Liebe Brüder,

die Diskussion um die Verlierbarkeit des Heils scheint zusehends den Boden der Schrift hinter sich zu lassen. Darum möchte ich auf die Grundlage(n) der Lehre von der Unverlierbarkeit des Heils zurückführen, ausgehend von Eph.4,30.

Zu Beginn möchte ich aber die Funktion eines Siegels und die dahinter stehende Absicht dessen erläutern, der dieses Siegel anbringt.
Ein Siegel wird immer angebracht zur Beglaubigung eines Schreibens, oder auch wenn jemand etwas nur zur Öffnung einer Botschaft (evtl. auch zu einem späteren Zeitpunkt, wie ein „Testament“) durch den Empfänger des Schreibens bestimmen will.
In letzterem Fall sprechen wir von „Versiegelung“.

Es ist also nur einer bestimmten Person erlaubt, das Siegel zu brechen!

Eph.4,30 sagt nun Folgendes: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, durch den ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung.“

Der Brief ist an von Oben Geborene gerichtet, d.h. daß für diese die Aussage bestimmt ist. Diese sind „versiegelt“ durch den Heiligen Geist Gottes auf den Tag ihrer Erlösung hin.
Daraus ergibt sich schon klar die Tatsache, daß dieses Siegel zuvor nicht gebrochen wird, also schon gar nicht zu Lebzeiten der Versiegelten. Es wird erst am Tag ihrer Erlösung gebrochen werden können und dann hätten die Verstorbenen darüber ja auch keine Verfügungsgewalt mehr. Und da spielt es dann auch überhaupt keine Rolle, ob jemand an die Vorentrückung vor der großen Drangsal, die Entrückung mitten in der Drangsal oder erst danach glaubt:
Die durch den Heiligen Geist Gottes Versiegelten werden den Tag ihrer Erlösung sehen bzw. erleben!

Wenn darum jemand lehrt, daß ein vom Heiligen Geist Gottes Versiegelter verloren gehen könne, ist er ein Irrlehrer!