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19....Hiob

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  • 19....Hiob

    Das Buch Hiob
    Schlüsselwort: Prüfung.
    Schlüsselverse: Kap. l, 9. (Vergl. dazu Jak. 5,11.)
    Leitgedanke: Prüfungen und Leiden dienen zu unserer Erziehung und sind nicht als Strafe anzusprechen.
    Zeugnisse:
    Nach der Meinung vieler ist Hiob das bemerkenswerteste Buch in der Heiligen Schrift. Tennyson nannte es «Das grösste Gedicht der alten und neuen Literatur». Luther hielt es für prächtiger und erhabener als irgend ein anderes Buch der Heiligen Schrift. Carlyle schrieb: «Ich nenne dieses (Hiob) eines der grossartigsten Werke, die je mit der Feder geschrieben worden sind».
    Zeit:
    Hiob ist das älteste bekannte Buch. Es muss ungefähr um die Zeit des Erzvaters Jakob geschrieben worden sein. Beachte:
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    1. Das völlige Schweigen der Disputierenden über die Wunder beim Auszug Israels aus Aegypten.
    2. Das hohe Lebensalter gibt Hiob seinen Platz in der Zeit der Patriarchen.
    3. Hiob waltete als Hoherpriester in seiner Familie, was nach dem Auszug nicht mehr gestattet war.
    Verfasser:
    Der Schreiber des Buches Hiob ist unbekannt. Hiob 32,16—22 (beachte das «ich») scheint zu zeigen, dass Elihu es schrieb. Obwohl es in poetischer Sprache geschrieben ist (mit Ausnahme der beiden ersten Kapitel und eines Teiles des letzten, welche Prosa sind), waren Hiob und die anderen geschichtliche Persönlichkeiten. Das Buch ist also historisch, keine Dichtung.
    Leitvermerke:
    Gelegentlich zeigt es, wie bemerkenswert vollkommen die göttliche Erkenntnis und die geistige Kultur des patriarchalischen Zeitalters war. Fast jede wichtige Lehre finden wir in diesem Buche, dazu wissenschaftliche Wahrheiten. Der Hauptgegenstand des Buches aber ist das Geheimnis des Leidens. Man glaubte, dass alle Leiden eine Folge persönlicher Sünde sei. Doch das scheinbare Versagen Gottes, Seine Knechte zu belohnen und Seine Feinde zu bestrafen, wie sie es verdienten, war ein Problem, das den Glauben der alttestamentlichen Heiligen auf die Probe stellte. Weil Hiob so schwer litt, waren seine Freunde fiberzeugt, dass er furchtbar gesündigt haben müsste. Aber, wenn das Buch Hiob das Geheimnis von Leiden und Schmerz auch nicht völlig löst, so gibt es doch neues und vollkommenes Licht, indem es, wie Hiobs Fall zeigt, dass die Leiden nicht Strafe, sondern Prüfstein und Offenbarer des Charakters zur Erziehung und Unterweisung sind. Die Alten fragten: «Wie kann ein Mann gottes-fürchtig sein, wenn er leidet?» Wir Christen sagen: «Wie kann ein Mann Gott wohlgefällig sein, wenn er nichts von Leiden weiss?»
    Gliederung: A. Hiob vor der Prüfung (Kap. l, 1—5)
    1. Hiobs Wohnort war Uz, wahrscheinlich im heutigen Hauran, einem Teile des Gebietes, welches jenseits des Jordans dem halben Stamm Manasse zufiel
    2. Hiobs Rechtschaffenheit (Kap. l, 1)
    3. Hiobs Wohlfahrt (Kap. l, 2—4)
    4. Hiobs Beliebtheit (siehe Kap. 29)
    5. Hiobs Frömmigkeit (Kap. l, 5)
    €. Aus Vers 4 sehen wir, dass die Söhne ihre eigenen Häuser gehabt
    haben müssen (Kap. 1,4). 7. Beachte: Hiob suchte Zutritt zu Gott durch das Blut des Opfers.
    (Kap. 1,5).
    B. Satan und das Geheimnis der Leiden (Kap. l, 6 bis Kap. 2,10)
    1. Satans Zulassung in den Himmel (Kap. l, 6)
    2. Satans Ruhelosigkeit (Kap. l, 7)
    3. Satans Macht: Ihre Ausdehnung und ihre Begrenzung (Kap. l, 12)
    4. Satans Einwand, dass Hiob nur so lange gottesfürchtig sein würde, als es ihm wohlgehe und dass Leiden seine ganze Frömmigkeit umstossen würde (Kap. l, 10.11).
    5. Satans Einwände erwiesen sich als falsch.
    Beachte: In Kap. 38,7 wird uns gezeigt, dass die «Söhne Gottes» in Kap. l, 6 Engel gewesen sind.
    G. Ende der Geduld Hiobs (Kap. 2,11 bis Kap. 3)
    Hier endet Hiobs Geduld und er beginnt mit seiner Beschwerde (Klage). Wenn er auch Gott nicht verwünschte, so verwünschte er doch den Tag seiner Geburt, indem er in seine Verwünschungen das hineinbringt, was Satan in Hiobs Segnungen gebracht hatte. Beachte: Die «sieben Tage und sieben Nächte* in Kap. 2,13 sind die Zeitdauer einer sehr grossen und umfassenden Trauer.
    D. Die hitzige und fruchtlose Erörterung Ober das Geheimnis des Leidens zwischen Hiob und seinen Freunden (Kap. 4 bis Kap. 37)
    1. Die Beweisgründe der drei Freunde Hiobs stimmen darin überein, dass alles Leiden die Folge persönlicher Sünde sei; deshalb bewiesen Hiobs grosse Leiden, dass er ein grosser Sünder und ein grosser Heuchler sein müsse.
    2. In den ersten Reden der drei Freunde wird diese Feststellung zuerst hervorgehoben, und jede Rede endigt mit einer Ermahnung an Hiob, seine Sünde zu bereuen (Kap. 4—14).
    3. In der zweiten Reihe der Reden beschäftigt sich jede ausschliesslich mit den schrecklichen Leiden und dem Ende des Bösen (Kap. 15—21).
    4. Die dritte Reihe der Reden gleicht der ersten (Kap. 22—31).
    5. Beachte, wie E l i p h a s seine Beweisgründe auf Lehren stützt, die er durch einen bemerkenswerten Traum oder eine Vision empfangen
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    hatte; Bild ad auf alte Sprichwörter, die er gehört oder gelesen hatte (Kap. 8,8—10) und Z o p h a r auf Erfahrung und Vernunft.
    6. Obwohl Hiob dieselben Ansichten hat, beteuert er doch seine Unschuld und in Kap. 21 bringt er einen neuen Grund vor, nämlich, dass die Bösen ihr Leben oft im Glück zubringen.
    7. Der vierte Freund, Elihu, zeigt (Kap. 33), dass Leiden manchmal als Gottes Zucht anzusehen sind, um die Seele zurechtzubringen.
    E. Jehora und das Geheimnis des Leidens (Kap. 38 bis 41)
    1. Wir sind zunächst erstaunt über das, was Gott nicht sagt. Bisher ist das Buch ein langer Beweisversuch gewesen, die Leiden zu ergründen und zu erklären. Es ist als ob wir hieraus lernen sollten, dass die Geheimnisse göttlicher Vorsehung nicht durch den Verstand ergründet werden können. Ruhe kehrt nicht mittelst verstandesmässiger Erkenntnis in das Herz ein.
    2. Wenn Hiob unfähig war, einfache und wohlbekannte Tatsachen (der Naturgeschichte und Wissenschaft) zu erklären, wie konnte er fähig sein, das Geheimnis der Wege Gottes zu erklären?
    3. Der Umstand, dass Gott das Geheimnis der Leiden nicht erklärte, lehrt uns, dass wir Ihm vertrauen sollten.
    F. Hiob and «das Ende des Herrn» (Kap. 42)
    1. Was war der Zweck, den der Herr im Auge hatte, als Er Hiobs Leiden erlaubte ?
    a) Hiobs Charakter zu offenbaren.
    b) Gegenstand der Belehrung für andere.
    c) Um eine verborgene Sünde ans Licht zu bringen, nämlich Selbstgerechtigkeit.
    2. «Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche» (Vers 6) ist stets die Sprache des wahrhaft Bussfertigen.
    3. Beachte die Kraft des Verses 10: Gott segnet den Bussfertigen.
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  • #2
    AW: 19....Hiob

    Da ich mich eine Sache zu Hiob gefragt habe antworte ich einfach mal hier, da es ja ja um Hiob geht.

    in Kapitel 42,7f erwähnt Gott ganz klar die Freunde Eliphas und Co.
    Kann es sein, dass dieser eine kurze Satz aus Kap 38,2 über Elihu redet?

    Wer ist es, der den Rat verdunkelt mit Worten ohne Erkenntnis? Hiob 38,2
    Herzliche Grüße
    Claas-F.
    Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.
    Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen {O. ebnen} deine Pfade. Spr 3,5-6

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    • #3
      AW: 19....Hiob

      liebe Brüder -
      Eine Erklärung aus den Betrachtungen von P. Grobethy zu Hiob, bzw. der Prüfungen die Gott ihm auferlegt hat:

      Nach der Antwort Hiobs am Ende des 39. Kapitels zu schließen würden wir vielleicht denken, dass das Ziel, welches der HERR sich mit ihm vorgesetzt hatte, erreicht wäre.
      Wir sind meistens oberflächlich in unserem Urteil: Gott aber sieht bis in die tiefsten Falten des Herzens. Er will ein gründliches Werk tun, deshalb lässt Er die Prüfung oft länger andauern,
      als wir es für nötig gehalten hätten. Seinem alles durchdringenden Auge war es nicht entgangen, dass bei Hiob noch gewisse Überbleibsel von Selbstgerechtigkeit vorhanden waren:
      daher Seine Erwiderung in den Versen 2-9. Mit dem 10. Vers fährt Gott weiter in der Beschreibung Seiner Schöpfungswerke. Er stellt hier zwei Tiere in den Vordergrund:
      den Behemot und den Leviatan, als Beispiele Seiner Schöpfermacht. Weil Hiob sich so erhaben und wichtig dünkte, so sollte er sich diese Tiere einmal aus der Nähe anschauen
      und Einsicht nehmen von den Einzelheiten ihres Körperbaues. Bei diesem allem müssen wir die Geduld und Gnade Gottes bewundern, die Er zur Erziehung eines Gläubigen anwendet.

      Hiob 41
      1 Siehe, eines jeden Hoffnung wird betrogen: wird man nicht schon bei seinem Anblick niedergeworfen? Niemand ist so kühn, daß er ihn aufreize. - Und wer ist es, der sich vor mein Angesicht stellen dürfte?
      2 Wer hat mir zuvor gegeben? - Und ich werde ihm vergelten. Was unter dem ganzen Himmel ist, ist mein.
      ...und folgende Verse, lest sie bitte im Wort nach!


      Der 1. Vers dieses Kapitels enthält zwei Gedankengänge. Zuerst handelt es sich um den Leviatan: wenn nun niemand so kühn ist, dass er diesen aufreize, wer würde es wagen, sich dem HERRN entgegenzustellen?
      Wie wir sehen, nimmt der HERR Hiob beim Wort, hatte er doch gesagt: „O dass ich ihn zu finden wüsste, dass ich kommen könnte bis zu seiner Wohnstätte! Ich würde meine Rechtssache vor ihm darlegen,
      und meinen Mund mit Beweisgründen füllen" (Kap. 23,3-4). Gott hatte dazu geschwiegen, nun aber gibt es eine ernste Auseinandersetzung. Hiob soll nicht nur sagen: „Einmal habe ich geredet, und ich will nicht mehr antworten" (Kap. 39,35),
      sondern er muss zu der vollen Erkenntnis seiner selbst und zu dem Bekenntnis gebracht werden: „Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche" (Kap. 42,6). -
      Bei der zweiten Hälfte des 1. Verses: „Und wer ist es, der sich vor mein Angesicht stellen dürfte?"
      wollen wir nicht vergessen, dass sie ausgesprochen wurden, bevor Christus auf diese Erde kam und für uns in den Riss trat. Nun wissen wir, dass wir ohne Furcht als Seine Erlösten das Vaterantlitz Gottes aufsuchen dürfen.




      liebe Grüße - Paule

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      • #4
        AW: 19....Hiob

        Lieber Claas

        Ich glaube dass die Rede des Elihu im Kapitel 37 die Rede Gottes ist, um dann im Kapitel 38 selber zum Hiob zu sprechen.
        Hiob hatte vermehrt den Herrn zur Verantwortung gerufen, Hiob 10,2, Hiob 23,4-5, Hiob 31,35;
        Hiob gibt sich in diesen Versen sehr hochmütig & ist so von seinem Recht überzeugt dass er den Herrn herausfordert.
        Daher in Vers 2, und ff ist Hiob gemeint.

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        • #5
          AW: 19....Hiob

          lieber Ernö -
          Aus "Bibellexikon" eine Erklärung:
          Es wir allgemein angenommen, daß hier Gott zu hiob redet.
          Elihu
          Schnellnavigation:
          Bedeutung des Namens
          Elíhu = mein Gott ist Er
          Quelle: Kleine Namenskonkordanz

          1. Ein Sohn Barakeels des Busiters, vom Geschlecht Ram. Er wird plötzlich in der Geschichte Hiobs erwähnt. Er war jung und sprach erst, als Hiob und seine drei Freunde aufgehört hatten zu sprechen. Sein Zorn entbrannte gegen Hiob, weil dieser eher sich selbst rechtfertigte als vielmehr Gott, und gegen seine drei Freunde, weil diese Hiob verurteilten, obgleich sie seine Angelegenheit nicht verstanden. Nach den Worten Elihus handelt Gott in Gnade und Segen, um den Menschen vom Bösen zu befreien, ihn zu züchtigen und ihn zu beugen. Hiob war ein gerechter Mann, aber er musste in der Schule Gottes seine Lektion lernen (Hiob 32 - 36).

          liebe Grüße - Paule

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          • #6
            AW: 19....Hiob

            Zitat:
            Luther hielt es für prächtiger und erhabener als irgend ein anderes Buch der Heiligen Schrift.
            Zitat Ende

            Welch vermessene Aussage über Gottes Wort!

            Gibt es in Gottes Wort Bücher/Briefe die erhabener sind als Andere?
            Liebe Grüße bobby!

            Ap 24;V 14 dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, 15 und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.

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            • #7
              AW: 19....Hiob

              Lieber Bobby
              danke dass Du das gesehehn hast hat lange gedauert bis das einer merkte, dafür zum Ausgleich hat dieser Judenhassser und Allversöhner und Taufwidergeburtirrlehrre Herr Dr. Martin Luther den Jakobus Brief als ein Stroherne Epistel abqualifiziert und Du musst mal lesen was dieser Intelligenzler zu Esther und Offerbarung verzapft hat...

              Das Forum ist kein "Zusammenkommen zum Herrn Jesus", das dient dazu. Man kann unteranderm lernen und andere auf etwas aufmerksam zu machen.
              Solange keine ParteienPropagande läuft und man anständig ist, kann man da sehr viel schriftbezogenes hier schrieben.

              Die Zitate die RL hier erwähnte waren einfache Zitate und das ist hier erlaubt, aber man kann die dann ja auch kommentieren. [ qed ]
              Im Herrn Jesus Christus
              Hans Peter Wepf
              1. Mose 15.6

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