segen ist es zum Beispiel, dass die Menschen zu arbeiten haben; das ist ein heilsamer Hemmschuh gegen die Gesetzlosigkeit des Menschen. Weiter lässt Gott Seinen Heiligen alles das zum Segen dienen, was ihrem Geiste zu schaffen macht, also alles das, was den Dornen und Disteln entspricht. Die inneren Übungen werden nach meinem Dafürhalten im Bilde in dem dargestellt, was Gott der Eva sagte. Sein äußeres Walten und Seine Zucht in dem, was Er Adam sagte. Wir alle haben die Folgen davon, dass die Sünde gekommen ist, zu tragen. Wir alle haben uns der Zucht der Regierungswege Gottes zu beugen. Die Zucht geht mit dem Werke Gottes Hand in Hand, und so hilft eines dem anderen. Es ist schön, zu sehen, wie Adam sich über alles das erhob, was ihm gesagt wurde. Er erhob sich in den Bereich dessen, was Gott der Schlange und dem Weibe gesagt hatte, und nennt alsbald sein Weib Eva, d.h. „Leben“, weil sie die Mutter aller Lebendigen war. Mir scheint, Adams Glaube sah, dass ein Lebensgeschlecht aus Eva hervorkommen sollte - ein Geschlecht für Gott. Ich glaube nicht, dass Adam sie bloß Eva nannte, weil sie die Mutter so vieler menschlicher Wesen sein sollte: sie sollte Mutter aller Lebendigen sein. Jeder von uns, der vor Gott lebt, kann sagen, dass Eva seine Mutter ist, d.h. wir sind aus unumschränkter Gnade geboren. Ich denke, Eva stellt die Menschheit als Gegenstand der göttlichen Gnade dar. In Kapitel 4 haben wir die Nachkommen Seths; Gott sichert Sich ein Geschlecht, ein Geschlecht, das den Namen des Herrn anruft (Kap. 4, 26) - sie sind die Lebendigen. Adam wird in Hebräer 11 nicht erwähnt, und wir würden von seinem Glauben nichts gewusst haben, wenn er sein Weib nicht Eva genannt hätte. Dieser Umstand wird uns als ein Zeugnis von seinem Glauben mitgeteilt. Er erkannte Eva dem Platze gemäß an, den sie als Gegenstand des Erbarmens hatte. In seinen Augen war sie die Mutter aller Lebendigen. Er vermochte sich über das Urteil, das ihn getroffen hatte, zu erheben - obwohl er sich zweifellos darunter beugte -, und erfasste den göttlichen Gedanken, dass Leben kommen sollte. Es kam auf dem Grunde dessen, was Gott zum Weibe und zur Schlange sagte, und Adam erfasste das. Nachdem Glaube vorhanden war, kleidete Gott sie. Er nahm Sich ihres Zustandes der Nacktheit an, und zwar durch den Tod: Er kleidete sie mit Röcken von Fellen. Wir sehen darin ein Bild der göttlichen Gerechtigkeit, die sich auf die Erlösung gründet. Also gekleidet, konnten sie freimütig ihr Haupt erheben. Das geht nicht so weit wie die Versöhnung: die Versöhnung ist zum Wohlgefallen Gottes, aber die Röcke von Fellen sollten ihnen das Bewusstsein ihrer Nacktheit nehmen; Gott nahm es ihnen dadurch, dass Er sie mit dem kleidete, was das Bild einer von Ihm ausersehenen Gerechtigkeit war. Sie konnten nun vor Ihm in dem Bewusstsein stehen, eine Gerechtigkeit zu besitzen, die vor Ihm bestehen konnte, weil Er sie Selbst ausersehen hatte. Zur Schlange wurde gesagt: „Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen“ (V. 14). Darin kommt die Erniedrigung zum Ausdruck, die der Schlange zu Recht gebührte. das steht im schlagenden Gegensatz zu der samenbringenden Baumfrucht, die der übrigen Schöpfung zur Speise gegeben war. Gott drückte damit der Schlange ein besonderes Merkmal der Erniedrigung auf, und so wird Satan der Elendste aller Geschöpfe sein. Das deutet auf die Tiefe seines Falles hin. Er war der Schönste aller Geschöpfe Gottes, „voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit“ (Hes. 28, 12); es war nichts Unrechtes an ihm, bis sein Herz sich voll Stolz ob seiner Schönheit erhob, und er fiel. Gott hat die Erniedrigung eines solchen Geschöpfes offensichtlich gekennzeichnet; von höchsten Platze ist er auf den tiefsten herabgesunken. In 2. Kor. 11 werden wir gewarnt, dass unser Sinn nicht „verderbt und abgewandt werde von der Einfalt gegenüber Christus“ (V. 3), und dass Satan „die Gestalt eines Engels des Lichts“ annehmen kann (V. 14). Wenn wir bewahrt sein wollen, müssen wir gegen seinen verführerischen Einfluss auf der Hut sein; in unseren Augen sollte er kein Engel des Lichts sein. Es ist auffallend, dass es nur zwei Formen des Götzendienstes in der Welt gibt, nämlich Sonnenanbetung und Schlangenanbetung. Schlangenanbetung gibt es unter allen Völkern des Heidentums; Satan hat sich unter der Gestalt einer Schlange dem Menschen zum Gegenstand der Verehrung gemacht. Es ist ein Trost, zu sehen, dass sein Haupt zermalmt werden wird; all seine Pläne werden zuschanden werden.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 09:35
    HPWepf hat auf das Thema Salomos Heirat im Forum Israel geantwortet.
    Lieber Bruder Karl ich Salomo sehen wir wie der Untergang Israels durch die Verbindung mit der Welt gegen Gottes Wort eingeläutet wurde, bis der wahre Sohn Davids kommt. 1. Könige 1. Kö 3,1: Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten; und er nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses Jehovas und der Mauer von Jerusalem ringsum vollendet hatte. 1. Kö 3,2: Nur opferte das Volk auf den Höhen; denn bis zu jenen Tagen war dem Namen Jehovas kein Haus gebaut worden. 1. Kö 3,3: Und Salomo liebte Jehova, indem er in den Satzungen seines Vaters David wandelte; nur opferte und räucherte er auf den Höhen. 1. Kö 3,4: Und der König ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern, denn das war die große Höhe; tausend Brandopfer opferte Salomo auf selbigem Altar. 1. Kö 3,5: Zu Gibeon erschien Jehova dem Salomo in einem Traume der Nacht; und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll. 1. Kö 3,6: Und Salomo sprach: Du hast ja an deinem Knechte David, meinem Vater, große Güte erwiesen, so wie er vor dir gewandelt hat in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in Geradheit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Güte bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Throne sitzt, wie es an diesem Tage ist. 1. Kö 3,7: Und nun, Jehova, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David Statt, und ich bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- und einzugehen; 1. Kö 3,8: und dein Knecht ist in der Mitte deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das nicht gezählt noch berechnet werden kann vor Menge. 1. Kö 3,9: So gib denn deinem Knechte ein verständiges Herz, um dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gutem und Bösem; denn wer vermöchte dieses dein zahlreiches Volk zu richten? – 1. Kö 3,10: Und das Wort war gut in den Augen des Herrn, daß Salomo um dieses gebeten hatte. 1. Kö 3,11: Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dieses gebeten hast, und hast dir nicht viele Tage erbeten, und hast dir nicht Reichtum erbeten, und nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Einsicht erbeten, um das Recht zu verstehen, 1. Kö 3,12: siehe, so habe ich nach deinem Worte getan; siehe, ich habe dir ein weises und einsichtsvolles Herz gegeben, daß deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist, und deinesgleichen nach dir nicht aufstehen wird. 1. Kö 3,13: Und auch was du nicht erbeten hast, habe ich dir gegeben, sowohl Reichtum als Ehre, so daß deinesgleichen niemand unter den Königen sein wird alle deine Tage. 1. Kö 3,14: Und wenn du auf meinen Wegen wandeln wirst, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, so wie dein Vater David gewandelt hat, so werde ich deine Tage verlängern. – 1. Kö 3,15: Und Salomo erwachte, und siehe, es war ein Traum. Und er kam nach Jerusalem, und er stand vor der Lade des Bundes Jehovas und opferte Brandopfer und opferte Friedensopfer und machte allen seinen Knechten ein Mahl. 1. Kö 3,16: Damals kamen zwei Huren zu dem König und standen vor ihm. 1. Kö 3,17: Und das eine Weib sprach: Bitte, mein Herr! Ich und dieses Weib wohnten in einem Hause; und ich gebar bei ihr im Hause. 1. Kö 3,18: Und es geschah am dritten Tage, nachdem ich geboren hatte, da gebar auch dieses Weib; und wir waren zusammen, kein Fremder war bei uns im Hause, nur wir beide waren im Hause. 1. Kö 3,19: Und der Sohn dieses Weibes starb des Nachts, weil sie auf ihm gelegen hatte. 1. Kö 3,20: Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, während deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen. 1. Kö 3,21: Als ich nun am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu säugen, siehe, da war er tot; und ich betrachtete ihn am Morgen, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte. 1. Kö 3,22: Und das andere Weib sprach: Nein! Sondern mein Sohn ist der lebendige, und dein Sohn ist der tote. Und jene sprach: Nein! Sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige. Und so redeten sie vor dem König. 1. Kö 3,23: Da sprach der König: Diese spricht: Dieser, der lebendige, ist mein Sohn, und dein Sohn ist der tote; und jene spricht: Nein! Sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige. 1. Kö 3,24: Und der König sprach: Holet mir ein Schwert. Und man brachte das Schwert vor den König. 1. Kö 3,25: Und der König sprach: Teilet das lebendige Kind in zwei Teile, und gebet der einen die Hälfte und der anderen die Hälfte. 1. Kö 3,26: Da sprach das Weib, deren Sohn der lebendige war, zum König, denn ihr Innerstes wurde erregt über ihren Sohn, und sagte: Bitte mein Herr! Gebet ihr das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mein noch dein soll es sein, zerteilet es! 1. Kö 3,27: Da antwortete der König und sprach: Gebet jener das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter. 1. Kö 3,28: Und ganz Israel hörte das Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem König; denn sie sahen, daß die Weisheit Gottes in ihm war, Recht zu üben.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 09:30
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 02 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 2 In den einleitenden Versen des zweiten Kapitels kommen wir zum siebenten Tage, dem Tage, an dem Gott ruhte „von all seinem Werk, das er gemacht hatte“. Es ist gesegnet, daran zu denken, dass ein Tag kommt, an dem Gott in einer Welt ruht, die die Frucht Seines eigenen Werkes ist - in einer Welt, die unter den Einfluss Christi gebracht ist, und wo alles durch lebendige Speise in der Kraft des Lebens aufrechterhalten und durch Fruchtbarkeit und Vermehrung gekennzeichnet wird: dann wird Gott Wohlgefallen finden an dem Ergebnis Seines eigenen Werkes. Der Sabbat war nachmals eine sehr wichtige Anordnung, ein besonderes Band zwischen Gott und Seinem Volke. Gott stellte Seinem Volke Israel immer Seine Ruhe vor Augen, sowie auch die Zustände, in denen allein Er Ruhe finden konnte, und dazu Seinen Herzenswunsch, dass Menschen an jener Ruhe teilhaben sollten. Der Sabbat wurde ein ewiger Bund zwischen Gott und Seinem Volke. Gott wies Mose an, auf das erste Blatt der Heiligen Schrift einen inhaltreichen Abriss der Zustände zu schreiben, die zu Seiner Ruhe führen sollten. Doch es erfordert die ganze Heilige Schrift, um das mannigfaltige göttliche Werk zu entfalten, das in der Ruhe Gottes enden wird. Wenn ich von der Ruhe Gottes rede, so habe ich nicht den Ewigen Zustand, sondern die Verwaltung der Fülle der Zeiten vor mir, in der alles unter ein Haupt zusammengebracht ist in dem Christus (Eph. 1, 10). Alle Bedingungen des Lebens werden dann geschaffen sein und genossen werden, so dass Gottes Gedanken über den Menschen auf Erden zustande kommen. Christus und die Kirche werden dann den Platz der Oberhoheit haben: Gott wird ruhen, und Seine Heiligen werden Seine Ruhe teilen - welch eine Segnung! Als der Herr hienieden war, war Er auch „Herr des Sabbats“, und bei der Ausübung der Rechte, die dieser Titel in sich begriff, wollte Er den Menschen heilen und befreien. Wie hätte es für die Menschen einen wahren Sabbat geben können, solange sie, vom Teufel geknechtet, unter tausenderlei Übeln und Schwachheiten litten? Und wie konnte es für Gott einen wahren Sabbat geben, wenn sich Sein Geschöpf in einem derartigen Zustande befand? Es ist ein schreckliches Zeugnis vom Zustande des Menschen, dass der Herr niemals in Verbindung mit dem Sabbat erwähnt wird, ausgenommen da, wo Er ihn nach der Meinung der Juden brach. Der Mensch war einer so schrecklichen Knechtschaft anheimgefallen, dass für ihn keine Ruhe möglich war, bis ihm Gott eine Befreiung erwirkt hatte, und so machte die Gnade den Herrn des Sabbats zu einem Arbeiter an jenem heiligen Tage. 5. Mose 5, 15 ist sehr lehrreich, insofern es zeigt, dass sich das Gebot, den Sabbat zu beobachten, an ein Volk wandte, das von Jehova, Seinem Gott, aus der Knechtschaft befreit worden war. In einer Welt der Sünde und der Knechtschaft konnte es keine Ruhe für Gott geben; deshalb musste der Herr sagen: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.“ (Joh. 5, 17) Doch der siebente Tag ist ein Bild von der Zeit, wo alles dem Wohlgefallen Gottes gemäß sein wird. Er redet von der tausendjährigen Ruhe der ganzen Schöpfung. Indem wir uns im Geiste an jenen Tag versetzen, singen wir zuweilen: doch in Wirklichkeit sind wir noch nicht dahin gekommen. Der erste Tag der Woche ist der das Christentum kennzeichnende Tag. Er ist der Anfang eines neuen Zeitabschnitts und steht in Wahrheit in Beziehung zu dem, was ewig ist. Doch der siebente Tag steht in Beziehung zu den ihm vorausgehenden sechs Tagen, an denen Gott an einem Schauplatz gewirkt hatte, wo Unordnung und Finsternis gewesen waren, den Er aber schließlich Seinem Wohlgefallen gemäß umgestaltet hatte. Dies geschah im Blick auf das Tausendjährige Reich, wo alles, der göttlichen Wirksamkeit zufolge, so geordnet sein wird, dass auf ebendem Schauplatze, wo all die Unordnung und Finsternis gewesen war, Ruhe zustande kommt. Das wird der Triumph Gottes über all die Zustände sein, die infolge der Sünde und der Macht Satans hienieden eingetreten sind. Von Vers 4 an wird das, was mit der Schöpfung des Menschen und seinen sittlichen Beziehungen zu Gott in Verbindung steht, ausführlicher behandelt. Deshalb wird auch der Name Jehova erwähnt, d.h. der Name, der auf Beziehungen hindeutet. Die Schöpfung des Menschen ist von höchster Bedeutung. „Und Jehova Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.“ (V. 7) Das war ganz und gar verschieden von der Schöpfung der Tiere. Der Mensch ist nicht nur eine lebendige Seele, sondern er hat einen ihm unmittelbar von Gott eingehauchten Geist. Dadurch, dass er einen Geist hatte, wurde er eine lebendige Seele. Als Geschöpf wurde er gebildet, um in unmittelbarer sittlicher Beziehung zu Gott zu stehen; und es ist wichtig zu erkennen, dass jedes menschliche Wesen seinen Geist unmittelbar von Gott empfängt. (Sach. 12, 1) Es lässt sich nichts Unmittelbares und Innigeres denken, als dass Gott in des Menschen Nase hauchte. Der Mensch ist ein Geschöpf, er ist weder Gott, noch ein Teil Gottes, wie es die Torheit des Pantheismus behauptet, aber sein Geist lebt kraft der Einhauchung Gottes. Der Mensch ist Sein Geschlecht: „Denn in ihm leben und weben und sind wir“ (Apg. 17, 28). Wir können das gar nicht genug betonen. Diese Beziehung zu Gott ist es, die den Menschen verantwortlich macht; und nichts wird die Menschen zurechtbringen und glücklich machen, als dies, dass ihre Beziehung zu Gott Ihm gemäß in Ordnung gebracht wird. Nachdem der Fall gekommen, ist der Mensch von Gott abgeirrt, und nichts wird ihn zurechtbringen, als dass er zu Gott zurückgebracht wird. Dass der Sohn Gottes in die Welt kam, die Erlösung vollbracht und der Heilige Geist gegeben wurde, das alles geschah im Blick auf die Wiedererlangung des Menschen; er sollte zum Wohlgefallen Gottes sein. Wenn Gott den Menschen durch die Erlösung wiedererlangt, gibt Er ihm Seinen eigenen Geist; das ist mehr als Adam in Unschuld je besaß. Es ist Gottes Art, wenn etwas versagt, was Er aufgerichtet hat, es durch etwas Besseres zu ersetzen. Seiner Weisheit gefiel es, eine Ordnung zu schaffen, in der ein Fehlen eintreten konnte, und dadurch, dass dieses geschah, sicherte Er sich Selbst eine größere Herrlichkeit und Seinen Geschöpfen größere Glückseligkeit, indem Er etwas Besseres zustande brachte. Vergebung, Rechtfertigung und die Gabe des Geistes gibt einem eine höhere und bessere Stellung, in viel größerer Nähe zu Gott, als sie Adam im Zustande der Unschuld kannte. Der Christ hat durch die Erlösung den Geist Gottes, und das ist mehr, als durch die Einhauchung Gottes zu leben. Der Gläubige hat seinen eigenen Geist, aber er hat auch den Geist Gottes, der seinem Geiste Zeugnis gibt (Röm. 8, 16). „Und Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte“ (Vers 8). Eden heißt: Wonne, Lieblichkeit; es bedeutet einen Schauplatz des Wohlgefallens, wo alles zu finden war, was zur natürlichen Glückseligkeit eines ungefallenen Menschen dienen konnte. Jeder Baum, der lieblich anzusehen und gut zur Speise war, war da. Und der Mensch wurde in diesen Garten gesetzt, „ihn zu bebauen und zu bewahren“ (V. 15). An alles war gedacht worden, aber der Mensch hatte den Garten zu bebauen. Dieser ursprünglichen Anordnung scheint ein Gedanke zugrunde zu liegen, der unsere Aufmerksamkeit verdient. Weitere Grundgedanken haben wir im Baume des Lebens und dem Fluss, die im Bilde klar von Christo und dem Geiste reden. So gab Gott von Anbeginn einen Hinweis darauf, dass Er in Seinen Gedanken weit mehr Gutes für den Menschen hatte, als es im Kreise der Natur zu finden war. Der Baum des Lebens in der Mitte des Gartens war eine Andeutung und Verheißung von Besserem und Größerem, als es in all dem Guten, womit Er Adam umgeben hatte, zum Ausdruck kam. Er war die Verheißung des Lebens, noch ehe die Sünde kam, noch ehe die Zeitalter der Zeit ihren Lauf genommen hatten (Tit. 1, 2), zu einer Zeit, da der Tod nur als die schreckliche Strafe gekannt wurde, die nach dem Worte Jehovas der Ungehorsam zur Folge hatte. Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen war auch da. Doch er enthielt eine Frage, der Gott allein gewachsen war. Der Mensch war nicht zuständig, ihre Lösung in Angriff zu nehmen. Der bloße Versuch, dies zu tun, bedeutete seinen Zusammenbruch. Gott suchte deshalb den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen durch das strengstmögliche Verbot zu schützen, unter Androhung der ernstesten Strafe im Falle des Ungehorsams. Dem Baume des Lebens und dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen liegen so große und wichtige Wahrheiten zugrunde, dass wir sie eingehend erwägen sollten. Es scheint, dass Gott in ihnen klar die beiden großen Fragen kundtat, deren Lösung Er in Verbindung mit den Menschen ihrem Ziele zuzuführen beabsichtigte. Dass die beiden Bäume beieinander standen, scheint anzudeuten, dass die Frage des Lebens für den Menschen mit der Lösung der Frage des Guten und Bösen eng verbunden war. Da diese Frage in das Weltall gekommen, musste sie zu Gottes Herrlichkeit erledigt werden, derart, dass Leben, Seinen Gedanken gemäß, das Teil Seiner Geschöpfe werde. Der Mensch wurde in diese Frage durch seinen Ungehorsam und Fall verstrickt. Gott kennt Gutes und Böses und weiß beides vollkommen zu beurteilen. Der Mensch aber konnte diese Erkenntnis nur dadurch erlangen, dass er selbst böse wurde. Doch Gottes Vorsatz war, der Mensch sollte wie Er selbst sein und Gutes und Böses in einer heiligen Natur kennen, und dies brachte Er durch Christum und das Kreuz zustande. Die Frage des Guten und Bösen war zu groß für das Geschöpf. Gott allein konnte sie lösen. Und als der Mensch, das Geschöpf Seines Wohlgefallens, in sie verstrickt wurde, ließ Gott es zu, dass die ganze Frage in Verbindung mit ihm ihrem Ziele zugeführt wurde. Gottes Absicht war, dass es also sein sollte. Er hat es jetzt ermöglicht, dass Gutes und Böses zu unserem lauteren Segen erkannt werden können, und nicht bloß mit einem schuldigen Gewissen. Welch eine Schaustellung des Guten und Bösen haben wir auf dem Kreuze! Das Gute in Gott kam durch das Böse im Menschen in einer Weise ans Licht, wie es in einer Welt der Unschuld nie gekannt worden wäre. Daselbst sehen wir auch, wie das Böse gerichtet wurde, und wie die Strafe des Todes, die mit diesem Holze oder Baume in Verbindung war, über Einen kam, der sie zu Gottes Herrlichkeit in Liebe trug, so dass sich nun Ströme des Lebens und der Segnung von ebendieser Stätte aus ergießen können. Das Böse ist der Untergrund geworden, den Glanz und die Herrlichkeit des Guten in dem glückseligen Gott hervortreten zu lassen. Die Offenbarung Gottes in Christo ist in Wahrheit der Baum des Lebens, und wenn das Geschöpf dahin kommt, Gott zu kennen und von dem zu leben, was Gott Seiner Offenbarung nach ist, so kommen wir zu einer Kraft des Lebens, die kein Böses anzutasten vermag. Im Kreuze sehen wir die beiden Bäume zusammengebracht. Gutes und Böses sind dort ans Licht gebracht und voneinander entwirrt und geschieden worden. Dort sehen wir einerseits die unendliche Güte Gottes, und andererseits wie das Böse im Menschen und Satan völlig zur Schau gestellt ist; aber das Gute in Gott hat über das Böse im Menschen triumphiert. Die ganze Frage ist jetzt gelöst, und der sie gelöst hat, ist zum Baume des Lebens geworden. Doch da wir durch den Fall in diese Frage verstrickt worden sind, so haben wir ihre Eigenart und Lösung durch Herzensübungen zu lernen; wir machen in ihnen die Entdeckung, was wir sind, und durch Gnade auch die, was Gott ist. Das geschieht aber nicht bei den ersten Seelenübungen, die uns für die Aufnahme des Evangeliums zubereiten, sondern besonders durch die Übungen, durch die Gottes Volk geübte Sinne „zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen“ erlangt (Heb. 5, 14). Es gibt nichts Wunderbareres als die einleitenden Kapitel des ersten Buches Mose. Dort haben wir den Baum und den Fluss, und am Ende der Offenbarung haben wir sie wieder. Womit Gott beginnt, damit endet Er auch. Er begann im Bilde mit Christo, und wird auch mit Christo enden. Er stellt uns alles vor, was Christus ist, und gerade der Fall des Menschen brachte diesem, nachdem er von Neuem geboren war und den Geist empfangen hatte, die Gelegenheit, alles, was der in Christo offenbarte Gott ist, auf eine sehr tiefe und gesegnete Weise schätzen zu lernen. Es ist wunderbar, dass wir schon vor dem Fall im Bilde eine solche Darstellung der Gnade und des Ausfließens des Herzens Gottes haben. Gott hat eingegriffen und die Frage des Guten und Bösen im Kreuze und Tode Christi gelöst. Er hatte Selbst alles ans helle Licht gebracht, und dies zu Gunsten des Menschen, so dass sich von jener Stätte aus der Segen ergießt. Die vier Flüsse deuten darauf hin, und deren Anzahl lässt uns schließen, dass sich der Segen von der himmlischen Stadt und von dem Heiligtum auf Erden ergießt, wie es am Tage der Zukunft geschehen wird (siehe Offb. 22, 1; Hes. 47). In der gegenwärtigen Zeit jedoch entspricht diesen Flüssen das Ausgehen des Evangeliums in der Kraft des Geistes. Der Name des ersten Flussarmes Pison bedeutet „freifließend“, und es war Gold in dem Lande, wo er floss - welch ein Hinweis ist das auf das Evangelium! Es redet von der in göttlicher Gerechtigkeit freifließenden Gnade. Anstatt, dass Gott Gerechtigkeit von den Menschen forderte, schenkt Er ihnen Seine eigene Gerechtigkeit. Das Evangelium fordert keine Gerechtigkeit, sondern gibt sie. Die drei Dinge, die mit dem Pison in Verbindung stehen - das Gold, das Bdellion und der Onyxstein -, scheinen auf drei verschiedenen Züge der göttlichen Gnade hinzuweisen. Die einzige andere Stelle, wo das Bdellion erwähnt wird, ist 4. Mose 11, 7, und zwar in Verbindung mit dem Manna. Und Onyxsteine, in denen die Namen der zwölf Stämme Israels eingegraben waren, trug der Hohepriester auf seinen Schultern. Gnade, die in göttlicher Gerechtigkeit ausströmt, von der das Gold zu uns redet, verleiht dem Menschen alles, was er bedarf. Sie gibt ihm Gerechtigkeit und Speise, ihn auf dem Wüstenpfade aufrechtzuerhalten, und sichert ihm die Unterstützung Christi als Priester. Gott schmückt in der Tat die Menschen mit alledem, was Christus ist. Der zweite Flussarm Gihon umfloss das finstere Land, das ganze Land Kusch oder Äthiopien, das „schwarz“ bedeutet. Wir können darin einen Hinweis darauf sehen, dass wir von der Macht der Finsternis freigemacht werden. Die Erkenntnis Gottes und die Macht Seines Geistes verschafft uns Befreiung von der ganzen Macht der Finsternis. Als die Wahrsager zu Ephesus zur Erkenntnis Gottes kamen, brachten sie ihre Bücher und verbrannten sie, und der Geist Gottes sagt uns, was diese Bücher wert waren (Apg. 19, 19). Diese Männer hatten im „schwarzen“ Lande gelebt, aber sie wurden frei von der Macht der Finsternis. Hiddekel bedeutet „reißend“, und er fließt vor Assyrien. Assyrien redet von dem Menschen in seinem ungestümen Widerstand gegen Gott und Sein Volk. Dieser Flussarm jedoch scheint auf eine Macht der göttlichen Gnade hinzudeuten, die alles überwinden und sich untertan machen kann. Assyrien als Sinnbild von sittlichen Dingen stellt etwas ganz anderes dar als Babylon. Babylon ist der verderbliche Einfluss der Herrlichkeit des Menschen, Assyrien der Mensch, den Gewalttat kennzeichnet. Einer wie Saulus von Tarsus konnte durch die Gnade Gottes in einem verherrlichten Heiland in einem Augenblick erreicht und unterworfen werden. Diese Gnade gleicht einem Strom, der imstande ist, jedes Hindernis in seinem Lauf hinwegzufegen und sich den stolzesten Willen untertan zu machen. Der Name Phrath bedeutet dann „Süßwasser“. Wie süß ist die Offenbarung Gottes in Liebe und das Ausgießen dieser Liebe ins Herz durch den Heiligen Geist! Der Heilige, der im Segen des Evangeliums steht, wird eine Quelle der Segnung und Erfrischung aller um ihn her. Aus seinem Leibe fließen Ströme des lebendigen Wassers. Wenn da kein Ausfließen stattfindet, so ist das ein Zeichen, dass nicht viel hineingeströmt ist. Da ist man nicht zu Christo gekommen und hat nicht im Überfluss getrunken (Hohelied 5,1 - daselbst heißt es genauer: „trinket, ja trinket im Überfluss“). Wenn ich durch irgendeine Macht der Finsternis oder des Menschen gefesselt werde, kann ich dem, was von Gott ist, keinen Ausdruck verleihen. Unsere Übung besteht also in Wahrheit darin, die Befreiung und den Segen, den uns die Gnade Gottes zugänglich gemacht hat, zu genießen. Dann können wir auch ihre Darsteller sein. Wenn wir in dem Flusse einerseits ein Bild von dem sehen, was für den Menschen ist, so können wir am Ende des Kapitels ein wunderbares Bild von dem sehen, was für Christum ist. Der Dienst des Evangeliums verleiht den Ausdruck, was für den Menschen ist, aber der Dienst der Versammlung bringt das zum Ausdruck, was für Christum ist. Beides sehen wir hier im Bilde. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, seinesgleichen“ (V. 18). Hier haben wir ein Bild von der Kirche, noch ehe die Sünde kam. Die Kirche ist auf den ewigen Ratschluss Gottes zurückzuführen und erstreckt sich in die vor uns liegende Ewigkeit hinein. Wie wunderbar, dass Christus eine Ergänzung, eine Gefährtin haben sollte, die Ihm in Seinem sittlichen Zustande, Seinem Geiste, Seinem Gemüt und Empfinden vollkommen entspricht! Alle Tiere kamen an Adam vorüber, aber keines entsprach ihm, war ihm ebenbürtig. Um ihm ein Wesen zu sichern, das ihm entsprach, musste etwas aus ihm genommen werden: Eva musste aus dem Manne gebildet werden. Nichts könnte passend sein, mit Christo vereinigt zu werden, als das, was aus Ihm kam. Denken wir an jenen erhabenen Menschen im Himmel - wie hätte irgend etwas anderes geeignet sein können, mit Ihm vereinigt zu werden, als das, was aus IHM kam? Die Kirche ist ein wunderbares Gebilde! Sie ist ein von Gott gestaltetes, Christo entsprechendes Ebenbild, damit sie zur Befriedigung Seines Herzens sei. Er kann erkennen, dass sie aus Ihm ist. Man möchte da fragen: Wieviel ist in mir, das Christus, als aus Ihm Selbst stammend, anerkennen könnte? Insoweit hat dann auch die Braut in mir Gestalt gewonnen. Natürlich ist die Gestaltung der Braut eine Wahrheit, die sich auf die Gesamtheit aller zur Kirche gehörigen Heiligen erstreckt. Aber das muss in jedem Einzelnen von ihnen gewirkt werden. Die Kirche als Braut ist ein Gebilde aus Gottes Hand, das aus Christo genommen wurde. Der „tiefe Schlaf“ stellt das Geheimnis dieser Gestaltung dar. Es hätte keine Gestaltung statthaben können, wenn nicht das, was gestaltet werden sollte, in den Tod gebracht worden wäre. Christus ging in den Tod, und alles das, was der Mensch dem Fleische nach ist, wurde da zur Schau gestellt und gerichtet. Aber alles das, was vortrefflich und holdselig war, wurde dort enthüllt, um ein gestaltender Bestandteil zu werden. Die Kirche leitet ihr geistliches Dasein von dem her, was im Tode Christi enthüllt wurde. In Eva sehen wir dies alles im Bilde, als von Gottes Seite, kraft Seiner Unumschränktheit zustande gebracht. Denken wir an die mannigfaltigen Züge göttlicher Wesensart, die in ihrer Fülle und Vollendung in jenem kostbaren Tode enthüllt wurden! Die Liebe Gottes in all ihrer Tiefe und in ihrem vollen Umfange wurde dort kundgemacht. Göttliche Heiligkeit in all ihrer Reinheit war da. Die vollkommene Liebe zur Gerechtigkeit wurde da in Einem gesehen, der, um sie für immer aufzurichten, sterben wollte; und ein solcher Hass wider die Gesetzlosigkeit, dass Er sterben wollte, um sie hinwegzutun. Dort sehen wir auch die Vollkommenheit des Gehorsams und der Ergebenheit in einem holdseligen Menschen, der, um Gott zu verherrlichen, bis zur tiefsten Stufe der Erniedrigung hinabstieg. Weiter sehen wir dort die Liebe Christi zur Versammlung darin zum Ausdruck gebracht, dass Er Sich Selbst für sie gab. Dies sind mächtige Einflüsse im Weltall, und sie sind im Tode Christi enthüllt worden, damit sie gestaltend auf Seine Braut wirken möchten. Wenn wir unter den Einfluss Christi kommen, werden wir dadurch gebildet, dass wir Seine Liebe schätzen. Er starb nicht nur, den Seinen Gutes zu sichern, sondern um sie für Sein eigenes Herz zu besitzen. Wir werden dann auch darin gebildet, dass wir den Willen Gottes und die Liebe Gottes schätzen, und auf diese Weise kommt eine sittliche Übereinstimmung zwischen Christo und der Braut zustande. Sie entspricht Ihm in Geist, Gemüt und sittlichem Empfinden. Es mag gut sein, uns öfter zu fragen: Was in meinem sittlichen Sein kam aus Christo und hätte von keinem anderen kommen können? Das allein gibt einen Maßstab dafür, wie weit die Braut in mir gestaltet worden ist. Es ist etwas Wunderbares für Christum, in Seinen Heiligen das erkennen zu können, was aus Ihm ist - in ihnen solche Wesenszüge wahrzunehmen wie Abhängigkeit, Sanftmut, Niedriggesinntheit (Demut) , Gehorsam, Heiligkeit; das sind sittliche Grundlagen. Dann aber sieht Er weiter eine Antwort auf Seine Zuneigungen und eine Wertschätzung der Liebe Gottes, und dass das Herz der Braut auf Seine Angelegenheiten gerichtet ist. Die Gestaltung der Braut schreitet fort, ihre Glieder werden „während vieler Tage“ gebildet (Ps. 139, 16), und dies geschieht in dem Maße, wie wir unter den Einfluss der Liebe Christi kommen.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 07:25
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 01 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    >>Ein Überblick über das 1. Buch Mose Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 1 Im ersten Buch Mose haben wir den Anfang dessen, was seinen Abschluss im Buche der Offenbarung findet. Es ist ein sehr wichtiges Buch, da es die Grundlage der ganzen Heiligen Schrift bildet und im Wesentlichen die meisten ihrer Hauptgrundgedanken darstellt. Die Schöpfung, die Sünde, das Gericht, die Verheißung, das Opfer, die Auferstehung, Gottes Gnade Sein Bund mit Israel, die Aussonderung Seines Volkes aus der Welt, die Pilgerschaft des Glaubens, die Entrückung, die schliessliche Segnung Israels und der Nationen unter Christo, wie wir sie in Joseph sehen - alles hat hier seinen Platz. Und außerdem haben wir noch viele kostbare Bilder von Christo und der Kirche. Es ist besonders wichtig, dass wir in einem Zeitalter des Unglaubens, wie das gegenwärtige, wo sich allerhand Lehren über den Ursprung der Welt vorfinden, in der Wahrheit dieses ersten Kapitels befestigt sind. Wir sollten im Glauben an die Schöpferweisheit und Schöpfermacht Gottes stehen; denn „durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden ist“ (Heb. 11, 3). Ich bezweifle, dass es in der Macht des menschlichen Geistes steht, die Schöpfung zu begreifen. Das ist etwas, was wir nur durch Glauben verstehen können. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ (V.1) Der Verstand des Menschen lässt Gott aus und erschöpft sich in endlosen Theorien; der Glaube sieht Ihn, und alles ist einfach. Man braucht nicht bange zu sein, dass die Entdeckungen der Geologie oder irgendeiner anderen Wissenschaft, je die Wahrheit dieses Kapitels erschüttern werden. Es ist Gottes Bericht, und alle wahre Wissenschaft wird im Einklange damit bleiben. Jede Lehre, die dem hier gegebenen Bericht widerstreitet, ist sicherlich falsch. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“; das ist alles, was wir über die ursprüngliche Schöpfung erfahren. Im zweiten Verse sehen wir dann, dass sich die Erde in einem Zustande des Verfalls befindet: „Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe.“ So war sie jedenfalls nicht erschaffen, denn in Jesaja 45, 18 wird uns ausdrücklich gesagt: „nicht als eine Öde hat er sie geschaffen“. Dieselben Worte wie „wüst“ und „leer“ werden auch in Jesaja 34, 11 von Edom gebraucht und in Jeremia 4, 23 von Israel, als beide Nationen der Rache und der Glut des Zornes Jehovas anheimfielen. Es hat also zwischen dem ersten und dem zweiten Verse von 1. Mose 1 eine gewichtige Veränderung stattgefunden. Wir wissen nicht, welche Spanne zwischen den beiden Versen verstrichen ist. Vielleicht sind hier die langen Zeiträume, von denen die Geologen reden, einzuschalten. In Vers 2 finden wir, dass die Erde ein Schauplatz der Unordnung und Finsternis ist, und gerade an einem solchen Schauplatze griff Gott ein und entfaltete Seine Tätigkeit. Eine Tätigkeit, die in sechs Tagen zum Abschluss kam, so dass Gott am siebenten Tage ruhte. Das zeigt uns von Anbeginn, was der Gegenstand der Heiligen Schrift ist: die Entfaltung dessen, wie Gott gewirkt hat und auch wirken wird, um auf einem Schauplatze sittlicher Unordnung einen Zustand herbeizuführen, worin Er ruhen kann, nämlich in einem Schauplatze der Ordnung, des Lebens und der Fruchtbarkeit, wo alles unter der Herrschaft des Menschen steht, der in Seinem Bilde und nach Seinem Gleichnis gemacht ist. Dieses gesegnete Ziel wird in der zukünftigen Welt erreicht werden, wenn Gott in dem Christus „alles unter ein Haupt“ zusammenbringen wird, „das was in den Himmeln und das was auf der Erde ist“; das ist das „Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst für die Verwaltung der Fülle der Zeiten“ (Eph. 1, 10 u. 9). Somit hat 1. Mose 1 die Gestaltung der zukünftigen Welt vor sich und die verschiedenen Bestandteile, die sie kennzeichnen. Gott hat von Anfang an das Ende vor Sich (Jes. 46, 10). Wir haben also hier nicht nur einen göttlichen Bericht über die Zubereitung der Erde zu einer Wohnstätte des Menschen, sondern auch vieles von geistlicher Bedeutung, was dem allen zugrunde liegt. Ich denke, wir sollten auch erwarten, dass eine gewisse Beziehung oder Ähnlichkeit zwischen Gottes stofflichen Werken und Seinem Walten auf dem Schauplatze des Geistes besteht. Dieses Kapitel macht uns auf eine vollkommene und göttliche Weise mit der Ordnung der gegenwärtigen stofflichen Schöpfung bekannt; aber es deutet zugleich im Vorbilde große Grundsätze an, die von tiefster Bedeutung und Wichtigkeit sind. In den Worten „die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe“, tritt uns ein Schauplatz entgegen, an dem Gott kein Wohlgefallen hat, und in dem Er keine Ruhe finden konnte - das ist ein treffendes Bild des Zustandes des Menschen, der unter die Macht der Sünde, Satans und des Todes fiel und ohne Erkenntnis Gottes ist. Aber es ist gesegnet zu sehen, dass Gott, der in solchen Umständen nicht ruhen konnte, doch daselbst war und wirkte: „der Geist Gottes schwebte über den Wassern“. Das Wort „schwebte“ deutete auf liebevolle Anteilnahme hin, denn es ist im Hebräischen dasselbe Wort wie in 5. Mose 32, 11: „Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt“. Es redet zu uns von der Besorgtheit göttlicher Liebe, die da, wo alles dem Verderben anheimgefallen war, ihre Tätigkeit entfalten wollte, um einen Zustand herbeizuführen, der als „sehr gut“ bezeichnet werden konnte, und worin Gott ruhen konnte. Ehe das Werk der sechs Tage begann, haben wir diese erste Bewegung des Geistes Gottes. In einer gefallenen und verderbten Welt, wo alle unter die Sünde und den Tod gekommen sind, muss als Ausgangspunkt irgendwelcher Ergebnisse für Gott zuerst eine Bewegung des Geistes Gottes in den Seelen der Menschen stattfinden. Die neue Geburt muss zustande gebracht werden, sonst scheint das Licht Gottes vergeblich. In allen Zeitaltern und Haushaltungen war das unbedingt notwendig, und wird es auch immer sein. In Johannes 2, 24 und 25 heißt es: „Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und nicht bedurfte, dass jemand Zeugnis gebe von dem Menschen; denn er selbst wusste, was in dem Menschen war.“ Es gibt nichts im Menschen, dem Gott vertrauen kann, bis er von neuem geboren ist. Vom natürlichen Menschen lesen wir in Römer 3, 10 - 18: „da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der Gott suche ... Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“ Deshalb muss Gott erst dem göttlichen Lichte auf eine geheimnisvolle Weise Bahn machen, die wir nicht erklären können. „Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; also ist jeder, der aus dem Geiste geboren ist“ (Joh. 3, 7 und 8). Die Predigt des Evangeliums würde keinen Erfolg haben, wenn Gott nicht unumschränkt durch Seinen Geist gegenwärtig wäre und in den Seelen der Menschen die neue Geburt hervorbrächte. Der Mensch, der gefallene Sünder, ist als solcher hoffnungslos verloren, denn er hat kein Verlangen nach Gott. Und wenn ihm das Licht Gottes in Christo gebracht wird, hasst und verwirft er es. Die photographische Platte muss erst in eine Lösung gebracht werden, um sie lichtempfindlich zu machen. Eben durch diese neue Geburt wird nun der Mensch gegen das göttliche Licht empfindlich, und wenn es dann auf ihn fällt, stört es sein Gewissen auf und bringt sein Herz wirklich Gott näher. Aber getrennt von der neuen Geburt würde sogar das Scheinen göttlichen Lichts nichts hervorrufen, denn dann gäbe es nichts im Menschen, was es schätzte oder was ihm entspräche. Die neue Geburt ist also die unbedingt erforderliche Grundlage. Am ersten Tage sprach dann Gott: „Es werde Licht!“, und es ward Licht. Dass Gott dem Licht gebot, deutet sehr klar auf das Kommen Christi. Denn alles wahre Licht, was dem Menschen geschienen hat, ist Licht über Christum gewesen. Er schien in der Verheißung viertausend Jahre, ehe Er persönlich erschien. Das ganze Alte Testament hindurch schien das Licht in der Verheißung immer deutlicher. Aber nun, da Christus gekommen, gestorben und auferstanden ist und Sich verherrlicht zur Rechten Gottes befindet, haben wir den völligen Tag. „Der Gott, der aus der Finsternis Licht leuchten ließ, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis Gottes im Angesicht Christi“ (2. Kor. 4, 6). Da haben wir die volle Herrlichkeit des Lichts. Aber das Licht war von allem Anfang an „gut“: wie gut war zum Beispiel das Licht von 1. Mose 3, 15 und 22, 18 ! Als das Licht kam, schied Gott „das Licht von der Finsternis“. Das ist ein Hauptgrundgesetz, Licht und Finsternis sind unvereinbar miteinander. Satan sucht immer beide zu vermengen; aber Paulus sagt: „Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht und Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?“ (2. Kor. 6, 14 und 15) In Jesaja 5, 20 lesen wir: „Wehe denen, die das Böse gut heißen und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen, und Licht zu Finsternis“. Es ist wichtig, alles beim rechten Namen zu nennen: „Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.“ Wenn Christus unseren Herzen das Licht wird, erkennen wir, dass alles was nicht Christo gemäß ist, Finsternis ist, und dass wir daher keine Gemeinschaft damit haben können. Die Verwerfung Christi hat die Welt in Finsternis zurückgelassen, aber Christus wird wiederkommen und den Tag bringen. In der Zwischenzeit sind die Gläubigen vom Tage, sie sind Söhne des Lichts (1. Thess. 5, 8 u. 5) und sollten deshalb keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis haben, sondern sie vielmehr strafen (Eph. 5, 11). In der Welt mag man von Fortschritt und vermehrtem Licht reden, die Söhne des Lichts aber betrachten es als Finsternis, weil Christus nicht darin ist. Sie bekennen Christum und halten sich von der sittlichen Finsternis um sie her abgesondert. Die Worte „und es ward Abend, und es ward Morgen“, werden sechsmal in diesem Kapitel wiederholt. Aber in Verbindung mit dem siebenten Tage wird kein Abend erwähnt. Das ist in Übereinstimmung mit der Tatsache, dass es im Tausendjährigen Reiche kein Abendlamm gibt (siehe Hes. 46, 13 - 15), an einen Abend wird nicht mehr gedacht. Andererseits finden wir in Daniel 8, 14 den bemerkenswerten Ausdruck „Abendmorgen“ in Verbindung mit der Zeit des Abfalls. Auf all diesen Morgen lagert gleichsam der Schatten des Abends, denn sie bringen kein göttliches Licht. In Wahrheit sind alle menschlichen Morgen wirklich Abende. Immer wieder denken die Menschen dann und wann einen neuen Tag zu haben, infolge einer neuartigen Verfassung, Gesetzgebung, Erziehungsweise, eines Zusammenschlusses von Völkern und dergleichen. Aber diese neuen Tage des Menschen sind alle Abendmorgen, es sind Morgen, auf die der Schatten des Abends schon von ihrer Dämmerung an fällt. Das wahre Licht ist ihnen fern. Doch ein Tag kommt, dessen Morgen ohne Wolken ist (2. Samuel 23, 4), der von der Sonne der Gerechtigkeit eingeweiht wird; und dieser Tag hat keinen Abend, er geht, was die Heiligen anlangt, in den endlosen Tag der Ewigkeit über. Am zweiten Tage ruft Gott die Ausdehnung ins Dasein, und sie wird eine Scheidung zwischen dem, was unter und über ihr ist - Gott nennt sie die Himmel. Es ist, wie ich glaube, der Luftkreis der Erde, der sich deutlich von den Wassern, die er voneinander trennt, unterscheidet. In sittlicher Hinsicht deutet er auf die Einführung himmlischer Wesensart hin, die dem Glauben zur Heimatluft wird, in der er frei atmen kann. Es wurde schon darauf hingewiesen, dass Gott das Licht über Christum in kostbaren Verheißungen gab; aber Er gab Seinen Heiligen auch schon sehr früh einen Begriff vom Himmlischen, und das wurde, wie wir aus Hebräer 11, 8 - 16 sehen, ein sehr scharfer Scheidegrundsatz. Abraham wartete auf die Stadt, welche Grundlagen hat, und diese Stadt ist eine himmlische. Isaak und Jakob waren mit Abraham Erben der Verheißung und suchten ein himmlisches Land. Sie atmeten gleichsam die Luft himmlischer Hoffnungen, und deren absondernde Kraft machte, dass sie als „Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde“ waren. Dieser Scheidegrundsatz nach dem, was „unten“ und „oben“ ist (Joh. 8, 23), hat seine Kraft bis auf diesen Tag geltend gemacht und die Heiligen als himmlisch nach Hoffnung und Wesensart gekennzeichnet. Wenn wir wirklich das Licht der Erkenntnis Gottes in Christo haben, brauchen wir einen neuen Lebenskreis. In der Welt gibt es niemand, der an unseren Freuden und Übungen teilnehmen, oder sie mitfühlen könnte. Wir können einen für uns geeigneten Lebenskreis nur im Kreise der Brüder finden. Wie könnte ein wahrhaft zu Gott Bekehrter eine Luft des Götzendienstes, des Hasses und der Gesetzlosigkeit atmen? Er verlangt, unter seinesgleichen zu sein. Er liebt die Brüder und hat darin die Gewissheit, dass er aus dem Tode in das Leben hinübergegangen ist (1. Joh. 3, 14). Am dritten Tage erscheint dann das trockene Land. Im trockenen Lande haben wir ein Bild von dem, was fest ist und Bestand hat und Frucht für Gott hervorbringt. Es kann weiter als ein Sinnbild der Sonderstellung aufgefasst werden, die Israel, als von Gott berufen und in göttlicher Ordnung dastehend, abgesondert von den Nationen ringsumher hatte. Beim Lesen der Heiligen Schrift kann es uns nicht entgehen, welch einen abgesonderten Platz Israel besaß, und dass es Gottes Gedanke war, dass sie ein von Gott geleitetes und fruchtbares Volk sein sollten, um seinen Ruhm vor den Nationen kundzutun. Als der Hüter und Beschützer Seiner Verheißungen, der in sittlicher Hinsicht teil an deren Festigkeit hatte, und der durch das Gesetz und Zeugnis Gottes beherrscht wurde, entsprach Israel dem trockenen Lande. In Wirklichkeit bewahrheitete sich das jedoch nur von einem kleinen Überrest. Israel nach dem Fleische entsprach nicht den Gedanken Gottes. Sie waren ebenso unter der Sünde und dem Tode wie die anderen Menschen, und dazu noch solche, die Gottes Gesetz gebrochen hatten. Alles das lässt uns die Tatsache schätzen, dass der dritte Tag in der Heiligen Schrift oft in Verbindung mit der Auferstehung gebracht wird. Die dem Abraham gegebenen Verheißungen brachten Licht über eine Ordnung, die in der zukünftigen Welt aufgerichtet werden wird, und die um deswillen, was der Mensch ist, von dem Kommen Christi und Seinem Tode und Seiner Auferstehung abhängt. Abraham hatte zu lernen, dass der Gott, dem er glaubte, einer war, der die Toten lebendig macht. Die Verheißung war einem gegeben, dessen eigener Leib schon erstorben war, damit er von allem Anfang an das Wesen der Kraft kennenlernte, die die Verheißung zustande bringt. Dass er dies gelernt hatte, tritt uns klar in der Aufopferung Isaaks entgegen. Im Glauben an die Auferstehungsmacht Gottes hielt er an den ihm gegebenen Verheißungen fest, so dass er den Isaak opfern konnte. Und er empfing ihn im Bilde, als aus den Toten auferstanden, wieder. So wurde der Glaube gelehrt, die Aufrichtung alles dessen, was in Gottes Gedanken und Verheißungen war, von einer Kraft zu erwarten, die da wirken konnte, wo auf Seiten des Menschen nur der Tod war. Es handelte sich bei ihm nicht nur um die Aussonderung eines Mannes und seines Samens aus der Verwirrung und dem Götzendienst einer Babelwelt, sondern ihm wurde zugleich etwas von der Tatsache gelehrt, dass der Tod auf dem Menschen war, und dass daher jede göttliche Verheißung, aller Segen in der Kraft der Auferstehung bestehen sollte. Später, bei einem neuen Ausgangspunkte der Geschichte Israels, gab ihnen Gott das Passah, das im Bilde eine deutliche Unterweisung über ihren Zustand unter Tod und Gericht enthielt, und auch davon, dass Jehovas Verheißungen und Bund ihnen gegenüber nur auf Grund des Todes Christi aufgerichtet werden konnten. Und gerade so, wie sich alles, was sie in der Vergangenheit waren, im Bilde hierauf gründete, wird es auch am Tage der Zukunft sein, wo sie dies zunächst in seiner sittlichen Wirklichkeit verstehen lernen müssen, und dann erst werden sie in göttlicher Ordnung als ein fruchtbares Volk gesehen. Christus ist in göttlicher Gnade in den Tod gegangen, der auf dem Menschen lastete. Aber Er ist wieder aus dem Tode hervorgegangen, um die feste und unerschütterliche Grundlage einer Ordnung zu werden, die durch Fruchtbarkeit und Leben gekennzeichnet ist. Wir sind jetzt zu den „gewissen Gnaden“ gekommen (Jes. 55,3; Apg. 13, 34), zu Dingen, die durchaus geordnet sind und Bestand haben. Wir sind eines Anderen geworden, „des aus den Toten Auferweckten, auf dass wir Gott Frucht brächten“ (Röm. 7, 4). Nach dem Erscheinen des „Trockenen“ finden wir „Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art“ (V.12). Nur was in Beziehung zu Christo steht, ist wirklich von Bestand und fruchtbar für Gott. Die Versammlung steht jetzt in Beziehung zu Ihm, Israel am Tage der Zukunft; dann, wenn sie die „gewissen Gnaden Davids“ erlangen, werden sie Bestand haben und zu Gottes Wohlgefallen fruchtbar sein. Inzwischen haben die Heiligen der Kirche jenen Platz inne. Am vierten Tage wurden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, „um auf die Erde zu leuchten! ... das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne“ (V. 15 und 16). Das weist klar auf den Gedanken Gottes, das die Erde im Lichte dessen stehen sollte, was in den Himmeln aufgerichtet ist, also unter himmlischer Herrschaft oder himmlischem Einfluss. Der verherrlichte Jesus ist „das große Licht“ in den Himmeln. Als Er hienieden war und „der Aufgang aus der Höhe“ die Menschen besuchte (Luk. 1, 78), war Er „das Licht der Welt“ (Joh. 8,12; 9,5); aber die sittliche Finsternis, in die Er kam, war so dicht, dass sie das Licht nicht erfasste (Joh. 1, 5). Er ist jetzt als ein auferstandener und verherrlichter Mensch im Himmel, und in der zukünftigen Welt (Hebr. 2, 5) wird Er der Welt als „die Sonne der Gerechtigkeit“ strahlen (Mal. 4, 2). Doch in der Zwischenzeit sind die an Ihn glauben in Seinem Lichte: „die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber sehet mich“ (Joh. 14, 19); „wir sehen aber Jesum ... mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“ (Heb. 2, 9). Das, was sich nachmals von Jerusalem bewahrheiten wird: „Stehe auf, leuchte! denn dein Licht ist gekommen“, ist geistlich von Seinen Heiligen jetzt wahr; es heißt: „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten!“ (Eph. 5, 14) Weil die Kirche im Lichte Christi ist, entspricht sie dem Monde, dem untergeordneten Lichte; Israel wird am Tage der Zukunft den Platz des kleinen Lichtes haben, wenn es als der „Neumond“ (Ps. 81, 3) aufs Neue unter das Licht Christi kommen wird. Der Mond scheint nur, soweit er im Lichte der Sonne ist; und so wird auch die im Lichte Christi bleibende Kirche zur Leuchte während der Nacht Seiner Verwerfung. Die Heiligen sind im Lichte des Tages. Infolgedessen sollte ihr Wandel die Züge des Tages offenbaren, sie sollten als Himmelslichter in der Welt scheinen (Phil. 2, 15). Christus ist die Sonne des geistlichen Weltalls, und alles andere Licht ist nur Sein Licht, das entweder von der Versammlung, Israel oder einzelnen Heiligen widergestrahlt wird. Der Mond scheint nur in Abwesenheit der Sonne. So scheint auch das himmlische Licht jetzt durch die Heiligen der Versammlung; und bald, wenn der Mond untergegangen, werden die Sterne leuchten. In Daniel 12, 3 heißt es: „Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne, immer und ewiglich.“ Das bezieht sich auf den Überrest der Verständigen am Tage der Zukunft. Christus ist hinweggegangen; und bald wird auch die Kirche von hinnen gehen, und dann werden andere Heilige die Gefäße des göttlichen Lichtes sein, wie wir aus Offenbarung 7 und dem, was folgt, sehen. Die Lichter sind zum Herrschen gemacht und bestimmt. So wird es auch in der zukünftigen Welt sein: die Nationen werden durch das Licht der himmlischen Stadt wandeln. Es wird keine Unbotmäßigkeit oder Gesetzlosigkeit geben, sie werden durch das Licht Gottes, das ihnen in der Stadt scheint, wandeln. Gegenwärtig herrscht die Kirche, insofern sie heilige und göttliche Einflüsse unter den Menschen verbreitet. Von denen, die in Gerechtigkeit, Heiligkeit und Liebe wandeln, geht göttliches Licht aus. Man hat schon oft beobachtet, dass Menschen, die gewohnt sind, eine niedrige Sprache zu führen, in der Gegenwart eines Christen davon Abstand nehmen. Es ist also ein Einfluss vorhanden. Im Lichte Christi ist der Heilige mit einer strahlenden Rüstung angetan; er trägt die Waffen des Lichts, und das macht sich geltend. Wie oft sind solche, die in Schwierigkeiten oder Gefahr sind, froh, einen Christen in ihrer Nähe zu haben! Sie erkennen das Licht an und empfinden etwas Wohltuendes darin. Dann finden wir, dass die Lichter „zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten“ sein sollten, und um „das Licht von der Finsternis zu scheiden“ (V. 14 u. 18). Das ist in sittlicher Hinsicht wichtig: der Christ sollte Einsicht in die Zeiten haben (1. Chron. 12,32; Mat. 16,3; Luk. 12,56; Röm. 13,11). Der Welt ist die Sonne durch ihre Verwerfung Christi untergegangen. Die Kirche ist nun als das Gefäß des Heiligen Geistes ein Himmelslicht; es wohnt eine göttliche Person in den Heiligen hienieden, und so scheint den Menschen göttliches Licht durch ein Gefäß, das im Gegenbilde dem Mond entspricht. Bald wird das Licht durch andere Heilige scheinen. Vor dem Weltkriege wurde ein Buch geschrieben, um zu beweisen, dass das Tausendjährige Reich gekommen sei. Solche Leute können kaum etwas „von Zeiten“ verstanden haben, und von dem Unterschied zwischen Tag und Nacht (V. 14). Was dann in der Welt eintrat, hätte solche Theorien über den Haufen werfen müssen. Die Vorgänge an den ersten vier Tage können dahin aufgefasst werden, dass an ihnen die Lebensbedingungen geschaffen wurden. Am fünften und sechsten Tage kommen wir dann zum Leben selbst. Die Lebensbedingungen sind Licht, Luft, Speise und Herrschaft. Das Licht, in dem geistliches Leben möglich ist, ist die Offenbarung Gottes. Die Lebensluft, die denen angemessen ist, die Gott kennen, atmen wir, wie schon bemerkt, im Kreise der Brüder, wo geistliche Zuneigungen wirksam sind. Sodann muss das Leben durch Speise aufrechterhalten werden, das ist sehr wesentlich. Johannes 6 redet von der Speise, dem Brote des Lebens. Und schließlich haben wir himmlische Herrschaft, d.h. es gibt in dem Kreise des Lebens keine Gesetzlosigkeit. Finsternis, Unkenntnis Gottes, Götzendienst, Hass und Gesetzlosigkeit, das alles ist der Tod. Doch wenn das Licht Gottes kommt, tritt Liebe und Gehorsam in einem angemessenen Lebenskreise in Tätigkeit, und durch geeignete Nahrung aufrechterhalten und unter himmlischer Herrschaft, haben wir dann das Leben. Am fünften und sechsten Tage erblicken wir einen Schauplatz, der vom Leben wimmelt. Gott ist der lebendige Gott, und Er hat Freude am Leben. Das tritt einem geradezu auffällig in der Natur entgegen. Nachdem Gott die Lebensbedingungen geschaffen hatte, hat Er Wohlgefallen an Leben im Überfluss, und an Wachstum und Vermehrung. „Lebendige Seelen“ sind solche, die die Lebensbedingungen genießen können. Gottes Gedanke war sogar hinsichtlich der unvernünftigen Geschöpfe, dass sie die Umstände, in die Er sie versetzt hatte, genießen sollten. Sobald lebendige Seelen geschaffen wurden, segnete Er sie. Das war Seine erste sittliche Tat. Und das Zeichen Seiner Segnung war Fruchtbarkeit und Vermehrung. Das ist die unfehlbare Begleiterscheinung der Lebenskraft. In geistlicher Hinsicht sind die Lebensbedingungen gegenwärtig geschaffen, und unsere Übung sollte dahin gehen, sie uns zunutze zu machen; und wenn wir das tun, genießen wir den Segen Gottes. Am fünften Tage wimmeln die Wasser von lebendigen Seelen, und am sechsten Tage bringt die Erde solche hervor. Sowohl die Fische des Meeres als auch die lebendigen Wesen der Erde sind von der Weisheit Gottes als Bilder des gegenwärtigen Wirkens Seiner Gnade gebraucht worden. Die Fische des Meeres stellen die Menschen in ihrem natürlichen Zustande und Lebenskreise dar, aus dem sie herausgenommen werden müssen, um in die Segnung des Reiches Gottes einzugehen. Der Her macht Seine Nachfolger zu „Menschenfischern“, und das ins Meer geworfene Schleppnetz ist eines der Gleichnisse vom Reiche der Himmel (Mat. 4,19; 13, 47-50). In Verbindung hiermit haben wir gute und wertlose Fische. Die guten stellen die dar, in denen ein göttliches Werk ist. Sie können in Gefäße gesammelt werden. Das „Netz voll großer Fische“, das in Johannes 21,11 ans Land gezogen wurde, ist zweifellos ein Bild der großen Sammlung zu tausendjähriger Segnung am Tage der Zukunft. Dieses Netz wird nicht reißen, und bei ihm finden wir auch keinen Hinweis auf wertlose Fische. Da wir gerade vom Meere reden, mag die auffällige Tatsache erwähnt werden, dass auf der neuen Erde das Meer nicht mehr ist (Offb. 21,1). Das Meer und das mit ihm in Verbindung stehende Leben besteht nur für diese Zeit. Aber die Erde besteht im ewigen Zustande weiter, sie redet von dem, was beständig und bleibend ist, was wirklich einer geistlichen Ordnung angehört. Das Geistliche allein ist ewig. In Apostelgeschichte 10 sah Petrus die lebendigen Wesen der Erde in einem Gefäße, „gleich einem großen leinenen Tuche, herabkommen an vier Zipfeln auf die Erde herniedergelassen“ (V.11). Er hatte zu lernen, niemand als gemein oder unrein anzusehen. Er musste seinen Standpunkt, den er als Jude einnahm, aufgeben, demzufolge er die Heiden als unrein betrachtete, und zu einer geistlichen Auffassung durchdringen, die der Unumschränktheit göttlicher und himmlischer Gnade entsprach. Er hatte den großen Umfang der Gnade, ihr allumfassendes Wesen zu lernen und zu sehen, dass Gott durch den Tod Christi eine Reinigung für die Menschen geschaffen hatte, derart, dass sogar Heiden durch den Glauben an den auferstandenen Christus die Vergebung der Sünden haben und den Geist empfangen konnten. Das ganze Sechstagewerk bis zur Erschaffung des Menschen sollte einen Kreis schaffen, den zu beherrschen der Mensch nach den Gedanken Gottes bestimmt war. Die Erschaffung des Menschen war eine sehr feierliche und wohlerwogene Tat. Gott ging dabei gleichsam mit Sich Selbst zu Rate und sprach: „Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt!“ (V. 26) Adam war das „Vorbild des Zukünftigen“ (Röm. 5, 14). Alles soll unter die Herrschaft Christi kommen. In Psalm 8 heißt es von Vers 6 an vom Sohne des Menschen: „Du hast ihn zum Herrscher gemacht über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, das Gevögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchwandert.“ Jedes erschaffene Wesen wird Christo unterworfen sein; und in Adam sehen wir im Bilde die Art des Einflusses, den Christus ausüben wird. Der erste über den Menschen geoffenbarte Gedanke war, dass er das Bild, d.h. die sichtbare Darstellung Gottes im Weltall sein sollte. Diese besondere Würde und Größe hatte Gott dem Geschöpf Seines Wohlgefallens zugedacht. Doch bei dieser Enthüllung der göttlichen Gedanken müssen wir über Adam hinausschauen hin zu Dem, dessen Bild er war. Gottes Gedanke war, ein herrliches Haupt der ganzen Welt des Lebens zu haben, das imstande war, alles zu beherrschen und zu Seinem Wohlgefallen aufrechtzuerhalten. Christus ist „das Bild des unsichtbaren Gottes ..., der Erstgeborene aller Schöpfung“ (Kol. 1, 15). Wenn Er also kommt, wird Er den ersten Platz haben, den Adam im Vorbilde hatte. Alles sollte unter ein Haupt zusammengebracht werden; sei es das im Himmel oder das auf der Erde, alles sollte in Christo seinen Mittelpunkt haben. Nichts steht in der Tat recht im Weltall, das nicht in Christo seinen Mittelpunkt hat. „Niemand hat Gott jemals gesehen“ - so wurde es notwendig, dass Einer kam, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist - der „eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht“ (Joh. 1, 18). Der Gott, den niemand gesehen hatte, ist nun vollkommen in einem Menschen gesehen worden, in Einem, in dem alles, was Gott ist, völlig zum Ausdruck kam. Wenn wir vom „Gleichnis“ in Bezug auf Christum reden, sollten wir sehr auf der Hut sein, denn wir müssen immer bedenken, dass Christus Gott ist. Zweifellos können wir die Weisheit des Geistes in der Tatsache erkennen, dass Er im Neuen Testament nie das „Gleichnis“ Gottes genannt wird, trotzdem Er in verschiedenen Stellen ausdrücklich als das „Bild“ Gottes bezeichnet wird (2. Kor. 4,4; Kol. 1,15). Doch wir können Ihn auch als den gesegneten Gesalbten betrachten, der vor Gott in Liebe wandelte: Christus hat „uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben ... als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch“ (Eph. 5, 2). Und Er vermag allem, was unter Seinen Einfluss kommt, die Kraft zu verleihen, dass es in sittlicher Übereinstimmung mit Gott sei. Als das „Bild Gottes“ wird Er nicht nur das ganze Weltall mit dem Lichte Gottes erfüllen, sondern Er wird ihm Gott gegenüber eine derartige Anregung sein, dass auch das „Gleichnis“ die vollkommene sittliche Übereinstimmung mit Gott in der ungeheuren Welt, deren herrliches Haupt Er sein wird, vorhanden ist. Dieses Gleichnis wird Ihm allein sein Dasein verdanken. Gott steht im Begriff, alles unter die Herrschaft jenes Gesegneten zu bringen. Und Er herrscht durch Liebe, denn Er ist das Bild Gottes, Er ist notwendig der Ausdruck der Liebe Gottes, „denn Gott ist Liebe“ (1. Joh. 4, 8). Das Bild hat es mit dem Offenbarwerden zu tun; das Gleichnis ist mehr das, was in sittlicher Hinsicht mit diesem Offenbarwerden in einem Menschen in vollkommenem Einklange steht. Alles wird unter den Einfluss und die Herrschaft jenes Menschen kommen, und unter Ihm als Herrn und Haupt wird alles zum Wohlgefallen Gottes aufrechterhalten. Wenn wir unter Seiner Herrschaft und Leitung stehen, kommt alles in Ordnung. Wer unter der Herrschaft Christi steht, wird ein guter Vater, eine gute Mutter, ein gutes Kind oder ein guter Knecht sein. Jede natürliche Beziehung, in der er steht, wird er zum Wohlgefallen Gottes ausfüllen; und auch in den geistlichen Dingen wird es recht mit ihm stehen. „Füllet die Erde und machet sie euch untertan“ (V. 28) zeigt, dass Christus vermag, Sich alles Widerstrebende untertan zu machen. Und dann wird Er alles in Übereinstimmung mit Sich Selbst als Haupt bringen. Er wird „unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten ... zur Gleichförmigkeit mit seinem Leibe der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, in der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen“ (Phil. 3, 21). Inzwischen schreitet das Untertanmachen und Umgestaltetwerden infolge der Wirksamkeit der Macht Dessen, der das Bild Gottes und nach Seinem Gleichnis ist, in geistlicher Hinsicht fort. Dadurch, dass sich der Segenseinfluss Gottes geltend macht, wird alles untertan. Es ist beachtenswert, dass hier das Weib gleichsam im Manne inbegriffen ist. „Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde ...; und sie sollen herrschen ... Und Gott schuf den Menschen ...; Mann und Weib schuf er sie.“ (V. 26 und 27). Die Kirche ist in Christo inbegriffen. Vor Grundlegung der Welt hatte Gott die Heiligen in Christo auserwählt (Eph. 1, 4). „Indem er uns kundgetan hat das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen, dass er sich vorgesetzt hat in sich selbst für die Verwaltung der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzubringen in dem Christus ..., in ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir zuvorbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Rate seines Willens“ (Eph. 1, 9 - 11). Das entspricht dem, was wir in unserem Kapitel lesen. Am Ende von Epheser 1 sehen wir Christum als Haupt der Welt, und die Kirche mit Ihm vereinigt. Sie ist Seine Fülle. Dann heißt es: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan“ (V. 28). Die Segnung besteht in Fruchtbarkeit und Vermehrung, denn Gott ist der lebendige Gott, und Er hat an Lebendigem und Sich Vermehrendem Freude; bei Ihm gibt es keinen Stillstand. Die Herrlichkeit des Sohnes des Menschen besteht darin, dass Er eine Welt mit Frucht für Gott füllen kann. Hierzu ist Er in den Tod gegangen. Gott hat große Freude an Vermehrung. Das Christentum begann mit zwölf Männern, und die Vermehrung ist fortgeschritten, so dass wir im gegenwärtigen Augenblick trotz allem, was man über den Mangel an Bekehrungen redet, heilige Myriaden Heiliger auf Erden haben! Gott hat eine wunderbare Grundlage der Fruchtbarkeit und Vermehrung in Christus geschaffen, und jede bekehrte Seele ist ein Beweis davon. Es ist wunderbar, dass es durch Gottes Segen so viele Herzen gibt, die fähig sind, zu erfassen, was Gott ist, und es zu genießen und Ihm Lob zu bringen. Das ist die Frucht, die Gott sucht. Gott schätzt das menschliche Herz - das Herz eines Geschöpfes, das so gebildet ist, dass es Ihn zu erkennen vermag - das Herz eines Geschöpfes, das in die tiefsten Tiefen gesunken, aber nun durch die Erlösung zu Gott gebracht ist. Gott sucht solche Herzen, damit sie Ihn preisen. In Adam und Eva war eine natürliche Lebenskraft, die die Erde gefüllt hat. Alle die Millionen auf Erden sind Frucht jenes Paares. Das deutet auf die Christo innewohnende Lebenskraft hin, auf das Weizenkorn, das in die Erde fiel, starb und viel Frucht brachte. Durch den Tod ist Er imstande, das Weltall mit Frucht für Gott zu füllen. Wenn diese Lebenskraft in uns wirken soll, müssen wir lebendige Speise haben; deshalb wird am Ende des Kapitels die Nahrung erwähnt: „Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, ... und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein“ (V. 29). Das samenbringende Kraut und die samenbringende Baumfrucht werden dem Menschen zur Speise gegeben. Beim Samen handelt es sich um etwas Lebendiges, er ist eine Speise, die innewohnende Lebenskraft besitzt. In der Natur gibt es nichts Wunderbareres als den Samen; er hat oft eine winzige Größe, doch wer kann seine Ausbreitungsfähigkeit ermessen! In ihm ist eine Kraft, einen Wald zu erzeugen, der die ganze Erde bedeckt. Es ist sehr wichtig zu sehen, dass der Mensch Speise mit innewohnender Lebenskraft bedarf. Samen und samenbringende Frucht enthalten Lebensbestandteile; Fortpflanzungskraft kennzeichnet sie. Viele geistliche Schwachheit ist auf die Speise zurückzuführen, von der die Gläubigen leben. Wir brauchen das, was das Leben unterhält. Der Herr konnte sagen: „nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte Gottes“, und „ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennet“; und wiederum: „Gleichwie der lebendige Vater mit gesandt hat und ich lebe des Vaters wegen, so auch, wer mich isst, der wird auch leben meinetwegen.“ (Joh. 6, 57). Auch in der Auferstehung haben wir Speise, denn der Herr nahm als Auferstandener Speise zu Sich; und sogar in der himmlischen Stadt dient der Baum des Lebens zur Speise. Alles das zeigt, wie weit der Speise zugrunde liegende Aufrechterhaltungsgrundsatz geht. Es ist wichtig, lebendige Nahrung zu bekommen. Wir sollten uns fragen: Liegt dem, wovon ich mich nähre, der Grundsatz des Lebens zugrunde? Wenn nicht, so ist es nicht gut. Wir sollten immer den Grundsatz beachten, der dem Samen zugrunde liegt. Sogar den Tieren ward „alles grüne Kraut“ zur Speise gegeben, d.h. sie sollten sich nur von dem nähren, was frisch und saftig war. Wenn wir in geistlicher Frische und Kraft dastehen wollen, müssen wir frische und lebendige Speise haben.
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  • Avatar von HPWepf
    01.04.2020, 04:56
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 17 im Forum Biblische Lehre erstellt.
    Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates 1. Mose Kapitel 17 Wenn ein Same des Glaubens die Verheißungen ererben soll, so muss er durch Gottes Macht kommen. Das Gesetz und das Fleisch nützen nichts. Dieses Kapitel beginnt: „Ich bin Gott, der Allmächtige“ - Er kann alles tun, und muss es auch tun. Keine Schritte, keine Tätigkeit der Natur können da etwas erreichen. Alles, was für Gott ist, muss durch Seine allmächtige Kraft bewirkt werden. Wenn wir in diesem Bewusstsein vor Ihm wandeln, werden wir vollkommen sein. Wir werden unter die Geistlichen Segnungen kommen und geistlich gefördert werden, und sind bereit, die Beschneidung anzunehmen, d.h. wir haben kein Vertrauen auf das Fleisch. Die religiöse Welt ist voller Hagar- und Ismael-Grundsätze. Man glaubt, dass uns das Fleisch und das Gesetz Segnungen zu sichern vermögen. Doch alles das muss beiseitegesetzt werden. Gott kann und muss es alles tun, wenn ein wahrer Same da sein soll, der Seine Verheißungen ererbt. In einem alten Liede heißt es: „Ganz Dein muss auch das Werk der Gnade bleiben, begonnen, durchgeführt durch Deine Macht“. Das ist die Lehre dieses Kapitels. Das ganze Werk der göttlichen Gnade muss von Gott aus geschehen. Wenn wir im Bewusstsein dessen vor Gott wandeln, so sind wir vollkommen. Dann denken wir nicht daran, etwas von der Natur, dem Fleische oder Gesetz zu erwarten. Dann muss alles von Gott kommen. In Kapitel 24 sagt Abraham: „Jehova, vor dessen Angesicht ich gewandelt habe“ (V. 40). Jakob aber musste sagen: „Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter ... gewandelt haben“ und „der Gott, der mich geweidet hat“! (Kap. 48, 15) Abraham und Isaak wandelten vor Gott, aber Jakob konnte nur sagen, dass Er ihn geweidet und für ihn gesorgt habe. Jakob war unvollkommen, weil er immer am Plänemachen und dabei war, sie auszuführen, um Gottes Ziel zu erreichen. Zuletzt aber lernte er, dass das ganze Werk Gottes sein musste. Gott möchte unser aller Seelen zur Vollkommenheit führen. Gott muss beginnen und vollenden. Wenn wir lernen, dass Gott der allmächtige Gott ist, dass Er alles tun kann und auch tun muss, vom ersten bis zum letzten, dann willigen wir ein, dass das Fleisch mit all seinen darauf gesetzten Hoffnungen abgeschnitten wird. Wenn wir vor Gott wandeln, sind alle Bedingungen zur Vollkommenheit gegeben. Gott sagt gleichsam: Wandle vor mir, in dem Bewusstsein dessen, was meine Macht tun kann und auch tun wird, und alles wird recht stehen. In diesem Kapitel finden wir zum mindesten zehn „Ich will“, die den zehn „Du sollst“ des Gesetzes gegenüberstehen. Es ist sehr schön, zu sehen, wie Gott um dem bemüht ist, der Ihm glaubte. Er sagt: „ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir“ (V. 2), und richtete so ein bestimmtes Band zwischen Sich und Abram auf, im Blick auf das große Ziel, das er zustande bringen wollte. Und in Verbindung damit gab Gott ihm einen neuen Namen. Das ist eine göttliche Ehrung. Es bedeutet eine geistliche Würde, wenn Gott einen neuen Namen gibt. Es gleicht dem, wenn ein König jemand in den Adels- oder Grafenstand erhebt. Gott hat ein Recht, jemand zu adeln; und so wendet Er Sich Abram zu und lässt ihm eine größere Ehre widerfahren. Abram heißt „großer“ oder „hoher Vater“, und das stellt das dar, was er persönlich als Haupt der Familie des Glaubens war. Doch im Namen Abraham tritt uns die Größe der Familie entgegen, das bedeutet „Vater einer Menge“, und er sollte nicht nur Vater einer Menge Einzelner, sondern auch einer Menge Nationen werden. Gott wollte den Samen des Glaubens mehren. Er tut hier die ausgedehnten und gewaltigen Folgen des Grundsatzes des Glaubens und der Verheißung kund. Die Wirkung auf Abraham war, dass er auf sein Angesicht fiel. Diese Haltung kennzeichnet dieses Kapitel; er fiel zweimal auf sein Angesicht, in Vers 3 und dann in Vers 17 in Verbindung mit dem, was Gott über Sara sagte. Welch eine Freude muss es für Abraham gewesen sein, einen so großen Erfolg Gottes betrachten zu dürfen! Eine Menge Nationen und Könige sollten alle auf dem Grundsatz des Glaubens erstehen und so passend sein, die Verheißungen Gottes zu ererben! Nichts ist so fruchtbar wie der Grundsatz des Glaubens, er ist „außerordentlich fruchtbar“ (V. 6). Das ist der einzige Grundsatz, der etwas für Gott hervorbringt, weil er nur auf Dessen Macht rechnet. Wir denken manchmal, dass die Erfolge Gottes beschränkter Art sind. Wir werden so leicht verengt in unserem Herzen. Aber dieses Kapitel ist geeignet, sie weit zu machen (2. Kor. 6, 11 u. 12). Abraham sollte der Vater einer Menge von Nationen werden, Nationen und Könige sollten aus ihm hervorkommen. Das geht auf die Zeit, wo Nationen und Könige durch Glauben gekennzeichnet werden und imstande sind, die Verheißungen in Besitz zu nehmen und sie zur Herrlichkeit Gottes zu ererben. In der Zwischenzeit befinden wir uns unter dem Samen Abrahams. Alle Heiligen während der Zeit, dass die Kirche hienieden ist, sind Kinder Abrahams. Das alles kommt durch Gottes allmächtige Kraft zustande. Gott verpflichtete Sich nicht nur, den Samen hervorzubringen, sondern auch, ihn nie im Stiche zu lassen. „Und ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, nach ihren Geschlechtern, zu einem ewigen Bunde, um dir zum Gott zu sein und deinem Samen nach dir“ (V. 7). Das heißt, Gott sagte gleichsam: Ich werde den Samen des Glaubens nie verlassen, ich will ihnen immer ein Gott sein. Gott hat Sich Selbst verpflichtet, Er ist einen Bund eingegangen. Ein Bund setzt zwei Parteien voraus. Gottes Seite davon war: Er verpflichtet Sich dem Menschen gegenüber und sagt, „ich will“. Er setzt sozusagen Seinen Namen darunter, so dass wir mit heiliger Ehrfurcht sagen können, Gott kann Sich nicht von dem zurückziehen, wozu Er Sich verpflichtet hat. Dann tritt hier ans Licht, dass Abraham und sein Same nach ihm Gottes Bund durch die Beschneidung alles Männlichen zu halten hatten. Ihre Seite davon war: sie hatten den Bund zu halten, sonst würde dessen Segnung, was sie betrifft, unwirksam gemacht werden: „der unbeschnittene Männliche..., selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volke; meinen Bund hat er gebrochen!“ (V. 14) Wenn Gott Sich uns in Gnade und Macht verpflichtet hat, dann muss unsererseits der Bund der Beschneidung gehalten werden. Das ist ein Bild von der Beiseitesetzung des Fleisches, und diese ist unerlässlich. Wenn Gott es unternimmt, Sein Volk zu segnen und ihnen alles zu sein, im Blick darauf, dass Er alle Seine Gedanken zur Ausführung bringen will, so kann Er ihrerseits kein Vertrauen auf das Fleisch dulden, noch irgendwelche Zulassung der Tätigkeit des Fleisches. Sein Volk muss Seinen Bund halten und Sich Ihm durch Beschneidung zur Verfügung stellen. Das ist in geistlicher Hinsicht ebenso wahr für uns wie für Abraham. Um die geistliche Bedeutung der Beschneidung zu sehen, ist es nötig, verschiedene Schriftstellen zu betrachten. Zuerst Römer 2, 28 u. 29: „nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch die äußerliche Beschneidung im Fleische ist Beschneidung: sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung ist die des Herzens, im Geiste, nicht im Buchstaben; dessen Lob nicht von Menschen, sondern von Gott ist“. Das zeigt, dass eine wahre Beschneidung eine innere Sache ist. Sie ist etwas, was im Herzen und Geiste Platz greift. In Römer 4, 11 sehen wir dann einen weiteren Schritt: „Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er in der Vorhaut hatte“. Hier wird die Beschneidung als ein Siegel betrachtet. Abraham empfing die Gerechtigkeit aus Glauben in Kapitel 15, und deren Siegel in Kapitel 17. Ich denke, das weist auf die Gabe des Geistes hin, durch den das Fleisch beiseitegesetzt werden kann. Der Geist ist das Siegel der Gerechtigkeit aus Glauben, und ich denke, dass die Beschneidung andeutet, dass zur Beiseitesetzung des Fleisches in unserem Wandel der Geist in göttlicher Kraft kommt. Durch den Geist kommen wir zur Kraft Gottes, zur Kraft Dessen, der zu Abraham sagte: „Ich bin Gott, der Allmächtige“. Wie wunderbar, dass uns der Geist als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens gegeben wird, damit wir Kraft hätten, das Fleisch beiseitezusetzen. Solange das Fleisch nicht beiseitegesetzt ist, haben wir kein Zeugnis davon, dass Gott hienieden ein Volk hat, und deshalb ist die Beschneidung unerlässlich. Die Seele, die sie von sich weist, wird ausgerottet, sie hat den Bund gebrochen. Gott geht nicht mit dem Fleische voran, und Er will auch nicht, dass Sein Volk das tut. Der Geist ist uns gegeben, damit wir nicht im Fleische wandeln, sondern auf unserem Pfade frei davon sind. 1. Mose 16 gleicht Römer 7, insofern auch dort das Bestreben vorhanden ist, einen göttlichen Samen mittels des Gesetzes und des Fleisches zu erlangen; doch dieser Same kommt durch Glauben und Auferstehungskraft. Der Geist wird uns als ein Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens gegeben, Er entspricht also der Beschneidung. Wir empfangen Ihn, um in unseren Wandel vom Fleische befreit zu sein. Und wenn es nicht beiseitegesetzt ist, so ist kein wahres Zeugnis davon vorhanden, dass wir in Bundesbeziehung zu Gott stehen. Was wir hier sehen, ist sozusagen unsere Seite des Bundes. „Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und dein Same nach dir, nach ihren Geschlechtern. Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt...: alles Männliche werde bei euch beschnitten“ (V. 9 u. 10), und „der unbeschnittene Männliche, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten wird, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volke; meinen Bund hat er gebrochen!“ (V. 14) Das zeigt uns, wie wichtig unsere Seite ist; Gott wird den Bund nicht brechen, aber wir haben darauf zu achten, dass wir den Bund durch die Anerkennung der Gegenwart des Geistes halten, und durch den Geist in unserem Wandel das Fleisch von uns weisen. Der Geist ist als Kraft gekommen: wie wichtig ist es, im Bewusstsein dessen zu wandeln! Dieserhalb sagt Gott: „wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen“. Gott will, dass in uns die Kraft einen Ausdruck finde, die im Geiste gekommen ist, und dass wir so das Fleisch in all seiner Wirksamkeit von uns weisen und dadurch als Sein Volk hienieden offenbar werden. Da wir den Geist haben, entspricht unsere Fähigkeit auch unserer Verantwortlichkeit. Wenden wir uns nun zu: Kolosser 2, 9 - 11: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid vollendet in ihm, der das Haupt jedes Fürstentums und jeder Gewalt ist; in welchem ihr auch beschnitten worden seid, mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung des Christus“. Im Römerbriefe wird auf die Beschneidung in Beziehung zum Geiste angespielt; im Kolosserbrief in Beziehung zu Christo. Wenn ich sehe, dass die Fülle der Gottheit in Christo ist, und dass ich in Christo zur Fülle gebracht bin, so brauche ich nicht das Geringste, was das Fleisch dem hinzufügen könnte, und ich kann es fahren lassen. Ich bezweifle, dass einer von uns die Beschneidung wirklich annimmt, bis er sieht, welch ein großes Vorrecht sie ist, und welch einen Gewinn sie mit sich bringt. Wir sind in Christo zur Fülle gebracht, und die ganze Fülle der Gottheit ist in jenem gesegneten, auferstandenen und verherrlichten Menschen; wir brauchen nicht das Geringste außer Ihm. Wenn wir das sehen, so sind wir bereit, das anzunehmen, was geschah, als Christus starb, d.h. als Er abgeschnitten wurde; darin sehen wir die Beschneidung - das vollständige Hinwegtun des Fleisches im Tode Christi. Das betraf den Leib des Fleisches seinem vollen Umfange nach, und nicht unsere Sünden (V. 11). Ich nehme an, dass wir alle wissen, dass es hier nicht heißen sollte: „Leibes des Fleisches der Sünde“. Die Worte „der Sünde“ sind eine Hinzufügung, die unzulässig ist. Wir sind also bereit, das Fleisch fahren zu lassen, weil wir in Christo zur Fülle gebracht sind. Philipper 3 f asst endlich die Beziehung der Beschneidung in den Worten zusammen: „wir sind die Beschneidung, die wir durch den Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen“ (V. 3). Wenn jemand hätte auf Fleisch vertrauen können, so war das Paulus, doch er sagte in Wirklichkeit: Ich habe das alles abgeschnitten, ich brauche kein bisschen davon. Es ist nützlich, 1. Mose 17 mit Philipper 3 zu vergleichen und zu sehen, wie die Beschneidung im Blick auf das Erbe erwähnt wird. Da haben wir einen Mann, dessen Auge auf das Erbe gerichtet ist. Er hat als Preis die Berufung Gottes in der Höhe vor sich, und im Blick darauf nimmt er das Abschneiden jeder Hoffnung und jeden Ruhms in Verbindung mit dem Fleische an, um in den Besitz des Erbes in einem auferstandenen und verherrlichten Christus zu gelangen. Dann zeigt der ernste Abschluss des Kapitels, wie der Unbeschnittene vom Volke Gottes abgeschnitten wird: „viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen“ (Phil. 3, 18 u. 19). Sie sind die Unbeschnittenen, von denen Gott gesagt hatte, dass sie aus Seinem Volke ausgerottet werden sollten, da sie Seinen Bund gebrochen hatten. Dann wird Sarai, d.h. „Jah ist Fürst“, zu einer Sara, einer „Fürstin“; auch sie wird geadelt. Sie ist ein Bild Israels, des Gefäßes der Verheißung, das aber dem Fleische nach als erstorben betrachtet wird. Israel ist ein unfruchtbares Weib, das von Natur nichts für Gott hervorbringen kann, aber wenn es lernt, dass Gott eine fürstliche Kraft innewohnt, die trotz seines Zustandes unumschränkt wirken kann, dann wird es eine „Fürstin“, die den Samen der Verheißung ins Dasein bringen kann. Das ist eine Unterweisung, die wir dem Grundsatz nach zu lernen haben. Wenn wir lernen, dass das Fleisch und die Natur kraftlos und tot sind, dass aber bei Gott eine fürstliche Kraft ist, so kann Gott uns ehren und Christum in sittlicher Hinsicht und im Zeugnis hienieden in uns hervorbringen. Abraham verwendet sich für Ismael, doch Gott verweilt bei Isaak - „Lachen“. Der Glaube kann lachen, wenn Gott gänzlich von Sich aus und in Seiner eigenen Kraft handelt. Abraham konnte nicht über Ismael lachen, weil er dort das, was vom Fleische stammt, fand. Aber der, der über Isaak lachen konnte, konnte im Bewusstsein der Gnade für Ismael beten. Ismael stellt Israel nach dem Fleische dar. Gott wollte Ismael segnen und sein Gebet erhören (Kap. 16, 11) - das ist ein Fingerzeig für Israel, den sie hätten beachten sollen-; doch Isaak war der, mit dem Sein Bund errichtet werden sollte. Er war der, der nach: Römer 4 in Auferstehungskraft ins Dasein kam. Gottes Güte war für Ismael da, Er hat immer für das halsstarrige und widerspenstige Israel gesorgt, für eine Nation, die die Wesensart Ismaels, des „Wildeselmenschen“, offenbarte. Doch wenn immer ein Notschrei zu Ihm drang, sogar von dem verkehrten, widerspenstigen Israel, so erhörte Gott ihn. Ismaels Geschichte wäre Israel sehr lehrreich gewesen, wenn sie sie beachtet hätten; Gott sagte ihnen damit: Wenn ihr nur zu mir schreit, werdet ihr Segen empfangen. Doch sie waren zu stolz, die Stellung der Bedürftigkeit einzunehmen, und so gingen sie der Segnung verlustig. Sie erhoben Anspruch auf die Vorrechte des Bundes, ohne nach dem zu handeln, was das Zeichen des Bundes in sich begriff. Sie hielten daher den Bund nicht. Sie hatten immer Vertrauen auf das Fleisch und waren nie in Wahrheit beschnitten. Gott musste ihnen sagen, dass sie unbeschnitten an Herz und Ohren waren (Apg. 7, 51). Und deshalb sind sie nun gefallen und abgeschnitten; ihre Geschichte ist eine feierliche Warnung für alle die, die göttliche Dinge in fleischlicher Weise aufnehmen.
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    01.04.2020, 04:52
    HPWepf hat das Thema Guten Tag 01.04.2020 im Forum Am Morgen und am Abend erstellt.
    1. April Morgen Wachet also, denn ihr wisset nicht, zu welcher Stunde euer Herr kommt. --- Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen, und jener Tag plötzlich über euch hereinbreche; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind. Wachet nun, zu aller Zeit betend, auf daß ihr würdig geachtet werdet, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohne des Menschen zu stehen. --- Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. Matthäus 24,42 --- Lukas 21,34-36 --- 1. Thessalonicher 5,2-6 Abend Ich bin Gott, der Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen. --Nicht daß ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei;... ich halte mich selbst nicht dafür, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Vergessend was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christo Jesu. --- Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg. --- Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. --- Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bilde von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist. --- Dieses redete Jesus... Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt wegnehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Bösen. --- Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie in eins vollendet seien. 1. Mose 17,1 --- Philipper 3,12-14 --- 1. Mose 5,2
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  • Avatar von HPWepf
    31.03.2020, 09:35
    HPWepf hat auf das Thema Es ist vollbracht im Forum Bibellese teilweise mit Auslegung geantwortet.
    Lieber Wolfgang Johannes Joh 19,30: ὅτε οὖν ἔλαβεν τὸ ὄξος ὁ Ἰησοῦς εἶπεν· Τετέλεσται, καὶ κλίνας τὴν κεφαλὴν παρέδωκεν τὸ πνεῦμα. Joh 19,30: Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.
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  • Avatar von HPWepf
    31.03.2020, 08:25
    HPWepf hat das Thema 1. Mose 15 Und Abram glaubte Gott. im Forum Biblische Lehre erstellt.
    Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates Kapitel 15 Wir haben gesehen, wie der Mann des Glaubens, dessen Stärke im Gebet liegt, seine Eigenart als Pilger und Priester in Absonderung von der Welt wahrt, zu Hebron wohnt - d.h. ihm wird die Unterstützung der Gemeinschaft zuteil - und den Sieg über die Welt erringt, während Lot unter ihre Macht gerät. Er, der Überwinder, empfängt dann den Segen des Priesters; er begegnet Melchisedek, einem wunderbaren Bilde des Königtums und Priestertums Christi, und im Genuss der Segnung, die bald Gottes Segensweltall füllt, weigert er sich, irgend etwas, „vom Faden bis zum Schuhriemen“, von dem König von Sodom zu nehmen. Darin zeigt sich die glückliche Überlegenheit des Glaubens. Und als Abram nichts von der Welt annehmen wollte, wurde er reich entschädigt, denn Jehova wurde sein Schild und sein sehr großer Lohn. Es handelte sich nicht darum, was Gott ihm geben wollte, sondern was Gott Selbst ihm sein wollte. Das erinnert mich an Johannes 4, wo Gott selbst das Teil des Glaubens ist. Dort stellt der Herr vor, dass der gebende Gott gekannt werden sollte. Und wenn wir über die Art Seines Gebens nachdenken, so erkennen wir, dass Er in der Gabe Seines Sohnes und Seines Geistes in Wahrheit Sich Selbst gab. Seine Gaben sind nicht solche, die in Entfernung vom Geber genossen werden können, denn Er Selbst, als im Sohne durch den Geist gekannt, ist es, der das Teil und die Freude des Gläubigen wird. Er gibt nicht einfach etwas von Sich weg, und deshalb ist die Erkenntnis Gottes der kostbarste und segensreichste Gewinn. Petrus sagt uns, dass uns durch die Erkenntnis Gottes alles geschenkt ist. Er ist die große Verheißung von allem (2. Pet. 1, 3). Ein Schild ist ein Schutz gegen feindliche Mächte, aber der Lohn ist für den, der Gott kennt, das, was Gott Selbst ist. Wir brauchen den Schild, wir können ohne ihn den Lohn angesichts der Macht des Bösen nicht genießen. Doch hinter dem Schild genießen wir Gott Selbst. Um Ihn zu kennen, müssen wir Seine Natur kennen, und diese ist Liebe. Seine Eigenschaften sind der Schutz Seiner Natur, aber Seine Natur ist Er Selbst. Wenn Gottes allmächtige Liebe nahe ist, wie kann dann Seinem Volke etwas mangeln, was ihnen gut ist? Ich denke, das Bewusstsein dessen, wie Gott Sich Abram gegenüber verhielt, ermutigte diesen, das zu sagen, was, des wahren Samens halber, und damit das Erbe nicht auf Fremde überging, auf seinem Herzen war. „Ich gehe ... kinderlos dahin“, soll in Wirklichkeit heißen, „ich scheide kinderlos ab“ (V. 2). Um die Verheißungen zu ererben, muss ein wahrer Samen des Glaubens vorhanden sein. Hier ist der Same nicht Christus persönlich, wie in Kap. 22, 17 u. 18, sondern ein unzählbarer Same wie die Sterne des Himmels, also ein himmlischer Same des Glaubens. Wir sehen daher Abram hier in seiner Eigenschaft als „großer Vater“, als Haupt der Familie des Glaubens. Galater 3, 7 sagt uns: „die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne“. Hier sehen wir die Herzensübungen, die er als der „große Vater“ hatte. Das ist sehr wichtig, weil die Verheißungen, was den Genuss in Kraft und Glückseligkeit anlangt, nicht zustande kommen könnten, wenn kein Same da wäre, sie zu ererben. Was auch die Verheißungen sein mochten, ihre Kraft und Segnung würde hinfällig, wenn kein rechter Same, sie zu ererben, da wäre. Das verleiht den Übungen Abrams und den Begebenheiten und Unterweisungen dieses Kapitels eine besondere Eigenart. Späterhin wird er Abraham, d.h. „Vater einer Menge“ (Kap. 17, 5), was auf den großen Umfang des Segens, der durch den Glauben kommt, hinweist. Doch hier handelt es sich um einen wahren Samen, der ihn beerben konnte. Ich denke, wir können sagen, dass Paulus in Timotheus einen wahren Samen hinterließ, ein wahres Kind im Glauben, so dass das Geschlecht erhalten blieb. Hier ist von Sternen die Rede (V. 5), in Kap. 13, 16 dagegen vom Staube der Erde. In Kapitel 13 ist, soviel ich sehe, von dem Samen die Rede, der in der zukünftigen Welt die Erde ererben wird. Die Sterne dagegen sind ein Bild vom himmlischen Samen. Es wird nicht nur einen Samen wir der Staub der Erde geben, sondern einen himmlischen Samen, der wie die Sterne unzählbar ist. Es wird ein wahrer Same da sein, die Verheißungen zu ererben. Jehova gelobt, dass ein Same für das Erbe bewahrt werden soll. Wenn Gott das nicht getan, so bestände keine Gewissheit darüber, dass die Linie des Glaubens erhalten werden würde. Petrus wendet sich an die, die mit den Aposteln einen gleich kostbaren Glauben empfangen hatten, und sagt, dass dies „durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesu Christi“ geschehen sei (2. Pet. 1, 1). Es ist für Gott eine Angelegenheit der Gerechtigkeit, jenen heiligen Samen zu bewahren, wo das Erbe angetreten wird. Gegenwärtig geschieht dies im himmlischen Samen, doch derselbe Grundsatz des Glaubens, der jetzt Heilige zur himmlischen Segnung bringt, wird sie an einem anderen Tage zur irdischen Segnung führen. Abram ist der „große Vater“ des irdischen Samens, der die irdische Segnung empfängt, und auch des himmlischen Samens für die himmlische Segnung. Dann ist sehr wichtig zu sehen, dass sowie der Same des Glaubens vor unser Auge tritt, uns auch der Grundsatz klar vorgestellt wird, auf dem er Gerechtigkeit erlangt. Solche hätten keinen Anteil am göttlichen Erbe haben können, wenn sie keine Gerechtigkeit gehabt hätten. Und hier sehen wir den großen Grundsatz, auf dem sie ihnen zugerechnet wird. „Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit“ (V. 6). Es gibt keinen wichtigeren Grundsatz als diesen. Den Menschen mag das ein törichter Grundsatz scheinen, doch es ist Gottes Grundsatz. Die Menschen spotten darüber, auf eine solche Weise Gerechtigkeit zu erlangen, aber trotz alledem ist es der Weg, auf dem der ganze Same Gerechtigkeit erlangt. Ein Mensch glaubt Gott, und Gott rechnet es ihm zur Gerechtigkeit. Ein solcher hat seinen rechten Platz vor Gott als ein schuldiger Sünder eingenommen und hat Gott Seinen wahren Platz als Rechtfertiger gegeben. Er steht nun wirklich in rechten Beziehungen zu Gott, aber nicht durch irgendwelche eigenen Werke, sondern durch Glauben. Seine Seele ist, ihren wahren Zustand und ihre Not erkennend, in Berührung mit dem gekommen, was Gott in der Glückseligkeit vollkommener Gnade ist, die den Gottlosen aufgrund der Erlösung rechtfertigt. Er hat es mit Gott zu tun, er glaubt Gott, der Jesum unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt hat (Röm. 4, 25). Sein Glaube wird ihm als Gerechtigkeit zugerechnet. Die Schwierigkeit bei vielen ist, dass sie nie ihre Ungerechtigkeit in der Gegenwart Gottes gelernt haben und sich bemühen, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten. Was wir hier finden, ist jedoch, wie Gott dem Menschen Gerechtigkeit bringt. Abram hatte nur das schlichte Wort Gottes, nur die fünf Worte: „Also wird dein Same sein!“ (V. 5) Wir dagegen haben weit mehr: Gott redet zu uns von dem wunderbaren Werke am Kreuze und von der wunderbaren Person Dessen, der dieses Werk vollbrachte, und davon, dass Er Ihn aus den Toten auferweckte. Wir haben allen Grund, Gott zu glauben! Das Evangelium gelangt zu jeder Seele, die es als ein Wort unmittelbar von Gott vernimmt. Auf diesem Grundsatze wird der ganze Same des Glaubens gerechtfertigt und hat Gerechtigkeit, und dies nicht aus Werken, sondern aus Glauben. Das Erste, was Gott Adam und Eva als gefallenen Sündern gab, war, ihnen dem Bilde nach Gerechtigkeit zu geben: Er kleidete sie mit Fellen. Allein ein Volk, das die Gerechtigkeit des Glaubens besaß, konnte erben. Wir haben Gerechtigkeit im Blick darauf, dass wir den Geist haben. Es ist sehr lehrreich zu sehen, dass sobald vom Samen des Glaubens die Rede ist, auch der Grundsatz klar ausgesprochen wird, nach welchem ihm Gerechtigkeit zugerechnet wird. Dann erhebt Abram eine andere Frage: „woran soll ich erkennen...?“ Es wird eine Übung, wie Gott das alles zustande bringt. Und Gott erschließt einen Weg, auf dem das Erbe kommen wird und besessen werden wird. Beides kommt aufgrund des Todes Christi zustande, und damit die Erben sich im Einklange mit jenem Tode befinden, haben sie notwendig, durch Zucht zu gehen. Vers 12 zeigt die tiefe Übung, die auf Seiten des Menschen erforderlich ist: Wenn der Tod Christi nicht wäre, würde ich von jeder Segnung ausgeschlossen sein und unter dem Zorne Gottes stehen. Jede Seele, die das erfasst, muss darüber sehr geübt werden. Es gibt keinen Heiligen, der nicht durch etwas Übung gegangen ist, und das Ziel ist dabei, uns in Einklang mit dem Tode Christi zu bringen, damit wir in sittlicher Hinsicht für das Erbe passend werden. Gott will uns in unserer Gesinnung in Übereinstimmung mit dem Tode Christi bringen, und wenn Er dieses noch nicht bei uns erreicht hat, ist Er auch noch nicht mit uns fertig. Manche kommen erst auf dem Sterbebette dahin. Gott als ein rauchender Ofen und eine Feuerflamme - der den Bund schließende Gott - schreitet durch die geteilte Opferstücke, als ob Er damit sagen wollte: Das ist mein Weg. Abram hatte gefragt: „woran soll ich erkennen...?“ Gott antwortet gleichsam: An diesem Wege, am Tode Christi; und der ganze Same muss in Übereinstimmung mit meinem Wege gebracht werden. Vers 9 und 10 enthält offenbar eine Darstellung des Todes Christi. Alles sollte aufgrund dieses Todes zustande kommen. Gott wird alle Seine Verheißungen erfüllen und das Erbteil des Glaubens aufgrund dieses kostbaren Todes herbeiführen. Das geschah nicht durch irgend etwas Gutes oder irgendwelche Werke auf Seiten Abrams oder des Samens, aber ohne tiefe Übungen auf ihrer Seite wird es nicht zustande kommen. Denn es ist nötig, dass Gott Sein Volk züchtigt und sie durch den Feuerofen führt, damit sie in Übereinstimmung mit dem gebracht werden, was die Grundlage ihrer Segnung ist, nämlich der Tod Christi. Hebräer 12 steht im Einklang mit diesem Kapitel. Der letzte Vers davon mag eine Anspielung auf das sein, was wir hier haben. Daselbst heißt es, dass unser Gott ein verzehrendes Feuer ist. Der Tod Christi wird im Bilde als der Weg betrachtet, auf dem Gott Seinen Bund durchführt, Seine Verheißungen erfüllt und die Erben in das Erbteil einführt. Wenn Gott das aber nur durch den Tod tun kann, so hat der Glaube durch tiefe Übungen zu gehen, um die Notwendigkeit dessen in sich aufzunehmen. Deshalb fiel ein Schrecken und eine große Finsternis auf Abram, und er lernte darin die tiefe Übung kennen, durch die allein das Erbe besessen werden konnte. Die sich herabstürzenden Raubvögel zeigen das Bemühen des Teufels, der Bedeutung des Todes Christi Abbruch zu tun. Er sucht uns ihn immer auf die eine oder andere Weise zu rauben. Der Glaube treibt ihn fort. Du darfst nicht zugeben, dass deiner Seele die Bedeutung des Todes Christ geraubt werde. In diesen Tagen - es sind schreckliche Tage - finden wir Leute auf sogenannten christlichen Kanzeln, die anstatt über all ihren Stolz Verachtung auszuschütten, wie ein altes Lied sagt, Verachtung über den Tod Christi dadurch ausgießen, dass sie dessen wahre Bedeutung und seinen Wert gänzlich wegnehmen. Diese sind Raubvögel, und der Mann des Glaubens muss deshalb allezeit wachen und sie hinwegscheuchen. Gott sagt dem Abram alles, wohindurch der Same zu gehen hat. Sie sollten 400 Jahre Knechtschaft erleben. Keiner von uns würde wissen, was Freiheit ist, wenn er keine Knechtschaft kennengelernt hätte. In den Übungen des Volkes Gottes in Ägypten wird uns die Knechtschaft der Sünde, der Welt und Satans dargestellt, und was das bedeutet, hat der ganze Same irgendwie zu lernen, damit er Gottes Errettung und Befreiung schätzen lernt. Er muss auch lernen, wie die Welt und das Fleisch allem, was von Gott ist, entgegen ist, und welchen Schwierigkeiten wir in dieser Hinsicht ins Auge zu schauen haben. Und außerdem haben wir noch die Trübsale und den Kummer, die einer seufzenden Schöpfung angehören. Doch Gott dient das alles zur Läuterung des Samens des Glaubens. Die Schrift enthält viele Hinweise auf die Läuterungsverfahren, denen Gott Sein Volk aussetzt. Er sagt in Jes. 48, 10; „ich habe dich auserwählt im Schmelzofen des Elends“ (andere Lesart). Gott wird hier als ein rauchender Ofen, als ein Läuterer Seines Volkes gesehen, und Er läutert der Heiligkeit gemäß, die im Tode Christi offenbar wurde. Was Er am Kreuze richtete, davon muss Er Sein Volk im Schmelztiegel läutern, damit nichts bleibt, was unpassend für das Erbe ist. Hebräer 12 zeigt die Notwendigkeit der Zucht, damit die Söhne der Heiligkeit Gottes teilhaftig werden. Wenn Gott die Erben nur durch den Tod Christi in den Besitz des Erbes bringen konnte, so musste der Same jenem Tod entsprechend gestaltet werden. Und das ist das Geheimnis der Übungen, durch die Gott Sein Volk führt. Die Feuerflamme redet dann davon, dass Gott Sein Volk leitet, obschon Er es prüft; Er lässt Sein Volk, was Seine Leitung und ihren Pfad anlangt, nie im Stiche. „Den Aufrichtigen geht Licht auf in der Finsternis“ (Ps. 112, 4). Gott handelt mit uns nur als mit Söhnen (Hebr. 12, 7) und lässt uns wissen, was Sein Ziel auf Seinen Wegen mit uns ist. Wir gehen durch sie im Lichte Seiner erkannten Liebe und des Vorsatzes Seiner Liebe. Ein Mensch nimmt es bei seinem Sohne ernst, weil er ihn für das Erbe passend sehen möchte, das er einmal anzutreten hat. Seine ganze Erziehung geschieht im Blick darauf. Und so verfährt auch Gott bei Seinem Volke, im Blick auf das Erbe. Mal. 3, 3 und 4 ist sehr schön, dort heißt es: „Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen; und er wird die Kinder Levi reinigen und sie läutern, wie das Gold und wie das Silber, so dass sie Opfergaben dem Jehova darbringen werden in Gerechtigkeit. Dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems Jehova angenehm sein, wie in den Tagen vor alters und wie in den Jahren der Vorzeit“. Da sehen wir den eigentlichen Samen. In Sach. 13, 9 sagt Gott: „Und ich werde den dritten Teil in das Feuer bringen, und ich werde sie läutern, wie man das Silber läutert, und sie prüfen, wie man das Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten; ich werde sagen: Es ist mein Volk; und es wird sagen: Jehova ist mein Gott“. Dann ist der Same in sittlicher Hinsicht für das Erbe passend, und das ist die Folge seiner Läuterung im Schmelzofen. Am Ende des Kapitels wird Abram im Blick auf das Erbe eine große Gebietserweiterung zuteil. Gott hatte ihm zuvor gesagt: „das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig“ (Kap. 13, 15). Abram hatte jedoch dessen Größe nicht gesehen. Hier in Vers 18 ist es das Land, „vom Strome Ägyptens bis an den großen Strom, den Strom Phrath“. Die Zucht, die für das Erbe passend macht, sichert uns eine große Gebietserweiterung desselben. Ich darf wohl annehmen, dass du Leute kennengelernt hast, die im Schmelzofen waren und dessen Hitze fühlten, die aber danach sagen konnten: Ich möchte um keinen Preis ohne diese Erfahrungen sein. Sie haben dadurch etwas erlangt, was dem Ende unseres Kapitels entspricht, einen weit größeren Überblick über das Erbe. Außerdem gibt die Züchtigung noch „die friedsame Frucht der Gerechtigkeit“ (Heb. 12, 11). Die Folge ist ein Volk, das in Gerechtigkeit wandelt, so dass es sittlich für das Erbe passend ist. Es ist dadurch der Heiligkeit Gottes teilhaftig geworden (Heb. 12, 10). Philipper 3 zeigt uns einen Mann, der im Schmelzofen gewesen und geläutert worden ist. Seine Freude ist in Christo Jesu (V. 3). Vor ihm steht der „Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christo Jesu“ (V. 14). Da sehen wir, wie weithin sich das Erbe erstreckt.
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  • Avatar von HPWepf
    31.03.2020, 05:32
    HPWepf hat das Thema Guten Tag 31.03.2020 im Forum Am Morgen und am Abend erstellt.
    31. März Morgen Und also sollt ihr es essen: Eure Lenden gegürtet,... und ihr sollt es essen in Eile. Es ist das Passah Jahwes. --- Machet euch auf und ziehet hin! Denn dieses Land ist der Ruheort nicht. --- Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. --- Also bleibt noch eine Sabbathruhe dem Volke Gottes aufbewahrt. --Es seien eure Lenden umgürtet und die Lampen brennend; und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann irgend er aufbrechen mag von der Hochzeit, auf daß, wenn er kommt und anklopft, sie ihm alsbald aufmachen. Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! --- Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hoffet völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird bei der Offenbarung Jesu Christi. --- Eines aber tue ich: Vergessend was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christo Jesu. So viele nun vollkommen sind, laßt uns also gesinnt sein. 2. Mose 12,11 --- Micha 2,10 --- Hebräer 13,14 --- Hebräer 4,9 --- Lukas 12,35-37 --1. Petrus 1,13 --- Prilipper 3,13-15 Abend Jahwe ist das Teil meines Erbes und meines Bechers. --- Erben Gottes und Miterben Christi. --- Alles ist euer. - Mein Geliebter ist mein. --- ...den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. --- Und Jahwe sprach zu Aaron: In ihrem Lande sollst du nichts erben und sollst kein Teil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Teil und dein Erbe inmitten der Kinder Israel. --- Wen habe ich im Himmel? Und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde. Vergeht mein Fleisch und mein Herz, meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig. --- Auch wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. --- Ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, daß er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren. --- Gott, du bist mein Gott! Frühe suche ich dich. Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und lechzenden Lande ohne Wasser. Psalm 16,5 --- Römer 8,17 --- 1. Korinther 3,21 --- Hohelied 2,16 --- Galater 2,20 --4. Mose 18,20 --- Psalm 23,25-26 --- Psalm 23,4 --- 2. Timotheus 1,12 --- Psalm 63,2
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 20:04
    HPWepf hat das Thema Grössere Werke im Forum Biblische Lehre erstellt.
    Grössere Werke Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Da sich das Wort Gottes nur durch den innewohnenden Heiligen Geist auslegt , aber keine Schriftstelle eine Interpretation in sich selber zulässt, sind wir aufgefordert,, im Zusammenhang zu lesen und Gott zu bitten, dass, wenn es an der Zeit ist, er uns hilft, das Wort zu verstehen. Von den Hilfeleistungen zum Textverständnis kann ich dir folgendes anbieten: Johannes Evangelium Eine weitere Einteilung des Johannes Evangelium: a) Johannes 1+2 Christus kommt vom Vater in diese Welt. b) Johannes 3-7 Christus ist das Leben c) Johannes 8-12 Christus das Licht d) Johannes 13-17 Christus die Liebe e) Johannes 18-21 Christus geht aus dieser Welt zum Vater zurück. In Johannes 13 gibt Gott uns das Neue - Ewige- Leben, dargestellt in der Waschung der Wiedergeburt, Siehe auch Titus 3.5. In Johannes 14 muss der Herr Jesus zuerst für uns eine Wohnung im Himmel bereiten, damit wir dann auf der Erde die Wohnung Gottes sein können. In Johannes 15 zeigt uns Gott dann, dass wir kein Fruchtverbot haben.., aber dass wir für Gott Frucht bringen können. In Johannes 16 werden wir belehrt, dass, wenn wir für Gott in einer feindlichen Welt Zeugen sein können, wir den Heiligen Geist brauchen. Damit wir aber den Heiligen Geist bekommen konnten, musste der Herr Jesus zuerst in den Himmel auffahren. Ich kopiere nun aus 1809 eine Textpassage von mir rein: ======== Ich bin überzeugt, dass der Herr Jesus nicht an die Wunder, Zeichen und mächtige Taten dachte in Johannes 14.12. Es gab davon solche, die den Herrn als Messias bestätigten und später solche, nach seiner Himmelfahrt, die Seine Jünger bestätigten. Als dann das Wort vollkommen niedergeschrieben war, brauchte und gab es diese Dinge nicht mehr. (Ich schreibe hier von den Biblischen Wunder, Zeichen und mächtigen Taten, nicht Wundern, Dingen der Lüge der Pfingstreligion) Die aber an IHN glauben, haben dann tatsächlich grössere Werke des Glaubens getan. Er hat dies vom Himmel her unterstützt und der Heilige Geist in uns leitet uns daran an. Die grösseren Werke sind Werke des Geistes, nicht für den Leib. Es geht nicht um Errettung des Leibes von Not, sondern Errettung des Menschen vor dem ewigen Tod. Tatsächlich haben sich nach der Himmelfahrt und der Ausgiessung des Heiligen Geistes Millionen bekehrt, während dem durch den direkten Dienst des Herrn einige 100 oder Tausend für die Ewigkeit errettet wurden. Kranke hat der Herr ohne Zweifel sehr viele geheilt, aber das hat keine einzigen automatisch für die Ewigkeit errettet. Das Wort "grössere" wird hier im Sinne vom "anderer, eben grösserer, weil "geistliche Art" gebraucht. H.P.W. Wen hat der Herr Jesus hier hier angesprochen? Die Jünger? / Apostel allein? Nein! ER sagt: Wer an mich glaubt! Das zeigt, dass wir hier nicht in erster Linie an die Zeichen der Apostel alleine denken sollen, ( zB.: Apg 5,12), die wie die Werke des Herrn Jesus ja kein Ewiges Leben hervorbrachten, sondern Tote lebend, Kranke gesund machten und nicht mehr. Der erste Satzteil von Vers 14, (der wird auch die Werke tun, die ich tue) spricht diese Werke an, die haben die Apostel auch getan, aber der zweite Satzteil: und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe." spricht von "grösseren", im Sinne von anderen Werken, und dies meint die Verkündigung des Evangeliums zum Ewigen Leben. Die grösseren Werke sind geistliche Werke, die durch den vom aufgefahrenen Herrn Jesus vom Himmel gesandten Heiligen Geiste bewirkt werden. Dieses Evangelium gilt ausschließlich den Menschen der Gnadenzeit, die an den Herrn Jesus glauben werden und dadurch zur Braut des Lammes zugefügt werden. . Warum musste der Herr Jesus zum Vater gehen? Zunächst ein Einschub. In Johannes 14 ist Judas Iskariot, (der ihn überlieferte) schon weggegangen, Er hat den Passahbissen gegessen, - das Abendmahl wird logischerweise im Johannes Evangelium gar nicht erwähnt -, da dies eine rein irdische Sache ist, - . So wie die Bundeslade im 4. Mose Buch dem Volk Israel vorauszog, um für das Volk eine Ruhestädte zu finden, ist der Herr Jesus uns vorausgegangen, um im Vaterhaus für uns eine Wohnstädte zu bereiten. Von all diesen herrlichen Dingen hatten von Thomas bis Philippus an alle noch keiner ein rechtes Verständnis- , sie hatten den Heiligen Geist noch nicht innewohnend. Dass aber dann, nachdem der Heilige Geist in der Versammlung ( Leib Christi, Braut des Lammes ) durch die Taufe des Leibes Christi (Apg 2 und 1.Kor 12,13), Christus in uns sein würde, ist ein vollkommen neuer Aspekt. Siehe auch Joh. 14.20. Der Herr Jesus musste nun um nach dem Erlösungswerk den Heiligen Geist aussenden zu können, in den Himmel gehen. Von Pfingsten an begann dann dieser herrliche Einschub der Gemeindebildung. Die Gemeinde ist eine himmlische Sache, sie hat mit der Erde nur für eine Zeit etwas zu tun. Um uns nun in die göttlichen Gedanken hinzuführen, sandte Er den Geist auf Erden, (Apg 2) und so finden wir in Kp 15+16 4 herausragende Dienste des Heiligen Geistes angekündigt. Ohne diese 4 Dienste, hätten wir das Neue Testament bis heute nicht in den Händen. Joh 15,27 ff Freuen wir uns nun an der Tatsache, dass Gott der Sohn alle die an Ihn glaubenden erwählt hat, grössere Werk als Er zu tun. Wir können dies alles nur, weil wir Werkzeuge sind und er uns durch den Heiligen Geist führt. Hoffentlich ist in uns kein Hinderungsgrund! In IHM Hans Peter
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 17:48
    HPWepf hat auf das Thema Guten Tag 30.03.2020 im Forum Am Morgen und am Abend geantwortet.
    >>Befrage doch heute das Wort Jahwes
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 12:04
    HPWepf hat auf das Thema Offenbarung 14.20 im Forum Prophetie geantwortet.
    Dazu auch: Die kleine Offenbarung aus Jesaja Kp 24 24,1.5.17 Die, die auf der Erde wohnen Jes 24.1 Siehe, Jehova leert das Land aus und verödet es; und er kehrt seine Oberfläche um und zerstreut seine Bewohner. Jes 24,5: Und die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern; denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzung überschritten, gebrochen den ewigen Bund. Jes 24,17: Grauen und Grube und Garn über dich, Bewohner der Erde! 24,13 Gerichte Gottes über diese Erde, die Weinernte (Off 14; 19,15) Jes 24,13: Denn so wird es geschehen inmitten der Erde, in der Mitte der Völker: wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der Nachlese, wenn die Weinernte zu Ende ist. 24,14 die Wiederkunft Christi (Off 19,11–16 Jes 24,14: Jene<d. h. die Entronnenen aus der Zerstreuung Israels> werden ihre Stimme erheben, werden jubeln. Ob der Majestät Jehovas jauchzen sie vom Meere her: 24,21.22 Gericht an Satan und seinen Engeln (Off 20,1.2) Jes 24,21: Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird Jehova heimsuchen die Heerschar der Höhe in der Höhe, und die Könige der Erde auf der Erde. Jes 24,22: Und sie werden in die Grube eingesperrt, wie man Gefangene einsperrt, und in den Kerker eingeschlossen; und nach vielen Tagen werden sie heimgesucht werden. 24,23 König auf Zion (Off 11,15; 14,1) Jes 24,23: Und der Mond wird mit Scham bedeckt und die Sonne beschämt werden; denn Jehova der Heerscharen herrscht als König auf dem Berge Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist Herrlichkeit. 24,23 Die Herrlichkeit beim Anschauen der Ältesten (Off 11,15–18 Jes 24,23: Und der Mond wird mit Scham bedeckt und die Sonne beschämt werden; denn Jehova der Heerscharen herrscht als König auf dem Berge Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist Herrlichkeit.
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 10:25
    HPWepf hat auf das Thema Offenbarung 14.20 im Forum Prophetie geantwortet.
    Lieber Bruder Holger Ja das ist ganz offensichtlich wir werden dann ja in einigen Tagen in der Donnerstag >>Skype Bibelbetrachtung zum >>Buch Joel kommen so der Herr uns nicht vorher zu SICH holt. Der Tag des Herrn: Dieser grosse Gerichtstag über alle Völker ist der „Tag des Herrn“ Jesaja 2,12–18 Jes 2,12: Denn Jehova der Heerscharen hat einen Tag über alles Hoffärtige und Hohe, und über alles Erhabene, und es wird erniedrigt werden; Jes 2,13: und über alle Zedern des Libanon, die hohen und erhabenen, und über alle Eichen Basans; Jes 2,14: und über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel; Jes 2,15: und über jeden hohen Turm und über jede feste Mauer; Jes 2,16: und über alle Tarsis-Schiffe und über alle kostbaren Schauwerke. Jes 2,17: Und der Hochmut des Menschen wird gebeugt und die Hoffart des Mannes erniedrigt werden; und Jehova wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tage. Jes 2,18: Und die Götzen werden gänzlich verschwinden. Jesaja 13,5– 11; Jes 13,5: aus fernem Lande Gekommene, vom Ende des Himmels – Jehova und die Werkzeuge seines Grimmes, um das ganze Land zu verderben. Jes 13,6: Heulet, denn nahe ist der Tag Jehovas; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Jes 13,7: Darum werden alle Hände erschlaffen, und jedes Menschenherz wird zerschmelzen. Jes 13,8: Und sie werden bestürzt sein, Wehen und Schmerzen werden sie ergreifen, sie werden sich winden gleich einer Gebärenden; einer starrt den anderen an, ihre Angesichter glühen. Jes 13,9: Siehe, der Tag Jehovas kommt grausam, und Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen; und ihre Sünder wird er von derselben vertilgen. Jes 13,10: Denn die Sterne des Himmels und seine Gestirne werden ihr Licht nicht leuchten lassen; die Sonne wird finster sein bei ihrem Aufgang, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen. Jes 13,11: Und ich werde an dem Erdkreis heimsuchen die Bosheit, und an den Gesetzlosen ihre Missetat; und ich werde ein Ende machen dem Hochmut der Stolzen und die Hoffart der Gewalttätigen erniedrigen. Joel 1,15; Joe 1,15: Ach über den Tag! Denn nahe ist der Tag Jehovas, und er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. Joel 2,1–11; Joe 2,1: Stoßet in die Posaune auf Zion, und blaset Lärm auf meinem heiligen Berge! Beben sollen alle Bewohner des Landes; denn es kommt der Tag Jehovas, denn er ist nahe: Joe 2,2: ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und der Wolkennacht. Wie die Morgendämmerung ist es ausgebreitet über die Berge, ein großes und mächtiges Volk, desgleichen von Ewigkeit her nicht gewesen ist und nach ihm nicht mehr sein wird bis in die Jahre der Geschlechter und Geschlechter. Joe 2,3: Vor ihm her verzehrt das Feuer, und nach ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden, und nach ihm eine öde Wüste, und auch keine Entronnenen läßt es übrig. Joe 2,4: Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Rossen; und wie Reitpferde, also rennen sie. Joe 2,5: Gleich Wagengerassel hüpfen sie auf den Gipfeln der Berge, gleich dem Prasseln der Feuerflamme, welche Stoppeln verzehrt; sie sind wie ein mächtiges Volk, zum Kampfe gerüstet. Joe 2,6: Vor ihm zittern die Völker, alle Angesichter erblassen. Joe 2,7: Sie rennen wie Helden, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen ein jeder auf seinem Wege, und ihre Pfade wechseln sie nicht; Joe 2,8: und keiner drängt den anderen, sie ziehen jeder einzeln auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch und verwunden sich nicht. Joe 2,9: Sie laufen in der Stadt umher, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb. Joe 2,10: Vor ihnen erbebt die Erde, erzittert der Himmel; Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne verhalten ihren Glanz. Joe 2,11: Und Jehova läßt vor seinem Heere her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig; denn groß ist der Tag Jehovas und sehr furchtbar, und wer kann ihn ertragen? Joel 3.4 Joe 3,4: die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag Jehovas kommt, der große und furchtbare. – Hesekiel 13.5 Hes 13,5: In die Risse seid ihr nicht getreten, und die Mauer habt ihr nicht vermauert um das Haus Israel her, um standzuhalten im Streit am Tage Jehovas. Amos 5.18-20 Am 5,18: Wehe denen, welche den Tag Jehovas herbeiwünschen! Wozu soll euch der Tag Jehovas sein? Er wird Finsternis sein und nicht Licht: Am 5,19: wie wenn jemand vor dem Löwen flieht, und es begegnet ihm ein Bär; und er kommt nach Hause und stützt seine Hand an die Mauer, und es beißt ihn eine Schlange. Am 5,20: Wird denn nicht der Tag Jehovas Finsternis sein und nicht Licht, und Dunkelheit und nicht Glanz? Obadja 15 Ob 1,15: Denn der Tag Jehovas ist nahe über alle Nationen: wie du getan hast, wird dir getan werden; dein Tun wird auf dein Haupt zurückkehren. Zephanja 1.7 Zef 1,7: Still vor dem Herrn Jehova! Denn nahe ist der Tag Jehovas; denn Jehova hat ein Schlachtopfer bereitet, er hat seine Geladenen geheiligt. Zephanja 1.14 Zef 1,14: Nahe ist der große Tag Jehovas; er ist nahe und eilt sehr. Horch, der Tag Jehovas! Bitterlich schreit dort der Held. Zephanja 1.18 Zef 1,18: auch ihr Silber, auch ihr Gold wird sie nicht erretten können am Tage des Grimmes Jehovas; und durch das Feuer seines Eifers wird das ganze Land verzehrt werden. Denn ein Ende, ja, ein plötzliches Ende wird er machen mit allen Bewohnern des Landes. Maleachi 3,17; Mal 3,17: Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient. Maleachi 3.19 -21 Mal 3,19: Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen; und es werden alle Übermütigen und jeder Täter der Gesetzlosigkeit zu Stoppeln werden; und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jehova der Heerscharen, so daß er ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen wird. Mal 3,20: Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit Heilung in ihren Flügeln. Und ihr werdet ausziehen und hüpfen gleich Mastkälbern; Mal 3,21: und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten, denn sie werden Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tage, den ich machen werde, spricht Jehova der Heerscharen. 1. Thessalonicher 5,2–10 1. Thes 5,2: Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. 1. Thes 5,3: Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 1. Thes 5,4: Ihr aber Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; 1. Thes 5,5: denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis. 1. Thes 5,6: Also laßt uns nun nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein. 1. Thes 5,7: Denn die da schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken. 1. Thes 5,8: Wir aber, die von dem Tage sind, laßt uns nüchtern sein, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung der Seligkeit. 1. Thes 5,9: Denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit durch unseren Herrn Jesus Christus, 1. Thes 5,10: der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. 1. Thes 5,11: Deshalb ermuntert einander und erbauet einer den anderen, wie ihr auch tut. 2. Thessalonicher 2,2. 2. Thes 2,2: daß ihr nicht schnell erschüttert werdet in der Gesinnung, noch erschreckt, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief als durch uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. 2. Petrus 3,10 2. Petr 3,10: Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brande werden aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden.
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 08:49
    HPWepf hat auf das Thema Offenbarung 14.20 im Forum Prophetie geantwortet.
    Lieber Holger Israel ist heute noch ein Staat mit diversen Religionen. Nebst dem für Gott toten Judentum gibt es siehe Link noch weiteres Erbärmliches in Israel nebst vereinzelte Christen. Der Staat Israel ist ja noch ein komplett arianischer Staat wie zB.: Nord Korea.. Was es noch nicht gibt, ist der Gläubige Überrest aus Juda (Offb 14 / 144000) und der Gläubige Überrest aus den allen 12 Stämmen ( Offb 7 auch 144000) der wird erst am Ende der 70 DJW aus der Welt in der erste Hälften der Danielschen 70 JW gebildet und das ist noch in weiter, weiter Ferne. Diese werden dann durch die Boten des Herrn Mt 24.25ff aus der Welt gesammelte Auserwählte (=die 12 Stämme) unter dem Hirtenstab, > Hes 20.37 vereinzelt, getrennt, und die Schafe in das 1000JR eingebracht. Die Entrückung der Christen kann Heute sein. Die Vorbereitung auf die im Wort Gottes prophezeiten Umstände der 70. DJW dauern aber noch an. Wie schnell einige 1000 Flugzeuge am Bodern stehen können, sieht man ja gerade eben vor unseren Augen abspielen >> (Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus) und was das Göttliche Gericht über die verderbe Welt durch das von Gott gesendete Virus wirtschaftlich bewirken wird, kann man nur Erahnen. Dass es zu sozialen Unruhen ja weiteren Kriegen kommen wird bahnt sich gerade jetzt an. Melodie
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  • Avatar von HPWepf
    30.03.2020, 07:02
    HPWepf hat das Thema 8 Gruppen von Sündern Offenbarung 21 8 im Forum Prophetie erstellt.
    Offenbarung 21 8 Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern – ihr Teil ist in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches der zweite Tod ist: Es sind immer wieder die Überwinder in der Offenbarung. Ich werde ihm Gott sein (nicht Vater) und er wird mir Sohn sein. Wenn auch nicht die Beziehung der Versammlung zu Gott im Vordergrund steht, so wird doch dem Überwinder persönlich ein wunderbares Teil verheißen: ein Sohn zu sein. Nun folgen acht Gruppen von Sündern: Feiger δειλός (deilos) Das ist die erste Beschreibung der Ungläubigen; sie waren zu feige, sich zu Gott zu wenden. Mt 8,26; Mk 4,40 und hier. = Furchtsamkeit in 2Tim 1,7, Furchtsam in Joh 14,27. Feigling (5Mo 20,8; Rich 7,3; lose Männer (Rich 9,4; 2Chr 13,7). Menschen, die nicht kämpfen wolle Ungläubiger ἄπιστος (apistos) 2Kor 6,15; Untreuer (Mt 17,17). Untreue und Verwerfung gegenüber dem Herrn Mit Gräueln Befleckte βδελυσσομαι bdelýssomai Das Bild, das der Antichrist aufstellen wird (Mt 24,15; Mk 13,14; Lk 16,15; Off 17,5; 21,27). Alle, die durch die Anbetung des Gräuels beschmutzt worden sind Mörder φονεύς (phoneus) Menschen, die alle den Weg Kains gegangen sind (Mt 22,7; Apg 3,14; 7,52; 1Pet 4,15). Jemand vorsätzlich töten Hurer πόρνος (pornos) Jemand, der unerlaubten Geschlechtsverkehr ausübt Zauberer φαρμακεύς (pharmakeus) nur hier und in Kap. 22,15. Zauberei φαρμακεία (pharmakeia] in Gal 5,20; Off 9,21; 18,23 (vgl. Jes 47,9.12) Götzendiener εἰδωλολάτρης (eidololatres) von = Bild;εἴδωλον (eidolon) = Diener, Knecht (1Kor 5,10.11; 6,9; 10,7; Eph 5,5; Off 22,15). Götzendienst (1Kor 10,14; Gal 5,20; Kol 3,5; 1Pet 4,3; vgl. Röm 1,22– 25) Lügner ψευδής (pseudes) Joh 8,44.45; Röm 3,4; 1Tim 1,10; Tit 1,12; 1Joh 1,10; 2,4.22; 4,20; 5,10; Apg 6,13; Off 2,2. Satan ist ein Lügner von Anfang. Er ist der Vater des Lüge Gefunden bei W.M.
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