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Thema: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

  1. #1
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    Frage Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Hallo Zusammen, habe eine Fragen von einem Kollegen erhalten. Bin gespannt auf eure Meinung!

    Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Der Bibelbericht darüber, dass Kain und Abel opferten, ist sehr kurz. Wir lesen in 1. Mose 4:3-5:
    „Es geschah nach Ablauf einiger Zeit, dass Kain dann Jehova einige Früchte des Erdbodens als Opfergabe darbrachte.
    Was aber Abel betrifft, auch er brachte einige Erstlinge seiner Kleinviehherde, ja ihre Fettstücke.
    Während Jehova nun wohlwollend auf Abel und seine Opfergabe blickte, blickte er keineswegs wohlwollend auf Kain und seine Opfergabe.“

    In der Bibel wird nirgendwo gesagt, dass Jehova vor diesem Ereignis irgendwelche konkreten Informationen über Opfer gegeben hatte oder darüber,
    was für Opfer für ihn annehmbar waren.
    Kain und Abel brachten ihre Opfer offensichtlich ganz und gar aus freien Stücken dar.
    Der Zutritt zum Paradies, der ursprünglichen Heimat ihrer Eltern, war ihnen verwehrt; sie spürten allmählich die Auswirkungen der Sünde; und sie waren von Gott entfremdet.
    In ihrem sündigen, elenden Zustand müssen sie gespürt haben, dass sie sich unbedingt an Gott um Hilfe wenden mussten.
    Ihm eine Gabe darzubringen war wahrscheinlich ein freiwilliger Akt ihrerseits, um Gottes Gunst zu erlangen.

    Abels Opfer wurde von Gott angenommen, Kains dagegen nicht.
    Warum? Geschah es, weil Abel im Gegensatz zu Kain das Richtige opferte? Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob die Art des Opfers eine Rolle spielte,
    da keinem der beiden gesagt worden war, was als annehmbar galt und was nicht. Wahrscheinlich waren ohnehin beide Arten zulässig.
    In dem Gesetz, das Jehova später der Nation Israel gab, zählten nicht nur Tiere oder Fleischteile zu den annehmbaren Opfern,
    sondern auch geröstetes Korn, Gerstengarben, Feinmehl, Backwaren und Wein
    (3. Mose 6:19-23; 7:11-13; 23:10-13).
    Offensichtlich war es also nicht die stoffliche Beschaffenheit der von Kain und Abel dargebrachten Opfer allein, die Gott veranlasste, das eine anzunehmen und das andere zurückzuweisen.
    (Vergleiche Jesaja 1:11; Amos 5:22.)

    Jahrtausende später erklärte der Apostel Paulus:
    „Durch Glauben brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kain, durch welchen Glauben er das Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab hinsichtlich seiner Gaben“ (Hebräer 11:4).
    Somit wurde Abel wegen seines Glaubens von Gott als gerecht betrachtet.
    Doch ein Glaube an was?
    Der Glaube an Jehovas Verheißung, für den Samen zu sorgen, der ‘der Schlange den Kopf zermalmen’ und den Frieden und die Vollkommenheit wiederherstellen würde,
    wie sie die Menschen einmal besaßen.
    Aus der Aussage, dass dem Samen ‘die Ferse zermalmt würde’, mag Abel geschlossen haben, dass ein blutiges Opfer erforderlich war (1. Mose 3:15).
    Ungeachtet dessen ist letztlich entscheidend, dass es Abels Glaubensäußerung war, durch die er „ein wertvolleres Opfer dar[brachte] als Kain“.

    Ebenso wurde Kain nicht abgewiesen, weil er das Verkehrte opferte, sondern weil es ihm an Glauben fehlte, wie seine Handlungen erkennen ließen.
    Jehova hatte Kain deutlich auf Folgendes hingewiesen:
    „Wird es nicht Erhebung geben, wenn du darangehst, gut zu handeln?“ (1. Mose 4:7).
    Gott verwarf Kain nicht, weil ihm sein Opfer irgendwie missfiel.
    Vielmehr geschah es deshalb, „weil seine eigenen Werke böse waren“ — gekennzeichnet durch Eifersucht, Hass und schließlich Mord. Deshalb wurde Kain von Gott verworfen (1. Johannes 3:12

  2. #2
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Waldemar,

    ergänz doch bitte deine Signatur, dass macht die Anrede wesentlich einfacher.

    Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie. 1. Mose 3,21
    Auf Grund dieser Bibelstelle wird allgemein angenommen, dass Gott ein / zwei Tier(e) schlachtete um Adam und Eva zu bekleiden. Adam und Eva war klar, dass jemand für sie stellvertretend gestorben war. Dies haben sie sicher auch ihren Söhnen mitgeteilt.

    Zu den Speiseopfern muss man berücksichtigen, dass diesen die Schlachtopfer inkl. des Sünd- und Schuldopfers vorausgingen. Wenn man 3. Mose 23 im Kontext liest, dann hat man zuerst das Passah. Nach dem (Passah)Sabbath kommt das Fest der Erstlinge und erst danach durften sie Brot, geröstete Körner und Gartenkorn essen.

    Mit beeindruckender Deutlichkeit sehen wir das bei der Landnahme durch das Volk
    Und sie aßen am nächsten Tag nach dem Passah vom Erzeugnis des Landes, ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an eben diesem Tag. Jos. 5,11
    Brot, geröstete Körner, überhaupt Backwaren sind der Hitze des Gerichtes ausgesetzt gewesen.

    Gerade in Amos 5,22 sieht man, dass wegen des fehlenden Glaubens(gehorsams) alle Opfer verächtlich waren. Ja. Glaubensgehorsam ist der entscheidende Punkt. Auch Saul musste hören
    Und Samuel sprach: Hat der HERR Gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. 1. Sam. 15,22

  3. #3
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Waldemar
    vielen Dank für das Einstellen dieser Betrachtung die schon gar keine Frage ist,
    sondern sehr bemerkenswerte Hinweise enthält.

    Wir haben in 1. Mose noch keine Opfer nach den Opfervorschriften Gottes an Israel in zB.: 3. Mose,
    sondern wir finden hier das, was Gott den Menschen direkt ins Herz gegeben hat.

    Warum Gott das Opfer Kain nicht annehmen konnte beschreibt ja auch das Wort Gottes in
    1. Joh 3,12 nicht wie Kain aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete; und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

    und
    Hebr 11,4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer dar als Kain, durch das er Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, wobei Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen redet er noch, obgleich er gestorben ist.

    Das Opfer des Abels war darum vorzüglicher weil Abel gerecht war.

    Das Abel ein Tier geopfert hat, hat viele auf die falsche Fährte gebracht, dass das Gott wohlgefällig war weil es ein Tier war.
    Sicher 100% nicht!

    Kain hätte eine ganze Herde reinster Schafe bringen können,
    das hätte Gott wie auch wie auch später in Israel nicht annehmen können.

    Es geht ja hier nicht um vorgeschriebene Opfer,
    die gab es erst ab 3. Mose, damit können wir die Opfer Kains und Abels nie erklären, das wär unsinnig.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    3. Mo 5,1

    Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;


  4. #4
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Zitat Zitat von wplomer Beitrag anzeigen
    Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?
    Hallo Waldemar,
    es gab nicht viel was Abel hätte nehmen können, wenn er seinen Eltern zuhörte und glaubte was sie erzählten. Kain und Abel sind ja quasi in einem gläubigen Elternhaus groß geworden und Adam und Eva behileten ihre Schmach sicher nicht für sich, sondern erzählten von den Taten Gottes, aber sicher auch von ihrem Ungehorsam und Sünde. Es ist, wie bei jedem von uns, letztlich immer eine Frage des Glaubens. Wenn sie ihren Eltern zuhörten, die Bibel gab es ja noch lange nicht, dann hörten sie ihre Eltern auch erzählen was Gott zu ihnen nach dem Sündenfall sagte:
    Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen! – so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens;1.Mo3
    Damit schieden alle Pflanzen, eben die Frucht des Erdbodens grundsätzlich aus. Da Gott aber Felle brachte und Abels Eltern anlegte, war Abel klar, dass die Felle nur durch "schlachten" möglich war. Abel brachte nicht die Felle, sondern das Geschlachtete, das Fleisch, die Fettstücke. Abel brachte damit zum Ausdruck, er könne es unmöglich aus noch so großer Mühsal selbst anbauen, sondern es musste, wie Gott es vorschattete, von einem Tier sein.
    Ich meine es ist ein ähnliches Bild wie bei Adam und Eva. Sie beide nahmen Feigenblätter, um ihre Scham zuzudecken, sie nahmen Blätter von einem Baume, quasi eine Frucht des Erdbodens. Gott akzeptiere nicht, nahm ihnen die Blätter weg und legte ihnen Felle an. Gott entscheidet, was zudeckt und was geeignet ist und was eben nicht. Adam, der Mensch nahm Blätter, Blätter verwelken und müssen ständig erneuert werden. Gott wollte keinen Kompromiss für die Zeit, sondern eine Lösung für die Ewigkeit. Darum musste Blut fliessen und wie es Hebräer zeigt:
    ...ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung
    Ich weiss nicht, ob du mit meinen Gedanken etwas anfangen kannst.

    PS: Deine Verse sind aus der NWÜ richtig?

    In IHM
    Harald
    Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi. 2. Kor. 4,6

  5. #5
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Damit schieden alle Pflanzen, eben die Frucht des Erdbodens grundsätzlich aus.
    Lieber Harald

    Ich hatte die Nichtanahme des pflanzlichen Opfers bis jetzt nicht auf dessen Urpsrung (Boden) zurückgeführt. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass der Grund dafür der fehlende Glaube an das Opfer, das sterben musste, war.

    Was du nun schreibst, finde ich einen beachtenswerten Gedanken.
    Liebe Grüsse
    -- Albert

  6. #6
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Harald,

    Zitat Zitat von HaraldZ Beitrag anzeigen
    Hallo Waldemar,

    PS: Deine Verse sind aus der NWÜ richtig?
    der ganze Artikel steht in der "Wachturm Online Bibliothek" Damit stimmt deine Annahme mit der NWÜ.

  7. #7
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Ulrich Lieber Harald
    habe eine Fragen von einem Kollegen erhalten
    Schade, dass ihr das mit dem Wachturm jetzt schon gebracht habt, aber es ist auch ok.
    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    3. Mo 5,1

    Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;


  8. #8
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Albert,
    Zitat Zitat von Albert Beitrag anzeigen
    Ich hatte die Nichtanahme des pflanzlichen Opfers bis jetzt nicht auf dessen Urpsrung (Boden) zurückgeführt. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass der Grund dafür der fehlende Glaube an das Opfer, das sterben musste, war.

    Was du nun schreibst, finde ich einen beachtenswerten Gedanken.
    Ich denke auch, dass einiges für den von Harald gebrachten Gedanken spricht. Kain und Abel kannten nur das von Gott geschlachtete Tier und sie wussten, dass der Erboden verflucht war. Die Bearbeitung des Erdbodens war plötzlich zu einer schweißtreibenden Tätigkeit geworden. In Eden war das noch nicht so.
    Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen! – so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; 1. Mose 3,17
    Gerade die Mühsal macht deutlich, dass Kain auf der Basis seiner Werke kommt, während Abel gerade nicht auf Werke, sondern auf Gnade baut. Abel bringt etwas, dass er von Gott hat, denn Gott gibt Leben. Kain bringt seiner Hände Werk.

  9. #9
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Was hat ein Schaf gegessen?

    Was hat der Herr in Mt 26 u. LK 22 gesegnet?

    Was für Segnung haben wir in und auf dem Erdboden in 5. Mose 8?

    Wer sagt, dass Abel ein blutiges Opfer gestellt hat?

    Wer sagt, dass da ein Rauch gerade aufgestiegen und der andere schräg, sind das nicht blosse Mythen?

    Wer sagt, dass Gott die Frucht des Erdbodens nicht annahm, weil es Frucht des Erdbodens war?

    Hebräer Brief und 1. Johannes Brief daszu lesen, das bringts. ...


    Wir haben in 1. Mose noch keine Opfer nach den Opfervorschriften Gottes an Israel in zB.: 3. Mose,
    sondern wir finden hier das, was Gott den Menschen direkt ins Herz gegeben hat.

    Warum Gott das Opfer Kain nicht annehmen konnte beschreibt ja auch das Wort Gottes in
    1. Joh 3,12 nicht wie Kain aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete; und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.
    und
    Hebr 11,4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer dar als Kain, durch das er Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, wobei Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen redet er noch, obgleich er gestorben ist.

    Das Opfer des Abels war darum vorzüglicher weil Abel gerecht war.

    Das Abel ein Tier geopfert hat, hat viele auf die falsche Fährte gebracht, dass das Gott wohlgefällig war weil es ein Tier war.
    Sicher 100% nicht!
    Kain hätte eine ganze Herde reinster Schafe bringen können,
    das hätte Gott wie auch wie auch später in Israel nicht annehmen können.

    Es geht ja hier nicht um vorgeschriebene Opfer,
    die gab es erst ab 3. Mose, damit können wir die Opfer Kains und Abels nie erklären, das wär unsinnig.



    Herzliche Grüsse
    Hans Peter

    3. Mo 5,1

    Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;


  10. #10
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    AW: Wusste Abel, dass ein Tieropfer erforderlich war, um Gottes Gunst zu erlangen?

    Lieber Hans Peter.
    [3] Und es geschah nach Verlauf einer Zeit, da brachte Kain dem HERRN eine Opfergabe von der Frucht des Erdbodens;[4] und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;
    [5] aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Und Kain ergrimmte sehr, und sein Angesicht senkte sich.
    [6] Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein Angesicht gesenkt?
    [7] Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du recht tust? Und wenn du nicht recht tust, so lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen. 1. Mose 4,3-7
    Abel brachte von den Erstlingen der Herde und von ihrem Fett. Ich denke, diese Formulierung macht deutlich, dass er geschlachtet und geräuchert hat. Bei Noah finden wir in 1. Mose 8 einen ähnlichen Vorgang. Er bringt Brandopfer von reinen Tieren und man könnte die Frage stellen, woher Noah wusste, wie Brandopfer gebracht werden und welche Tier rein waren.

    Wen man über beide Vorgänge nachdenkt, dann muss man unweigerlich über die Grundannahmen der Fragen stolpern. Es ist gut, wenn wir bei Adam anfangen.
    [19] Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.
    [20] Und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber für Adam fand er keine Hilfe, die ihm entsprach. 2. Mose 2,19+20
    Der hier beschriebene Vorgang wird heute in der Wissenschaft als Taxonomie bezeichnet. Was hier in wenigen Worten beschrieben wird, ist die größte Leistung die je ein Mensch vom Staub vollbracht hat und es zeigt uns wie groß Adams Verständnis über die Handlungen und Werken Gottes war.

    Wir haben in der Bibel eine schritt- und stückweise Offenbarung der Gedanken Gottes. Wir brauchen diese Offenbarungen in dieser Form, weil Menschen, durch die Sünde, immer weniger von Gott, seinen Gedanken und seinen Taten verstanden haben. Unser "natürliches" Verständnis ist durch die Sünde immer mehr degeneriert.

    Die Fragestellung, die hinter dem Artikel zu Abel steht, geht aber von einem evolutionären Vorgang aus. Die Fragestellung impliziert ein schrittweises erkennen der Gedanken Gottes. Die Fragestellung ignoriert völlig den Dialog zwischen Gott und Kain, oder sie unterstellt, dass dieser Dialog eine absolute Ausnahme gewesen sei. Die Menschen vor der Sintflut kannten die Gedanken Gottes, wie hätte sonst Henoch mit Gott wandeln können und auch noch vom Gericht predigen können?
    [14] Es hat aber auch Henoch, der Siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt: „Siehe, der Herr ist gekommen inmitten seiner heiligen Tausende,
    [15] um Gericht auszuführen gegen alle und zu überführen alle Gottlosen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.“ Judas 14+15
    Die Fragestellung zum Opfer Abels ignoriert die Predigt Henochs. Kain hat Werke der Gottlosigkeit, gottlos verübt. Das geht nur, wenn bekannt ist, was ein Gerechter ist und wenn man die Taten von Gerechten beobachten kann.
    Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer dar als Kain, durch das er Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, wobei Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen redet er noch, obgleich er gestorben ist. Hebr. 11,4
    Abel war schon vor dem Opfer gerecht. Gott gab Zeugnis zu seinen Gaben und dieses Zeugnis hat Kain gesehen und gehört. Abel hat den Gedanken Gottes entsprochen, die alle damals kannten und Kain hat nicht gewollt.

    Die Fragestellung zu Abel und dem Opfer der ZJ unterstellt eine unvollständige Offenbarung Gottes. Wenn wir aber die ganze Schrift anwenden, dann entdecken wir Menschen unter Verantwortung, die überhaupt keine Ausrede im Gericht haben werden.

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