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9. Maria Marienkult

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  • 9. Maria Marienkult

    9. Maria – Marienkult

    Maria, die Mutter Jesu nimmt in der römisch-katholischen Kirche einen sehr
    wichtigen Platz ein. Davon zeugen die vielen Marienstatuen- und bilder,
    Marienfeste, Wallfahrtsorte und Kirchen, die ihr gewidmet sind: „Notre Dame“
    (Paris), Frauenkirche (Domkirche zu „unserer lieben Frau“) (München),
    Santa Maria Maggiore (Rom),...

    Es gibt viele Feiertage zum Gedenken an Ereignisse aus Marias Leben:
    Mutterschaft Marias (11.Oktober.....),
    Ohne Erbschuld empfangen (8.Dezember),
    Darstellung Jesu = Maria Lichtmess (2.Februar),
    Verkündigung Marias (25.März),
    Maria Königin (31.Mai),
    Maria Heimsuchung (2.Juli),
    Maria Himmelfahrt (15.August),
    Maria Geburt (8.September),
    Maria Schmerzen (15.September)
    {{(Liste laut Schweizerischem Kirchengesangbuch (S.705).}}

    Weitere Marienfeste:
    Maria Namen (12.September),
    Rosenkranzfest (7.Oktober).)
    Ausserdem gibt es einen der Maria gewidmeten Wochentag:
    „Unter den der seligen Jungfrau Maria gewidmeten Tagen ragt der Samstag heraus,
    der dem Gedächtnis der heiligen Maria gewidmet ist.“ (Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie, Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 160, 2001, Nr. 188)

    Die Marienverehrung ist nicht etwa ein Überrest aus dem Mittelalter,
    sondern sie wird im Gegenteil seit etwa 150 Jahren systematisch gefördert.
    Die stufenweise Steigerung läuft parallel mit zunehmender Anzahl Marienerscheinungen (siehe 10.4).

    Die letzten Dogmen wurden im Jahre 1854 (Unbefleckte Empfängnis)
    und 1950 (Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel) eingeführt.

    Daneben ist Maria mit vielen weiteren Titeln geehrt worden, wie zum Beispiel 1896:
    Mittlerin zum Mittler oder „Königin des Himmels“ (vgl. Jer 7,17+18).
    Es gibt auch Bestrebungen, sie als „Miterlöserin“ zu erklären.
    Momentan ist sie „nur“ mitwirkendes Werkzeug:
    „Die Jungfrau Maria hat in freiem Glauben und 28 Gehorsam zum Heil der Menschen mitgewirkt“ (Katechismus der Katholischen Kirche, S.511).

    „Im Schweigen, im beständigen Hören des Gotteswortes und in der innigen Einheit mit dem Herrn wurde Maria an der Seite ihres göttlichen Sohnes Jesu Christi zum Werkzeug des Heils.“ (
    Schreiben des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II. an alle gottgeweihten Personen
    in den Ordensgemeinschaften und Säkularinstitute zum Marianischen Jahr, Deutsche Bischofskonferenz, 1988, S.13)

    „Denn nach ihrer Aufnahme in den Himmel hat sie diese heilbringende Aufgabe nicht niedergelegt,
    sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu verschaffen…
    Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter den Titeln der Fürsprecherin, der Helferin,
    des Beistandes und der Mittlerin angerufen.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 969) Papst Johannes Paul II. gehörte zu den eifrigsten Marienverehrern.

    Er stellte sein Pontifikat unter das Wort „Totus tuus“ = „ganz dir (=Maria) gehörend/ergeben“.
    Im Jahr 1984 vertraute er die Menschen und Völker dem Unbefleckten Herzen Mariens an:
    „Darum, o Mutter der Menschen und Völker, die du alle ihre Leiden und Hoffnungen kennst
    und mit mütterlichem Herzen an allen Kämpfen zwischen Gut und Böse,
    zwischen Licht und Finsternis Anteil nimmst, …höre unser Rufen, … umfange mit deiner Liebe als Mutter und Magd des Herrn diese unsere Welt, die wir dir anvertrauen und weihen, erfüllt von der Sorge um das irdische und ewige Heil der Menschen und Völker. … ‚
    Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter’!
    Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten!“
    (Die Botschaft von Fatima,
    Verlautbarung des Apostolischen Stuhls Nr. 147, 2000, S.8)

    Katholiken sagen, dass sie Maria nicht anbeten, sondern nur verehren.
    Dies ist allerdings Wortspielerei.
    Das offizielle (schweizerische) Kirchengesangbuch z.B. enthält einen eigenen Abschnitt
    „Gebete zu Maria“ (S.706-742).
    Ein weiteres Beispiel aus dem Buch Wir kommen zu Jesus:
    „Maria, wir dich grüssen, o Maria, hilf, und fallen dir zu Füssen,
    o Maria, hilf. O Maria. Hilf uns all hier in diesem Erdental!“ (S.62)

     1.Tim 2,5; Eph 2,18; Apg 4,12; Joh 14,6. 29
    Der Kirchenlehrer und „Heilige“ Alfonso di Liguori nennt in seinem Buch
    The Glories of Mary Maria sogar „Morgenstern“ und „Himmelstür“.
    „Schon seit ältester Zeit wird die selige Jungfrau unter dem Titel
    „Gottesgebärerin“ verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen Gefahren
    und Nöten bittend Zuflucht nehmen…“
    (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 971)  Joh 2,5b; Heb 4,16; Lk 11,27-28

    Maria wird oft mehr Barmherzigkeit zugeschrieben als dem Herrn Jesus Christus.
    Man könne „über Maria zu Jesus“ kommen.
    „Sie bittet für uns bei ihrem Sohn.“ (Wir kommen zu Jesus, S.62).
    Dies ist eine gotteslästerliche Entstellung der Person und des Werkes des Herrn Jesus Christus.

    „Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ (Röm 8,32).
    Auch die Meinung der Katholiken, der Sohn werde die Bitten seiner Mutter nicht abweisen,
    widerspricht der Bibel (vgl. Mt 12,46-50; Joh 2,5).
    Vielsagend ist auch, dass Jesus Christus in der röm.-kath. Kirche oft als hilfloses Baby
    in den Armen der Mutter oder tot am Kreuz (Kruzifix) dargestellt wird, nicht als lebender Erlöser.

    9.1. Die Mutter Gottes?
    Ab dem Konzil von Ephesus (431 n. Chr.) wird Maria „Mutter Gottes“ genannt.

    → Maria war wohl die Mutter von Jesus Christus, was sein Menschsein betrifft,
    aber nicht die „Mutter Gottes“, denn Jesus Christus als Gott ist ewig.

    9.2. Unbefleckte Empfängnis

    Das „Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens“ wurde 1854 von der röm.-kath.
    Kirche verkündigt und besagt nicht – wie manche Protestanten fälschlicherweise meinen –
    dass Maria Jesus Christus auf übernatürliche Weise empfangen habe (was biblisch wäre),
    sondern dass sie selbst, als sie von ihrer Mutter empfangen wurde,
    „von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt“ geblieben sei.
    (Der Glaube der Kirche, Nr. 479)
    „Durch die Gnade Gottes ist Maria während ihres ganzen Lebens frei von jeder persönlichen Sünde geblieben.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 411 und 493) 30
    Doch Maria selber erkannte sich als Sünderin und wusste, dass auch sie einen Erlöser brauchte (Lk 1,47).
    Sie brachte auch das vorgeschriebene Opfer zu ihrer Reinigung (Lk 2,22.24).

    Die Bibel spricht auch von Brüdern und Schwestern Jesu (Mt 1,25; 12,46-50; 13,55).
    Maria ist demnach nicht – wie die röm.-kath. Kirche behauptet – „immerwährende Jungfrau“.

    9.3.Mariä Himmelfahrt
    Dieses Dogma wurde 1950 verkündigt. Es besagt, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. „...sie erhielt als herrliche Krone aller ihrer Ehrenvorzüge, dass sie von der Verwesung im Grab verschont blieb und wie ihr Sohn nach dem Sieg über den Tod mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wurde, um dort zur Rechten ihres Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit (1Tim 1,17),
    als Königin zu erstrahlen.“ (Der Glaube der Kirche, Nr. 485).

    9.4.Marienerscheinungen
    Die Zahl der Marienerscheinungen geht in die Hunderte.
    Nicht alle sind jedoch von der röm.-kath. Kirche offiziell anerkannt. Zu den bekanntesten der anerkannten Erscheinungsorte gehören La Salette (Frankreich), Guadalupe (Mexiko), Lourdes (Frankreich), Fatima (Portugal). (Noch) nicht anerkannt ist Medjugorje (Bosnien-Herzegowina).
    Die Botschaften der Marienerscheinungen unterstützen
    die Lehren der röm.-kath. Kirche und bereiten
    weitere Irrlehren vor.


    „Die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens hat einen grossen Auftrieb erfahren durch die Erscheinungen der Jungfrau Maria in Fatima im Jahre 1917. An ihrem 25. Jahrestag, im Jahr 1942, weihte Pius XII. die Kirche und die Menschheit dem unbefleckten Herzen Mariens, und 1944 wurde die Feier des unbefleckten Herzens Mariens auf die ganze Kirche ausgeweitet.“ (Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie, Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 160, 2001, Nr. 174) vgl. Kapitel 13.

    Patrick Tschui
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
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