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Shincheonji Endzeit Abfall Irrlehre

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    Shincheonji Endzeit Abfall Irrlehre

    Gestern, 16:45
    Shincheonji Endzeit Abfall Irrlehre

    29.03.2022, 15:25
    →→ Shincheonji Endzeit Abfall Irrlehre


    Shincheonji Church of Jesus, the Temple of the Tabernakel of the Testimony ( SCJ ), allgemein bekannt als Shincheonji Church of Jesus oder einfach Shincheonji ( Koreanisch : 신천지 ; Hanja : 新天地; lit. New Heaven and New Earth ; IPA: [ɕintɕʰʌndʑi] ) , ist eine Konfession der christlichen neuen religiösen Bewegung , die in Südkorea von Lee Man-hee gegründet wurde .
    Es eine Pseudoreligion oder Kult angesehen. [2] [3]
    Shincheonjis Lehre behauptet, dass ihr Gründer Lee der im Neuen Testament versprochene Pastor ist [3] und dass das Buch der Offenbarung in geheimen Metaphern (Gleichnissen) geschrieben ist, die nur Lee entschlüsseln kann. [2]

    Bevor er seine eigene religiöse Bewegung gründete, war Lee Mitglied einer umstrittenen Gruppe namens Olive Tree , einer neuen religiösen Bewegung, die die erste Gegensektenbewegung im Korea der Nachkriegszeit hervorbrachte, [4]
    obwohl diese Verbindung bei Shincheonji nicht vorhanden ist Biographie Lees. [5]
    Shincheonji lehrt, dass es der wahre Glaube ist, wenn seine Mitglieder zum Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts Erlösung erhalten.
    Allen, die nicht in der Gruppe sind, wird die Vergebung verweigert und sie werden zerstört. [6]
    Im Jahr 2020 wurde die Gruppe während der COVID-19-Pandemie in Südkorea zum Zentrum intensiver Untersuchungen .

    Der Ausbruch von COVID-19- Fällen in Korea konzentrierte sich ursprünglich auf die Stadt Daegu, nachdem ein 61-jähriges Shincheonji-Mitglied, bekannt als Patient 31, andere Kirchenmitglieder infiziert hatte, was zu einem Anstieg der Pandemie in Daegu führte .

    Als sich die Krankheit unter Shincheonjis Mitgliedern und Tausenden anderen ausbreitete, gab es einen landesweiten Aufschrei gegen die Gruppe und bis zum 22. Februar 2020 unterzeichneten über 1,3 Millionen südkoreanische Bürger eine Online-Petition an das Blaue Haus , in der sie die Regierung aufforderten, Shincheonji vollständig aufzulösen. [7]
    *-*-*-*



    Was ist Shinchonji? Shinchonji heißt übersetzt:
    „Neuer Himmel und neue Erde“ und ist eine koreanische Neuoffenbarungsreligion, die von Man-Hee Lee 1984 gegründet wurde. Er steht nach wie vor an der Spitze der streng hierarchisch aufgebauten Gruppierung und bezeichnet sich als „der versprochene Pastor der Endzeit“. Kürzlich hat sich der 89jährige als „körperlich unsterblich“ bezeichnet. Er sammelt eine weltweit exklusive Schar an Anhänger*innen um sich, um sie auf das Ende der Welt vorzubereiten. Hauptsitz der Bewegung ist Seoul in Südkorea

    Wie kommt man mit Shinchonji in Kontakt? In Kontakt mit der koreanischen Neureligion Shinchonji kommt man fast immer über sogenannte Fassaden- oder Tarnorganisationen. Dabei werden zwei grundsätzliche Missionierungsstrategien verfolgt: Zum einen die Missionierung Einzelner auf der Straße, in Geschäften, in fremden Gemeinden oder im persönlichen Umfeld: Junge Mitglieder von Shinchonji sprechen Menschen an und fragen zum Beispiel, ob man ein Referat für die Uni gemeinsam besprechen könne, mal einen Blick in eine Theatergruppe werfen könne oder an einer Umfrage für eine freie theologische Hochschule teilnehmen möchte. Nach einem persönlichen Kontakt wird man zu einem Bibelkurs eingeladen, über dessen Veranstalter oder Hintergründe man nichts erfährt. Oft werden hier die Namen und Adressen gewechselt. Recht schnell entwickelt sich eine enge Dynamik und man besucht ein zeitintensives und verbindliches Kurssystem. Zum anderen lädt Shinchonji über diverse Fassadengruppen interreligiös mit Friedensdeklarationen, Jugendthemen, Frauengruppen oder Food-festivals ein. Man gibt vor, verschiedene Konfessionen oder Religionen zusammenzubringen, um etwa gemeinsam für den Weltfrieden einzutreten. Die Hintergründe der einladenden Organisation sowie die Führungsperson werden nicht transparent gemacht und sind durch die sich ständig ändernden Namen der Organisationen schwer zu durchschauen.

    Wo liegen die Probleme? Ein Hauptproblem besteht darin, dass die wahren Hintergründe von diversen Unterorganisationen und Fassadengemeinden aus missionstaktischen Gründen verschleiert werden. Die Aggressivität des Auftretens, die fast militärisch-strategisch anmutende Missionierungstaktik sowie die Intransparenz bis hin zu Falschdarstellungen und Täuschungen führen zu einer hohen Dichte an Beratungsanfragen. Die Anmietungen der Räumlichkeiten wechseln ständig. Schritt für Schritt werden die Interessierten während der zunächst harmlos erscheinenden Bibelkurse in einem Kurssystem (Grund-, Mittel-, Hauptstufe) mit der Heilslehre von Shinchonji bekannt gemacht. Dabei erleben sie mit der Zeit einen enormen Druck, selbst zu missionieren und sich immer zeitaufwendiger für die Ziele der Neureligion einzusetzen. Berufs- und Studienabbrüche sind bekannt, Familiensysteme leiden und soziale Systeme gehen in die Brüche. Mit der Zeit wird ein streng dualistisches Glaubensbild vermittelt, das es den Mitgliedern erschwert, die Gruppierung wieder zu verlassen. Kritik wird nicht geduldet, andere Kirchen werden als dämonische Werkzeuge angesehen. Mitgliedern, die sich distanzieren wollen, wird erzählt, dass sie auf ewig verloren seien, wenn sie gehen. Manche Aussteiger*innen sprechen von dem Gefühl, verfolgt zu werden und haben Angst. Mittlerweile gibt es diverse Aussteiger*innenberichte, eine Selbsthilfegruppe (Hessen), kritisch-theologische Abhandlungen und staatliche Stellungnahmen über die Aktivitäten dieser Neuoffenbarungsreligion in Deutschland.

    Wie erkennt man Shinchonji-Veranstaltungen oder -Bibelkurse?
    • Man wird persönlich angesprochen und nach kurzem Kennenlernen zu einem Bibelkurs eingeladen.
    • Der Bibelkurs findet in einem öffentlichen Raum statt oder in einer gemieteten Wohnung.
    • Man findet nirgends einen Hinweis auf einen Namen einer Gemeinde/Kirche/Organisation. Es gibt keinen Hinweis auf Klingelschildern oder in Hausfluren.
    • Teilnehmer*innen sind junge, internationale, anfangs sehr nette Menschen.
    • Es gibt keinen Hinweis auf Homepages oder Flyer.
    • Auf Rückfragen erhält man ausweichende Antworten (etwa: „Wir sind nur eine kleine Gruppe!“, „Wir haben Probleme mit dem Server, daher gibt es noch keine Homepage!“, „Wir gehören keiner Kirche an/Wir sind eine kleine Freikirche.“, etc.).
    • Am Anfang sieht es nach „normalem“ Bibelkurs aus, es geht um Gleichnisse.
    • Schnell spielt das Buch der Offenbarung eine große Rolle.
    • Kritische Fragen werden kaum geduldet bzw. es wird auf später verwiesen. Es gibt ein dreiteiliges Kurssystem, bestehend aus Grund-, Mittel- und Hauptstufe, an dessen Ende man Prüfungen ablegen muss.

    Menschen, die gemeinsam einen Kurs besuchen, werden getrennt.
    • Jede*r hat eine*n persönliche*n Betreuer*in.
    • Man soll einen Fragebogen mit zum Teil sehr persönlichen Fragen ausfüllen (DSGVO) und einen gewissen Betrag (meist 200 €) in bar bezahlen (man erhält in der Regel keine Quittung).
    • Es wird gesagt, man solle niemandem (nicht den Eltern, der Familie, Freunden oder der Gemeinde) vom Bibelkurs erzählen, da die Gefahr bestünde, von „Satan verführt zu werden“.
    • Es wird gesagt, die „Gläubigen sollen zuerst prüfen, ob das Wort wahr ist“. Das bedeutet aber, dass man weiter im Shinchonji Kurs lernen soll. Es wird abgeraten, kritische Informationen über Zeitungen oder das Internet über Shinchonji zu lesen, das sei alles gelogen.

    Was kann man tun?
    • Sich über Shinchonji und deren Fassadengemeinden bei entsprechenden Beratungsstellen informieren (siehe letzte Seite oder www.ezw-berlin.de). Wenn bereits Kontakt besteht:
    • Gut überlegen, wie viele Informationen man von sich preisgeben möchte. Informationen zu Verwandten und Freunden generell nicht preisgeben.
    • Geldzuwendungen gut überlegen.
    • Sich von kritischen Fragen und Bedenken nicht abbringen lassen. Gut zu wissen: Etwa die Hälfte der angeblichen Kursbesucher*innen sind erfahrene Shinchonji-Mitglieder, die die Teilnehmenden beobachten sollen.
    • Schweigeaufforderungen nicht akzeptieren. Familie und Freunde ohne Scheu informieren. Wenn der Kontakt über oder in einer kirchlichen oder freikirchliche Gemeinde oder z.B. einer Menschenrechtsorganisation erfolgt ist, diese informieren. • Grundsätzlich nicht einschüchtern lasssen. Bei als übergriffig empfundenen Nachstellungen die Polizei rufen.

    Wenn man sich unwohl fühlt und sich distanzieren möchte:
    • Familie, Bekannte und Freunde informieren, ohne Scheu oder Scham. Man ist nicht „Schuld“, dass man unter Vortäuschung falscher Informationen missioniert wurde. Sich „Verbündete“ suchen, denn gemeinsam geht vieles leichter.
    • Der „Bezugsperson“ (der*diejenige, von dem*der man missioniert wurde) mitteilen, dass man sich von Shinchonji distanziert, dass alle Daten gelöscht werden sollen und dass man keinerlei Anrufe, Besuche o.ä. wünscht.
    • Kommunikationen (etwa über WhatsApp- oder TelegramNachrichten) mit Drohungen oder Anfeindungen sichern und aufbewahren.
    • Grundsätzlich nicht einschüchtern lassen. Bei als übergriffig empfundenen Nachstellungen die Polizei rufen.

    Bekannte Shinchonji-Organisationen oder Fassadengemeinden (können ständig wechseln) Als Gemeinden oder Bibelkursanbieter firmieren: … in Hessen:
    • „Frankfurt-Korea Internationale Missionsgemeinde“ (FKIM), bis 2017
    • „Frankfurter Friedensgemeinde e.V.“ bis Anfang 2018
    • „International Bible College“ (IBC) bis Mitte 2018 ... seit Anfang 2019:
    • „Bible Center“ (BC)
    • „Deutschland Zion Gemeinde“
    • „Open Bible Academy“, www.openbible.academy
    • „International Peace Forum“
    • „Christliches Abend Zentrum“
    • „Bibelzentrum Frankfurt “ … in Berlin:
    • „Gemeinde im Licht“
    • „Kulturgemeinde“
    • „Flussaufwärts“ • „Internationale Kulturakademie“
    • „Internationale Bibel Akademie e.V.“
    • „international bible academie“
    • „SCJ-Berlin (Sozial-Creative-Jugend)“ ... in Essen:
    • „Vereint in Jesus“
    • „Ein Herz für die Bibel“ Bekannt sind weitere Gemeinden in Stuttgart, Darmstadt, Marburg, Hamburg und München.


    Unter folgenden Namen treten Shinchonji-Organisationen auf:
    • „Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light“ (HWPL)
    • „International Peace Youth Group“ (IPYG)
    • „International Womens Peace Group“ (IWPG)
    • „World Alliance of Religions for Peace“ (WARP)
    • „International Peace Foundation e.V.“ (IPF), www.ipf-ev.de
    • Declaration of Peace and Cessation of War (DPCW), www.peacelaw.org Literatur/Videos:
    • „Shinchonji – „neuer Himmel und neue Erde“ – Erläuterungen zu einer neureligiösen Bewegung aus Korea“ von Oliver Koch und Johannes Lorenz in: Materialdienst er EZW 6/2016, S. 203-215.
    • „Frieden, Vergöttlichung, Unsterblichkeit – Auf den Spuren neuer religiöser Bewegungen in Japan und Korea“ – Teilabschnitt Shinchonji von Oliver Koch, Bernd Dürhold u.a. in: Materialdienst er EZW 6/2019, S. 217 ff.
    • Klöcker/Tworuschka (Hg.): Shincheonji – eine neu-religiöse Bewegung aus Südkorea, in: Handbuch der Religionen, Bd. IX – 29 von Jasmin Rollman.
    • Haschnik, Gregor: Kulte und Frankfurt – Verdeckte Missionierung / Was will die Shinchonji? / Notbremse gezogen. Frankfurter Rundschau 15.02.2018
    • Haschnik, Gregor: Obskure Kirche - Missionierung mit Tarnkappe. Frankfurter Rundschau 31.05.2019.
    • youtube-Kanal „Linda fragt“: Was ist Shinchonji?
    • hessenschau-Bericht vom 03.12.2019: https://kurzelinks.de/Hessenschau030122019

    Diese Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit folgenden Einrichtungen erstellt, hier erhält man auch Informationen, Hilfe und Beratung: Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW Pfarrer Oliver Koch, Referent für Weltanschauungsfragen Praunheimer Landstr. 206, 60488 Frankfurt am Main Tel. 069 976518-42, koch@zentrum-oekumene.de Haus am Dom Dr. Johannes Lorenz Studienleiter für Lebenskunst und Weltanschauungsfragen Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main Tel. 069 8008718310, j.lorenz@bistumlimburg.de Evangelische Landeskirche in Württemberg Philipp Kohler (M.A.), Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart Tel. 0711-229363-297, Philipp.Kohler@ELK-WUE.DE Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. Christoph Grotepass, Rottstr. 24, 45127 Essen Tel. 0201 234646-48, kontakt@sekten-info-nrw.de Leitstelle für Sektenfragen im Land Berlin Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Bernhard- Weiß-Str. 6, 10178 Berlin Tel. 030 90227-5578, leitstelle@senbjf.berlin.de


    Impressum Herausgeber Praunheimer Landstraße 206 60488 Frankfurt am Main Tel. 069 976518-11 Fax. 069 976518-19 E-Mail: info@zentrum-oekumene.de © 2. Auflage, Januar 2020 Titelbild Shinchonji Gründer Man-Hee Lee in Seoul © Oliver Koch Bildbearbeitung und Satz Ulrike Bohländer Layout meinhardt Verlag und Agentur, Idstein
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
    Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
    Im Herrn Jesus Christus
    Hans Peter Wepf
    1. Mose 15.6
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