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  • Avatar von HPWepf
    Heute, 05:20
    >> Befrage noch heute das Wort Jahwes
    0 Antwort(en) | 9 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    Heute, 04:51
    HPWepf hat auf das Thema Gemeinde Jesu unsichtbar im Forum Biblische Lehre geantwortet.
    Älteste und Leiterschaft: Das Thema Älteste und Leiterschaft in der christlichen Versammlung (ekklesia) ist ein Bereich, mit dem sich jede christliche Gruppe fruher oder spater befassen wird. Das Ergebnis der verschiedenen christlichen Gruppen (Gemeinden, Versammlungen, Kreise, Denominationen, Kirchen) zu diesem Thema ist unterschiedlich. Welche Gruppe hat nun Recht? Um eine sorgfaltige und systematische Erorterung von diesem Thema zu gewahrleisten, wurde dieses Kapitel in folgende Unterkapitel eingeteilt: 22.1Begriffe, Vorkommen (Bibelstellen) 22.2 Die Situation in der Urgemeinde 22.3 Die Situation nach der Urgemeinde – Sollzustand 22.4 Die Situation nach der Urgemeinde – am Anfang 22.5 Die Situation nach der Urgemeinde – heute 22.6 Gegenargumente 22.7 Vertiefte Betrachtung 22.8 Schlusswort des Kapitels 22.1 Begriffe, Vorkommen (Bibelstellen) : Unten sind die Begriffe beschrieben, welche im Neuen Testament vorkommen und die Grundlage fur das Thema Leiterschaft bilden. Es wurden ALLE Bibelstellen angegeben, in denen das betreffende griechische Wort in den Grundtexten vorkommt. Dies schliest mit ein, dass auch Bibelstellen angegeben wurden, die sich NICHT auf die Leiterschaft in einer christlichen Versammlung beziehen, z.B. Mt 15.2 (judische Alteste), Mt 27.2 (romische Fuhrer), 1Tim 5.2 (altere Frauen). Älteste – presbyteros - presbuterouV Vorkommen:Mt 15.2, Mt 16.21, Mt 21.23, Mt 26.3, Mt 26.47, Mt 26.57, Mt 26.59, Mt 27.1, Mt 27.3, Mt 27.12, Mt 27.20, Mt 27.41, Mt 28.12, Mk 7.3, Mk 7.5, Mk 8.31, Mk 11.27, Mk 14.43, Mk 14.53, Mk 15.1, Lk 1.18, Lk 7.3, Lk 9.22, Lk 15.25, Lk 20.1, Lk 22.52, Lk 22.66, Joh 8.9, Apg 2.17, Apg 4.5, Apg 4.8, Apg 4.23, Apg 6.12, Apg 11.30, Apg 14.23, Apg 15.2, Apg 15.4, Apg 15.6, Apg 15.22, Apg 15.23, Apg 16.4, Apg 20.17, Apg 21.18, Apg 22.5, Apg 23.14, Apg 24.1, Apg 25.15, 1Tim 4.14, 1Tim 5.1, 1Tim 5.2, 1Tim 5.17, 1Tim 5.19, Tit 1.5, Tit 2.2, Tit 2.3, Philemon 9, Heb 11.2, Jak 5.14, 1Pe 5.1, 1Pe 5.5, 2Joh 1, 3Joh 1, Off 4.4, Off 4.10, Off 5.5, Off 5.6, Off 5.8, Off 5.11, Off 5.14, Off 7.11, Off 7.13, Off 11.16, Off 14.3, Off 19.4. Vorsteher – proistemi - proisthmi Vorkommen:Ro 12.8, 1Thess 5.12, 1Tim 3.4, 1Tim 3.5, 1Tim 3.12, 1Tim 5.17, Tit 3.8, Tit 3.14. Aufseher – episkopos - episkopoV Vorkommen:Lk 19.44, Apg 1.20, Apg 20.28, Phil 1,1, 1Tim 3.1, 1Tim 3.2, Tit 1.7, Heb 12.15, 1Pe 2.12, 1Pe 2.25, 1Pe 5.2. Führer – hegeomai - hgeomai Vorkommen:Mt 2.6, Mt 10.18, Mt 27.2, Mt 27.11, Mt 27.14, Mt 27.15, Mt 27.21, Mt 27.23, Mt 27.27, Mk 13.9, Lk 2.2, Lk 3.1, Lk 20.20, Lk 21.12, Lk 22.26, Apg 7.10, Apg 14.12, Apg 15.22, Apg 23.24, Apg 23.26, Apg 23.33, Apg 23.34, Apg 24.1, Apg 24.10, Apg 26.2, Apg 26.30, 2Kor 9.5, Phil 2.3, Phil 2.6, Phil 2.25, Phil 3.7, Phil 3.8, 1Thess 5.13, 2Thess 3.15, 1Tim 1.12, 1Tim 6.1, Heb 10.29, Heb 11.11, Heb 11.26, Heb 13.7, Heb 13.17, Heb 13.24, Jak 1.2, 1Pe 2.14, 2Pe 1.13, 2Pe 2.13, 2Pe 3.9, 2Pe 3.15. Hirten – poimen - poimhn Vorkommen:Mt 2.6, Mt 9.36, Mt 25.32, Mt 26.31, Mk 6.34, Mk 14.27, Lk 2.8, Lk 2.15, Lk 2.18, Lk 2.20, Lk 17.7, Joh 10.2, Joh 10.11, Joh 10.12, Joh 10.14, Joh 10.16, Joh 21.16, Apg 20.28, 1Kor 9.7, Eph 4.11, Heb 13.20, 1Pe 2.25, 1Pe 5.2, 1Pe 5.4, Jud 12, Off 2.27, Off 7.17, Off 12.5, Off 19.15. Alle oben genannten Bibelstellen sollten gelesen werden. Wenn in Gottes Wort nachgelesen wird, dann kann man folgende Punkte erkennen: 1. Das Wort Älteste bedeutet im Neuen Testament oft einfach älterer Mensch (Lk 1.18, Lk 15.25, 1Tim 5.1, 1Tim 5.2, Tit 2.2, Tit 2.3, Philemon 9, Heb 11.2, 1Pe 5.5). In den genannten Bibelstellen ist das gleiche griechische Wort fur ältere Menschen genannt, wie es in anderen Bibelstellen fur Leiter der Versammlung (Älteste) verwendet wird. Auch die Altesten in der Versammlung mussten alter an Jahren sein, um das Kriterium von Tit 1.5-6 zu erfullen. Das Kriterium spricht davon, dass Alteste glaubige Kinder haben. Alteste mussten deshalb verheiratet sein und wenigstens zwei zumindest jugendliche Kinder haben, denen Gott eine Wiedergeburt geschenkt hat. Deshalb waren die Altesten welche durch die Apostel eingesetzt wurden sicherlich alter als 40 Jahre. Hinweis: In unseren heutigen „Hippie“-Versammlumgen – z.B. in den blockfreien Bruderversammlungen und den offenen Bruderversammlungen – werden z.B. 24 jahrige oder 28 jahrige Manner, ohne Kinder oder nur mit einem Kleinkind unter 2 Jahren – zu „benannten“ Altesten erklart, erlebt in Munchen! Das solche Alteste nicht die biblischen Qualifikationen erfullen, interessiert keinem mehr, weil man die Bibel als alleinigen Masstab schon lang verlassen hat. Man versucht die fehlende biblische Qualifikation durch „Altestenkurse“ auszugleichen, ... dazu ist wohl jeder Kommentar uberflussig. 2. Alteste in einer christlichen Versammlung wurden ausschlieslich durch Apostel (Apg 14.23) oder durch direkt apostolisch Beauftragte (Tit 1.5), zu Lebzeiten der Apostel, offentlich benannt. 3. Im Gegensatz zur Benennung von Älteste, gibt es auch noch Vorsteher im Herrn. Die Vorsteher werden nicht wie die Altesten benannt. Statt dessen werden sie von Christen, denen sie vorstehen, erkannt (1Thess 5.12-13). Die Aufforderung die Vorsteher zu erkennen wurde uberhaupt keinen Sinn machen, wenn sie bereits offiziell und damit offentlich benannt sind. 4. Die Aufsehereinsetzung wird genannt in Apg 20.28. Die Aufsehereinsetzung geschieht durch den Heiligen Geist. 5. Die Bibelstellen der Offenbarung, wo der Begriff Älteste vorkommt, beschreiben nicht die Leiterschaft in christlichen Versammlungen. In der Offenbarung handelt es sich beim Begriff Älteste um eine Beschreibung fur die gesamte Gemeinde Jesu. Es sind alle Christen zu allen Zeiten, die nach der Entruckung vollstandig im Himmel sind. Dies geht bereits aus Off 4.4 hervor. In der Bibel beschreibt das erste Vorkommen eines Begriffes oft seine Bedeutung. In Off 4.4 kommt der Begriff vierundzwanzig Älteste das erste Mal vor. Er beschreibt Menschen, die mit weisen Kleidern bekleidet sind und goldene Kronen auf ihren Hauptern haben. Beide Kriterien treffen nur auf Christen zu (Weise Kleider: Off 3.4-5, Off 3.18. Kronen: 1Kor 9.25, 2Tim 4.8, Jak 1.12, 1Pe 5.4, Off 2.10). In Off 4.10 werfen die Christen (=24 Alteste) ihre Kronen vor Gott nieder. Ein Zeichen dafur, dass sie nicht Herrlichkeit und Ehre und Macht wollen, sondern alle Herrlichkeit und Ehre und Macht Gott geben, der alle Dinge erschaffen hat (Off 4.9-11). Wenn es in der Zukunft schon so eindeutig klar ist, wem Ehre und Macht gebuhrt, sollten wir dann nicht auch hier auf Erden auf Ehre und Macht verzichten um Jesu willen? 6. Jesus betont fur Leiterschaft, dass sie sich klein macht und dient (Mt 20.25-28). Es wird also nicht Amt, Titel, Macht und hierarchische Hoherstellung uber andere Christen betont. Es ist eben ganz anders als in der Welt. 7. Leitung im allgemeinen findet sich uberall in der Welt, wo Menschen sich versammeln. Es kommt z.B. vor bei der romischen Besatzungsmacht (Mt 27.2, Lk 2.2) und im Judentum (Mt 16.21, Mt 26.3). Wir finden Leitung auch heute in den Regierungen der Lander (Ro 13.1-8) und in den Firmen (Mt 20.25). 8. Alteste werden in folgenden Ur-Gemeinden genannt: Derbe, Lystra, Ikonium, Antiochien (Apg 14.20-23), Jerusalem (Apg 15.2), Ephesus (Apg 20.17), Kreta (Tit 1.5). 9. Alteste werden in folgenden Ur-Gemeinden NICHT genannt: Rom, Korinth, Galatien, Philippi, Kolossa, Thessalonich, Smyrna, Pergamus, Thyatira, Sardes, Philadelphia, Laodicaa. Es gab also in vielen Versammlungen keine benannte Alteste, zumindest hat Gott es nicht fur notig gefunden, diese in seinem Wort zu nennen, wenn es sie denn wirklich gab. Wenn man diese beiden Gemeindegruppen miteinander vergleicht, dann erkennt man auch, dass nur die fruher gegrundete Gemeinden benannte Alteste hatten und als Gottes Wort bereits nahezu abgeschlossen war in spatere Gemeinden benannten Alteste nicht mehr erwahnt werden. 22.2 Die Situation in der Urgemeinde : Die Zeit der Urgemeinde war von der Ausgiesung des Heiligen Geistes (Apg 2.1-4) bis zur Zeit, als die Altesten, welche durch die Apostel eingesetzt wurden, heimgegangen (verstorben) sind. Die Urgemeindezeit wird ausfuhrlich im Neuen Testament beschrieben. Diese Zeit war dadurch gepragt, dass das Wort Gottes NICHT vollstandig in den Ortsversammlungen vorlag. Es war eine Ubergangszeit vom Alten zum Neuen Bund und die Schriften des Neuen Testamentes wurden gerade erst geschrieben. Das Wort Gottes bezeugt, dass es in dieser Zeit Apostel, Alteste, Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten gab. Welche Aufgaben Apostel hatten und warum der Aposteldienst einmalig war und mit dem Tod des letzten Apostels aufhorte, wurde bereits im Kapitel Apostel und Propheten beschrieben. Zu klaren waren die Begriffe Alteste, Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten. Diese Begriffe sind zum Teil austauschbar. So werden zum Beispiel die gleichen Personen, die in Apg 20.17 Älteste genannt werden in Apg 20.28 Aufseher genannt. Daraus wird manchmal der Fehler abgeleitet, dass es sich bei Alteste, Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten um die Beschreibung eines Dienstes handelt, der durch verschiedene Worter beschrieben wird. Zumindest im Bezug auf Alteste ist diese Schlussfolgerung falsch. Denn es gibt neben den Eigenschaften, welche auf alle Begriffe zutreffen auch eindeutig Eigenschaften, welche nur auf Alteste zutreffen. Deswegen ist die vollstandige Austauschbarkeit der Begriffe unzulassig. Deutlich wird dies an folgender Zeichnung: In der Schnittmenge sind die Eigenschaften beschrieben, welche auf beide Gruppen zutreffen. Zum Beispiel treffen die Begabungen und Dienste „vorstehen, beaufsichtigen, führen und behirten“ alle auf Alteste und zugleich auch auf Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten zu. Was jedoch die beiden Gruppen voneinander unterscheidet, sind folgende Eigenschaften: Alteste wurden vor der Versammlung offiziell und offentlich mit Macht und Autoritat bekleidet. Dies geschah dadurch, dass man sie offiziell benannte und zwar von einer hoheren Stelle aus. Die Benennung geschah ausschlieslich durch Apostel (Apg 14.23) oder durch direkt apostolisch Beauftragte (Tit 1.5) und damit ausschlieslich zu Lebzeiten der Apostel auf Erden. Diese offentliche Bekleidung mit Macht von einer hoheren Stelle (Apostel) gab es fur die Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten nicht. Deswegen durfen die Begriffe nicht beliebig ausgetauscht werden. Daraus ergibt sich folgende Frage: Warum wurden Älteste öffentlich mit Macht vor den Mitchristen bekleidet, während die Vorsteher, Aufseher, Führer und Hirten nicht offiziell mit Macht bekleidet (benannt, eingesetzt) wurden? Die Antwort liegt in dem einmaligen schwierigen Dienst, den die benannten Altesten in der Ubergangszeit zu tun hatten. Die Altesten mussten namlich Ortsversammlungen fuhren, ohne dass alle Neutestamentlichen Schriften verfugbar waren. Denn die Neutestamentlichen Schriften wurden gerade erst geschrieben. Damit in dieser Ubergangszeit sich keine falsche Lehre in den Versammlungen ausbreitete, war eine wachende Autoritat (Alteste) notig, bis das Wort Gottes vollstandig vorlag. Die Altesten konnten sich gegenuber ihren Mitchristen bei Entscheidungen zurecht auf ihre apostolische Benennung berufen. Wie man diese Tatsache auch drehen und wenden mag, es waren zu Lebzeiten der Apostel apostolische Krafte wirksam um die Altestenbenennung durchzufuhren. Dass es erganzend zu den Aposteln und Altesten in der Urgemeinde auch Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten gab, die nicht offentlich vor den Mitchristen mit Macht bekleidet (eingesetzt, formell ernannt) wurden, hat seinen Grund. Gottes Wort hat damit die Grundlage beschrieben, wie die Versammlungen auch ohne apostolisch benannte Alteste in der kommenden Zeit nach der Urgemeinde gefuhrt werden sollten. 22.3 Die Situation nach der Urgemeinde – Sollzustand : Als die Apostel und die durch Apostel eingesetzten Altesten heimgegangen waren, gab es keine Moglichkeit mehr Alteste von einer hoheren Stelle aus zu benennen (einzusetzen), um sie offentlich vor den Mitchristen mit Macht zu bekleiden. Weil jedoch das Wort Gottes nun vollstandig und verfugbar war, gab es fur solch eine Machtstellung auch keine Notwendigkeit mehr. Das vollstandige Wort Gottes sollte die Machtstellung ubernehmen. Alle Christen sollten gewissenhaft in Gottes Wort bleiben (Joh 8.31-32, Joh 8.51, 1Tim 4.16). Naturlich gibt es innerhalb der Christenheit Unterschiede in der Reife und im Erkenntnisstand der Glaubigen. Deshalb hat Gott auch fur die Zeit nach der Urgemeinde Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten gegeben. Diese Vorsteher, Aufseher, Fuhrer und Hirten wurden jedoch nicht offentlich benannt und damit mit Macht bekleidet. Der Grund dafur war, dass Gott verhindern wollte, dass Macht von Menschen missbraucht werden konnte und die von Jesus mit seinem eigenen Blut teuer erkauften Christen unter einem menschlichen Leiterjoch kommen (Mt 11.29-30, Mt 23.8-11, 1Kor 7.23, 2Kor 11.4, Gal 5.1). Das Wort Gottes und der Stimme Jesu sollte mehr gehorcht werden als jegliche Auserung von Menschen (Apg 5.29). Deswegen mussten die Christen nun geistlich die erkennen, die unter ihnen arbeiten und ihnen vorstanden (1Thess 5.12). 1Thess 5.12: „Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die erkennet, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen.“ Solch eine Aufforderung - jemanden zu erkennen - macht nur Sinn, wenn diese Vorsteher nicht offiziell benannt wurden. Damit gibt es unter den Christen Vorbilder, die jedoch keine Macht haben. Unterordnung und Gehorsam waren damit nicht aufgrund eines Kirchengesetzes oder einer Gemeindeverfassung oder einer Gemeindelehrschrift von den geistlichen Leitern einklagbar (erzwingbar). Vielmehr sollte der Gehorsam freiwillig und aus dem Motiv der Liebe zu Jesus und zum Wort Gottes und aus dem Beweggrund der Wahrheit heraus sein. Mit Zwang, Angst (Drohung vom Ausschluss), Macht und Kontrolle kann man wohl eine Gruppe von Menschen leiten. Dies zeigt uns jede weltliche Organisation (Firma, Staatsapparat). Jedoch ist dies nicht die Art, die Gott fur seine Kinder vorgesehen hat (Mk 10.42-45). Bei den wiedergeborenen Kindern Gottes sollte Liebe und Wahrheit das Motiv zum Handeln sein. Echte Liebe und echte Wahrheit hat es nicht notig, dass ein hierarchischer Machtapparat aufgebaut wird, fur den es in Gottes Wort keinerlei Grundlage gibt. Die Bedingungen fur Gehorsam gegenuber den nicht mit Macht bekleideten (unbenannten) Fuhrern sind im gesamtbiblischen Kontext klar geregelt: 1. Das, was die Fuhrer empfehlen, muss mit dem gesamten Wort Gottes ubereinstimmen (Heb 13.7). Diese erste Bedingung ist jedoch noch nicht ausreichend. Denn, nicht alle Aussagen von Gottes Wort sind zu jeder Zeit fur alle Glaubigen dran. Auch der Feind (der Teufel) kann Bibelstellen zitieren um die Christen in eine falsche Richtung zu verfuhren (Mt 4.6). Deswegen muss zusatzlich die zweite Bedingung erfullt sein: 2. Der einzelne betroffene Glaubige muss die Stimme des guten Hirten (Jesu Stimme!, Joh 10.27) in der Aussage des Fuhrers erkennen. Sind diese beiden Bedingungen erfullt, dann folgt der Glaubige nicht mehr den Fuhrern, sondern Gott. 22.4 Die Situation nach der Urgemeinde – am Anfang : Leider ist es haufig nicht so geschehen, wie es von Gott gewunscht wurde. Zum einen gelang es den Christen nicht vollstandig im Wort Gottes zu bleiben (Joh 8.31-32, Joh 8.51). Zum anderen gelang es den Christen auch nicht vollstandig in der ersten Liebe zu bleiben (Off 2.4). Es begann der von Paulus vorhergesagte Verfall. Apg 20.29:„Denn ich weiß dieses, dass nach meinem Abschiede verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen. Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.“ Diese Prophezeiung hat sich leider exakt erfullt. Die Kirchenvater (verderbliche Wölfe), welche zum Teil die Apostel noch gekannt haben, legten die Grundlage fur falsche Lehre (verkehrte Dinge), so dass die Christen (Jünger) in eine falsche Richtung abgezogen wurden. Und dies geschah bereits kurz nach dem Abschied des Apostels Paulus. Hinweis: Der Begriff „Kirchenvater“ ist stark irritierend. In der Bibel wird uns Gott als liebender Vater von den Menschen beschrieben, die Jesus durch sein Blut erkauft hat. Es werden uns jedoch keine „Kirchenvater“ beschrieben, welche die Apostel ersetzen sollten. Durch die Prophezeiung Apg 20.29 hat Gott die Glaubigen gewarnt, dass solche verderblichen Wölfe in die Schafherde hereinkommen werden. Der exaktere und einzig biblisch korrekte Begriff lautet „verderbliche Wolfe“. Wenn hier dennoch weiterhin von „Kirchenvatern“ gesprochen wird, dann nur deshalb, weil sich dieser Begriff in dem Namens- Christentum durchgesetzt hat. Durch die Kirchenvater konnte sich in kleinen Schritten immer mehr Irrlehre unter den Christen verbreiten. Dadurch entwickelte sich die freie Bruderschaft hin zu einem streng hierarchischen System mit vielen Irrlehren, was uns seit Jahrhunderten als Katholische Kirche bekannt ist. Wie man im Anfang, als die Apostel gerade alle heimgegangen waren, versuchte bei den Christen neben Jesus Christus und Gottes Wort eine weitere menschliche Macht zu installieren, soll an einigen Zitaten der Kirchenvater aufgezeigt werden: Ignatius von Antiochien an die Epheser, Kapitel 6: „Jeden nämlich, den der Herr des Hauses schickt zur Verwaltung seines Hauses, den müssen wir so aufnehmen wie den Sendenden selbst. Daher ist es klar, dass wir den Bischof (Aufseher) so ansehen müssen wie den Herrn selbst.“ Ignatius von Antiochien an die Magnesier, Kapitel 7: „Wie nun der Herr, da er mit ihm eins ist, ohne den Vater nichts getan hat, weder durch sich selbst noch durch die Apostel, so sollt auch ihr ohne den Bischof und die Presbyter (Älteste) nichts tun; auch sollt ihr nicht versuchen, etwas auf eigene Faust als richtig erscheinen zu lassen.“ Ignatius von Antiochien an die Trallianer, Kapitel 2: „Solange ihr nämlich euren Bischof untertan seid wie Jesus Christus, scheint ihr mir nicht nach Menschenart zu leben, sondern nach Jesus Christus.“ Kapitel 7: „Wer sich innerhalb der Opferstätte befindet, ist rein; wer aber außerhalb steht, ist nicht rein; das heißt: wer ohne Bischof, ohne Presbyterium (Älteste) und Diakon etwas tut, der ist nicht rein in seinem Gewissen.“ Ignatius von Antiochien an die Philadelphier, Kapitel 3: „Denn alle, die Gott und Jesus Christus angehören, stehen auf Seiten des Bischofs.“ Ignatius von Antiochien an die Smyrnaer, Kapitel 8: „Alle sollt ihr den Bischof gehorchen wie Jesus Christus dem Vater, und auch den Presbyterium (Ältesten) wie den Aposteln.“ Kapitel 9: „Es ist gut, Gott und den Bischof zu kennen. Wer den Bischof ehrt, der wird von Gott geehrt; wer ohne des Bischofs Wissen etwas tut, der dient dem Teufel.“ Klemens erster Brief an die Korinther, Kapitel 44: „Auch unsere Apostel wussten durch unseren Herrn Jesus Christus, dass Streit entstehen würde um die Bischofswürde.“ Wenige Satze spater heist es: „Denn es wird uns keine kleine Sünde sein, wenn wir Männer, die tadellos und heiligmäßig ihre Opfer dargebracht haben, aus ihrem Bischofsamt vertreiben....Wir müssen es nämlich erleben, dass ihr einige, die einen guten Wandel führten, vertrieben habt aus dem heiligen Dienste.“ Jeder kann anhand dieser Zitate selbst erkennen, wie bereits im Anfang die Christen durch Einschuchterung in ein hierarchisches System gedrangt wurden. So hat sich uber das Nikolaitentum das Papsttum entwickelt. Die Tatsache, dass die Unterordnung unter dem Bischof (Aufseher) und den Presbyterium (Altestenschaft) immer wieder massiv betont wurde, ist eine Art Indoktrination. Die Apostel kampften gegen solch eine weitere Macht bei den Christen. Im dritten Johannes Brief heist es zum Beispiel: 3Joh 9-10: „Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an. Deshalb, wenn ich komme, will ich seiner Werke gedenken, die er tut, indem er mit bösen Worten wider uns schwatzt; und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Versammlung.“ Wie aus dem Zitat des Klemens an die Korinther zu sehen ist, haben auch die Korinther wenige Jahrzehnte nach der Apostelzeit gegen diese selbst ernannte Macht (Bischofe) versucht anzukampfen. Sonst hatte es wohl Klemens nicht bemangelt, dass die Korinther die Bischofe vertrieben haben. Man vergleiche mal obige Zitate der Kirchenvater mit folgendem Zitat: „Die Gläubigen wurden aufgefordert, ihre Führer zu respektieren und ihnen zu gehorchen (Heb 13.17, 1Thess 5.12). Wir sollen nicht nur Christus untertan sein, sondern auch den Führern in der Gemeinde.“ Dieses Zitat ist knapp 2000 Jahre alter als die Zitate der Kirchenvater. Es lasst jedoch die gleiche geistliche Grundhaltung erkennen. Die Glaubigen werden von Ihrer Einfalt zu Christus weggezogen. Sie mussen jetzt 2 Herren dienen. Ohne jegliche Einschrankung wird „Gehorchen“ und „Untertan sein“ gegenuber den Fuhrern in der Gemeinde verlangt. Es wird kein Hinweis zum „prufen“ gegeben. Dieses Zitat stammt von Jean Gibson, aus seinem Buch Training im Christentum 1, CLV Verlag Bielefeld, 3. Auflage 1991, ISBN 3-89397-601-9, Lektion 6, Seite 73-74. Nun zuruck zu den Kirchenvatern: Der erste Schritt in die falsche Richtung war, dass man die allgemeine Bruderschaft (Mt 23.8) aufgab und die Lehre akzeptierte, dass es „Nicht-durch- Apostel-ernannte“ Alteste und Bischofe gibt, die in einem besonderen Verhaltnis zu Gott und Jesus Christus stehen, welches hierarchisch uber die der ubrigen Christen steht. Die Altesten und Bischofe bekamen praktisch eine Machtfulle, wie sie die echten Apostel hatten. Doch sie waren nun halt mal keine Apostel und von Gottes Sohn nicht dazu erwahlt. Es ware ein Fehler, sie in diesem Licht zu sehen. Abgesehen von den Altesten, die noch durch Apostel benannt wurden, waren es nicht einmal Alteste im Sinne von Gottes Wort. Immer wieder wurde anstatt der Machtstellung Jesu Christi als Herrn die Machtstellung der Altesten und Bischofe (Aufseher) betont. Dies stellt nichts Weiteres dar, als einen Ruckschritt weg vom allgemeinen Priestertum (1Pe 2.5, 1Pe 2.9, Off 1.6) der Christen zuruck zum hierarchischen Priestertum des Alten Testamentes. Und wer etwas mehr daruber nachdenkt, erkennt, dass durch dieses hierarchische Priestertum die Alleinherrschaft von Jesus Christus angegriffen wird. Dass Jesus Christus uns von dem hierarchischen Priestertum des Alten Testamentes befreite, wird einfach ignoriert. Warum hatten die Verfuhrer damit Erfolg? Aus dem einfachen Grund, weil die meisten Menschen lieber andere eine Verantwortung tragen lassen, die sie eigentlich selbst ubernehmen mussten. In gewisser Weise sind sie sogar noch stolz darauf, dass sie sich einer sichtbaren menschlichen Macht unterstellen. Paulus ermahnte die Korinther (!) ihr Getue um eine Art Superapostel zu uberdenken: 2Kor 11. 20: „Denn ihr ertraget es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand von euch nimmt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.“ Mit der Zeit sah man es als immer nutzlicher und notwendiger an Macht in die Hande von wenigen Menschen zu konzentrieren um Einheit zu gewahrleisten. Anstatt mit der geistlichen Waffe des Wortes Gottes gegen die Irrlehre zu kampfen, wandte man sich der fleischlichen Waffe zu, sich einen Fuhrer zu unterwerfen, der nun die Aufgabe hatte die Einheit sicherzustellen. Dies erinnert stark an Israel, welches auseren und inneren Angriffen ausgesetzt war und es fur nutzlich hielt, sich ebenfalls einen sichtbaren Fuhrer (Konig) zu unterwerfen. Gott gewahrte ihnen zwar Saul als Konig, nannte jedoch ihr Handeln einen Angriff auf seine unsichtbare Herrschaft, einen Akt des Unglaubens. Und obwohl Gott sie davor warnte, dass dadurch ihre Freiheit eingeschrankt wurde, kam es in Israel nicht zum Umdenken (1Sam 8.4-20). 1Sam 12.17-19: „Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will zu Jehova rufen, und er wird Donner und Regen geben; und ihr sollt erkennen und sehen, dass das Böse, das ihr getan habt, groß ist in den Augen Jehovas, einen König für euch zu begehren. Und Samuel rief zu Jehova, und Jehova gab Donner und Regen an jenem Tage. Da fürchtete sich das ganze Volk sehr vor Jehova und vor Samuel. Und das ganze Volk sprach zu Samuel: Bitte Jehova, deinen Gott, für deine Knechte, dass wir nicht sterben! Denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu begehren.“ Hos 8.2-4: „Sie werden zu mir schreien: Mein Gott, wir kennen dich, wir, Israel! ... Israel hat das Gute verworfen: der Feind verfolge es! Sie haben Könige gemacht, aber nicht von mir aus; sie haben Fürsten eingesetzt, und ich wußte es nicht. Von ihrem Silber und von ihrem Golde haben sie sich Götzenbilder gemacht, damit es vernichtet werde.“ Hos 13.9-11: „Es hat dich zu Grunde gerichtet, Israel, daß du wider mich, wider deine Hilfe, bist. Wo ist nun dein König, daß er dich rette in allen deinen Städten, und wo deine Richter, von welchen du sagtest: Gib mir einen König und Fürsten? Ich gab dir einen König in meinem Zorn, und nahm ihn weg in meinem Grimm.“ Einheit, die sich nicht auf Wahrheit und Liebe grundet, sondern auf Manipulation, Zwang und Furcht beruht, ist bruchig, selbst wenn sie solide erscheint. Wenn dazu noch der Gott der Christen (Jesus) beiseite gesetzt wird, wo soll das hinfuhren? Auch wenn es verbal geleugnet wird, dass Jesus durch die Altestenbenennung beiseite gesetzt wird, ist es doch in der Praxis so. Israel hat sich von den Nationen um sich herum blenden lassen, die alle Ihre Konige hatten. Israel hat einen Konig begehrt. Sie haben einen Konig bekommen. Den Preis den sie dafur zahlen mussten war jedoch zu hoch: Die Beiseitesetzung JHWH’s als alleinigen Herrn. 1Sam 10,17-19: „Und Samuel berief das Volk zu Jehova nach Mizpa. Und er sprach zu den Kindern Israel: So spricht Jehova, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand all der Königreiche, die euch bedrückten; ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus allen euren Übeln und euren Drangsalen gerettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen König sollst du über uns setzen! Nun denn, stellet euch auf vor Jehova nach euren Stämmen und nach euren Tausenden!“ Ebenso, wie es Israel zur Zeit des AT erging, so geht es „christlichen“ Kreisen in der Zeit des NT bis heute. Es werden Menschen als Leiter ernannt, damit wird Jesus Christus als Leiter beiseite gesetzt. Die Aufbruche in den christlichen Kreisen liesen sich von den bereits existierenden Kirchen, Freikirchen und religiosen Gruppen blenden, die alle ihre Leiter haben. Problematisch wird es oft erst in der zweiten Generation (Ri 2.6-15). So wie der Segen oft erst zeitversetzt kommt, so kommt auch der Fluch oft zeitversetzt. Die erste Generation der eingesetzten Altesten halt sich am Anfang oft noch weitestgehend an Gottes Wort. Jedoch wurde die Tur fur eine weitere Macht neben Jesus und Gottes Wort geoffnet. Der Feind wird dies zu einem spateren Zeitpunkt nutzen um sein zerstorerisches Werk weiterzufuhren. Was am Anfang als harmloser kleiner Formfehler erschien, kristallisierte sich spater als ein nicht mehr korrigierbarer Zustand heraus, wo Christen, die Jesus lieb haben, sich nur noch von distanzieren konnen. Fur das Prinzip des Verfalls in der zweiten Generation gibt es mehrere Beispiele. Wenn Gott etwas tut und dazu Menschen gebraucht, so bleiben diese Menschen der ersten Generation im Willen Gottes. Beispiele dafur sind David, Samuel, die Apostel und die Philadelphia Versammlungen. Jedoch die Kinder der ersten Generation, handeln oft schon wieder anders. Salomo, der Sohn Davids, hatte im Alter ein geteiltes Herz. Er wandelte nicht mit ungeteilten Herzen Jehova nach, sondern hatte aufgrund seiner auslandischen Frauen auch noch andere Gotter (1Ko 11.1-14). Die Sohne von Samuel wandelten nicht wie sein Vater (1Sam 8.1-3), Ephesus blieb nicht in der ersten Liebe, nach Philadelphia kam Laodicaa. Bei den Grundungen der Freikirchen war eine Aufbruchstimmung und Bibeltreue und Bruderliebe vorhanden. In der zweiten Generation nahm dies jedoch wieder ab. Heute ist die Grundlage verbal Gottes Wort, jedoch in der Praxis ist es das Gemeindeverstandnis oder die Gemeindelehrschrift, eben die Sonderlehren der jeweiligen Gruppe. Die Autoritat ist verbal Jesus, praktisch aber herrschen die Altesten (Jes 29.13, Mt 15.8-9). 22.5 Die Situation nach der Urgemeinde – heute : Im wesentlichen haben wir heute 2000 Jahre nach der Urgemeinde ahnliche Probleme, wie sie in der Zeit direkt nach der Urgemeinde vorhanden waren. Heute sind die Probleme nur ausgereifter als am Anfang. Der Verfall innerhalb der Christenheit ist so stark fortgeschritten, dass wir heute extrem selten uberhaupt eine einzige Versammlung finden, in denen Bruderschaft ohne hierarchisches Vorgesetztentum existiert. Hierarchisches Vorgesetztentum, egal ob es sich dabei um benannte Alteste, Apostel oder Papste handelt, fuhrt die Junger von der Einfalt gegenuber Jesus Christus weg. Es fuhrt von der Eigenverantwortung und Mundigkeit weg in eine Abhangigkeit von Menschen. Die heutige Benennung von Leiterschaft ist eine offentliche Bekleidung einiger Menschen mit Macht. Aber diese Machtbekleidung kommt nicht von einer hoheren Stelle (Apostel), sondern von unten (andere Mitchristen). Fur solch eine Machtbekleidung von unten gibt es in Gottes Wort keine Stutze, sie wird eigenwillig vollzogen (1Sam 15.22-23). Die Uberlegenheit des biblischen freien Christentums oder genauer gesagt die Uberlegenheit der Gesinnung Jesu (Wahrheit und Liebe) gegenuber dem menschlich weltlichen hierarchischen Macht-Christentum ist enorm. Jedoch wird dem Himmelreich hier auf Erden Gewalt angetan: Mt 11.12: „Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt wird dem Reiche der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttuende reißen es an sich.“ Dies ist auch heute so. Wie man in Apg 20.29-30 und in 3Joh 9-10 sieht, reisen bose Menschen dass Himmelreich an sich. 22.6 Gegenargumente: · Es hat mal jemand folgendes Argument genannt: „Übt niemand Autorität aus, dann ist keine Führung in der Gemeinde, und dann wird eine Gemeinde leicht ziellos. Zudem wird sie zu einem freien Tummelfeld für allerlei eigensinnige Geschäfte und private Ambitionen. Es leidet der Missionsauftrag, es leidet der Dienst an den Gemeindegliedern. Unordnung und Zank, Rivalität und Gerangel können Überhand nehmen: Wo keine Führung ist, verfällt ein Volk (Spr 11,14; vgl. Mt 9,36). Das ganze Buch der Richter ist uns als lebendiger Anschauungsunterricht dafür gegeben, dass ein führerloses Volk verfällt (Ri 17,6; 21,25). Fehlende Führung bringt Verlust.“ Kommentar: Wenn Christen zusammen kommen, so kommen sie niemals ohne Fuhrung zusammen. Ihr Fuhrer ist Jesus Christus. Fehlende Fuhrung konnen nur die beklagen, die keine Beziehung zu Jesus Christus haben. · 1Kor 15.22-28: „Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus; sodann die, welche des Christus sind bei seiner Ankunft; dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht. Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod....Wenn ihm (Jesus) aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott alles in allem sei.“ Mit diesem Text versuchen einige Evangelikale zu belegen, dass es ein hierarchisches Vorgesetztentum im Sinne einer Altestenschaft in unserer Heilszeit gibt. Sie sagen, dass alle Christen sich jetzt den Altesten unterstellen mussen. Bei Jesu Wiederkunft ubergeben dann die Altesten den Herrn Jesus das Reich. Jesus wird dann das Reich dem Vater ubergeben. Kommentar: Es steht in diesem Text uberhaupt nichts von „Ältestenschaft“, sondern von „Ordnungen“. Was unter Ordnungen zu verstehen ist, steht auch drin: Der Erstling ist Christus und dann kommen die, welche am Ende zu Christus gehoren und noch auf diese Erde sind (Mt 19.30, Mt 20.16). Man darf in Bibeltexten nicht mehr hineinlesen, als wirklich dort steht. Wenn Alteste bei der Wiederkunft das Reich an Christus ubergeben, dann haben sie es jetzt an sich genommen von denen, die sich ihnen unterstellen. Wenn Alteste aber jetzt das Reich haben, dann herrschen sie. Wie soll dann Jesus jetzt Herr sein uber jeden Mann? Die biblische Ordnung gemas 1Kor 11.3 wurde mit obiger Auslegung missachtet werden. Im Grunde genommen geht es immer um den gleichen Punkt: Wer hat was zu sagen? Wer hat die Macht? Und wenn diese Fragen nicht eindeutig mit „Jesus Christus“ beantwortet werden, dann hat man zumindest den wesentlichen Teil des Christentums noch nicht erfasst. Man darf Mitbruder nicht in die Enge treiben indem man ihnen sagt sie mussten Jesus UND den Altesten gehorchen. Denn der Mensch kann sich nun mal nicht auf ZWEI Herren konzentrieren. Wenn wir das versuchen, werden wir EINEN auf jeden Fall aus den Augen verlieren, auch wenn wir das nicht bemerken (Jes 42.8, Mt 6.24). · 2Kor 11.2-4: „Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Manne verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau dem Christus darzustellen. Ich fürchte aber, daß etwa, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, also auch euer Sinn verderbt und abgewandt werde von der Einfalt gegen den Christus. Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertrüget ihr es gut.“ Paulus kampfte in 2Kor 11.2-4 darum, dass die Glaubigen als eine keusche Jungfrau mit einem einzigen Manne (Christus Jesus) verlobt wurden. Er furchtete jedoch, dass so wie sich Eva von der List der Schlange (Teufel) hat verfuhren lassen, so konnten sich auch die Glaubigen von der List einer benannten Altestenschaft in unserer Zeit verfuhren lassen und die Einfalt gegen Christus allein aufgeben. · Heb 13.17: „Gehorchet euren Führern und seid unterwürfig; denn sie wachen über eure Seelen.“ Isoliert betrachtet scheint Heb 13.17 die starkste Stutze eines hierarchischen Christentums zu sein. Doch wenn man den Kontext liest, dann fallt auf, dass es sich nicht um eine Generalvollmacht der Fuhrer handeln kann. In Heb 13.7 steht bereits: „Gedenket eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und, den Ausgang ihres Wandels anschauend, ahmet ihren Glauben nach.“ Nur 10 Verse zuvor werden die gleichen Fuhrer definiert. Fuhrer sind demnach Glaubige, die das Wort Gottes reden, ohne etwas dazu zu tun oder weg zunehmen. Wenn ein Fuhrer uber die Schrift hinausgeht, dann hat er bereits seinen Fuhrerstatus verloren. Die Aufforderung „den Ausgang ihres Wandels anschauend, ahmet ihren Glauben nach“ ist eine Aufforderung zur Prufung. Es geht also gar nicht um blindes gehorchen und unterwurfig sein. Hinzu kommt, dass Fuhrer ja nicht durch Menschen (Apostel, apostolisch Beauftrage) benannt werden wie Alteste, sondern sie zu der Gruppe gehoren, die jeder Glaubige selbst erkennen muss. Es ist nicht eine einzige Fuhrereinsetzung in Gottes Wort bezeugt. Nicht formell eingesetzte Fuhrer konnen niemals mit Zwang Masnahmen durchsetzen. Deswegen ist Heb 13.17 auch eine Aufforderung an den einzelnen Glaubigen den echten Fuhrern zu gehorchen, eben weil die Fuhrer nicht mit Macht bekleidet sind. Gehorchen jedoch nur, wenn das, was die Fuhrer sagen biblisch ist (Heb 13.7) und zusatzlich man die Stimme Jesu in der Aussage der Fuhrer erkennt (Joh 10.27). Wir mussen auch immer den Grundsatz im Sinn behalten, den der Herr selbst aufgestellt hat, Mt 23.8: „Ihr aber, laßt ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.“ Heb 13.17 kann diesen Grundsatz nicht kippen. Wir sind alle Bruder. Nicht benannte, jedoch erkannte Fuhrer leiten zu Christus hin. Sie fordern die Mundigkeit in Christus. Christliche Fuhrer, die nicht offentlich durch Menschen benannt werden, gibt Gottes Wort wohl Vollmacht. Es ist allerdings die Vollmacht zu dienen und nicht, andere als niedriger einzustufen. Sie sollten Beistand leisten, Rat geben und auch zurechtweisen. Aber niemals sollen sie herrschen oder Vorschriften machen. Abweichungen sollen durch Widerlegung, ehrliche Argumentation und Uberzeugungsarbeit angegangen werden, niemals durch Zwang oder Einschuchterung durch eine Machtposition (Mt 20.25-28, Mt 23.10-11, 2Kor 1.24, Tit 1.9-13, 1Pe 5.1-5). Die Vollmacht zu dienen und zu erbauen, wurde oft als Macht missbraucht gefugig zu machen, zu kontrollieren, zu beherrschen. Um diese Macht zu haben benotigt man einen Titel. Es mussen manche vor anderen benannt (betitelt) werden. Dieser Vorgang wirkt nicht nur zerstorerisch auf die christliche Freiheit des Christen, sondern auch auf den Geist des Christentums und auf die christliche Botschaft. · Manchmal wird gesagt: Wofür hat Gott die Eigenschaften von Ältesten und Aufsehern in Gottes Wort geschrieben (1Tim 3.1-7, Tit 1.5-9), wenn wir keine Älteste einsetzen sollen. Kommentar: Die genannten Eigenschaften dienen in unserer Heilszeit als Anleitung dazu, dass jeder erkennen kann, welcher Bruder als Aufseher oder „unbenannter“ Altester vom einzelnen Glaubigen erkannt werden kann. Jedoch ist der Vollzug einer Benennung und damit der Machtbekleidung ohne direkt apostolischen Auftrag nicht moglich. Titus konnte in den Versammlungen auf Kreta einen direkt inspirierten Brief mit apostolischer Autoritat vorweisen, um Alteste formell zu benennen (Titusbrief). Wer von uns kann so einen direkt inspirierten Brief an eine heutige Versammlung im Ort X gerichtet von einen lebenden Apostel auf Erden vorweisen? Der Kanon ist abgeschlossen. Es ist also weder die Neubenennung noch die Nachbenennung von Altesten in unserer Heilszeit in Gottes Wort geregelt. Auch ist heute keiner mit einer Titusautoritat von Aposteln bekleidet worden um die Benennung durchzufuhren. Wir durfen uns nicht aufgrund menschlicher Uberlegungen dazu verleiten lassen, uber die Schrift hinaus zu gehen (1Kor 4.6, Jer 17.3) und neben Jesus und Gottes vollstandigem Wort noch eine weitere Autoritat (Alteste) in unserer Heilszeit offentlich benennen (einsetzen). Durch solch ein Vorgehen wird Jesus Christus und Gottes Wort aus dem Zentrum gedrangt. Dies wurde zur Unmundigkeit der Glaubigen fuhren (Passivitat). Ist solch eine weitere Autoritat erst mal eingefuhrt, setzt sie sich mit den Jahren mehr und mehr uber Gottes Wort hinweg. Die Kirchengeschichte ist ein deutliches Warnzeichen dafur. · Tit 1.5: „Deswegen ließ ich dich in Kreta, daß du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste anstellen möchtest, wie ich dir geboten hatte.“ Basierend auf diesen Vers vertreten die Anhanger einer heutigen benannten Altestenschaft, dass in einer Versammlung Unordnung besteht, solange keine Alteste benannt wurden. Diese Aussage ist falsch. Das Wort „UND“ im obigen Bibelvers ist so zu verstehen, dass Titus in Kreta zwei verschiedene Dinge zu tun hatte. Er sollte zum einen was noch mangelte in Ordnung bringen. UND zum anderen sollte er auch Alteste benennen. · Manche Vertreter einer heutigen benannten Altestenschaft sagen: „Weil die Schrift nicht explizit Ältesteneinsetzung durch Menschen heute verbietet, können wir es doch machen“. Wer so argumentiert, der musste auch so argumentieren: „Weil die Heilige Schrift nicht explizit die Anbetung des Heiligen Geistes verbietet, können wir es doch machen“. Oder so: „Weil die Heilige Schrift nicht explizit die Kindertaufe verbietet, können wir es doch machen“. Dies ist nicht die Sprache des Glaubens, sondern die Sprache der Kirchen. · Egal wie die hierarchisch-organisierten Christen argumentieren, folgendes Argument ist anhand der Heiligen Schrift nicht zu entkraften. Auf dieses Hauptargument konnen sich die freien Christen immer stutzen: IN GOTTES WORT BESTATIGT DER HEILIGE GEIST (APG 20.28) NUR EINE EINZIGE FORM DER ALTESTENBENENNUNG, NAMLICH DIE DURCH APOSTEL (APG 14.23) UND DURCH DIREKT VON APOSTEL BEAUFTRAGTE (TIT 1.5). WEIL ES HEUTE KEINE APOSTEL MEHR AUF ERDEN GIBT, KONNEN WIR KEINE ALTESTE MEHR BENENNEN. EINE ANDERE FORM DER FORMELLEN BENENNUNG UND MACHTBEKLEIDUNG IST IN GOTTES WORT NICHT ZU FINDEN. UND WER SIND WIR, DASS WIR UBER DAS WORT GOTTES HINAUSGEHEN DURFEN (1Kor 4.6)? Alle vier Aussagen stimmen erstaunlich uberein. Dies zeugt von der Gesamtharmonie des Wortes Gottes. Es ist eine eindeutige Lehre. Das vollstandige Fehlen des Nachweises, dass Alteste auch nur ein einziges Mal durch andere Alteste oder einfache Bruder benannt wurden, spricht eine deutliche Sprache. Autoritat kommt immer von oben (Gott, Jesus Christus, Heiliger Geist, Apostel, direkt apostolisch Beauftragte). Autoritat kommt niemals von unten (andere Bruder, andere Alteste, Gemeindebauer). 22.7 Vertiefte Betrachtung: · Es ist erstaunlich, dass es innerhalb der Zeit des Neuen Testamentes (ca. 30-95 n. Chr.) – einen Zeitraum von uber sechzig Jahren – nicht ein einziges Beispiel einer Altestenbenennung durch andere Christen uberliefert wurde, wenn dies tatsachlich eine biblische Lehre sein soll. Immer mussten die Apostel kommen oder die Apostel jemand personlich beauftragen. Es verstiese gegen das Herzstuck des Glaubens an die Alleingültigkeit der Heiligen Schrift, wenn wir die Existenz einer vollig anderen Altestenbenennung annehmen wurden, die im Neuen Testament keiner Erwahnung wurdig befunden wurde. In den verschiedenen religiosen Gruppen wird heute die Benennung durch den Vorstand, oder durch den Gemeindebauer, oder durch demokratische Wahl vollzogen. Diese Methoden sind uns jedoch in Gottes Wort nicht bezeugt. · In Heb 12.15 wird jedem Glaubigen der Dienst des Aufsehers gegeben. Dies widerspricht dem benannten hierarchischen Vorgesetzten-Christentum. Es bestatigt aber die biblische Sicht der freien Christen uber die allgemeine Bruderschaft (Mt 23.8) und uber das allgemeine Priestertum (1Pe 2.5, 1Pe 2.9, Off 1.6) aller Glaubigen unter dem alleinigen Haupt Jesus Christus (1Kor 11.3, Eph 1.22, Eph 4.15, Eph 5.23). · Das Bild des Leibes Jesu, welches uns in Gottes Wort fur unsere Heilszeit vorgezeichnet wurde, steht dem hierarchischen Christentum kontrar entgegen. Wie jede Rebe direkt am Weinstock hangt, so ist auch jeder Christ direkt an Jesus angeschlossen (Joh 15.1-17). Es gibt keine Zwischenmittler wie Apostel oder Alteste die als Zwischenzweige fungieren. Deswegen mussen wir Jesus selber direkt aufsuchen im Gebet. Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt (1Kor 11.3, 1Kor 12.6-11). Abgesehen davon, dass der Mann das Haupt der Frau ist (1Kor 11.3, Eph 5.23), gibt es in unserer Heilszeit keine weitere Hierarchie unter Christen. Jedes Schaf hort die Stimme des guten Hirten (Joh 10.4-5). Durch Bibellesen bekommt man geubte Sinne, um die Stimme der falschen Hirten von der Stimme des guten Hirten zu unterscheiden (Jes 9.16). · Wenn sich nun dennoch Glaubige zu einer Gemeinde zusammenschliesen und sich nun "biblisch einrichten" wollen und aus ihrer Mitte, einige nach ihrer Meinung fur das Altestenamt passende, Manner auswählen und zu Altesten ernennen, kann man von diesen Brudern sagen, dass "der Heilige Geist sie als Aufseher in der Versammlung (Gemeinde) Gottes gesetzt hat"? Das musste doch so sein, wenn die ganze Herde, die ganze Gemeinde aus einer Stadt sie als solche anerkennen und ihnen unterwurfig sein soll. Wer von den Brudern war mal kurz in den Himmel gegangen und hat nachgefragt, welche Bruder als Alteste benannt werden sollen? · Der Preis, den Jesus Christus fur uns bezahlt hat, war sein eigenes Leben. Er tat dies, damit wir von den Sunden loskommen und der Gerechtigkeit leben (1Pe 2.24). Der Preis dafur wurde mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus bezahlt (1Pe 1.18-19). Jesus Christus wurde durch diesen Preis unser Herr. Wenn uns der bezahlte Preis etwas bedeutet, dann konnen wir es nicht zulassen, dass andere Menschen sich zwischen uns und unserem Herrn Jesus Christus schieben. Paulus schrieb an Menschen, welche die volle Bedeutung der personlichen Beziehung eines jeden Christen zu Jesus Christus nicht erkannten: Ro 14.4-12: „Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten.....Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.....Also wird nun ein jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“ Gottes Wort sagt uns sehr genau, wie sich Christen zu verhalten haben, Gal 5.1: „Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft halten.“ Es ist Christen untersagt, sich einer hierarchischen Altestenschaft zu unterwerfen, 1Kor 7.23: „Ihr seid um einen Preis erkauft; werdet nicht der Menschen Sklaven“. · Als Gott sich das Volk Israel als Bundesvolk erwahlte, wurden keine Einzelpersonen berufen. Gott nahm die ganze Nation an, unabhangig von ihrer Herzensgesinnung, gute und schlechte Menschen. Das Gesetz wurde dem Volk Israel gegeben, damit sie erkennen konnten, dass sie sich nicht selbst erlosen konnten, sondern einen Erloser benotigen. Das Gesetz sollte sie auf Christus vorbereiten. Im Gegensatz dazu wurden Christen durch Jesus Christus in ein Sohnschaftsverhaltnis zu Gott berufen. Nicht als Masse wurden sie angenommen, sondern jeder wurde einzeln als Individuum angenommen. Nicht aufgrund ihrer naturlichen Abstammung, sondern auf der Grundlage eines zerbrochenen Herzens (Wiedergeburt). Christen stehen nicht unter Gesetz, sondern unter unverdienter Gute. Christen lieben Jesus und sein Geist treibt sie an. Der Heilige Geist kann viel mehr bewirken, als es eine offiziell benannte Aufseherschaft durch Kontrolle und Macht erreichen kann. · Die Entstehungsgeschichte der Versammlung verdeutlicht eine Entwicklung. Diese Entwicklung ist gekennzeichnet von einer abnehmenden personenbezogenen Autoritat und einer zunehmenden wortbezogenen Autoritat. Beide Autoritaten sind von Gott gegeben. Jesus Christus war und ist der zentrale Punkt in der Versammlung. Die Versammlung versammelt sich zu ihm hin. Er ist Gegenstand der Anbetung und der Betrachtung beim Abendmahl. Er ist auch das Haupt der Versammlung. Aufgrund der Vielzahl der Versammlungen war die Altestenzahl wesentlich groser als die Anzahl der Apostel. Eine Anzahl von uber 40 Alteste darf auch dann angenommen werden, wenn man berucksichtigt, dass viele damalige Versammlungen uberhaupt keine Altesten hatten (z.B. Korinth). Die personenbezogene Machtkonzentration hat mit der Einsetzung der Altesten bereits erheblich abgenommen, weil sie auf viele Alteste verteilt wurde. Schlieslich horte sie ganz auf, als keine weitere Alteste durch Apostel eingesetzt werden konnten. Dafur war Gottes Wort jedoch vollstandig und verfugbar in der Zeit der Bruderschaft und hat damit die alleinige Autoritat ubernommen. · Das Ideal der Versammlung ist eine allgemeine Bruderschaft. Dies hat Jesus selbst in Mt 23.8 gesagt: „Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.“ Noch deutlicher wird Jesus in Mt 18.15-20: „Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, so gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde. Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Versammlung; wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Wahrlich, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein. Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Die letzte menschliche Instanz bei Unstimmigkeiten zwischen Christen wird von Jesus Christus mit der ganzen Versammlung angegeben. Dies verdeutlicht das Idealbild der Versammlung. In diesem Idealbild sind alle Bruder mundig. Dieses, von unserem Herrn Jesus Christus selbst sehr klar vorgegebene Versammlungsideal wird in nahezu allen heutigen religios-christlichen Gruppen mutwillig auser Kraft gesetzt und durch eine benannte Fuhrerschaft (Altestenschaft) ersetzt. Und so ist auch nicht verwunderlich in unseren Zeit des christlichen Verfalls, dass selbst Bibelschullehrer im Namen Jesu die Anweisungen Jesu (Mt 18.15-20, Mt 23.8) bekampfen. Zum Beispiel schreibt der Bibelschullehrer William MacDonald in seinem Kommentar zum Neuen Testament, 2. Gesamtauflage 1997 deutsch, ISBN 3-89397-378-8, in Kapitel Mt 5.32 auf Seite 45: „In Scheidungsfragen liegt fast jeder Fall anders. Deshalb müssen die Ältesten einer Gemeinde jeden Fall einzeln untersuchen und ihn gemäß dem Wort Gottes beurteilen. Wenn einmal Gemeindezucht geübt werden muss, dann sollten sich alle Beteiligten der Entscheidung der Ältesten unterordnen.“ Wie man sieht untersuchen laut MacDonald die Ältesten allein die Angelegenheit ohne die Versammlung. Die Ältesten entscheiden auch allein ohne die Versammlung. Gemeindezucht wird aufgrund der Altestenentscheidung vollstreckt. Dass Jesus in Mt 18.15-20 genau das Gegenteil (die ganze Versammlung entscheidet!) zum Thema Gemeindezucht vorgeschrieben hat, spielt keine Rolle mehr. Die freikirchliche heutige Praxis bestatigt leider, dass Jesus Christus in den „christlichen“ Versammlungen nichts mehr zu sagen hat, er steht drausen (Off 3.20). Das heutige Ende des Christentums sieht sehr ahnlich aus, wie das Ende des Judentums vor 2000 Jahren. Die Juden haben im Namen JHWH’s ihren Messias (JHWH=JESUS) rausgeschmissen (Mt 27.22-25, Joh 19.15) und dem Wort JHWH’s die Satzungen der Altesten zugefugt (Mt 15.1-9). Das heutige Christentum hat im Namen Jesu ihren angeblichen Herrn (Jesus Christus) aus der Versammlung geschmissen und fugt dem Wort Gottes unbiblische Anweisungen hinzu. Ein Beispiel ist das sogenannte „Schweigegebot“. In einigen christlichen Versammlungen funktioniert diese unbiblische Lehre so: Die Altesten entscheiden allein in Lehrfragen. Wenn jemand in der Versammlung anderer Uberzeugung ist, dann darf er seine Sichtweise nicht anderen mitteilen, er hat zu schweigen. Wo finden wir solch ein Schweigegebot in Gottes Wort? Nirgends! Solch ein Schweigegebot fuhrt nun zu folgendem Ergebnis: Weil in Lehrfragen viele unterschiedlicher Meinung sind und diese Differenzen nicht aus dem Weg geraumt werden, besteht die „Versammlung“ aus vielen heimlichen Irrlehrern wie Okumeniker, Charismatiker, Allversohner, Calvinisten, etc. Man duldet dies, solange die Irrlehrer ihre Herzensmeinung nicht ausern. Viele haben Angst, uber ihre eigene Ansicht des Wortes Gottes zu sprechen, weil sie befurchten entdeckt und bei den Altesten verpfiffen zu werden, was dann dazu fuhren konnte aus der Versammlung geworfen zu werden. Ubrigens: Die Wachtturmsekte funktioniert nach dem gleichen Uberwachungsprinzip. · Um die Gefahr zu verdeutlichen, welche von eingesetzten Leitern mit Macht ausgeht, soll ein Beispiel aus dem Jahr 1937 aus Deutschland berichtet werden. 1937/38 waren in Deutschland ca. 90% der Christen aus den „exklusiven Brüderversammlungen“ unter dem Druck der Hitlerdiktatur dazu bereit, sich in einem staatlich registrierten und zentral gefuhrten Bund freikirchlicher Christen (BfC) zu organisieren. Die Gemeinden des BfC sind dann 1942 dem Bund evangelisch- Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) mit den Baptisten beigetreten. Lediglich ca. 10% der exklusiven Bruder, die sogenannten „Nichtbündler“, sind den biblischen Glaubenslehren treu geblieben und haben sich nicht dem BfC angeschlossen. In dem Buch „Quellen zum Versammlungsverbot des Jahres 1937 und zur Gründung des BfC“ von Hartmut Kretzer (Ernst-Paulus-Verlag) sind die Hintergrunde genannt, die zu diesem Verhalten gefuhrt haben (Seiten 26, 37, 60, 496). Tatsachlich gelang es einigen wenigen Menschen (Dr. Becker, Dr. Richter, u.a.) die Kontrolle uber den grosten Teil der 700 exklusiven Versammlungen in Deutschland zu erlangen. Naturlich wurde in dieser Zeit viel mit der Bibelstelle Ro 13.1ff argumentiert, dass man sich den obrigkeitlichen Gewalten (Staat) unterwerfen musse. Man muss jedoch auch bedenken, dass man Gott noch mehr gehorchen muss als dem Staat (Apg 5.29). Als Beispiel wurden in 2M 1.15-21 die hebraischen Hebammen Schiphra und Pua von Gott belohnt, weil sie Gott mehr gehorcht haben, als der staatlichen Anordnung des Konigs von Agypten. Es ist lobenswert, dass sich viele nach 1945 aus den okumenischen Bundnissen wieder gelost haben. Aber es ist hochst zweifelhaft, dass man das Problem erkannt hat, welches zum Beitritt von 90% der Geschwister gefuhrt hat. Wenn man die Geschwister erst entmundigt indem man sie dazu erzieht ihren Leitern gehorsam zu sein, anstatt selbst zu prufen, dann ist im Belastungsfall nicht damit zu rechnen, dass sie prufen und den falschen Anweisungen von bosen Leitern (Dr. Becker, Dr. Richter) widerstehen. Dass hier 90% versagten und nur 10% zur Wahrheit standen, ist ein deutliches Warnzeichen an uns. Es ware soviel besser, wenn wir die Geschwister heute dazu ermutigen wurden, alles anhand des Wortes Gottes zu prufen und keine Leiterschaft zu benennen, weder offiziell, noch heimlich hinter den Kulissen, und es fordern, dass sie Jesus Christus als Herrn auch im Belastungsfall anhangen. · Eine weitere Gefahr von offiziell eingesetzten Versammlungsleitern ist, dass sie Jesus Christus und Gottes Wort angreifen konnten. Leider gibt es Versammlungsleiter, die zur Erlangung der Macht uber andere Christen ein „Gemeindeaufnahme-Gelobnis“ fordern. Wahrend der Gemeindeaufnahme-Besprechung stellen die Versammlungsleiter eine selbst geschriebene Schrift vor. Diese selbst geschriebene Schrift enthalt die Gemeindelehren. Anschliesend wird der Bewerber an diese Zusatzschrift verbindlich gebunden. Wenn ein Christ sich an eine von Menschen geschriebene Zusatzschrift binden lasst, so muss er sich ernsthaft fragen, ob er an Gottes Wort als alleinige Grundlage glaubt. Wie man sieht, ist der Schritt von „Gottes Wort“ weg, hin zu „Gottes Wort und Zusatzschrift“, schnell getan. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Zusatzschrift biblische Lehren enthalt oder nicht. Denn wenn sie biblische Lehren enthalt, dann ist sie dennoch nur ein Auszug, ein Teil, aus Gottes Wort. Man benotigt sie also nicht, wenn man Gottes ganzes Wort hat. Naturlich ist der Feind Gottes so intelligent, dass er am Anfang oft nur biblische Lehren in solch eine verbindliche Zusatzschrift aufnimmt. Wer garantiert aber dafur, dass dies uber Jahre, Jahrzehnte, Generationen so bleibt, wenn die Versammlungsleiter das Recht haben, diese Zusatzschrift abzuandern? Die Weiche ist bereits dann falsch gestellt, wenn man eine Zusatzschrift als verbindlich duldet. Um es einmal ganz deutlich zu sagen: „Es gibt neben Gottes Wort absolut NICHTS, an das sich Christen binden lassen dürfen“. (Jesus ist Gottes Wort). Wahrend der Gemeindeaufnahmebesprechung fragen die Versammlungsleiter dann den Bewerber, ob er sich den Versammlungsleitern (Altesten) unterordnet. Wer jetzt „Ja“ sagt, der hat seinen Herrn Jesus verleugnet und seine Seele verkauft. Denn die Unterordnung unter Menschen trennt uns von Christus. Unterordnung gibt es nur gegenuber dem Herrn Jesus Christus (Apg 5.29). Keinesfalls darf man seine Seele von Jesus zuruck fordern und sie den Altesten anvertrauen. Eine Generalvollmacht uber die eigene Seele den Altesten auszustellen ist mit Sicherheit nicht die Stimme des guten Hirten. Wir stehen in der Entscheidung: Deshalb sollten wir das Ziel von Mt 17.8 stets im Sinn behalten. Mt 17.8: „Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein.“ Wenn man uns Christen in die Enge treibt und an die Wand stellt, so dass uns keine Fluchtmoglichkeit bleibt, dann kommt die Wahrheit ans Licht, wer unser Herr ist. Wer jetzt dem Druck der Altesten und der Zusatzschrift NICHT nachgibt, und Jesus NICHT verleugnet, der wird aus der religiosen Organisation rausgeworfen werden (Mt 23.34-36, 1Kor 15.19). Aber der Vater im Himmel wird seine Kinder aufnehmen. Jesus Christus wird sich zu uns bekennen (Mt 10.32-33). · Joh 12.42-48: „Dennoch aber glaubten auch von den Obersten viele an ihn; doch wegen der Pharisäer bekannten sie ihn nicht, auf daß sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden; denn sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf daß jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; und wenn jemand meine Worte hört und nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, auf daß ich die Welt richte, sondern auf daß ich die Welt errette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten an dem letzten Tage.“ Es gibt Menschen, welche die Ehre von freikirchlichen Altesten mehr lieben als die Ehre von Gott. Weil sie aus der Freikirche nicht rausgeworfen werden wollen, bekennen sie sich im Angesicht der Altesten nicht zu „Jesus allein“, sondern akzeptieren die Machtstellung einer benannten Altestenschaft. Aber Jesus verlangt in Joh 12.42-48 eine Entscheidung und warnt davor das Wort Gottes abzulehnen. · Lk 20. 1-2: „Und es geschah an einem der Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten herzu und sprachen zu ihm und sagten: Sage uns, in welchem Recht tust du diese Dinge? Oder wer ist es, der dir dieses Recht gegeben hat?“ Vollmacht (Recht) und Autoritat war der entscheidende Punkt im Konflikt zwischen Jesus und den geistlichen Fuhrern. Die Fuhrer beanspruchten die Macht, uber religiose Themen zu entscheiden, fur sich selbst. Deshalb betrachteten sie Jesus als Bedrohung ihres Machtgebaudes. Fur die Fuhrer war Jesus ein Ausenseiter, ein religioser Aufruhrer, der ihre Stellung im Volke untergrub. Seine Lehren waren in den Augen der Fuhrer ketzerisch und gefahrlich, weil er sich nicht an die Normen, welche die Altesten aufstellten, hielt. Genau um diesen Punkt ist es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gegangen. Es ist bemerkenswert, dass Menschen, die einmal der Tyrannei einer religiosen Macht mutig widerstanden haben und sich zum Beispiel von der katholischen Kirche gelost haben, spater selbst ihrer Versuchung erlegen sind und selbst sich zu Leitern ernannt haben. Weil Autoritat als nutzlich erscheint und zusatzlich die Moglichkeit bietet uber andere Macht (Kontrolle) auszuuben, hat man die Ideale fur die man fruher kampfte verworfen, ohne es selbst zu bemerken. · Kol 2.4+8: „Dies sage ich aber, auf daß niemand euch verführe durch überredende Worte. Sehet zu, daß nicht jemand sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und durch eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo.“ Die Uberlieferungen der Menschen nach den Elementen der Welt, dies ist Management, die Machbarkeit in einer abgefallenen Christenheit. Dazu benotigt man das, was die Welt auch hat, eine sichtbare Fuhrerschaft, die sagt, wo es lang geht. Wer sich darauf einlasst, wird als Beute weggefuhrt. Aber es gibt eine Alternative dazu: Kol 3.1-4! · Mt 23.8+10-11: „Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder. Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.“ Wer sich intensiv mit der biblischen Lehre des Wortes Gottes beschaftigt, der wird erkennen, dass alles, was das Verhaltnis der Bruder zueinander andert, nicht wirklich christlich sein kann. Alle Titel oder Amtsstellungen, die einige Bruder uber die Geschwister auf eine hohere geistliche Ebene heben oder die in irgendeiner Weise gegen das Recht von Jesus Christus verstiesen, der einzige Meister und Lehrer seiner Nachfolger zu sein, ist ein Abweichen vom Geiste des Christentums. Offenbar bedeuten die Bezeichnungen Hirte, Lehrer, Prophet, Altester, Aufseher uberhaupt keine Amtsstellungen, sondern sie bedeuten Dienste (Mt 20.25-28). · Fur viele Menschen ist es bequemer, nicht den Weg des muhevollen Prufens zu gehen, sondern die eigene Verantwortung an eine menschliche Fuhrergestalt (oder Gruppe) abzugeben. Aber vor Gott konnen wir die eigene Verantwortung fur unser Leben nicht auf einen anderen Menschen oder einer Gruppe abschieben. Da jeder einzeln vor dem Richterstuhl Christi stehen wird (Hos 13.9-11, 2Kor 5.10, Ro 14.10), bleibt die Verantwortung fur unser Leben unsere eigene. Der Weg des Prufens mag uns zunachst als der schwierigere Weg erscheinen. Es mag zeitweise ein einsamer Weg sein. Die Vorbilder des Glaubens, die uns in der Bibel beschrieben werden, sind Menschen, die ebenfalls Zeiten der Einsamkeit durchmachten. Einige wandelten in Wusten und Gebirgen, Hohlen und Kluften umher oder waren im Gefangnis (Heb 11.37-40). Der Glaube erinnert uns daran, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist bei uns sind auf diesem Weg. Ohne der Verheisung der Gegenwart von Jesus Christus geht es nicht, aber notfalls ohne alles andere. Viele unserer Freunde werden diesen Weg nicht gehen. Deswegen ist es zeitweise ein einsamer Weg. Im Angesicht des Todes jedoch, wenn wir vor Gott stehen mussen, wird sich dieser Weg als der bessere Weg herausstellen. · Die ganze Problematik der Altestenschaft (Leiterschaft) entscheidet sich an der Wahrheitsfrage. Weil Jesus Christus selbst die Wahrheit ist (Joh 1.1, Joh 8.31-32, Joh 8.51, Joh 14.6, Joh 17.17) beruhrt dieses Thema den innersten Kern des christlichen Glaubens. Wer der Wahrheit folgt, der wird sich nicht tauschen lassen von den Starpredigern, von den coolen Spruchen und Witzeleien, von den Wachstumsstatistiken besonders unter Jugendlichen welche die Irrlehren noch nicht durchschauen, von den schonen Gemeinderaumen und den gefuhlsbetonenden Liedern, von den Feste feiern und der Gemeinschaft auf Kosten der Wahrheit, etc. Wer der Wahrheit folgt, der wird die Wahrheitsfrage (was steht geschrieben) nicht zugunsten der einer falschen Liebesfrage und eines falsch verstandenen Toleranzbegriffes aufgeben. Jesus Christus hat uns das im Umgang mit den religiosen Leitern und Irrlehren der damaligen Zeit (Hohepriester, Alteste, Schriftgelehrte, Pharisaer, Saduzaer, Herodianer) vorgelebt. Wer nicht absolut der Wahrheit folgt, der wird in einer grosen getauschten entmundigten Mitlaufermasse enden. Die eingebildete Errettung dieser Mitlaufermasse liegt in der Gemeinschaft, in der Wassertaufe, in der Unterwerfung unter die Altesten, im Schweigen falls Gottes Wort etwas anderes sagt als die Altesten, in den Altesten mehr Gehorchen als Gott, in der Anerkennung durch die Altesten, im Glauben an den ausschlieslichen Tisch des Herrn in ihrem Netzwerk, jedoch nicht in der Wiedergeburt durch Gott. · Jes 42.8: „Ich bin Jehova, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen, noch meinen Ruhm den geschnitzten Bildern.“ Jer 17.5: „So spricht Jehova: Verflucht ist der Mann, der auf den Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arme macht, und dessen Herz von Jehova weicht!“ Wem gebe ich die Ehre, auf wem verlasse ich mich (Phil 3.3)? Im Kern geht es darum: Wer ist mein Herr? Ist es Jesus Christus oder sind es Menschen (Alteste)? · Die Geschichte von Israel ist ein warnender Schatten fur das Christentum. Israel hat sich darauf verlassen, dass sie Abrahams Kinder sind. Dies fuhrte dazu dass sie sich sicher fuhlten und nicht offen waren fur ihren Messias Jesus Christus. Anstatt sich allein auf JHWH zu verlassen, bildeten sie sich ein, sie seien aufgrund ihrer Abstammung von Abraham erwahlt und sicher. Diese falsche Sicherheit wurde ihnen zum Verhangnis. Das heutige Namens-Christentum unterliegt „geistlich“ den gleichen Trugschluss. Sie denken, dadurch, dass sie sich zum Christentum zahlen seien sie sicher. Man verlasst sich nicht mehr auf Jesus Christus allein, man ist nicht biblisch wiedergeboren, man ist ein religioser Mitlaufer, der nicht anhand des Wortes Gottes pruft. · Die heute oft zu findende offiziell benannt und eingesetzte Ältestenschaft ist in Wirklichkeit eine Idee, eine nicht beweisbare Theorie, welche für unsere Heilszeit nicht biblisch belegbar ist, an die man zu glauben hat. Eine menschliche Theorie mit einer vagen Hoffnung, dass Gott heute noch neben Jesus Christus eine weitere Macht in der Versammlung duldet. 22.8 Schlusswort des Kapitels: Das Zeugnis des Wortes Gottes ist eindeutig, dass man in unserer Heilszeit neben Jesus Christus und dem Wort Gottes keine weitere Autoritat ernennen darf. Dennoch sieht es heute in den verschiedenen Organisationen nahezu immer vollig anders aus. Man hat eben doch Leiter ernannt, welche vor den ubrigen Glaubensbrudern mit Macht bekleidet sind. Was soll man nun zu diesem Widerspruch sagen? · Gottes Wort : Wer Gottes Wort nicht glaubt, der konnte sich vielleicht noch von den Fruchten und Werken der Kirchengeschichte uberzeugen lassen. · Fruchte der Kirchengeschichte : Wer sich auch von den negativen Fruchten und Werken der Kirchengeschichte nicht uberzeugen lasst, der konnte sich eventuell noch dadurch uberzeugen lassen, dass er an seine Kinder denkt. · Die eigenen Kinder : Fur die Kinder will man ja nur das Beste. Das Beste fur die Kinder ist, wenn sie allein an Jesus Christus und an Gottes Wort gebunden sind und NICHT an Leiter (Menschen). · Letzter Warnruf : Wem aber auch das Wohl seiner Kinder nicht am Herzen liegt, der soll sich von folgendem Gotteswort warnen lassen: Ro 14. 10:„Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“ Jeder wird alleine vor dem Richterstuhl stehen. Dann hilft Dir keiner mehr als Jesus allein (Hos 13.9-11, 1Tim 2.5, 1Joh 2.1). Weil es so wichtig ist, seine Hoffnung ganz auf Jesus allein zu setzen, sollten wir dies auch auf diese Erde voll tun, selbst dann, wenn wir mit der Gruppe der wir angehoren, Probleme bekommen. Im Angesicht des Todes wird sich dann diese Haltung als besser herausstellen. Es ist auf jeden Fall der sicherste Weg, wenn wir nicht uber die Schrift hinausgehen (1Kor 4.6). Und die Schrift sagt nun halt mal Jesus allein (Mt 17.8). Wenn wir vor dem Richterstuhl Gottes stehen, was wollen wir sagen, wenn wir mutwillig uberdie Schrift hinaus gegangen sind?? © Martin Schneeberg, aus: "Wenn ihr in meinem Worte bleibet,..."
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  • Avatar von HPWepf
    Gestern, 18:36
    HPWepf hat auf das Thema Heilungsgabe im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Weiter vertiefende Lektüre Es gab schon ab dem Jahre 65 bis heute keine Heilungen mehr. Nicht zu verwechseln mit Gebetserhörungen!
    3 Antwort(en) | 104 mal aufgerufen
  • Avatar von Ulrich
    Gestern, 17:50
    Ulrich hat auf das Thema Heilungsgabe im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Liebe Larissa, Über Heilungen als Gnadengabe lesen wir nur in 1. Kor. 12. Die göttlichen Gabe, die Gott eingesetzt hatte, waren einmalig, genau wie die Gaben in Eph. 4,11. In beiden Fällen bezeichnet "hat" einen einmaligen abgeschlossen Vorgang. Wenn wir heute noch von Gnadengaben sprechen, dann nur im Sinn von Römer 12 In Römer 12 fehlen aber die spektakulären Dinge, die Charismatiker heute so gerne praktizieren.
    3 Antwort(en) | 104 mal aufgerufen
  • Avatar von andy
    Gestern, 17:23
    andy hat auf das Thema Epheserbrief Bibelstunde Sonntag im Forum Fragen aus der Bibelstunde geantwortet.
    Sonntag, 08.09.19 Elberfelder 1905 Epheser Eph 3,1 Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Nationen – Eph 3,2 (wenn ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, Eph 3,3 daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden wie ich es zuvor in kurzem beschrieben habe, Eph 3,4 woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus – Eph 3,5 welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste: Eph 3,6 daß die aus den Nationen Miterben seien und Miteinverleibte und Mitteilhaber Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium, Eph 3,7 dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirksamkeit seiner Kraft. Eph 3,8 Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen, Eph 3,9 und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat; Eph 3,10 auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes, Eph 3,11 nach dem ewigen Vorsatz, den er gefaßt hat in Christo Jesu, unserem Herrn; Eph 3,12 in welchem wir die Freimütigkeit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn. Eph 3,13 Deshalb bitte ich, nicht mutlos zu werden durch meine Drangsale für euch, welche eure Ehre sind. Zusammenfassung A Paulus schreibt oft von der Lehre zum Dank. Paulus ein Gebundener Christi Jesu, er meint damit nicht einen Gefangenen des Kaisers oder von sonst jemandem, sondern eben des Christus für Heiden. Vers. 2 = Absolute Dispensation Vers 3 Das Wort „Geheimnis“ siehe dazu die plastische Erklärung im Kap. 2 Geheimnis des Christus: (2 Körperschaften) Juden + Heiden = ein Haus Vers 5 weiter beim nächsten Mal. Zusammenfassung B Die Klammer, welche sich in Eph 3,2 öffnet und erst wieder im letzten Vers des Kapitels schließt, deutet einen langen Einschub an. Dabei wird der angefangene Satz nicht beendet. Es darf von einem Anakoluth ausgegangen werden, denn Paulus hat es so inspiriert aufgeschrieben. Diese Punkte ab Vers 2 sind für Paulus so wichtig, dass er sich selbst unterbrach. In den Anfängen gab es bereits in den Versammlungen Verfall und das von Schlüsselfiguren, den Aposteln. Das lesen wir in der Apg. 15, aber auch, dass sie sich durch das Zeugnis des Heiligen Geistes erneut zusammenfanden. Wörter wie „Dieserhalb“ oder „Deshalb“ führen etwas weiter aus, und deshalb ist es wichtig, dass wir das zuvor geschriebene in Erinnerung haben. Dass sowohl Juden wie Heiden in Christo Jesu Zugang zum Heiligtum haben, musste anfangs geoffenbart werden. Petrus musste dies lernen und Paulus den Nationen verkünden. Wir müssen täglich bzw. regelmäßig das Wort Gottes lesen, so können wir uns an das Gehörte oder Gelesene erinnern und so kann auch der Heilige Geist darauf zugreifen. Querverweise Apostelgeschichte 9,15 Der Herr aber sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwähltes Gefäß, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als Könige und Söhne Israels. Apostelgeschichte 22,21 Und er sprach zu mir: Gehe hin, denn ich werde dich weit weg zu den Nationen senden. Apostelgeschichte 15,2 Als nun ein Zwiespalt entstand und ein nicht geringer Wortwechsel zwischen ihnen und dem Paulus und Barnabas, ordneten sie an, daß Paulus und Barnabas und etliche andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage. Galater 3,28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.
    14 Antwort(en) | 1552 mal aufgerufen
  • Avatar von andy
    Gestern, 17:09
    andy hat auf das Thema Heilungsgabe im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Liebe Larissa, gerne mache ich den Anfang mit einem Bibelzitat: Zwar ist jetzt dieser Vers aus dem Zusammenhang gerissen (weil es auch ein Einschub im Kontext ist, darum sei es mir auch hier erlaubt) und er zeigt, dass wohl die Magenschmerzen von Timotheus mit etwas Wein gelindert werden konnten: Timotheus war es oft unwohl, lesen wir in diesem Vers. Warum wurde er nicht geheilt? Darby, J. N., von Poseck, J. A., & Brockhaus, C. (1905). Elberfelder Bibel 1905 (1Ti 5,23). Elberfeld: R. Brockhaus.
    3 Antwort(en) | 104 mal aufgerufen
  • Avatar von Larissa
    Gestern, 16:48
    Liebe Geschwister im Herrn Kennt ihr einfach erklärte Beiträge darüber das es heute die Heilungsgabe nicht mehr gibt? Vielen Dank
    3 Antwort(en) | 104 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    Gestern, 14:54
    HPWepf hat das Thema Er starb für im Forum Biblische Lehre erstellt.
    Er starb für ALLE (1Tim 2,6). Er starb für ALLE MENSCHEN (Röm 5,18; 1Tim 4,10). Er starb für UNSER ALLER SCHULD (Jes 53,6). Er starb für GOTTLOSE (Röm 5,6). Er starb für CHRISTUS-LEUGNER (2Petr 2,1). Er starb für SÜNDER (Röm 5,8). Er starb für JEDEN MENSCHEN (2Petr 3,9). Er starb für VIELE (Mt 20,28). Er starb für die WELT (Joh 6,33.51; Joh 1,29; Joh 3,16). Er starb für die Sünden der GANZEN WELT (1Joh 2,2). Er starb für das GANZE VOLK Israel (Joh 11,50-51). Er starb für die GEMEINDE (Eph 5,25). Er starb für Seine SCHAFE (Joh 10,11). ❤️Er starb für MICH (Gal 2,20)❤️ Komm zu Jesus Christus heute liebe Seele. Nimm dieses Geschenk an❤️
    0 Antwort(en) | 48 mal aufgerufen
  • Avatar von andy
    14.09.2019, 19:39
    andy hat auf das Thema Mt 24.9 im Forum Prophetie geantwortet.
    Damit könnte auch der Überrest der Tempelmauer gemeint sein, die heute noch steht. Man denke nur an die Klagemauer, unter dessen Steinfugen noch heute kein Papier geschoben werden könnte, so gut passen sie noch aneinander, denn diese Steine haben die Römer damals nicht abgebrochen.
    2 Antwort(en) | 90 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 18:05
    HPWepf hat auf das Thema Abtreibung, Sterbehilfe im Forum Biblische Lehre geantwortet.
    Abtreibung
    2 Antwort(en) | 273 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 16:56
    HPWepf hat auf das Thema Mt 24.9 im Forum Prophetie geantwortet.
    Der Schlüssel liegt wie immer im Wort Gottes selbst. Der Herr Jesus sagt in Mt 24.2 . Also geht es im Folgenden nicht um die Zerstörung Jerusalems durch die römischen Heere im Jahr 70, sondern um die Gerichte der 70. DJW..
    2 Antwort(en) | 90 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 16:14
    HPWepf hat das Thema Mt 24.9 im Forum Prophetie erstellt.
    Von welchem Zeitraum spricht: Mt 24,9 Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen.
    2 Antwort(en) | 90 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 05:47
    HPWepf hat auf das Thema Aus Zoo Tallinn von Imbi Taniel im Forum Schöpfung geantwortet.
    112 Antwort(en) | 6217 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 05:46
    HPWepf hat auf das Thema Aus Zoo Tallinn von Imbi Taniel im Forum Schöpfung geantwortet.
    112 Antwort(en) | 6217 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 05:45
    HPWepf hat auf das Thema Aus Zoo Tallinn von Imbi Taniel im Forum Schöpfung geantwortet.
    112 Antwort(en) | 6217 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 05:45
    HPWepf hat auf das Thema Aus Zoo Tallinn von Imbi Taniel im Forum Schöpfung geantwortet.
    112 Antwort(en) | 6217 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    14.09.2019, 05:43
    HPWepf hat auf das Thema Aus Zoo Tallinn von Imbi Taniel im Forum Schöpfung geantwortet.
    112 Antwort(en) | 6217 mal aufgerufen
  • Avatar von andy
    13.09.2019, 18:04
    andy hat auf das Thema Bibelstunde Hebräer Brief im Forum Fragen aus der Bibelstunde geantwortet.
    Bibelstunde 05-09-19 Heb 9,19-27 Zusammenfassung Im Hebräerbrief sehen wir, für was die Bilder im Alten Testament stehen. Wir sehen z. B. die Stiftshütte und im Hebräerbrief wird uns die vorzüglichste Hütte gezeigt. Im Alten Testament lesen wir über die Opfer, im Hebräerbrief wird uns das vollkommene Opfer gezeigt. Testament und Bund sind im Deutschen unterschiedliche Wörter. Im Griechischen gibt es dafür nur ein Wort. Das Wort «fast» könnte auch mit «beinahe» übersetzt werden. Denn beinahe alles konnte mit Blutopfer gesühnt werden, aber eben nicht alles, denn Arme hatten die Möglichkeit ein blutloses Opfer zu geben. Damit wird verdeutlicht, dass das wahre Opfer eben nur der Herr Jesus selbst ist und die anderen Opfer nicht, flösse noch so viel Blut. Ohne den Tod des Herrn Jesu gäbe es keine Sündenvergebung, denn ohne Tod gibt es keine Vergebung. Wir haben gelesen, dass das Volk sprach: «Alles was Jehova geredet hat, wollen wir tun». Wer aber das Gesetz nicht tut, ist tot. Im Hebräerbrief werden die Fragen Hiobs beantwortet. Das Wissen um den Tod ist ein starkes Mittel, um das Evangelium zu verkünden. Einige Stellen aus dem Buch Hiob verglichen mit Stellen aus dem Neuen Testament: Hi 9,33 Es gibt zwischen uns keinen Schiedsmann, daß er seine Hand auf uns beide legte. 1. Tim 2,5 ...Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, Hi 14,14 Wenn ein Mann stirbt, wird er wieder leben? Joh 11,25 wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; Hi 16,19 Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir Zeugnis gibt, in den Höhen. Hebr 9,24 Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum,... sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen; Hi 19,25 Und ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt... Hebr 7,25 ...indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden. Hi 23,3 O daß ich ihn zu finden wüßte...! Joh 14,9 Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen... Hi 31,35 O daß ich einen hätte, der auf mich hörte... – und die Klageschrift, welche mein Gegner geschrieben! Hebr 12,22-24 ...ihr seid gekommen... zu Gott, dem Richter aller... und zu Jesu, dem Mittler... Hi 40,4 Siehe, zu gering bin ich... Mt 16,26 ...was wird ein Mensch als Lösegeld geben für seine Seele? Joh 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab... Hi 42,5-6 Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche. Mt 4,17 Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Hi 23,10 Denn er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold würde ich hervorgehen. Jak 1,12 Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen... Bibelabschnitt Hebräer 9,19–27 19 Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Moses zu dem ganzen Volke geredet war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, und sprach: 20 “Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat”. 21 Und auch die Hütte und alle Gefäße des Dienstes besprengte er gleicherweise mit dem Blute; 22 und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung. 23 Es war nun nötig, daß die Abbilder der Dinge in den Himmeln hierdurch gereinigt wurden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 24 Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen; 25 auch nicht, auf daß er sich selbst oftmals opferte, wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut; 26 sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer. 27 Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, also wird auch der Christus, Querverweise Levitikus 5,10f 10 Und die andere soll er als Brandopfer opfern nach der Vorschrift. Und so tue der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden. 11 Und wenn seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht aufbringen kann, so bringe der, welcher gesündigt hat, als seine Opfergabe ein Zehntel Epha Feinmehl zum Sündopfer; er soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn es ist ein Sündopfer. Exodus 19,8 Da antwortete das ganze Volk insgesamt und sprach: Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte die Worte des Volkes zu Jehova zurück. Exodus 19,17 Und Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fuße des Berges. Exodus 20,3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Exodus 24,8 Und Mose nahm das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: Siehe, das Blut des Bundes, den Jehova mit euch gemacht hat über alle diese Worte. Exodus 24,3 Und Mose kam und erzählte dem Volke alle Worte Jehovas und alle Rechte; und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sprach: Alle Worte, die Jehova geredet hat, wollen wir tun. 1. Samuel 15,22 Und Samuel sprach zu Saul: Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, daß man der Stimme Jehovas gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. Offenbarung 1,6 6 und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Hiob 15,15 Siehe, auf seine Heiligen vertraut er nicht, und die Himmel sind nicht rein in seinen Augen: Hiob 2,1 Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor Jehova zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte, um sich vor Jehova zu stellen. Sacharja 3,1–3 1 Und er ließ mich den Hohenpriester Josua sehen, der vor dem Engel Jehovas stand; und der Satan stand zu seiner Rechten, ihm zu widerstehen. 2 Und Jehova sprach zum Satan: Jehova schelte dich, Satan! Ja, es schelte dich Jehova, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist? 3 Und Josua war bekleidet mit schmutzigen Kleidern und stand vor dem Engel. Hebräer 9,24 Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen; 1. Petrus 3,21 welches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe (nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott), durch die Auferstehung Jesu Christi, Hebräer 7,25 Daher vermag er auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden. Hebräer 6,20 wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, welcher Hoherpriester geworden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Hebräer 9,25 auch nicht, auf daß er sich selbst oftmals opferte, wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut; Jesaja 49,5 Und nun spricht Jehova, der mich von Mutterleibe an zu seinem Knechte gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen, und Israel ist nicht gesammelt worden; aber ich bin geehrt in den Augen Jehovas, und mein Gott ist meine Stärke geworden-
    26 Antwort(en) | 2753 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    13.09.2019, 10:28
    HPWepf hat auf das Thema Schöpfung versus Evolution im Forum Evolutionismus geantwortet.
    24 Antwort(en) | 2923 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    13.09.2019, 09:54
    HPWepf hat auf das Thema Schöpfung versus Evolution im Forum Evolutionismus geantwortet.
    Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. DA SIE SICH FÜR WEISE HIELTEN, SIND SIE ZU NARREN GEWORDEN und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht . Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, sodass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!“ Römer 11.25 **
    24 Antwort(en) | 2923 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    13.09.2019, 09:49
    HPWepf hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Wo echte Bekenntis von Sünden da ist, ist auch echte Befreiung von Schuld da.
    11 Antwort(en) | 338 mal aufgerufen
  • Avatar von Ulrich
    13.09.2019, 09:18
    Ulrich hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Liebe Freunde, ich denke mit der so genannten Seelsorge wird ein antibilisches Konzept in die Versammlungen eingeführt. Man kommt dabei völlig von dem Punkt weg, dass seelische Probleme häufig Sünden als Ursache haben. Das biblische Prinzip ist dem Teufel zu widerstehen und vor Sünden zu fliehen. Die Praxis ist häufig genau anders herum. Man kann aber vor Satan nicht fliehen und wer Sünden widerstehen will, der fällt. Nach dem Fall ist man dann von allem enttäuscht, von sich selbst, von Gott, von den Geschwistern usw. usf. Wenn es dann noch zu Seelsorge kommt, ist das Chaos perfekt, denn dann wird Sünde nicht öffentlich gemacht sondern unter dem Deckel gehalten. Das wäre ja der Antiseelsorgebefehl überhaupt, ist es aber nicht. Es ist der einzige Weg weg von Sünden. Wie sollen Geschwister für mich beten, wenn sie meine Schwachstellen, an denen Satan immer wieder angreift nicht kennen? Auf der anderen Seite werden Geschwistern Gefahren bewusst, die sie vorher nicht kannten. Vor Kurzen erfuhr ich von einem Ehebruch bis hin zur räumlichen Trennung. Natürlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Der Ehebrecher kommt auch selbst mit der Tatsache das er gefallen ist nicht klar. So wie das Thema behandelt wird verhindert man ein gemeinsames Gebet für den Ehebrecher in der Versammlung. Ich bin heute davon überzeugt, dass Verschwiegenheit für mehr Schaden sorgt als alles andere.
    11 Antwort(en) | 338 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    12.09.2019, 13:41
    HPWepf hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    11 Antwort(en) | 338 mal aufgerufen
  • Avatar von HPWepf
    12.09.2019, 12:50
    HPWepf hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Titus Tit 2,1: Du aber rede, was der gesunden Lehre geziemt: Tit 2,2: daß die alten Männer nüchtern seien, würdig, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren; Tit 2,3: die alten Frauen desgleichen in ihrem Betragen, wie es dem heiligen Stande geziemt, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten; Tit 2,4: auf daß sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, Tit 2,5: besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern unterwürfig zu sein, auf daß das Wort Gottes nicht verlästert werde.
    11 Antwort(en) | 338 mal aufgerufen
  • Avatar von Olivier
    11.09.2019, 21:55
    Olivier hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Liebe Larissa Ein Situation die sehr schnell entstehen kann und Emotionen etc. noch schneller ausser Kontrolle kommen kann. Gut solches anzusprechen. Viel. Gespräche besser zu Dritt führen oder auch eine ältere, erfahrene Schwester beiziehen. Wachsamkeit pflegen, immer wenn es persönlich ist sws.
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  • Avatar von Larissa
    11.09.2019, 20:15
    Larissa hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Lieber Hans Peter Ja das finde ich auch, ich denke die Schwester meinte eher wenn es dann zu mehr Gesprächen kommt. Dann können evtl. unegewollte Bindungen/Gefühle entstehen.
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  • Avatar von bobby
    11.09.2019, 20:14
    bobby hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Die Gesprächsperson /Gesprächspartner / in muss aber absolut vertrauenswürdig sein, verschwiegen wie ein Arzt (Arztgeheimnis) . Wissen über eine Person ist Macht.
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  • Avatar von HPWepf
    11.09.2019, 20:08
    HPWepf hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Liebe Larissa gegen ein Gespräch ist ja gar nichts einzuwenden.
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  • Avatar von Larissa
    11.09.2019, 19:32
    Larissa hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Vielen dank liebe Geschwister für eure Antworten. Also ich unter 'Seelsorge' wird oft ein persönliches Gespräch zwischen zwei Geschwistern, verstanden.
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  • Avatar von bobby
    11.09.2019, 17:13
    bobby hat auf das Thema Seelsorge im Forum Was in den anderen Foren nicht reinpasst. geantwortet.
    Es kommen oft Geschwister mit Fragen zu mir und bitten um Rat. Ich antworte mit der Bibel. Mit Seelsorge hat das nichts zu tun , aber es hilft den Bekümmerten. Seelsorge wäre immer MEIN Quatsch als Antwort. Ich habe die Seelsorge bei Pfingstlern beobachtet und mich NIE drauf eingelassen. Sie wollten immer von vergangenen Sünden wissen - nicht um zu helfen , sondern um die Personen abhängig zu machen. Bei Zeiten machten sie dann Gebrauch davon. Ging immer negativ aus. Also , liefere Dich - ich meine alle Menschen- nie Menschen aus durch Seelsorge!!!
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