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2 Naturen Lehre       Römer Brief Tabelle   Zum Römerbrief

  Römerbriefeinführung

Zunächst einige Hinweise zum Römerbrief.

Alter Mensch
Erlösungsbedürftigkeit
Unwiedergeborener
Neuer Mensch
Erlösungstatsächlichkeit
Wiedergeborenen
Innerer Mensch
Erlösungsfähigkeit
Die gefallene Gottesebenbildlichkeit
Äusserer Mensch
Materielle, vergängliche Seite
Alter Mensch
Römer 6.6
Epheser 4.22
Kolosser 3.9

 

Neuer Mensch
Epheser 2.15
Epheser 4.24

Neue Schöpfung
2. Korinther 5.17
Galater 6.15

Neuer Mensch
Kolosser 3.10

geistlicher Mensch
1. Korinther 2.15
innerer Mensch
Römer 7.22
2. Korinther 4.16
Epheser 3.16

Verborgener Mensch
1. Petrus 3.4

äusserer Mensch
2. Korinther 4.16

 

Zwei verschiedene Naturen in einer Person  Römer 7 →Römer 8

Sünde = Nomen Prinzip Gesetz der   Versus Sünden  Taten.

Die natürliche, also zeitliche Natur ist unfähig, sich gottgemäss zu bessern, sie kann sich unmöglich dem heiligen Gesetz Gottes unterwerfen. 

Sie «kann Gott 
nicht gefallen».
«Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich 
geboren, und in Sünde hat mich empfangen meine Mutter», sagt der Psalmist (Ps. 51, 5). 
Wird der Mensch aber von neuem geboren, empfängt 
er durch die unumschränkte Wirksamkeit des Heiligen Geistes,
mittelst des Wortes Gottes (Jak. 1, 18; 
1. Petr. 1, 23),
eine ganz andere, 
eine «göttliche Natur» (2. Petr. 1, 4), ein neues Leben.

Der Herr 
bringt dies gegenüber Nikodemus in wenigen Worten zum Ausdruck: «Was aus dem Fleische geboren ist,

 

ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist» (Joh. 3, 6).

Der Gläubige besitzt also zwei Naturen, eine, die «aus dem Fleische geboren ist» und ihrem Wesen nach Gott nicht wohlgef allen kann, und eine andere, 
die aus dem Geiste geboren ist, und ihrem Wesen 
nach nicht sündigen kann, weil sie aus Gott geboren ist.

Im 7. Kapitel des Römerbriefes werden diese beiden Naturen miteinander erwähnt, wie z. B. im letzten Vers:
 «Also nun diene ich selbst mit dem 
Sinne (d. h. mit dem erneuerten Geiste, oder anders ausgedrückt, mit der neuen Natur) Gottes Gesetz,
 mit dem Fleische aber (d. h. mit der alten Natur) der Sünde 
Gesetz.»

 Und in den Versen 22-23: «Denn ich habe 
Wohlgefallen an dem Gesetz Gottes nach dem innern Menschen; aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet ...»

Ein einfaches Beispiel mag als Illustration dienen: 

Eine Bäuerin, die von einer Henne Enteneier aus
brüten lässt, entdeckt nach einer Woche, dass irgendwer einen Teil der Eier zerstört hat.
Sie ersetzt sie durch Hühnereier. Sobald die Vöglein ausgeschlüpft 
sind, sieht sich die Henne als Mutter von zwei Arten von kleinen Lebewesen.
Sie kümmert sich aber wenig 
darum, bis sie eines schönen Tages zu ihrem Schrecken wahrnimmt, wie die Entlein einem benachbarten Teich zusteuern
und von ihrem ersten Ausflug im 
Wasser so entzückt sind, dass all ihr Glucksen und ihre dringenden Warnrufe nicht imstande sind, sie aufs Trockene zu locken.

Die Küklein dagegen zeigen nicht die geringste Lust, sich auf das trügerische 
Element zu wagen und wären sogar tief unglücklich, wenn man sie dazu zwänge.

Hier haben wir zwei 
ganz verschiedene Naturen mit völlig verschieden geartetem Geschmack und Gewohnheiten vor uns. 
Was aus dem Entenei kam, entspricht der Natur der Enten;
was aus dem Hühnerei kam, entspricht der 
Natur der Hühner, obwohl beide Eierarten im selben Nest gebrütet worden sind.

Aber alle Bäuerinnen der Welt, mit Hilfe sämtlicher Gelehrten, brächten es nie 
fertig, die Natur einer Ente in die eines Huhnes zu verwandeln.
Jede von ihnen bewahrt ihre Eigenheit. 
Nun gut, die beiden Naturen im Christen sind auf Grund des Unterschiedes ihrer Herkunft noch tau
sendmal mehr verschieden.

Die eine kommt 
vom Menschen - vom verlorenen, schuldigen, gefallenen Menschen - die andere kommt von Gott und entspricht der ganzen Heiligkeit Seiner unbefleckten Natur.
Die eine ist 
menschlich und verunreinigt, die andere göttlich und folglich vollkommen rein.
Jeder 
schlechte Gedanke oder jede böse Handlung des Gläubigen muss also von der 
alten Natur herrühren;
Die alte Natutr kannnur sündigen
 
jeder gute Wunsch aber, jede Gott wohlgefällige Handlung kommt aus der Quelle der neuen Natur. 
Die Neue Natur will und kann nicht sündigen

Aber jetzt taucht eine andere wichtige Frage auf:

Wird die alte Natur durch das Vorhandensein der neuen Natur veredelt?

Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Nichts vermag das Fleisch zu verbessern. Seit dem Fall Adams und Evas bis zum Kreuze Christi ist dieser Versuch auf jede erdenkliche Weise gemacht worden. 
Und mit welchem Ergebnis? Der Mensch hat das 
heilige Gesetz Gottes willentlich übertreten, als ihm Gott gebot, sich diesem zu unterwerfen. Sein Sohn wurde auf grausame Weise umgebracht,
als Er diese 
Welt in Gnade besuchte. Statt dass die Anwesenheit des göttlichen Lebens die alte Natur verbessert, macht sie also nur deren völlige Verderbtheit offenbar. Wenn du einem armen Bettler einen neuen Rock gibst,
meinst du dann, dieser verschönere das Aus­
sehen seiner alten, zerrissenen und zerfransten 
Hosen?

«Wenn aber», so sagst du, «meine alte Natur weder vergeben noch gebessert werden kann, so ergeben sich daraus zwei neue Schwierigkeiten:

1. Wie kann ich davon befreit werden?

2. Wie kann ich sie unter meiner Kontrolle halten?»

Bevor wir diese Schwierigkeiten klären, wollen wir den wichtigen Unterschied beachten, den die Schrift selbst macht zwischen:

«der Sünde» im Fleische und «den Sünden».

 

Das Wesen der verderbten Natur, mit der wir geboren worden sind, wird häufig «die Sünde»
genannt, 

während die bösen Handlungen, Worte und Gedan
ken, die sich daraus ergeben, dass wir diese verderbte Natur besitzen, «die Sünden» genannt werden. 

Beachte diese Unterscheidung in 1. Johannes 1, 8-9: 
«Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst», und:
 «Wenn wir unsere 
Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.»
iese Unterscheidung ist von grösster Wichtigkeit, denn die Schrift belehrt uns, 
dass uns Gott unsere bösen Handlungen,
d. h. unsere 
Sünden auf Grund des vergossenen Blutes Christi vergibt. Sie zeigt uns aber auch, dass Gott die Sünde im Fleische nie vergibt, sondern sie «verurteilt» oder verdammt.

 

Nehmen wir an, du habest einen Sohn von heftigem Temperament. Eines Tages wirft er in einem Wut­anfall seinem Bruder ein Buch an den Kopf und
zer
bricht mit demselben Wurf eine Scheibe. Er bereut es, bekennt seine böse Handlung, und du vergibst ihm von Herzen.
Aber was wirst du mit dem heftigen 
Temperament tun, das ihn zu dieser Tat verleitet hat?
Wirst du es vergeben? Unmöglich! Du verab
scheust und verurteilst es unbedingt; wenn es dir möglich wäre, würdest du es zum Verschwinden bringen.

Der schlechte Charakter, (an sich eigentlich nur ein Wesenszug der bösen Natur), entspricht der in uns wohnenden Sünde, während die Entfaltung seiner bösen Tätigkeit,
die den Bruder verletzt und 
die Scheibe zerschlägt, mehr den Sünden entspricht. Wenn also Gott die Sünden des Gläubigen umsonst vergibt, ich wiederhole es,
so wird Er die 
Sünde niemals vergeben. In Seiner Gerechtigkeit kann Er sie nur unters Urteil bringen, nur der Tod kann von ihr befreien.

In Römer 8, 3 lesen wir: Gott hat, «indem er seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend (d. h. als Opfer für die

Sünde), die Sünde im Fleische verurteilt.»

Die ersten Kapitel des Römerbriefes beschäftigen sich mit der Befreiung von den Sünden, aber im sechsten Kapitel zeigt uns der Apostel, wie wir von der Sünde befreit werden.
Der letzte Vers des vierten 
Kapitels z. B. redet von Jesum Christum, «welcher unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist».
Die gesegnete Folge dieser Dahingabe ist die, 
dass denen, welche an Ihn glauben, gerechterweise vergeben wird, d. h. sie werden «gerechtfertigt» und haben «Frieden mit Gott».
 Aber wie wir soeben sag­
ten, handelt es sich im sechsten Kapitel um einen

ganz anderen Gegenstand: um die Befreiung von der Sünde: «Wer gestorben ist, ist freigesprochen von der

Sünde» (V. 7).

Der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen wird dir klar, wenn du die Reinigung des Aussätzigen (3. Mose 14, 1-7) mit der des Naaman vergleichst (2. Kön. 5, 10-14).

Beachte, wie in der erstgenannten Stelle der arme Aussätzige, der völlig ausserstande war, irgend etwas zu seiner eigenen Reinigung zu tun, sich nur stille verhalten musste und sozusagen zuschauen durfte, was für ihn getan wurde.
Der «lebendige und reine 
Vogel» wurde in das Blut eines zweiten, geschlachteten Vogels getaucht, und dann ins freie Feld fliegen gelassen.
Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass 
der unreine Aussätzige, im Bilde, jemand für sich in den Tod herabsteigen sieht, der «lebendig» und «rein» ist.
Dieser ins Blut getauchte Stellvertreter fliegt dann 
ins freie Feld hinaus, und der Aussätzige wird durch den Mund des Priesters für rein erklärt.

So hat auch 
«Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf dass er uns zu Gott führe» (1. Petr. 3, 18),
und folglich kann keinerlei Flecken 
mehr an uns, die wir an Ihn glauben, gefunden und keine Anklage mehr gegen uns erhoben werden.
 
«Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von 
aller Sünde» (1. Joh. 1, 7), und «von allem», wovon ihr im Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden

konntet, wird in diesem jeder Glaubende gerechtfertigt» (Apg. 13, 39).

Gehen wir nun zum Fall des Naaman über. Hier sehen wir nicht eine andere Person für ihn hinab­steigen. Er selbst muss sich in den Jordan tauchen, einem Bild des Todes. Ich will nicht bei dem stehen bleiben,
 was daraus hervorging; es genügt, darauf 
hinzuweisen, dass alles, was er als Aussätziger war, dem Bilde nach im Tode verschwand. Die Schrift belehrt uns also, dass nicht nur Christus für den Gläubigen in den Tod hinabgestiegen ist,
 
sondern dass auch dieser selbst, wie Naaman, in den Tod eingetreten ist. Er ist «mit Christo gestorben» (Röm. 6, 8).

Es besteht aber ein grosser Unterschied zwischen unserer Befreiung und derjenigen Naamans.
Er wurde 
von der Gegenwart der Plage befreit, wir aber wer­den von der jetzigen Gegenwart der Sünde, die in uns wohnt, erst befreit, wenn wir diese Welt entweder durch den Tod oder beim Kommen des Herrn ver­lassen.

So ist also alles, was wir von Natur sind, wie auch alles, was wir getan haben, am Kreuze schon gerichtet worden, und Der, welcher dort unser Stellvertreter im Gericht war, hat ausgerufen: 
«Es ist vollbracht!» Wer kann uns also verdammen? Es gibt nichts mehr zu verdammen.
Wenn Satan kommt und 
uns unsere Sünden vorhält, so suchen wir sie weder

zu leugnen noch sie zu entschuldigen, sondern werden einfach antworten: 
«
Christus ist für meine Sün­den gestorben 
Und wenn er uns durch den Gedanken an unsere sündige Natur beunruhigen will, fügen wir hinzu: 
«
Und auch ich bin gestorben.»

Nach G.C.