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Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

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  • Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

    Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu: ►► Von Andreas M.

    4. Mose:
    Der Weg des Volkes Gottes durch die Wüste, ein Bild von dem, was diese Welt für den Gläubigen ist: Erprobung auf Erprobung.
    Das Volk hätte vom Roten Meer aus in elf Tagen im verheissenen Land sein können
    (5. Mo 1, 2).
    Doch es brauchte vierzig Jahre.
    Der einfache Grund ist der Unglaube des Volkes.
    Der Zustand des Volkes machte die Wüstenreise notwendig.
    Die Wüstenreise ist kein Teil der Ratschlüsse Gottes, sondern Seiner Wege mit dem Volk.
    Gott wusste, was im Herzen des Volkes war, aber das Volk sollte es auch erfahren (5. Mo 8, 2. 3).
    Es ist also das Buch der E r p r o b u n g e n, aber auch der E r f a h r u n g e n, das Buch der Untreue und des Versagens des Menschen, aber auch der Treue und Barmherzigkeit Gottes. Welche reichen Hilfsmittel hat Gott, nachdem der Abfall vollständig ist
    (Rotte Korahs, Kap. 16), für den Weg durch die Wüste bereit:
    Aaron (ein Bild des Herrn Jesus) tritt als Mittler zwischen das Volk und Gott:
    die Gnade des Hohenpriestertums Christi (Kap. 17);
    das Opfer der jungen roten Kuh für die Verunreinigungen der Wüste (Kap. 19);
    die eherne Schlange (Kap. 20 - vgl. Joh 3).
    Gott "erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel; Jehova, sein Gott, ist mit ihm, und Jubel Geschrei wie um einen König ist in seiner Mitte" (Kap. 23, 21) -und das steht in einem Buch, das das Versagen des Volkes auf Schritt und Tritt offenbart!​​

    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6

  • #2
    AW: Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

    Der Donnerstag Abend brachte mir eine "Erleuchtung " über das Thema der roten Kuh.
    Ich werde das nutzen für Geschwister in der Versammlungs - Bibellehre.
    Dank dafür!
    Liebe Grüße bobby!

    Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

    Kommentar


    • #3
      AW: Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

      https://haltefest.ch/542-das-opfer-der-roten-jungen-kuh
      Herzliche Grüsse
      Olivier

      Sprüche 4,20-23
      Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden. Laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem ganzen Fleische. – Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens. –

      Kommentar


      • #4
        AW: Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

        Das Opfer der roten jungen Kuh nach 4. Mose 19 (H. L. Heijkoop)

        Schon häufig ist die Frage aufgetaucht, warum das vorliegende Kapitel im vierten und nicht im dritten Buche Mose steht, wo wir doch fast alle Opfer finden. Es ist daher nicht verwunderlich, daß viele ungläubige Kritiker behaupten, dieses Kapitel befinde sich an einer falschen Stelle. Wir, die wir wissen, daß die Bibel das vollkommene, inspirierte Wort Gottes ist, verstehen aufgrund dieser Tatsache, daß es einen göttlich weisen Grund geben muß, der das Kapitel in diesen Zusammenhang gestellt hat. Wenn wir den Charakter und die geistliche Bedeutung des vierten Buches Mose kennen, wird uns der Grund ganz klar. Wir bewundern dann die Weisheit Dessen, der es an diese Stelle gesetzt hat.

        Der große Gegenstand im dritten Buch Mose ist der Zugang zu Gott im Heiligtum. Das Zelt der Zusammenkunft steht dort im Vordergrund. Von dort aus gab Gott Mose und manchmal auch Aaron Seine Mitteilungen und Anordnungen. Die dort beschriebenen Opfer stehen alle mit diesem Thema in Verbindung und tragen deshalb auch bestimmte Kennzeichen. Im vierten Buche Mose wird das Zelt wohl erwähnt, ist aber nicht der eigentliche Gegenstand. Das Thema des vierten Buches Mose ist der Zug der Israeliten durch die Wüste. Wie fast alles im Alten Testament sind dieser Zug und seine Einzelheiten Vorbilder für uns, wie uns 1. Kor 10, 11 ausdrücklich sagt.

        Diese Reise beginnt am Sinai, wo das Volk offiziell mit Gott in Verbindung tritt, und führt zu dem verheißenen Land, das ein Bild der himmlischen Örter im Epheserbrief ist. Die Wüste, die das Volk durchzog, ist ein Bild der Welt, durch die auch wir hindurchgehen müssen, solange wir auf der Erde sind. Es ist eine Welt, in der unser Heiland und Herr nur ein Kreuz und ein Grab fand, und wo wir, die mit Ihm vereinigt sind, auch nichts anderes finden. Aber wir müssen daran denken, daß die Zeit kommen wird, da die Erde diesen Charakter nicht mehr tragen wird, wenn nämlich der Herr Jesus in Seinem Reich über sie herrschen wird. Bei einigen Abschnitten im vierten Buch Mose müssen wir uns dies unbedingt vor Augen halten. Für uns ist die Erde jedoch tatsächlich eine Wüste, in der der Glaube nichts finden kann.

        In dieser Wüste wird das Volk durch die Schwierigkeiten und Prüfungen, die ihm begegnen, auf die Probe gestellt.
        Dadurch wird zwar auch offenbar, ob wirkliches Leben aus Gott oder nur ein leeres Bekenntnis vorhanden ist. Das ist jedoch nicht das eigentliche Ziel der Erprobung, sondern diejenigen zu erproben, die Leben aus Gott besitzen, damit offenbar wird, inwieweit ihr praktisches Leben die Darstellung des neuen Lebens, das sie in der Wiedergeburt empfangen haben, oder ihres Fleisches ist. Ein weiteres Ziel ist, uns praktisch zu zeigen, was der Mensch in Rö 7 sagt: "Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt", und uns so dahin zu bringen, den alten Menschen mit seinen Werken auszuziehen und den neuen anzuziehen. Das bedeutet, daß wir im Glauben in unseren Herzen verwirklichen, daß wir mit Christus gestorben und auferstanden sind (Kol 3, 9. 10; Eph 4, 22‑24; Kol 3, 1‑3).

        In diesen Prüfungen (und in unserem Versagen darin, denn wir alle straucheln oft", Jak 3, 1)
        und aufgrund unserer Verunreinigungen in dieser Welt (die zumeist ein Zeichen mangelnder Wachsamkeit und Nüchternheit, manchmal jedoch unvermeidlich sind, siehe 4. Mo 31, 17‑24) taucht jedoch die große Frage auf: Ist das Sühnungswerk am Kreuz hinreichend auch für diese Verunreinigungen? und wenn nicht, gibt es dann keine Rettung mehr oder müssen wir von neuem mit dem Blute gereinigt werden, oder gibt es einen anderen Weg zur Reinigung?

        Die rote junge Kuh zeigt uns, daß das Werk am großen Versöhnungstag die Sünde nicht so absolut beseitigt hat,
        daß wir unsere täglichen Verunreinigungen als unbedeutend abtun können. Zwar können wir die Dahingabe des Blutes Christi für unsere Sünden nie zu hoch einschätzen. Er hat uns dadurch auf immerdar (und das griechische Wort dafür bedeutet "ununterbrochen") vollkommen gemacht, so daß Gott keine einzige Sünde mehr bei uns sieht (Hebr 10, 14‑17).

        Aber ist diese Gnade und die Kenntnis des unendlich hohen Preises, den der Herr Jesus dafür bezahlen mußte, nicht der stärkste Beweggrund, jede Verunreinigung zu verabscheuen? Wie könnte der Vater, wie könnte der Herr Jesus praktische Gemeinschaft mit uns haben, wenn wir die Sünden nicht hassen, wie der Vater und der Sohn sie hassen, so daß wir sittlich gereinigt werden von aller praktischen Unreinheit?
        Dazu gab Gott diese besondere Verordnung. Zwar ist auch sie auf das Werk der Versöhnung am Kreuz gegründet. Aber aus der Seite des gestorbenen Heilandes floß Blut und Wasser hervor;
        das Blut weist auf die zu Gott und das Wasser auf die zu uns hin gerichtete Seite des Werkes hin.

        Das Besprengen mit der Asche der verbrannten roten jungen Kuh und mit dem lebendigen Wasser zeigt nicht die Vergebung von seiten Gottes, sondern unsere Reinigung von der Unreinigkeit als Resultat des Sühnungswerkes, und zwar in einer Art, die speziell der Wüstenreise angepaßt ist. Es ist wichtig zu sehen, in welchem Zusammenhang dieses Kapitel steht. In Kapitel 16 finden wir den Aufruhr der Männer Korah, Dathan und Abiram.
        Obwohl sie sich gegen Mose und Aaron erheben (V. 3), richtet ihr Verhalten sich doch in der Hauptsache gegen das Priestertum Aarons. Aber Gott greift ein, und als Antwort auf die Bitte Moses (V. 15) verzehrt Sein Gericht nicht nur die drei Anführer, sondern auch die 250 Obersten, die ihnen nachgefolgt waren und den Priesterdienst ausüben wollten.

        Aber dann gerät das ganze Volk in Aufruhr, und das Gericht Gottes kommt über sie (V. 41‑50). Mose sieht, daß nur das Priestertum das Volk in dem Zustand, in dem es sich befindet, durch die Wüste hindurchbringen kann. Erst als Aaron mit Räucherwerk zum Volk kommt, nimmt das Gericht Gottes ein Ende. Mose ist der Gesetzgeber, der dem Volk die Gedanken und Vorschriften Gottes überbringt. Er ist somit ein Bild des Herrn Jesus als des großen Lehrers, des Propheten (5. Mo 18, 15‑19) und des Apostels unseres Bekenntnisses (Hebr 3, 1).

        Er, der als " d i e W a h r h e i t " den wahren Charakter aller Dinge und aller Menschen offenbart, kann uns unterweisen, in welch ein Verhältnis wir zu Gott gebracht worden sind und welche Forderungen die Heiligkeit Gottes stellt im Blick auf diejeni*gen, die in Seine Nähe gebracht worden sind. Er zeigt auch, welche Folgen es hat, wenn diese Dinge vernachlässigt wer*den. Aber Er kann diese Folgen nicht abwenden oder Sühnung dafür tun. Dazu ist das Priestertum notwendig, gegen das der Aufstand der Rotte Korahs sich richtete.

        In Kap. 17 bestätigt Gott das Priestertum Aarons und beschreibt in Kap. 18 den Dienst und das Teil der Priester. Aber wenn das Priestertum das Volk durch die Wüste hin*durchbringen soll, weil Mose und sein Stab der Macht dazu allein nicht in der Lage sind, dann muß in Verbindung mit dem Priestertum eine Maßnahme getroffen werden, wodurch das Volk von den Verunreinigungen während der Reise durch die Wüste gereinigt wird, damit seine Gemeinschaft mit Gott nicht für immer aufhört. Das wird uns in

        Kapitel 19 gezeigt. Das Bemerkenswerte dabei ist, daß der Priester zwar einen Dienst beim Schlachten und Verbrennen der roten Kuh als der Grundlage der Reinigung tut, daß er aber nichts mit der praktischen Reinigung, dem Besprengen mit der Asche und dem Wasser der Reinigung zu tun hat. Für die Person, die das tut, gilt nur die Bedingung, daß sie rein sein muß. In diesen Vorschriften werden wir nicht als eine Familie von Priestern gesehen, sondern als Pilger, die sich auf dem Wege durch die Wüste in das verheißene Land befinden.
        Der Dienst wird uns hier auch nicht als das Werk des Herrn Jesus als des großen Priesters, unseres Sachwalters bei dem Vater und Dessen, der unsere Füße wäscht, gesehen (Hebr 7, 24. 25; 1. Joh 2,1. 2; Joh 13, 1‑11), obwohl er eng damit verbunden ist. Es ist mehr das Werk des Heiligen Geistes in uns, die Vorsorge, die die Gnade für Pilger, die auf ihrer Reise durch die Wüste verun*reinigt werden, getroffen hat, und zwar als Folge der Dazwischenkunft unseres Sachwalters, wie sie uns in dem lebenden Stab Aarons vorgestellt wird, der gleichzeitig Sprossen getrieben, Blüten gebracht und Mandeln gereift hatte (Kap. 17, 8).

        Alle Verunreinigungen in der Wüste werden hier auf einen Nenner gebracht, und zwar als Berührung mit etwas, das vom Tode spricht.

        Der Lohn der Sünde ist der Tod.
        Als Adam und Eva das Gebot Gottes übertraten, wurden sie in sittlicher Hinsicht tote, und so sind alle ihre Nachkommen auch jetzt noch tot in Sünden und Vergehungen (Eph 2, 1. 5), wenn sie nicht in der Wiedergeburt Leben aus Gott empfangen haben.

        Adam und Eva haben die ganze Erde in ihren Zustand mit hineingezogen.
        Daher ist die Welt vom Tode gekennzeichnet und für Gott zu einer Wüste geworden.
        Die Welt, die den Teufel als ihren Fürsten und Gott erwählt und keinen Platz für die Quelle des Lebens hat (Joh 1, 4),
        ist für Gott ein Ort, an dem das Leben vollkommen verwirkt und verloren und der Mensch völlig der Verderbnis ausgeliefert ist, die bereits seit dem Sündenfall seinen inneren Zustand kennzeichnet.

        So sieht auch jeder die Welt, der mit Gott und Seinen Gedanken Gemeinschaft hat, ‑ als einen Schauplatz des Todes, dem wir entkommen sind, wenn wir mit Christus gestorben und auf der anderen Seite des Todes Teilhaber des ewigen Lebens in Ihm geworden sind.

        So verstehen wir auch, daß Absonderung von dieser Welt die absolute Voraussetzung für wahre Heiligkeit ist.
        "Ein
        reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt erhalten " (Jak 1, 27).

        Der Zusammenhang, in dem dieses Kapitel im vierten Buche Mose steht, gibt der Verordnung über die rote junge Kuh eine besondere Bedeutung im Blick auf uns, die wir in den letzten Tagen der Christenheit leben. Es sind die letzten Tage vor der Wiederkunft Christi, von denen der zweite Thessalonicher ‑, Timotheus ‑ und Petrusbrief, sowie der erste Brief des Johannes und der des Judas so sehr ernst sprechen.

        Die Wüstenreise beginnt mit Kap. 10, 11 im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Ägypten.

        In Kap. 20, als Mirjam und Aaron sterben, sind wir bereits im vierzigsten Jahre (siehe Kap. 33, 38).

        In den Kapiteln 10‑16 finden wir also die großen Ereignisse, die in den 38 Jahren der eigentlichen Reise stattfanden.

        Alles was in den nachfolgenden Kapiteln des vierten Buches Mose berichtet wird, fand im vierzigsten Jahre statt,
        als die eigentliche Wüstenreise also schon vorüber war, und das Volk nach den Lektionen der Kapitel 10‑16 im Begriff stand,
        das Land Kanaan, das Erbteil Jehovas zu betreten.

        In dieser Situation wurden die Verordnungen von 4. Mose 19 gegeben,
        obwohl das Wasser der Absonderung schon von Anfang an bekannt war (vgl. Kap. 8, 7).
        Obwohl die im vorliegenden Kapitel enthaltenen Grundsätze also für jede Verunreinigung gelten, die durch die Berührung mit dem Tode entsteht, werden sie hier doch speziell angewandt auf den Tod als das Gericht Gottes über die, die offiziell zum Volke Gottes gehörten, aber abgewichen sind, wie uns das in den vorhergehenden Kapiteln beschrieben wird.

        In der Praxis konnte ein Israelit kaum mit einem Toten aus den umwohnenden Nationen in Berührung kommen.

        In den Fällen, wo es jedoch unvermeidlich war, wird die Notwendigkeit der Reinigung durch das Wasser der Absonderung ausdrücklich vorgeschrieben (Kap. 31, 19‑24). Aber er kam bestimmt mit Toten aus dem Volke Gottes in Berührung, wenn z. B. während der Wüstenreise jemand von der Familie starb.

        Wie viele Menschen starben täglich im Lager! In den 39 Jahren nach Kap. 10 starben allein 603 550 erwachsene Männer ohne Einrechnung der erwachsenen Leviten (Kap. 1, 46; 2, 32. 33).

        Das sind im Durchschnitt wenigstens 45 Personen pro Tag; an einigen Tagen waren es jedoch Zehntausende (Kap. 11, 33; 16, 49)!
        "Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist". ‑

        "Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten".

        "Daher, wer zu stehen sich dünkt, sehe zu, daß er nicht falle" (i.
        Kor 10, 6. 11. 12).

        Wie wichtig ist es daher, zu untersuchen, in welcher Weise sich das Volk Gottes vor allem am Ende der Wüstenreise mit Toten verunreinigte, damit wir wissen, wodurch wir uns selbst und die Wohnung des Herrn verunreinigen können.

        Es ist klar, daß in den 38 Jahren der Wüstenreise mehr geschehen ist als wir in den Kapiteln 10 bis 16 lesen. Gott hat jedoch nur die Ereignisse aufschreiben lassen, in denen die großen Grundsätze des Unglaubens und der Sünde des Volkes Gottes sichtbar werden. Besonders uns, die wir in den letzten Tagen leben, wollte Er sie als abschreckende Beispiele vor Augen stellen,

        "daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten", wie wir in 1. Kor 10 lesen.
        Wie wichtig ist es daher, daß wir diese Kapitel mit Ernst und Sorgfalt untersuchen, auch im Blick auf unsere Beschäftigung mit der Verordnung in 4. Mo 19. In Kap. '10 beginnt für das Volk Gottes die Reise als Sein Zeugnis in dieser Welt, die für den Glauben eine Wüste ist.

        Gott gibt ihnen zwei unfehlbare Führer
        erstens die strahlende Wolke, die Petrus die "prachtvolle Herrlichkeit" nennt (2. Petr 1, 17), der Beweis der Gegenwart Gottes (2. Mo 40, 34‑38; 4. Mo 9, 15‑28), und somit ein Bild des Heiligen Geistes, der in der Versammlung wohnt. Die Wolke sollte sie ganz durch die ihnen unbekannte Wüste leiten.
        Zweitens gab Er ihnen Mose, ein Vorbild des Herrn Jesus als des Apostels unseres Bekenntnisses, der durch die silbernen Trompeten das Wort Gottes zu ihnen redete und ihnen dadurch in den verschiedensten Umständen sagte, wie sie handeln sollten.
        Aber schon zu Anfang sehen wir, daß die Leitung des Heiligen Geistes und der Besitz des Wortes Gottes für das fleischlich gesinnte Volk Gottes nicht ausreichend sind. Es verlangt nach menschlicher Kenntnis und Weisheit.
        In Kap. 11 wird die geistliche Speise aus dem Himmel verschmäht und das Volk verlangt nach der Speise Ägyptens, der Gott verwerfenden und hassenden Welt.

        In Kap. 12 wird die alleinige Autorität Moses (des Herrn Jesus) verworfen und die gleiche göttliche Autorität für das eigene Wort gefordert.
        In Kap. 13 und 14 wird das Land der Verheißung (das himmlische Teil des Epheserbriefes) verachtet, und es kommt der Wunsch zur Rückkehr nach Ägypten auf.

        In Kap. 16 verwirft man die Autorität und das Priestertum des Herrn Jesus (dargestellt in Mose und Aaron)
        unter dem Vorwand, für die Heiligkeit des ganzen Volkes zu eifern. Sehen wir die gleichen Dinge nicht in der Geschichte der Versammlung?

        Dem Heiligen Geist überläßt man die Leitung weder in der Versammlung noch im persönlichen Leben.
        Das Wort Gottes wird nicht als alleiniger Maßstab für das Leben der Versammlung anerkannt. Die Lehren aus den Ereignissen der Geschichte werden nach menschlichem Ermessen zur Korrektur des Wortes Gottes benutzt.
        Die himmlische Nahrung wurde zugunsten der weltlichen Speise, der irdischen Dinge verschmäht, was zur Folge hat, daß man sich weigert, das Land (die himmlischen Örter des Epheserbriefes) zu betreten. Die alleinige Autorität des Herrn wurde praktisch dadurch geleugnet, daß man für das menschliche Wort die gleiche Autorität forderte, was zur Folge hatte, daß der Dienst des Herrn als des alleinigen Lehrers und großen Priesters verwor*fen wurde. Diese Zustände sehen wir in ausgereifter Form im heutigen Zustand der Christenheit.

        In dem "sozialen Evangelium" der Weltkirchenführer finden sich alle diese Dinge wieder. Aber diese Grundsätze sind auch in die Gruppen eingedrungen, die noch bekennen "orthodox" zu sein, d. h. festzuhalten an der Inspiration und Gültigkeit des Wortes Gottes. Möge niemand denken, daß wir vor diesen Gefahren sicher sind.

        Hat Gott, der Heilige Geist noch die vollkommene Freiheit, in unseren Zusammenkünften zu wirken durch wen Er will und wozu Er will?
        Wie weit wird die alleinige Autorität des Herrn in Seiner Versammlung und über Seine Diener noch anerkannt? Genügt uns noch das himmlische Manna oder verlangen wir nach der Nahrung (Literatur, Radio, Fernsehen, Zeitungen) der Welt und der Erde? Wie weit befriedigen uns die geistlichen Dinge, und welchen Raum nehmen die irdischen Dinge (Geld, Haus, Kleidung, Luxus usw.)

        in unserem praktischen Leben ein? Haben wir praktisch "den alten Menschen abgelegt, der nach den betrügerischen Lüsten verdorben wird, ... und angezogen ... den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit"
        (Eph 4, 20‑24; Kol 3, 9‑11)?

        Kämpfen wir ständig, um die himmlischen Dinge praktisch in Besitz zu nehmen und zu genießen?

        Wird bei uns die alleinige Autorität des Herrn und Sein Priesterdienst anerkannt oder wird sie von Menschen unter dem Vorwand des Eifers für Sein Volk in Anspruch genommen? Fragen wir in unserem praktischen persönlichen Leben in allen Lagen:

        "Herr, was willst Du, das ich tun soll?"
        Wir müssen uns alle in das Licht des Wortes Gottes stellen, um uns vom Herrn unseren praktischen Zustand zeigen zu lassen. Laßt uns dabei bedenken, daß alle diese Grundsätze das Todesurteil von seiten Gottes nach sich ziehen, und daß jede Berührung mit dem, was von diesen Grundsätzen gekennzeichnet ist, uns und dadurch auch das Zeugnis Gottes in dieser Welt verunreinigt.

        Aber laßt uns nicht vergessen, von der wunderbaren Güte und Gnade des Herrn Gebrauch zu machen, der auch für diese Dinge in Seiner Vorsorge ein Mittel gegeben hat, das uns reinigen kann. Es hat Gott gefallen, in den letzten Tagen, in denen wir leben,
        die Wahrheit bezüglich Seines Hauses wieder ans Licht zu bringen, ebenso wie den Priesterdienst, der mit diesem Haus in Verbindung steht.

        Aber so herrlich dieser Dienst auch ist, der Grundsatz bleibt doch bestehen, daß Er in denen, die Ihm nahen, geheiligt werden will.

        Er sagt zu uns: "Seid heilig, denn ich bin heilig" (1. Petr 1, 16).

        je näher wir Gott kommen, desto notwendiger ist es, an Seiner Heiligkeit teilzuhaben.

        Wir stehen mit der Wohnung (4. Mo 19, 13) und dem Heiligtum (V. 20) des Herrn in Verbindung.

        Dadurch wird jede Unreinigkeit zu einer ernsten Angelegenheit. Nicht nur werden wir selbst dadurch beschmutzt, sondern wenn wir es versäumen, uns zu reinigen, wird auch Seine Wohnung, Sein Heiligtum, verunreinigt.

        In diesen letzten Tagen hat Gott uns die Frage der Reinigung mit aller Deutlichkeit vor Augen gestellt.

        Und wie oft wird diese Reinigung notwendig! Es ist daher wichtig, daß wir den Weg der Reinigung kennen und wissen, welche Mittel uns dafür zur Verfügung stehen. Wir können das Kapitel in zwei Abschnitte unterteilen:

        die Vorschrift über die Zubereitung des Wassers der Reinigung (V. 2‑10)
        und
        die Verordnung über die Anwendung des Wassers (V. 11‑22).
        Schon V. 2 zeigt die Wichtigkeit des Themas.

        Der Ausdruck "die Satzung des Gesetzes, das Jehova geboten hat" kommt sonst nur noch in Kap. 31, 21, und zwar in Verbindung mit demselben Thema vor. Nicht eine Person, sondern das ganze Volk mußte die rote junge Kuh zu Mose und Aaron bringen. Sie besaßen das große Vorrecht, daß das Zelt Jehovas in ihrer Mitte war.
        Aber dadurch lag auf dem gesamten Volk eine große Verantwortung, denn das Zelt war das Heiligtum Jehovas, worin Er wohnte (V. 20). Wenn zugelassen wurde, daß das Volk sich verunreinigte, wurde die Reinheit des Zeltes und der Charakter Dessen, der darin wohnen wollte, angegriffen.

        Wenn daher das Sünd‑ oder Schuldopfer notwendig wurde, wenn Sünde begangen worden war, so war die Befolgung der im vorliegenden Kapitel gegebenen Vorschriften unbedingt erforderlich, weil Jehova in ihrer Mitte wohnte.

        In 3. Mo 4‑6 sehen wir die Mittel, die Gott gibt gegen das Ausbrechen der Sünde b e i denen, die Er aus Ägypten erlöst hatte,
        während wir in 4. Mo 19 Seine gnädige Vorsorge finden, um Verunreinigungen zu beseitigen, die durch Berühren mit Dingen von a u ß e r h a 1 b entstanden waren. Da die Asche aufbewahrt werden mußte für einen jeden, der sie einmal benötigen würde ‑ und niemand konnte sagen, daß er nie in eine solche Lage kommen würde (vgl. Jak 3, 2) ‑,


        mußte das ganze Volk an der Darbringung der roten jungen Kuh teilnehmen. Es ist klar, daß die rote junge Kuh ‑ wie alle Opfertiere ‑uns den Herrn Jesus darstellt.
        Niemand anders konnte mit seinem Tod die Grundlage für die Reinigung der Seele von Verunreinigungen legen. Als Bild des Herrn mußte das Tier auch innerlich vollkom*men sein. Er war frei von jeder Befleckung der Sünde. Wir können Sein Leben vom Mutterschoß bis zum Ende des Kreuzesleidens betrachten und sehen Einen, der nie verunreinigt wurde, der herrlich war in der Vollkommenheit Seiner persönlichen Reinheit, obwohl Er vom Bösen umgeben war.

        Nichts Böses war in Ihm.

        Aber Gottes Wort legt hier besonderen Nachdruck auf die Tadellosigkeit des Opfertieres, auf das kein Joch gekommen sein durfte.

        Der Herr war nie unter einem Joch, weder unter dem Joch der Sünde (Joh 8, 34) noch unter irgendeinem anderen Joch.

        Ein Joch bedeutet immer Zucht und erzwungenen Gehorsam. Das war unmöglich bei Dem, der bei Seiner Menschwerdung sagte:

        "Ich komme, um deinen Willen, o Gott, zu tun",
        und als Mensch auf Seinem Leidenswege:
        "Meine Speise ist, daß ich ‑den Willen dessen tue, der mich gesandt hat",
        ja, der "gehorsam ward bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuze...

        Die Grundsätze und Gewohnheiten der Welt hatten keinerlei Einfluß auf Seine Gedanken,
        Worte und Taten, ebenso wenig wie Schmeicheleien oder Drohungen.

        Er tat nie etwas, um Menschen zu gefallen, vgl. Joh 2, 4 und Mt 12, 47‑50.
        Es mußte eine r o t e junge Kuh sein. Erinnert uns dies nicht an Sein Blut, das Er am Kreuz vergoß
        (vgl. auch die rotgefärbten Widderfelle bei der Stiftshütte)?

        Der Name A d a m bedeutet "rote Erde". Das hebräische Wort für "rot" trägt hier denselben Gedanken.
        Er wurde wahrer Mensch, aber Er kam um zu sterben.

        Es mußte ein weibliches Opfertier sein, was auf Passivität, Unterwürfigkeit und Willenlosigkeit hinweist.
        Wie deutlich sehen wir das im ganzen Leben des Herrn, besonders aber in Gethsemane, wo Er Seinen Tod unter dem Gericht Gottes vor Augen hatte.

        So konnte Er das Sündopfer werden für die ungewollten Verunreinigungen, die durch die Berührung mit etwas, das vom Tode spricht, entstehen. Mose und Aaron empfangen die junge Kuh vom Volk. In Mose, dem Lehrer und Mittler des Bundes, sehen wir, was auf Gottes Seite notwendig war.

        Aber die junge Kuh stand auch in Verbindung mit der Wiederherstellung dessen, der sich verunreinigt hatte.
        Es handelt sich hierbei nicht um einen reinen Priesterdienst. Das ist wohl der Grund dafür, daß wir hier Aaron und Mose zusammen sehen. Aber weder Mose noch Aaron übten diesen Dienst praktisch aus.

        Sie mußten das Opfertier dem Eleasar übergeben.
        Ich glaube, daß Aaron hier deshalb nicht genannt wird, weil er gewöhnlich die Verbindung des gesamten Volkes zu Gott darstellt,
        während es sich hier um die persönliche Gemeinschaft des einzelnen handelt.

        Es heißt hier weder "ein Sohn Aarons" noch "Eleasar, der Sohn Aarons". Ich denke daher, daß noch ein weiterer wunderbarer Gedanke darin liegt, der uns durch die Stellung Eleasars in diesem Buch verdeutlicht wird.

        Die Erklärung finden wir im nächsten Kapitel, als Aaron stirbt und Mose dem Eleasar die Priesterkleidung Aarons anzieht.

        Sehen wir darin nicht den Priesterdienst in der Kraft der Auferstehung, wie ihn der Herr Jesus jetzt im Himmel für uns ausübt, bei dem Er das vollbrachte Werk immer wieder in Erinnerung ruft (Hebr 7, 24‑28; 9, 11‑15; 1. Joh 2, 1. 2)?

        Aber in V. 7 heißt es, daß der Priester bis an den Abend unrein sein wird. Das kann sich nicht auf den Herrn Jesus persönlich beziehen. Ich glaube daher, daß wir in Eleasar den Herrn Jesus sehen, wie Er mit uns im Priesterdienst verbunden ist,
        und dann können wir in Eleasar auch uns selbst sehen.
        Sein Name bedeutet "Gott ist Helfer".
        Das weist uns hin auf die göttliche Unterstützung bei der Verwirklichung unserer Stellung als Priester in einer priesterlichen Gesinnung. Wir haben gesehen, daß im dritten Buch Mose die "Söhne Aarons" hiervon ein Bild waren. Sie waren dadurch gekennzeichnet, daß sie durch den beständigen Dienst in der Gegenwart Gottes im Heiligtum Verständnis über die Gedanken Gottes besaßen und alles mit Seinen Augen betrachteten.
        Das gleiche finden wir hier bei Eleasar.
        Er bringt die junge Kuh außerhalb des Lagers, um sie dort schlachten zu lassen.
        Bei der Behandlung von 3. Mo 4 und 16 haben wir die Bedeutung des Ausdruckes "außerhalb des Lagers" kennengelernt.
        Ein Priester besitzt Verständnis über diese Bedeutung, und wenn er sich mit dem Werk des Herrn Jesus am Kreuz beschäftigt, sieht er das Kreuz außerhalb des Lagers. Wir haben hier den einzigen Fall, wo das Sündopfer außerhalb des Lagers geschlachtet wurde, ebenso wie es nur hier heißt, daß der Priester das Tier außerhalb des Lagers bringt.

        Im dritten Buch Mose wird die göttliche Ordnung der Stiftshütte gezeigt.
        Deshalb muß das Blut auch in das Zelt gebracht werden, entweder um es auf den Gnadenthron (3. Mo 16) oder auf den Räucheraltar bzw. an den Brandopferaltar zu sprengen.


        Aber im vierten Buch Mose ist die Stiftshütte während der Wüstenreise der Verantwortung des Volkes Gottes anvertraut.


        Deshalb wird die göttliche Ordnung manchmal etwas verändert.
        Wir sehen das z. B. in Kap. 10, 33.

        In der Wüste wird das Versagen des Volkes sichtbar,
        und die Folgen zeigen sich auch am Hause Gottes. Das Lager wird allmählich einem großen Hause ähnlich, in dem man sich von dem absondern muß, was ein System des natürlichen Menschen geworden ist.
        ‑ Das Blut wird hier deshalb auch nicht ins Heiligtum gebracht, weil es sich nur um die Verunreinigungen der einzelnen Angehörigen des Volkes handelt.
        So sieht der "Priester" die ganze Bedeutung des Ausdrucks "außerhalb des Lagers".
        Auch der Herr Jesus hat ja außerhalb des Lagers gelitten. Er mußte aus der heiligen Gegenwart Gottes entfernt werden, so daß Er ausrufen mußte: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

        Wie zeigt uns das die Schrecklichkeit der Sünde in den Augen Gottes! Er kann sie in keiner Hinsicht dulden, denn Er ist Licht und gar keine Finsternis in Ihm (l. Joh 1, 5).

        Eleasar schlachtet die junge Kuh nicht selbst, denn das ist keine priesterliche Handlung.
        Aber sie wird " v o r i h m " geschlachtet.
        Er sieht das Sterben des Herrn mit eigenen Augen, so daß es eine Realität für ihn ist. Danach beginnt das Werk des Priesters mit der Sprengung des Blutes. Wie bereits bemerkt, wird das Blut hier nicht auf den Versöhnungsdeckel gesprengt,
        wie beim großen Versöhnungstag in 3. Mo 16.
        Dort mußten die heiligen Forderungen der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes erfüllt werden, damit Er schuldigen Sündern Gnade erweisen kann. Das Blut redete dort also zu Gott.
        Hier handelt es sich jedoch um ein Volk, das bereits aufgrund des Blutes auf dem Versöhnungsdeckel Gottes Volk geworden ist und mit Ihm in Verbindung steht.
        Aber dies Volk befindet sich in der Wüste, wo für jeden einzelnen die Gefahr, sich zu verunreinigen, groß ist.
        Wenn auch u n s e r Gott, d. h. der Gott des Volkes Gottes, ein verzehrendes Feuer ist (Hebr 12, 29), macht dann nicht jede Verunreinigung die Gemeinschaft mit diesem heiligen Gott unmöglich?

        Das siebenmalige Sprengen des Blutes durch Eleasar gibt uns die Antwort.
        Er sprengt das Blut unmittelbar vor das Zelt der Zusammenkunft, wo Gott das Volk aufruft, Gemeinschaft mit Ihm zu haben.
        Diese Besprengung ist nicht für Gott bestimmt, denn Er vergißt das Blut auf dem Versöhnungsdeckel nicht.
        Das Volk Gottes, das Ihm nahte, sah jedoch dies siebenfache Zeugnis ‑ ein vollkommenes Zeugnis ‑,
        daß das Blut sich dort befand, so daß sie Gott freimütig nahen konnten.
        Für den einzelnen, der sich verunreinigt hatte, brauchte das Blut nicht nochmals zu fließen.

        Das war einmal geschehen, und wir lesen nichts von einer weiteren, zweiten roten jungen Kuh.
        Er konnte und mußte durch die Asche des verbrannten Sündopfers gereinigt werden ‑ etwas, das von dem vollkommenen Gericht Gottes auch über diese Verunreinigung redete.

        Insofern ist die rote junge Kuh das deutlichste, wenn nicht sogar das einzige Vorbild des Alten Testaments für die im Neuen Testament gelehrte Wahrheit, daß Christus "einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen". ‑

        "Denn mit einem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden' (Hebr 9,28; 10, 14).

        Beim Lesen dieser Verse sehen wir meines Erachtens deutlich, daß Eleasar auch ein Bild von uns ist, sofern wir Söhne Aarons sind.
        Er brachte die junge Kuh vor das Lager, aber dort wurde sie nicht von ihm, sondern " v o r i h m " geschlachtet.


        Mit priesterlichem Verständnis blickt er auf das Kreuz zurück, um das Gericht und den Tod Christi mehr zu erkennen,
        und um zu sehen, wie Gott die Sünden des Fleisches behandelt.

        Er sah, daß der Herr das Gericht über unsere Sünden ‑ die hier den Charakter von Verunreinigungen tragen ‑ vollkommen getragen hatte und konnte daher das Blut sprengen.

        In V. 5 wird die junge Kuh "vor seinen Augen" verbrannt. Mit geöffneten Augen sieht und betrachtet er, wie schonungslos das Gericht Gottes über die Sünde ist, aber auch, wie vollkommen es ausgeübt wurde.
        Nirgends wird uns das so deutlich dargestellt wie hier.

        Nicht nur die Haut,
        das Fleisch und der Mist,
        sondern auch das Blut wurde verbrannt,
        bis auf die wenigen Tropfen, die er mit seinen Fingern gesprengt hatte.
        Sogar das Fett, das in 3. Mo 4 und am großen Versöhnungstag (3. Mo 16) wie Weihrauch auf dem Altar geräuchert wurde (das ist die Bedeutung des dort verwendeten hebr. Wortes),
        wird hier vollkommen vom Feuer verzehrt (das ist die Bedeutung des hier gebrauchten Wortes im Hebr.).

        Welch einen Eindruck bekommt der Priester so von dem Haß Gottes gegen die Sünde, aber auch von dem Leiden des Herrn am Kreuze, von dem Preis, den Er bezahlen mußte, um uns vom Gericht über unsere Sünden zu befreien, dem Gericht über die Verunreinigungen, von denen im Verlauf unseres Kapitels die Rede ist. Aber der Priester mußte schon mehr lernen, wie wir in V. 6 sehen.

        Er muß Zedernholz, Ysop und Karmesin
        in das Feuer werfen, das die junge Kuh verzehrte, so daß diese Dinge im gleichen Gericht verbrennen.
        Sie sind Bilder von allem, was in der Natur ist, und was ursprünglich bei der Schöpfung sehr gut war.

        Jetzt aber ist es durch die Sünde verdorben.
        In Jes 2, 12‑17 wird die Zeder als Bild der Größe des Menschen gebraucht.

        1. Kön 4, 33 zeigt uns, daß Ysop das niedrigste und geringste ist. Salomo, der weiseste von allen Menschen, redete
        "von der Zeder, die auf dem Libanon ist, bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst".
        Die Zeder ist also bildlich das höchste in der Natur, während der Ysop das niedrigste ist.

        Karmesin spricht von der äußerlichen Herrlichkeit des Menschen in der Welt.
        Welch eine tiefe Belehrung liegt hierin!
        Jeder Wiedergeborene versteht, daß Gott unsere Sünden richten mußte. Wenn er den in Rö 7 beschriebenen Zustand durchlebt hat,
        versteht er auch, daß Gott unsere sündige Natur richten mußte (Rö 8, 3).
        Aber hier geht es viel weiter. Hier sehen wir, daß Gott den g a n ‑z e n natürlichen Menschen ‑ sowohl seine nach menschlichen Maßstäben gemessen guten als auch seine schlechten Eigenschaften ‑ richten mußte.

        Wie ernst ist das! Wie leicht bilden wir uns auf gewisse natürliche Eigenschaften etwas ein:
        auf unseren Verstand, unsere Bildung, unsere Fähigkeiten, unser Geld, unsere Macht, unsere Beziehungen, unsere Gesundheit, unseren Körperbau und manches andere.
        Vielleicht sogar auf unsere natürliche oder angelernte Bescheidenheit und Demut.
        Sehen wir den Ysop nicht in Kol 2, 18,
        wo es heißt: "... der seinen eigenen Willen tut in Demut... "?

        Legen wir nicht auch oft Wert auf "Karmesin", die Ehre in der Welt, oder wenigstens einen angesehenen Namen, und wenn möglich auch ein wenig Einfluß?
        Betrachten wir den Priester als Bild des Herrn Jesus, so sehen wir, daß Er auch für diese Dinge am Kreuz sterben mußte.
        Aber als Bild von uns zeigt uns der Priester, daß wir uns durch die aufmerksame Beschäftigung mit dem Tode des Herrn unter dem Gericht Gottes (vgl. V. 5) bewußt werden müssen, daß Gott nicht nur unsere Sünden und die innewohnende Sünde,
        sondern u n s in Christo am Kreuze gerichtet hat. So verstehen wir besser,
        wenn es in 2. Kor 5, 17 heißt: "Wenn jemand in Christo ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden".

        Der Priester mußte selbst das Zedernholz, den Ysop und den Karmesin in das Feuer werfen.

        Das hat auch der Apostel Paulus getan.
        Daher konnte er schreiben:
        "Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt" (Gal 6, 14).
        Er rühmte sich dieses Kreuzes, an dem Gott ihn g a n z u n d g a r verurteilte. Er wollte sich deshalb nicht über etwas rühmen, was aus dem Menschen hervorkam. Deshalb war ihm die Welt gekreuzigt, d. h. daß er nicht das geringste Interesse mehr an ihr besaß. Aber auch er selbst war der Welt gekreuzigt, d. h. daß die Welt ihn nicht mehr kannte und kein Interesse mehr an ihm hatte, und damit war er zufrieden. Das geht sehr weit. Auch ein natürlicher Mensch kann sich so erhaben fühlen, daß es ihn nicht berührt, was andere von ihm denken.

        Aber nie wird es ihn unberührt lassen, wenn die Welt ihn völlig übersieht und nicht auf ihn achtet.
        Wie ernst ist es, daß uns diese Dinge hier mitgeteilt werden!
        Wir werden also auch dadurch verunreinigt, daß solche natürlichen Dinge unsere Selbsteinschätzung beeinflussen, und dadurch wird unsere Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn unterbrochen, denn auch diese Dinge mußte Gott am Kreuz richten, und sie gehören jetzt zu dem, was "tot" ist.

        Durch die Verbindung mit etwas, was aus dem natürlichen Menschen kommt, werden wir verunreinigt. Es handelt sich hier wohlgemerkt darum, was inmitten des Volkes Gottes vom Tode spricht, ein Grundsatz, den wir im ganzen Neuen Testament finden.

        In Hebr 13 sehen wir, daß wir nur im Heiligtum, wo das Blut gesprengt ist, oder außerhalb des Lagers, wo der Leib des Sündopfers verbrannt wurde, in der Nähe des Herrn Jesus sein können.
        Sowohl das Blut als auch der verbrannte Körper weist darauf hin, daß das Gericht Gottes über den Menschen erfolgt ist. Nur an dem Ort, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der alte Mensch weggetan ist, können wir bei dem Herrn Jesus sein.

        Das kommt auch im Brotbrechen zum Ausdruck. Dort kommen wir zusammen, um an den gestorbenen Herrn zu denken.
        Dadurch, daß wir von dem gebrochenen Brot essen und von dem Kelch trinken, bringen wir zum Ausdruck, daß wir an diesem Tode unter dem Gericht Gottes teilhaben. Nur der neue Mensch kann in der Versammlung einen Platz finden.
        Sobald dem natürlichen Menschen Raum gegeben wird, wird dieser heilige Ort und diejenigen, die damit in Verbindung stehen, verunreinigt. Welch einen Eindruck von der Abscheulichkeit der Sünde und von der Gefahr, verunreinigt zu werden, geben uns die Verse 7, 8 und 10.
        Der Priester wird schon dadurch verunreinigt, daß er die rote junge Kuh vor das Lager bringt, das Blut sprengt und das Zedernholz usw. in das Feuer wirft.
        Das gleiche gilt für denjenigen, der die junge Kuh verbrannt hat, ja, sogar für den, der die Asche gesammelt und an einen reinen Ort gebracht hat. Die beiden ersteren müssen ihr Fleisch in Wasser baden, alle drei müssen ihre Kleider waschen und sind bis zum Abend unrein.

        Jede Berührung mit der Sünde verunreinigt, auch wenn es zu dem Zweck geschieht, einem anderen zu helfen, daß er rein wird.
        Das sehen wir auch in V. 21. Mahnt uns das nicht zur Vorsicht?
        Vgl. Jud 23: ,' . . .
        Indem ihr auch das von dem Fleische befleckte Kleid hasset".
        Aber liegt nicht noch ein weiterer Gedanke darin? Ein Priester, ein Sohn Aarons, ist gewohnt, den Dienst in der Gegenwart Gottes im Heiligtum auszuüben, und hat dort gelernt, die Dinge so zu sehen, wie Gott sie sieht.
        Kann er sich wirklich eingehend mit dem Gericht Gottes über die Sünde, wie es an dem Herrn Jesus ausgeübt wurde, beschäftigen und dabei sehen, was die Verbrennung des Zedernholzes, des Ysops und des Karmesins bedeutet,
        ohne daß er sein eigenes Fleisch besser kennenlernt?

        Das wird zur Folge haben, daß er sich in das Licht Gottes stellt und das Wort Gottes auf sich anwendet, obwohl er keinen Toten berührt hat, d. h. äußerlich nicht verunreinigt ist. Das ist die Bedeutung der Worte: „er soll ... sein Fleisch im Wasser baden".
        Das wird dazu führen, daß er das Wort Gottes auch auf sein äußeres Verhalten (davon sind die Kleider ein Bild) zur Reinigung anwenden wird. Das wird nicht eine oberflächliche Aufwallung von kurzer Dauer sein, sondern längere Zeit andauern ‑ " b i s a n d e n A b e n d ".
        Gott erwartet das von uns.
        ER wünscht, daß wir eine sittliche Absonderung von dem, was aus unserem alten Menschen hervorkommt, bewahren.
        Dasselbe mußte derjenige tun, der die Asche der roten jungen Kuh sammelte und außerhalb des Lagers an einen reinen Ort tat.
        Wir sehen jedoch, daß es nicht ganz so weit ging wie bei dem Priester.
        Er wäscht zwar seine Kleider, nicht aber sein Fleisch.
        Das Selbstgericht beschränkt sich auf sein äußeres Verhalten und erstreckt sich nicht auf das, was in ihm ist.
        Er hat sich eingehend mit der Asche beschäftigt und daher das Ergebnis des Gerichtes Gottes über die Sünde gesehen.
        Aber er hat die Übungen in V. 5 und 6 nicht durchgemacht.
        Trotzdem muß auch er sich reinigen, obwohl er keinen Toten berührt hat.
        Die Asche wird aufbewahrt "für die Gemeinde der Kinder Israel ... zum Wasser der Reinigung",
        für den Fall, daß jemand mit dem Tode in Berührung kommt. Wir sehen, daß diejenigen, die sich damit beschäftigen, damit dieses Mittel dem ganzen Volk zur Verfügung steht, durch tiefe Übungen gehen.
        Sie lernen dabei, daß alles, was aus dem alten Menschen hervorkommt, zur Verunreinigung führt, auch wenn man selbst nicht mit dem Tode in Berührung gekommen ist. Sie lernen es durch die Beschäftigung mit dem Leiden Christi in der Zeit, da Er das Gericht über die Sünde trug.
        Diese Belehrung geht viel tiefer als wenn man sie dadurch erfährt, daß man selbst verunreinigt ist.

        Wer diese Lektion gelernt hat, kann den Dienst tun, zu dem der Apostel in Gal 6, 1 aufruft:
        "Brüder! wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen wieder zurecht im Geiste der Sanftmut, indem du auf dich selbst siehst, daß nicht auch du versucht werdest".

        Mit V. 11 beginnt der zweite Teil des Kapitels.
        "Wer einen Toten anrührt, irgend eine Leiche eines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein".
        Der Tod ist der Stempel, der der alten Schöpfung aufgedrückt ist. Er kennzeichnet die Welt für Gott als Wüste und führt dazu, daß sie nur für einen vorübergehenden Aufenthalt geeignet und nicht in der Lage ist, das Leben zu erhalten.
        Außerdem verunreinigt er, weil er der Lohn der Sünde ist.
        Demzufolge ist alles, worüber der Tod herrscht, für diejenigen, die vor Gott als Lebende stehen, eine Verunreinigung.
        Alle, die nicht wiedergeboren sind, gehören zur alten Schöpfung.

        "Als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat (er) uns mit dem Christus lebendig gemacht"
        (Eph 2, 1. 5; Kol 2, 13).

        Alles, was in einem Kinde Gottes noch vom alten Menschen, vom Fleisch ist, gehört auch zur alten Schöpfung.
        "Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?" klagt der Wiedergeborene in RÖ 7.
        Wenn wir dem Fleisch in uns Gelegenheit geben zu wirken, werden wir verunreinigt.

        Haggai fragt: "Wenn ein wegen einer Leiche Verunreinigter alles dieses anrührt, wird es unrein werden?
        Und die Priester antworteten und sprachen:
        Es wird unrein werden"
        (Hag 2, 13).
        Wir dürfen nicht vergessen, daß ein Kind Gottes es nicht nur mit dem Versucher von außen, sondern auch mit seiner eigenen Natur zu tun hat, die immer versucht, den Gläubigen zur Sünde zu verleiten.
        So wird er durch jede Verbindung mit den Dingen der Welt, der alten Schöpfung, die ihn umgibt, aber auch durch alles, was aus seinem Fleisch hervorkommt, verunreinigt.
        In V. 6 haben wir gesehen, daß damit nicht nur die Dinge gemeint sind, die auch von einem moralisch denkenden Ungläubigen verurteilt werden, sondern ebenfalls die guten Eigenschaften des natürlichen Menschen,
        ‑ bildlich dargestellt in Zedernholz, Ysop und Karmesin.
        Über die Welt wird
        in 2. Kor 6, 14‑18 deutlich gesprochen: 11 ... Welches Teil (hat) ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? ...
        Darum gehet aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen".

        Hier in 4. Mo 19 handelt es sich jedoch speziell um Verbindung mit dem Tod inmitten des Volkes Gottes, und dazu heißt es so deutlich
        in 2. Tim 2, 20‑22:
        "Wenn nun jemand sich von diesen (den in V. 20 erwähnten Gefäßen zur Unehre) reinigt, so wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereitet. Die jugendlichen Lüste aber fliehe; strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen."

        Von den Werken des Fleisches wird in Gal 5 gesagt,
        "daß, die solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden".
        Judas schreibt: " . . .
        Indem ihr auch das von dem Fleische befleckte Kleid hasset",
        d. h. alle unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die durch das Fleisch in uns befleckt sind. Alles dies wird in 2. Kor 7, 1 in der Ermahnung zusammengefaßt: "Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes". Hier in 4. Mo 19 stellt Gott uns in besonderer Weise die verunreinigenden Folgen des Todes vor Augen, weil in dieser Welt die Berührung mit dem was tot ist ein besonderes Merkmal all unseres Strauchelns und Versagens ist. Deshalb auch finden wir dieses Kapitel im 4. Buche Mose, denn es enthält eine Verordnung und Vorsorge für die Wüste. Wie ernst dies ist sehen wir in Phil 3, 18, wo der Apostel weint über diejenigen, deren Herzen nicht mehr von der Herrlichkeit des himmlischen Teiles erfüllt sind,
        "deren Gott der Bauch, und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen",
        ‑ in
        welcher Form und in welchem Maße das auch sein mag. Der geistliche Rückgang eines Demas wird mit den Worten erklärt:
        "Er hat den jetzigen Zeitlauf liebgewonnen"
        (2. Tim 4, 10).

        Seine Liebe richtete sich auf die Dinge dieser Erde, die doch den Stempel des Todes tragen.
        Deshalb konnte er nicht mehr mit dem Apostel zusammengehen, denn
        "unsere (der Apostel) Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohne", und "alles was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater" (i. Joh 1, 3; 2, 16).

        "Wisset ihr nicht, daß die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist" (Jak 4, 4)?

        Mit welchem Ernst behandelt Gottes Wort jede Berührung mit etwas Totem, wie unbedeutend sie auch in unseren Augen sein mag. Welcher Art die Berührung auch sein mochte, und wer auch davon betroffen war, er war sieben Tage unrein.
        "Auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer"
        (Hebr 12, 29).

        Unser Vater ist der dreimal heilige Gott, Der zu rein von Augen ist, um Böses zu sehen.
        Da wir so große Gnade erfahren haben, sind wir geneigt, die Sünde zu leicht zu nehmen.
        Aber gerade die Höhe, zu der die Gnade uns erhoben hat, die Nähe zum Vater und zum Sohne, in der wir stehen, läßt jede Verunreinigung in Gottes Augen um so schlimmer erscheinen.
        "Wenn ihr den als Vater anruft, . . . so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht" (i.
        Petr 1, 14‑19).

        Wenn wir die Berührung mit dem Tode leicht nehmen, muß Gott Sich dann unseren gleichgültigen, harten Herzen anpassen?
        "Der wird sieben Tage unrein sein".

        Wenn er auch denkt, daß die Verunreinigung unvermeidlich war und ihn innerlich nicht berührt, so ist er doch sieben Tage unrein.
        Vielleicht sieht er es nur als die Folge der Unachtsamkeit eines Augenblicks an, aber Gott sieht die Vorgeschichte, das was im Innern vorausging, und Er weiß, daß vollkommene Reinigung nur durch einen sittlichen Prozeß in seinem Innern erreicht werden kann, der nicht nur einen Augenblick, sondern sieben Tage dauert.
        Die Zahl sieben zeigt uns die Vollkommenheit auf geistlichem Gebiet.
        Unser Gewissen kann so verhärtet sein, daß wir es nicht einmal bemerken, wenn wir uns verunreinigt haben.
        Aber unsere Unempfindlichkeit und Blindheit kann nie der Maßstab für Gottes heilige Forderungen sein.
        Das Auge Gottes prüft die Gedanken und Überlegungen unserer Herzen, und Er will, daß auch wir es tun.
        Sonst kann es keine Gemeinschaft geben. Gott will, daß wir den Verlust der Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn zutiefst fühlen.
        Deshalb durfte das Reinigungsmittel erst am dritten Tage angewendet werden.
        Nochmals vier Tage später, am siebenten Tage, muß es wiederum angewendet werden, und erst dann ist man rein.
        Stehen die zwei und drei Tage vielleicht mit dem Gedanken in Verbindung,
        daß aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werden soll?
        Bei einem Vergleich dieser Verse mit 3. Mo 11, 24‑40 und 17, 15 sehen wir etwas Auffallendes.
        Wer ein totes Tier berührt hatte ‑ nicht nur ein reines Tier (V. 39), sondern auch geflügeltes Gewürm (V. 24‑25)
        und sogar irgendein Gewimmel (V. 31) ‑ war unrein bis zum Abend.

        Hier in 4. Mo 19 heißt es aber, daß derjenige, der einen toten Menschen anrührt s i e b e n Tage unrein ist.
        Wie demütigend ist das für den Hochmut des Menschen.
        Ein Nachkomme Adams, der im Bilde und nach dem Gleichnis Gottes geschaffen wurde, verunreinigt, wenn er tot ist, mehr als das niedrigste Tier.
        Warum ist das so? Die Tiere sterben nicht aufgrund ihrer eigenen Sünden, sondern weil sie durch den Menschen mit unter den Fluch gebracht worden sind.
        Durch den Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod.
        Der Tod ist zu allen Menschen durchgedrungen,
        w e i l a ll e g e s ü n d i g t h a b e n (Rö 5, 12).
        Zeigt uns das nicht, wie ernst auch die unserer Meinung nach kleinste Verunreinigung ist, die durch die Berührung mit einer "Leiche" entsteht? Wir sehen in V. 12 auch, daß die Verantwortung für die Reinigung bei dem Verunreinigten liegt, obwohl er sich nach V. 19 allein nicht helfen kann. Wenn er es aber nicht tut, und sich nicht von der Sünde reinigt,
        "so wird er am siebenten Tage nicht rein sein".
        Wie ernst ist das! Die Verse 13 und 20 zeigen uns, wie Gott darüber urteilt.
        Der Augenblick wird kommen, wo ein solcher "ausgerottet werden soll aus der Mitte der Versammlung".
        Sehen wir nicht oft, wie jemand, der bekennt, ein Gläubiger zu sein, mit der Sünde spielt?
        Schon bald werden auch andere es sehen.
        Wenn es noch weitergeht, wird auch die Welt es sehen, wie wir es schon allzu häufig erfahren haben.
        Was ist dann das Ende?
        Daß er aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen werden muß.
        Leider mußten wir dann manchmal sehen, wie es dann noch weiter bergab ging und es für jeden klar wurde, daß nie eine lebendige Verbindung mit Gott bestanden hatte.
        Aber auch wenn es nicht so weit kommt, ist es klar, daß dasjenige, was für einen Unbekehrten verderblich ist, für das geistliche Leben eines Wiedergeborenen auch gefährlich ist.
        In V. 13 sehen wir noch eine ernste Folge.
        Alles was der Verunreinigte anrührt, wird ebenfalls unrein.
        Wir haben bereits Haggai 2 angeführt.
        Ein solcher wird also eine Quelle der Verunreinigung inmitten des Volkes Gottes. Aber das Schwerwiegendste ist,
        daß auch das Zelt Jehovas, das Heiligtum des Herrn verunreinigt wird. Gewöhnlich beurteilt der Mensch die Schwere der Sünde nach den Folgen, die sie für ihn selbst nach sich zieht. Aber Gott sieht alles im Lichte Seiner eigenen Natur, die selbst Licht ist (1. Joh 1, 5).

        Es war ein großes Vorrecht für Israel, die Wohnung Jehovas in ihrer Mitte zu haben.
        Noch größer ist jedoch unser Vorrecht, daß wir der Tempel Gottes, eine Wohnstätte Gottes im Geiste sind (1. Kor 3, 16; Eph 2, 22).

        Wenn schon die Verantwortung Israels groß war, weil dieses Zelt das Heiligtum war (V. 20),
        wieviel größer ist dann unsere Verantwortung, da Gott der Heilige Geist in unserer Mitte wohnt. Ich meine damit nicht das Wohnen des Heiligen Geistes in dem Leibe jedes Gläubigen, denn das ist nicht der Gegenstand von V. 13, £
        obwohl diese Tatsache zeigt, wie ernst jede Sünde eines Gläubigen ist.

        Hier handelt es sich darum, daß jede Verunreinigung, des Hauses Gottes die Reinheit des Heiligtums beeinträchtigt und den Charakter Dessen verunehrt, der in diesem Hause wohnen will.
        Das ist auch der wichtigste Grund dafür, daß ein Unreiner, der sich weigert, sich zu reinigen, aus der Mitte des Volkes Gottes weggetan werden muß. Der zweite Grund ist, daß er durch die Zucht der Versammlung zur Umkehr kommt und dadurch vor dem Verderben gerettet wird.

        Hier wird besonders darauf hingewiesen, daß er von der gnädigen Vorsorge, die Gott getroffen hat, keinen Gebrauch gemacht hat.
        Darf Gott nicht erwarten, daß wir uns von allem, was aus dem alten Menschen ist, absondern, da Er uns um einen so hohen Preis von dem Zustand, in dem dieser alte Mensch sich befand, erlöst und uns in das Reich des Sohnes Seiner Liebe versetzt hat?
        Was kann Gott tun, wenn wir dann untreu geworden sind und uns weigern, das Mittel, das Er uns in Seiner Gnade für die Reinigung zur Verfügung gestellt hat, auf uns anzuwenden?

        Soll Er es zulassen,
        daß wir Sein heiliges Haus verunreinigen und Ihn, der Licht und in dem gar keine Finsternis ist, verunehren, indem wir wissentlich unrein Ihm nahen und das Mittel zur Reinigung, das Er uns in Seiner Gnade gegeben hat, verachten?
        Welch eine Vermessenheit wäre das für uns kleine Geschöpfe gegenüber dem herrlichen Schöpfer, der so viel für uns getan hat.
        Ist diese Sünde nicht noch ärger als die Verunreinigung, die diesen Herzenszustand geoffenbart hat?
        In den Versen '14‑16 werden uns dann die verschiedenen Arten der Verunreinigung genannt.
        Wie bereits erwähnt, handelt es sich in diesem Kapitel nur um Verunreinigungen durch tote Menschen.
        Die durch Aussatz, Tiere usw. hervorgerufenen Verunreinigungen werden an anderen Stellen behandelt, z. B. in Kap. 5; 3. Mo 14 usw.

        Zuerst wird der Fall behandelt, wo ein Mensch in einem Zelt gestorben ist.
        Das hebräische Wort für "Zelt" (ohel) wird sowohl für die Stiftshütte als auch für die als menschliche Behausung dienenden Zelte gebraucht.
        Wir müssen es daher auch hier in beiden Bedeutungen sehen.
        Wie ernst ist es, wenn im Hause Gottes jemand stirbt!
        Die Versammlung gründet sich auf Christus als den Sohn des lebendigen Gottes (Mt 16, 16‑18).
        Da jeder Stein, mit dem Christus dieses Haus Gottes baut, Ihn Selbst als das ewige Leben empfangen hat (1. Joh 5, 11. 12. 20; Kol 3, 4),
        können die Pforten des Hades die Versammlung nicht überwinden.
        Nun stirbt in diesem wunderbaren Haus jemand ‑ der Tod dringt ein in der Person eines Nicht‑Wiedergeborenen oder durch das Fleisch eines Wiedergeborenen.
        Wie furchtbar ist das! Und doch, wie alltäglich, wenn wir uns im Hause Gottes umsehen.
        Diese Tatsache hat zur Folge, daß jeder, der sich in diesem Hause befindet oder hineingeht, auch unrein wird.
        Gottes Wort sagt, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert (1. Kor 5, 6; Gal 5, 8),
        und:
        "Laßt euch nicht verführen: Böser Verkehr verdirbt gute Sitten" (1. Kor 15, 33).
        Jeder, der mit solch einem Verunrei*igten in Berührung kommt, ist ebenfalls unrein (Haggai 2, 12‑15),
        und alle diese müssen von dem Volk Gottes ausgeschlossen werden (Kap. 5, 2‑4).
        Wie wichtig ist es daher, bei der Zulassung zum Tisch des Herrn vollkommen vom Herrn und vom Heiligen Geist abhängig zu sein.
        Nur der Herr kann unsere Augen so öffnen, daß wir den wahren Zustand eines Menschen sehen, und der Heilige Geist will uns in die ganze Wahrheit leiten, wenn wir uns nur leiten l a s s en.
        Wie müssen wir darüber wachen, daß das Fleisch, dasjenige, was noch vom natürlichen Menschen in uns ist, keinen Platz im Hause Gottes erhält! Aber wie schnell kommt es dahin, wenn menschliche, weltliche Methoden oder eine gesetzliche Gesinnung Einlaß finden, wodurch das, was ursprünglich vom Geiste war, im Fleische fortgeführt wird (Gal 3, 3).
        Wissen wir nicht aus Erfahrung, welch schädliche Folgen das für "jedes offene Gefäß, auf dem kein festgebundener Deckel ist", nach sich zieht? Mit diesen Gefäßen sind nicht diejenigen gemeint, die in V. 14 im Zelt sind oder es betreten.

        Es sind also andere, die nicht offiziell zum Zelt gehören, die Fremden und die jüngeren oder älteren Kinder der Gläubigen.
        Die Gefäße, auf denen ein "festgebundener Deckel" ist, so daß die Unreinigkeit nicht eindringen kann, sind diejenigen, die wie Hiob mit ihren Augen einen Bund gemacht haben, damit sie nichts sehen, was sie verunreinigt (Hiob 31, 1).

        Das vermögen nur "Erwachsene, welche vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen" (Hebr 5, 13. 14).
        Wie viele jüngere Geschwister sind von uns gegangen, weil sie durch die Wirksamkeit des Fleisches in uns, den älteren Brüdern, verunreinigt worden sind! Sie hatten gesehen, wie oft der Eigenwille und die Tätigkeit des Fleisches in unserem Dienst und unserem Verhalten offenbar wurde, obwohl wir an dem Bekenntnis der alleinigen Autorität des Herrn und der vollkommenen Leitung des Heiligen Geistes in den Zusammenkünften festhalten.
        Wieviel Ursache haben wir, uns über die verderblichen Folgen unseres fleischlichen Verhaltens in der Versammlung zu demütigen!
        Aber das Zelt weist auch auf unsere Häuser und Familien hin.
        "Die Stimme des Jubels und der Rettung ist in den Zelten der Gerechten" (Ps 118, 15).
        Als Bileams Augen geöffnet waren, mußte er hierüber weissagen:
        "Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel" (4. Mo 24).
        Wenn aber die Welt hereingelassen oder dem Fleisch erlaubt wird, bei den Eltern oder Kindern zu wirken, dann wird das Zelt ein Ort der Verunreinigung.
        Liegt die Ursache dafür, daß viele Kinder gläubiger Eltern in die Welt gegangen oder weltlich und irdisch gesinnte Christen geworden sind, nicht darin, daß ihr Inneres verunreinigt war, weil die Eltern den Tod in ihre Häuser einließen, und zwar in Form von weltlichen Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, Radio, Fernsehen, Mode, Kleidung usw.? Aber auch, weil die Kinder sahen, daß das praktische Leben ihrer Eltern anders war als das, was sie bekannten, und nicht durch den neuen, sondern durch den alten Menschen gekennzeichnet war? In V. 16 sehen wir vier Arten der Verunreinigung auf freiem Felde. Dort kann man in Berührung kommen mit je*mand, der mit dem Schwerte erschlagen wurde, d. h. auf gewaltsame Weise umgebracht wurde, oder mit jemand, der auf natürliche Weise gestorben ist, d. h. ein Beweis des Verderbens ist, das durch die Sünde kommt. Das sind die beiden Kennzeichen der Welt,
        die dazu führten, daß Gott sie durch die Sintflut richtete (1. Mo 6, 11‑13)
        und danach die menschliche Regierung einsetzte, um sie im Zaum zu halten.
        Wir sehen, daß heute diese Kennzeichen in der sogenannten Christenheit immer deutlicher zum Vorschein kommen, weil die Regierungen die ihnen von Gott gegebene Aufgabe nicht mehr erfüllen wollen. Mit großer Schnelligkeit bewegt sich alles auf die vollkommene Offenbarung des Bösen zu, die dann erfolgen wird, wenn "der, welcher zurückhält“, weggenommen und der
        "Mensch der Sünde"
        geoffenbart werden wird
        (2. Thess 2, 3‑10)

        jede Berührung mit diesen Dingen verunreinigt das Kind Gottes.
        Wieviel Gefahren umgeben uns im Geschäftsleben, ja, auf jedem Gebiet des täglichen Lebens, und auch im Hause Gottes!
        Sehen wir das nicht schon bei Diotrephes, der gern der Erste in der Versammlung sein wollte (3. Joh 9)?
        Er wollte deshalb den Apostel Johannes nicht aufnehmen und warf auch diejenigen aus der Versammlung, die Gott Seinem Worte gemäß dienen wollten und sich deshalb nicht vor der Autorität, die er sich anmaßte, beugten.

        Ist die Behandlung von Geschwistern nach persönlicher Sympathie und Antipathie nicht auch eine Offenbarung des Fleisches und des verderbli*chen Einflusses des alten Menschen? Hierzu könnten noch viele Beispiele gebracht werden. Sogar die Berührung eines Grabes verunreinigt ein Glied des Volkes Gottes. Dem natürlichen Auge ist der tote Körper, der sich in einem Grab befindet, verborgen. Der Herr be*schreibt in Mt 23, 27. 2s deutlich, was unter dem Bild des Grabes zu verstehen ist:
        "Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! denn ihr gleichet übertünchten Gräbern, die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll von Toten*gebeinen und aller Unreinigkeit sind. Also scheinet auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voll Heuchelei und Gesetzlosigkeit".

        So
        ist es z. B., wenn man ein schönes Bekenntnis in bezug auf die alleinige Autorität des Herrn in der Versammlung und auf die Leitung des Heiligen Geistes in den Zusammenkünften hat, in der Praxis jedoch die eigene Meinung und menschliche Leitung gelten läßt.
        Sehen wir das manchmal nicht auch in unserer Mitte?
        Ist es überhaupt möglich, den "Gräbern" aus dem Wege zu gehen? Ist nicht die ganze Erde ein Friedhof, wenn wir an die sechstausendjährige Geschichte der Menschheit denken?
        Nur vollkommene Nüchternheit und Wachsamkeit kann uns davor bewahren.
        Im Alten Testament erlaubte Gott es sogar, daß ein gewöhnlicher Priester sich beim Tode seiner Eltern, Kinder oder Geschwister verunreinigte. Aber für den Hohenpriester und einen Nasiräer galten diese Ausnahmen nicht (3. Mo 21, 1‑4; 4. Mo 6, 6‑12).

        Für sie bedeutete es Sünde und Schuld. Es gibt wohl kaum ein Kapitel im Alten Testament, das uns einen solchen Eindruck von der Heiligkeit Gottes gibt wie das vorliegende.
        Gott kann nur das rein nennen, was in Übereinstimmung mit Seiner Heiligkeit und Herrlichkeit ist.

        Wollen wir wünschen, daß Gott das Maß Seiner Heiligkeit vermindert, weil wir uns damit entschuldigen möchten, daß wir es nicht vermeiden können, uns zu verunreinigen?
        Wenn Gott etwas fordert, gibt Er auch die Möglichkeit, es zu tun. Es ist für einen Christen nicht unvermeidlich, mit dem Tod in Berührung zu kommen. Aber wer unter uns muß im Blick auf sein Leben nicht bekennen: "Wir alle straucheln oft" (Jak 3, 2)?

        Wie gnädig ist Gott, daß Er ein Mittel gegeben hat, durch das wir gereinigt werden können.
        Wer dieses Mittel jedoch nicht auf sich anwenden will,
        "selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum Je*hovas verunreinigt".


        Ich möchte nicht weiter auf diese Verse eingehen. Demjeni*gen, der sich eingehender damit beschäftigen will, empfehle ich die Schrift von H. Rossier: "La ge‘nisse rousse ou Nombres chap. 19"
        oder die Übersetzung im Botschafter des Heils in Christo, Jahrgang 50 (1902).
        Ab V. 17 finden wir nun das Reinigungsmittel und die Art und Weise, wie es angewendet werden mußte.
        "Und man soll für den Unreinen von dem Staube des zur Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf tun in ein Gefäß".

        Es fand also keine Besprengung mit Blut, sondern mit Asche statt.
        Die Blutbesprengung fand statt, als wir an das Werk des Herrn Jesus am Kreuze glaubten und der ewigen (ununterbrochenen) Erlösung teilhaftig wurden, die Er für alle vollbracht hat, für die Er gestorben ist.
        Das Blut des Herrn spricht von der Tatsache, daß Er Sein Leben gegeben hat.
        Das haben wir bei der Betrachtung des großen Versöhnungstages gesehen.

        Die Asche weist insbesondere auf die Leiden des Herrn am Kreuz von seiten Gottes hin.
        Dort wurde Er von dem Schwert der Gerechtigkeit Gottes geschlagen und von dem schonungslosen Gericht eines heiligen Gottes über die Sünden und die Sünde getroffen. Es erinnert uns also an den Preis, den der Herr bezahlt hat:
        "Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, (der) Gerechte für (die) Ungerechten,
        auf daß er uns zu Gott führe" (1.
        Petr 3, 18).


        Nach
        Joh 7, 37‑39 ist lebendiges Wasser ein Bild des Heiligen Geistes, der das Wort lebendig macht und auf unser Herz und Gewissen anwendet
        .
        Hier wird der Weg zur Reinigung dargestellt als Resultat des Werkes des Heiligen Geistes, der durch das Wort dem Verunreinigten vor Augen hält, wie der Herr auch wegen dieser Berührung mit dem Tode, durch die der Gläubige verunreinigt wurde, leiden mußte. Darin sehen wir eine große Ähnlichkeit mit der Fußwaschung in Joh 13.
        Dort wendet jedoch der Herr Jesus das Wasser an, während wir hier das Werk des Heiligen Geistes sehen.
        Es handelt sich hier also mehr um das Resultat des Werkes des Herrn als unseres Fürsprechers oder Sachwalters (1. Joh 2, 1)
        und Seiner Fußwaschung nach Joh 13.
        Obwohl der Verunreinigte sich nach V. 12 selbst reinigen mußte, benötigte er dazu doch die Hilfe einer reinen Person.
        Er kann seinen Zustand nicht ängstlich vor jedem verborgen halten.
        Zwar neigt unser Fleisch zu der Meinung:
        "Das ist nur eine Sache zwischen dem Herrn und mir",
        aber das allein beweist schon, daß wir nicht gereinigt sind. jemand, der wirklich gereinigt ist, versucht nicht, seine Sünde zu verbergen, nur um dadurch in den Augen anderer besser dazustehen als es in Wirklichkeit der Fall ist.

        Aber der Reine, der den Unreinen mit der Asche besprengen will, muß dazu Ysop gebrauchen.
        Wir haben bereits gesehen, das Ysop ein Bild der Niedrigkeit in der Natur ist.
        Wird damit nicht der Geist und die Gesinnung angedeutet, in der der Reine dieses Werk tun muß?
        Er soll es nicht in harter, hochmütiger Art und Weise und Gesinnung tun, sondern in Demut und mit zerbrochenem Herzen,
        so wie der Sohn Gottes, der Schöpfer von Himmel und Erde, Seine Kleider ablegte,
        Sich mit einem leinenen Tuch umgürtete und Sich herabließ, die Füße Seiner Jünger zu waschen.
        Welch ein Vorbild gibt uns unser gepriesener Herr!
        Als David gesündigt hatte, betete er:
        "Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee" (Ps 51, 7).

        Die Schrift ermahnt uns:
        "Brüder! wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen wieder zurecht im Geiste der Sanftmut, indem du auf dich selbst siehst, daß nicht auch du versuchst werdest" (Gal
        6, 1).

        Die gute Gesinnung sowohl des Verunreinigten als auch des Reinen wird zusammengefaßt in den Worten:
        "Bekennet denn einander die Vergehungen und betet für einander, damit ihr geheilt werdet"
        (Jak 5, 16).
        Der Herr überstürzt die Wiederherstellung einer verunreinigten Seele nicht.
        Zwar wünscht Er, daß sie so schnell wie möglich geschieht, aber es muß eine wirkliche W i e d e r h e r s t e l l u n g sein, kein leichtfertiges Hinweggehen über die Verunreinigung.

        W i r verlangen vielleicht nach dem Letzteren, nicht aber der Vater und der Sohn.
        Sie möchten uns den geistlichen Gewinn schenken, den wir durch die Übungen, die ein solcher Weg mit sich bringt, empfangen. Durch das Blut ist das ganze Gericht über unsere Sünden hinweggenommen worden.
        Das Blut, das Eleasar in V. 4 sprengte, weist den Verunreinigten daraufhin, daß der Weg zu Gott gebahnt und für ihn kein Gericht mehr erfolgt, auch für diese Verunreinigung nicht.
        Aber es zeugt sicherlich nicht von der Wirksamkeit des Heiligen Geistes, wenn man sagt:
        "Ich bin in dem Blut gewaschen und daher rein. Warum soll ich mich noch über Sünden beunruhigen?"

        Gerade die Gewißheit über die unendliche Gnade, die uns zuteil geworden ist, führt uns zu Scham und Demütigung, wenn bei uns Sünde gefunden wird.
        Welch eine Schmach für den Namen des Herrn und welch ein Schmerz für unsere Liebe zu Ihm, wenn wir, nachdem wir der Gnade teilhaftig geworden sind, wiederum dasjenige getan haben, wofür Er so viel leiden mußte. Wie könnte es Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn geben, wenn wir mit der Sünde, die der Vater und der Sohn hassen, spielen? Deshalb durfte die erste Besprengung mit dem lebendigen Wasser und der Asche erst am dritten Tage stattfinden. Erst muß die Seele das Fehlen der Gemeinschaft und der vielen Vorrechte des Volkes Gottes fühlen (Kap. 5, 2. 3).
        Wenn der Verunreinigte das erkannt hat, wendet der Heilige Geist das Wort Gottes auf sein Gewissen an, so daß er sieht, daß der Herr Jesus auch für diese Verunreinigung gestorben ist. Wie wunderbar ist die Weisheit Gottes, die den Tod als Heilmittel für den Tod und zur Befreiung von seiner Macht benutzt. Die Asche der roten jungen Kuh spricht von dem Gericht, das Gott über die Sünde vollzogen hat. Der Heilige Geist (das lebendige Wasser) führt die Seele des Verunreinigten gleichsam zu dem zurück, was in den Versen 5 und 6 beschrieben wird. Dort wird in dem Feuer, das die rote junge Kuh verzehrte, der Zorn Gottes über die Sünde sichtbar.
        Ich glaube nicht, daß es eine andere Schriftstelle gibt, die uns den ganzen Schrecken, den das Kreuz für den Herrn Jesus mit sich brachte, so deutlich vor Augen stellt wie diese. "Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mist soll man verbrennen". Welch ein Brand! Der ganze Zorn Gottes gegen die Sünde entlud sich dort über dem Herrn Jesus. Für uns machte Gott 1 h n zur Sünde; wo wären wir sonst geblieben?
        Dort hören wir den Herrn rufen:
        "Meine Ungerechtigkeiten haben mich erreicht, daß ich nicht sehen kann; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen
        (Ps 40, 12).
        Der Verunreinigte weiß, daß es seine Sünden waren. Er hört den Herrn klagen:
        "Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen,
        und die Flut überströmt mich"
        (Ps 69, 2).

        Er weiß, daß es sein Zustand, sein Gericht war, was der Herr auf Sich nahm.
        Er hört den Schrei des Herrn in den Stunden der Finsternis: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
        Und er weiß, daß das für ewig sein Platz gewesen wäre, wenn der Herr ihn nicht aus Liebe zu ihm eingenommen hätte, und wenn nicht der Vater aus Liebe zu ihm, einem verlorenen Sünder, Seinen Sohn gegeben und an seiner Stelle gerichtet hätte.

        Er sieht auch, wie hell das Feuer brennt, wenn das Zedernholz der Ysop und der Karmesin mit der jungen Kuh verbrannt werden. Er weiß, daß auch die Dinge, die in den Augen der Welt gut sind, aber aus dem natürlichen Menschen hervorkommen, ebenso wie der Mist der jungen Kuh verbrannt werden müssen, weil Gott sie aufgrund der Tatsache, daß sie zur alten Schöpfung und damit zum Tode gehören, richten muß, ‑ ja, daß gerade diese Dinge, die ihn verunreinigt haben, das Leiden des Herrn so vergrößert haben. So tut der Heilige Geist bei ihm das, was Paulus in der Kraft des Heiligen Geistes bei den Galatern tat, wenn er schreibt: " . .
        Euch, denen Jesus
        Christus, als unter euch gekreuzigt, vor Augen gemalt wurde" (Gal 3, 1).
        Auf diese Weise wird seiner Seele klar, wie furchtbar das ist, was er so leichtfertig getan hat. Gerade das ist auch der Zweck der Besprengung mit dem lebendigen Wasser und der Asche. Dadurch wird der Seele in eindringlicher Weise vor Augen geführt, welchen Wert diese Seite des Todes Christi hat aber auch, wie furchtbar das Gericht war, damit unsere Herzen und Gewissen davon tief beeindruckt werden. Wenn das erreicht ist werden wir ausrufen: "Was habe ich fortan mit den Götzen zu schaffen?"
        Was
        habe ich fortan mit unreinen Dingen zu tun? (vgl. Hosea 14, 9).
        Dann wird ein aufrichtiges Bekenntnis unseres Versagens die Folge sein.

        Wie wir sahen, mußte die erste Besprengung am dritten Tage stattfinden.
        "Auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage soll eine Sache bestätigt werden" (5. Mo 19, 15).
        Deshalb mußten erst zwei Tage vergehen, in denen der Heilige Geist der Seele durch das Gefühl der unterbrochenen Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn und durch den fehlenden Genuß der normalen christlichen Vorrechte zum Bewußtsein bringt, wie schwerwiegend das Vorgefallene ist. Dann kommt der dritte Tag, an dem der Heilige Geist durch einen Reinen" das Wort auf Herz und Gewissen anwendet.

        Das bewirkt, daß der Verunreinigte die wahre Bedeutung seiner Verfehlung erkennt und dadurch zu einem aufrichtigen Bekenntnis gelangt, das zur Vergebung führt (i. Joh 1, 9).
        Aber der Grund für wirkliche Befreiung aus der Macht des Todes und seiner Befleckung liegt nicht nur in der Verwirklichung unseres Gestorbenseins mit Christus, sondern auch unserer Auferstehung mit Ihm, und davon spricht der dritte Tag.
        So bewirkt der Heilige Geist dadurch, daß Er uns den Tod Christi unter dem Gericht Gottes vor Augen führt, in der Seele die Anerkennung unseres Gestorbenseins mit Christus, zugleich aber auch unserer Verbindung mit Ihm in der Auferstehung. Dadurch wird bewirkt, daß die Wiederherstellung am siebten Tage vollkommen ist. Wie bereits erwähnt, deutet die Zahl sieben die Vollkommenheit auf geistlichem Gebiet an. Nach der zweiten Besprengung soll der zu reinigende Israelit seine Kleider waschen und seinen Leib in Wasser baden. Dann wird er am Abend des siebenten Tages rein sein, d. h. nach vollen sieben Tagen. Als Gereinigter beginnt er den achten Tag, den neuen Anfang nach einem vollkommen beendeten Zeitraum.

        Das ist für uns ein Bild der neuen Schöpfung.

        Wie wichtig ist es auch, daß in V. 18 vorgeschrieben wird, auch das Zelt, alle Geräte und die Personen, die darin sind, mit dem Wasser der Reinigung zu besprengen.
        Was die Besprengung in bezug auf das Zelt bedeutet,
        sehen wir in 1. Kor 5.
        Den siebten Tag sehen wir in 2. Kor 7, 4‑16.

        Aber auch unsere Familien werden einbezogen, ja, alle die durch die Berührung mit mir in meinem unreinen Zustand verunreinigt worden sind. Wie ernst ist das! Ich möchte nochmals darauf hinweisen, daß es sich in diesem Kapitel nicht darum handelt, wie ein Sünder Vergebung seiner Sünden empfangen kann. Es handelt sich hier nicht um die Sündenfrage, sondern um die Gemeinschaft zwischen einem Kind Gottes und dem Vater und dem Sohn. Die Besprengung mit der Asche am dritten Tage bezweckt daher auch nicht, Gewißheit oder Ungewißheit über die Erlösung zu bewirken, sondern Trauer und Schmerz, weit wir gegen die Liebe, Gnade und Heiligkeit des Vaters und des Sohnes gesündigt haben. Die Asche ist ja gerade das Bild eines ein für allemal ausgeführten, vollkommenen Gerichtes. Aber die Erinnerung an die furchtbaren Leiden des Herrn für diese meine Verunreinigung bewirkt Schmerz und Trauer über meine Leichtfertigkeit gegenüber der Unreinigkeit. Dies Gefühl ist zwar richtig und angebracht, aber es ist keineswegs Gemeinschaft. Es ist ein heiliges Gericht über meine Versündigung gegen die Gnade. Deshalb ist die zweite Besprengung am siebten Tage erforderlich, um die Gemeinschaft wiederherzustellen.

        Ich möchte auf zwei Beispiele in der Schrift hinweisen, die uns diese beiden Besprengungen
        am dritten und am siebten Tage deutlich zeigen.
        Nachdem David sich so furchtbar an Bathseba und Urija versündigt hatte,
        kam der Prophet Nathan zu ihm und sagte:
        "Du bist der Mann".
        Das war die erste Besprengung.
        Das Ergebnis sehen wir in Ps 51.
        In den ersten elf Versen verurteilt David nicht nur seine Tat, sondern sich selbst.
        Aber ab V. 12 bittet er um die Wiederherstellung seiner Gemeinschaft mit Gott.

        Das ist das Resultat der Besprengung am siebten Tage.
        Dasselbe sehen wir bei Petrus.
        Er vertraute nicht auf den Herrn, sondern auf seine eigene Liebe zum Herrn.
        Zweifellos war es zum Teil vom Geiste gewirkte Liebe, aber ebenso war auch ein Teil natürliche Liebe dabei.

        Sonst wäre er nicht so überzeugt gewesen, daß seine Liebe größer sei als die der anderen. Aber diese natürliche Liebe ist nichts anderes als das Zedernholz aus 4. Mo 19, 6, das mit der roten jungen Kuh verbrannt werden mußte. Was aus dem natürlichen Menschen und damit aus der ersten Schöpfung hervorkommt, kann vor Gott nicht bestehen. Als er dann den Herrn verleugnete, blickte der Herr ihn an und erinnerte ihn dadurch an seine Worte. Das war die Be*sprengung "am dritten Tage", die dazu führte, daß Petrus bitterlich weinte. Dies Werk dauert an, bis wir in Joh 21 seine vollkommene Wiederherstellung sehen.
        Dort wirft Petrus Zedernholz, Ysop und Karmesin in das Feuer, das die rote junge Kuh verzehrt.

        Nun bleibt nur noch die neue Schöpfung übrig, die in vollkommener Gemeinschaft mit dem Vater und mit dem Sohne ist. jetzt kann ihm der Herr Seine Schafe und Lämmer anvertrauen. Wenn der Heilige Geist uns so weit gebracht hat, dann sind wir bereit, unsere Kleider zu waschen und uns selbst mit Was*ser zu baden.

        Dann zeigt sich die Wirkung der geistlichen Übungen, durch die wir gegangen sind, auch in praktischer Hinsicht in unserem äußeren Verhalten, wovon die Kleider ein Bild sind. Wir prüfen unsere Gewohnheiten, unseren Wandel und unsere Verbindungen an dem lebendigen, zweischneidigen Schwert des Wortes Gottes und reinigen sie dadurch. Dann werden wir das Wort auch auf unser inneres Leben anwenden.

        "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!"
        (Ps 139, 23. 24).

        Das ist das Gebet zu Gott, das aus einer solchen Gesinnung hervorkommt! Dann befindet sich der Gereinigte in dem gleichen sittlichen Zustand wie der gereinigte Priester (Vgl. V. 7). Mit welchem Nachdruck weisen die beiden letzten Verse unseres Kapitels auf den Ernst der Absonderung und Reinigung hin! Alles, was der Unreine anrührt, ist unrein. jeder, der das, was so verunreinigt wurde, anrührt, ist ebenfalls unrein. Es ist ein Kreis, der immer größer wird. Welch ein Unheil wird also von mir inmitten des Volkes Gottes angerichtet, wenn ich aus Leichtfertigkeit oder Unachtsamkeit etwas anrühre, das vom Tode spricht! Wie furchtbar ist es, wenn ich mich dann weigere, von dem Mittel, das der Herr zur Reinigung von der Sünde gegeben hat, Gebrauch zu machen. Wenn jemand sich absolut und konsequent weigert, das zu tun, be*deutet das, daß er kein Leben aus Gott hat. Er wird deshalb ewig fern von der Gegenwart Gottes bleiben. Aber auch eine vorübergehende Weigerung hat zur Folge, daß man aus der Mitte des Volkes Gottes entfernt werden muß, "denn er hat das Heiligtum Jehovas verunreinigt; das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein". Für alle, die mit einem solchen in Berührung kommen, sind die Folgen schwerwiegend.

        Sogar der Reine, der das Wasser der Reinigung gesprengt oder auch nur angerührt hat, wird unrein und muß wie der Priester in V. 7 seine Kleider waschen. Jeder geistlich gesinnte Gläubige, der sich mit der Sünde anderer beschäftigen muß, wird sich der Tatsache bewußt, daß auch sein Fleisch ebenso verderbt ist. Wenn er sich aber in geistlicher Weise und in Gnade damit beschäftigt, wird das Ergebnis sein, daß er selbst mehr gereinigt und geheiligt wird.
        Im Herrn Jesus Christus
        Hans Peter Wepf
        1. Mose 15.6

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        • #5
          AW: Das Opfer der roten jungen Kuh, Gedanken dazu

          ►►Gedanken zur Roten Jungen Kuh von C. A. Coates


          Im Herrn Jesus Christus
          Hans Peter Wepf
          1. Mose 15.6

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          • #6
            das Studium der Roten Jungen Kuh ist eine herrlich Sache.
            https://www.bbkr.ch/.../4.%20Mose.../ohne_titel_9.html
            https://www.bbkr.ch/Skript%20Roger%20Liebi/4.Mose%20.pdf
            https://www.bbkr.ch/.../Rote%20Junge%20Kuh%204.%20Mose...
            ---
            4. Mose:
            Der Weg des Volkes Gottes durch die Wüste, ein Bild von dem, was diese Welt für den Gläubigen ist: Erprobung auf Erprobung.
            Das Volk hätte vom Roten Meer aus in elf Tagen im verheissenen Land sein können
            (5. Mo 1, 2).
            Doch es brauchte vierzig Jahre.
            Der einfache Grund ist der Unglaube des Volkes.
            Der Zustand des Volkes machte die Wüstenreise notwendig.
            Die Wüstenreise ist kein Teil der Ratschlüsse Gottes, sondern Seiner Wege mit dem Volk.
            Gott wusste, was im Herzen des Volkes war, aber das Volk sollte es auch erfahren (5. Mo 8, 2. 3).
            Es ist also das Buch der E r p r o b u n g e n, aber auch der E r f a h r u n g e n, das Buch der Untreue und des Versagens des Menschen, aber auch der Treue und Barmherzigkeit Gottes. Welche reichen Hilfsmittel hat Gott, nachdem der Abfall vollständig ist
            (Rotte Korahs, Kap. 16),
            für den Weg durch die Wüste bereit:
            Aaron (ein Bild des Herrn Jesus) tritt als Mittler zwischen das Volk und Gott:
            die Gnade des Hohenpriestertums Christi (Kap. 17);
            das Opfer der jungen roten Kuh für die Verunreinigungen der Wüste (Kap. 19);
            die eherne Schlange (Kap. 20 - vgl. Joh 3).
            Gott "erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel; Jehova, sein Gott, ist mit ihm, und Jubel Geschrei wie um einen König ist in seiner Mitte" (Kap. 23, 21) -und das steht in einem Buch, das das Versagen des Volkes auf Schritt und Tritt offenbart!​
            Im Herrn Jesus Christus
            Hans Peter Wepf
            1. Mose 15.6

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