ex.: F.B, v. Abraham S.

In der Kernstelle über Rechtfertigung

(3,21-26) vollzieht sich diese Gerechtmachung in 5 Schritten.

1. Der Plan ( Röm 3,21 ).
Gottes Plan, um Gerechtigkeit zu schaffen, geht von Jesus Christus aus.
Er läßt das Gesetz beiseite.
"Gesetz" steht hier ohne Artikel, bezieht sich also nicht nur auf das mosaische Gesetz, das keine Gerechtigkeit bewirken konnte (Apg 13,39), sondern auf alle anderen Rechtsgebilde.
Gottes Gerechtigkeit ist offenbart worden bei der Mensch-werdung Christi und wirkt sich bis heute aus. Sie ist bezeugt durch das Gesetz und die Propheten, die vom Messias sprechen
(1.Petr 1,11).
Der Plan der Rechtfertigung bezieht sich also auf eine Person.

2. Die Vorbedingung ( Röm 3,22 ). Gerecht wird man durch den Glauben an den offenbarten Jesus Christus.
Das Neue Testament behauptet nie, wir seien wegen unseres Glaubens gerettet
(das würde die Präposition dia mit Akkusativ erfordern).
Immer ist der Glaube der Kanal, durch den wir die Errettung empfangen (dia mit Genitiv). Natürlich kann nur der Glaube an Jesus Christus die Rechtfertigung bewirken.

3. Der Preis ( Röm 3,24-25 ).
Der Preis der Errettung ist eindeutig das Blut Christi. Die Errettung kostete ihn alles. Wir empfangen die Segnungen seines Todes umsonst
(dasselbe Wort bedeutet in Joh 15,25 "ohne Ursache" ), also ohne eigenen Verdienst durch seine Gnade.

4. Die neue Stellung.
Wenn jemand Christus annimmt, wird er in Christus eingepflanzt. Das macht ihn gerecht. Wir sind in ihm zur Gerechtigkeit Gottes geworden. Diese Gerechtigkeit allein überwindet unseren hoffnungslosen, in der Sünde gefangenen Zustand, und erfüllt alle Forderungen der Heiligkeit Gottes.

5. Der Freispruch ( Röm 3,26 ).
Die Gerechtigkeit Christi, die wir nun haben, erfüllt nicht nur die Forderungen Gottes, sondern führt zugleich zwingend zum Freispruch durch Gott.
Wir sind tatsächlich, nicht eingebildet, gerecht. Darum kann der heilige Gott gerecht bleiben und den rechtfertigen,
der an den Herrn Jesus glaubt.
Darum kann niemand die Auserwählten Gottes beschuldigen, denn wir sind in Christus gerecht vor Gott. Darum kann Gott uns gerecht sprechen.

D. Der Beweis für die Rechtfertigung

Unsere Rechtfertigung beweisen wir durch persönliche Reinheit.
"Wer gestorben ist, ist freigesprochen [wörtlich: gerechtfertigt] von der Sünde"
(Röm 6,7).
Wir sind von der Sünde freigesprochen, darum hat sie keine Herrschaft mehr über uns. Die Rechtfertigung vor dem Gericht Gottes erweist sich in heiliger Lebens-führung hier auf der Erde, vor dem Gericht der Menschen.
Darum schreibt Jakobus, wir würden aus Werken gerecht (Jak 2,24).