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Die Versuchung und der Weg zum Sieg

EINE HILFE FÜR GOTTESKINDER, DIE ÜBERWINDER SEIN WOLLEN
Paul F. Kiene
Winterthur
«Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen,
welche er denen verheissen hat, die ihn lieben.»
(Jakobusbrief 1, 12)
Der HERR weiss die Gottseligen aus der Versuchung zu erretten.
(2. Petrus Brief 2, 9)



Wir werden versucht -
von innen durch die Erbsünde….
Die Erbsünde wohnt in allen Menschen von Geburt an. Sie wurde uns von Adam vererbt. Sie ist die treibende Kraft zu allem Bösen,
die Energie der verdorbenen Adamsnatur, welche uns lebenslang bleibt. Jeder Sünder wird von ihr geknechtet,
sie zwingt ihn zum Sündigen. Auch in dem Erlösten wohnt die Erbsünde weiter, trotz Bekehrung und Wiedergeburt.
Sie macht sich auch bei ihm als böse Lust bemerkbar. Darum ist auch das Gotteskind noch zu allem Bösen fähig.
Diese Tatsache bringt viele in tiefe Not und Anfechtung, weil sie meinen, sie seien nicht recht bekehrt oder nicht wiedergeboren.
Doch dies ist ein Irrtum.
Allerdings wird niemand von der Erbsünde frei durch eigenes Kämpfen, Beten und Ringen.
Den Sieg über die Erbsünde hat ein anderer schon errungen: Christus! —
Wenn ein Menschenkind, das die Erlösung kennt, sich trotzdem abmühen will, seine verdorbene Adamsnatur zu verbessern
oder zu zähmen, so erlebt es nur traurige Niederlagen.
Lies Römer 7, 7-24: Die Verzweiflung über sich selbst und der Schrei nach Befreiung
Jak. 1, 13. 14 I
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Wir haben den Sieg -
nur durch Loben und Danken!

Der Tod Jesu Christi hat dich schon von der Macht
und dem Zwang der in dir wohnenden Erbsünde
freigemacht! —
Der Sieg ist eine vollendete Tatsache! Unser geliebter Herr hat ihn am Kreuze sterbend errungen.
— Darum hat jeder Erlöste das Recht, zur Erbsünde täglich «Nein!» zu sagen.
Jedes Mal, wenn du die Versuchung, die Lust zu irgendetwas Bösem spürst, darfst du zu deinem Retter aufschauen und Ihm herzlich danken,
dass diese Knechtschaft vorüber ist.
Das Wort deines Gottes gibt dir die Zusicherung, dass du niemals mehr sündigen musst. Dein Erlöser gab dir die wunderbare Weisung:
«Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei!» —
Die tägliche, bewusste Übergabe und Hingabe deines Lebens an den Herrn Jesus, verbunden mit herzlichem Danken für die Befreiung,
— das lässt dich immer neu erleben, dass die Erlösung eine wunder-volle Wirklichkeit ist.
Lies: 1 Joh. 8, 36 / Römer 6, 10-22; 8. 2 / Ps. 146, 7b

Wir werden versucht
- von aussen durch die Welt
Die Welt mit ihren Reizen umgibt uns. Sie will mit ihren sündigen Lockungen unsere Herzen erobern. Durch die fünf Sinne versucht sie in unser Inneres zu dringen.
— Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch und Gefühl sind die Einfalls-Tore.
Gottes treues Wort warnt uns vor dieser Gefahr.
«Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist ...»

— Alles, was Dich aus der Gemeinschaft mit Jesus wegzieht:
Das Lesen von Romanen und unguten Zeitschriften,
der Anblick von Menschen und Bildern,
die dir zur Versuchung sind.
Das Anhören von Musik, die dich nicht zu Jesus hinführt.
Das Zuhören bei Radiosendungen, die nicht dem Guten dienen.
Das Teil-nehmen an leichtsinnigen Gesprächen,
das Mitanhören und Weitergeben von übler Nachrede.
Die Freude an Witzeleien und Prahlereien.
Der Missbrauch von Alkohol und Nikotin.
Die Genusssucht beim Essen und Trinken.
Die Freundschaft mit Unbekehrten,
der aussereheliche Umgang mit dem anderen Geschlecht,
jedes «Spiel mit der Liebe» liefert dein Herz dieser Versuchung aus.
Lies: 1. Joh. 2, 15-17 / Jakobus 4, 4 / Sprüche 4, 23 / 1. Thess. 3, 13; 5, 23



Wir haben den Sieg -
nur durch die tapfere Flucht

Die Erlösten dürfen allen diesen Dingen entfliehen und bewahrt bleiben. Gottes Befehl heisst hier bei dieser Art der Versuchung immer:
«Fliehet!»
Fort von gefährlichen Menschen,
fort von gefährlichen Bildern,
fort von allem, was unserem Glaubensleben schädlich ist, weg von jedem Ort, wo Jesus dich nicht segnen kann!

— Das Wort Gottes gibt uns dafür ein treffendes Beispiel mit der Geschichte Josephs in Ägypten im Hause Potiphars.
Dieser junge Glaubensmann rettete sich durch die Flucht! Er wird damit für dich zu einem ermutigenden Vorbild.
Diese Flucht des Glaubens führt zur gottgewollten Absonderung von aller Art des Bösen, das in der Welt ist. Das ist Glaubensgehorsam.
Gehorche, und du hast den Sieg!
Das nennt die Bibel «ein Sich-Bewahren».
«Wodurch wird ein Jüngling seinen Pfad in Reinheit wandeln?
Indem er sich bewahrt nach deinem Wort.»
Lies: 1. Mose 39, 7-12 / 1. Kor. 6, 18 / 1. Tim. 6, 11 / 2. Tim. 2, 22 / Ps. 1, 1. 2 / Ps. 119, 9 / 1. Joh. 5, 18




Wir werden versucht -
von unten, durch Satan….
Auf dreifache Weise greift er uns an:
1) Als «brüllender Löwe» versucht er durch brutale Gewalt die Gläubigen unter Druck zu setzen und zum Schweigen zu bringen.
Er bedroht die Zeugen Jesu mit dem Tode.
Er sucht die Versammlung Gottes auszurotten.
2) Als «zischende Schlange» will er durch Zweifel am Worte Gottes das Vertrauen zu unserem Gott erschüttern und uns am Glaubensgehorsam hindern.
Bibelkritik! Zweifel sind vom Teufel! Er ist der Lügner von Anfang, der alte Feind Gottes.
3) Als «Engel des Lichts» getarnt, kommt er mit der Bibel in der Hand. Aber er verfälscht sie.
Er vermischt die Wahrheit mit der Lüge. Das ist seine gefährlichste Art. Alle Menschensatzungen sind ihm dazu recht.
Er ist der Urheber jeder Art von Aberglauben und Wahrsagerei.
Das Lesen von Horoskopen,
das Tragen von Amuletten,
das Kartenlegen und Pendeln,
das Wünschelruten gebrauchen,
das Befragen der Toten, das alles ist Teufelei.
Lies: 1. Pet. 5, 8 / Apg. 12, 1-3 2) 1. Mose 3 / 2. Kor. 11, 3 3) 2. Kor. 2, 17 / 2. Kor. 11, 13-15 / 5. Mose 18, 10-14 / Hosea, 4, 12


Wir haben den Sieg -
nur durch mutigen Widerstand

Kinder Gottes sind errettet aus der Gewalt der Finsternis. Satan hat kein Anrecht mehr an sie. Gottes Befehl heisst:
1) Dem brüllenden Löwen glaubensvoll zu wider-stehen, zum Zeugnis an die feindselige Welt «Dem widerstehet standhaft im Glauben». Dazu stärkt uns ernstes Beten und Flehen. Es kann ein Kampf «bis aufs Blut» werden und Leiden bringen.
2) Gegen die alte Schlange und ihre Zweifel gilt es: «Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch fliehen!»
Die Waffe ist hier das Schwert des Wortes Gottes. Jesus, unser Herr, ist uns darin das Vorbild, wie Er in der Wüste mit dem Wort der Bibel den Versucher wegtrieb: «Es steht geschrieben ...!»
3) Dem Engel des Lichts muss mit der ganzen Waffenrüstung Gottes begegnet werden, damit wir zu widerstehen und zu stehen vermögen.
Die Irrlehren und falschen Vernunftschlüsse lassen sich nur mit der ganzen Wahrheit entlarven und zerstören.


Lies: 1) Kol. 1, 12. 13 / 1. Petr. 5, 9 / Hebr. 12, 4 2) Jak. 4, 7 / Lukas 4, 1-13 3) Eph. 6. 10-18 / 2. Kor. 10, 3-5 / Eph. 5



Wir werden versucht
- von oben - durch Gott
Gott versucht niemand zum Bösen.
Er prüft den Glauben Seiner Kinder.
Er erprobt unsere Treue und Hingabe.
Alles was wir sind und haben, ist von Ihm.
Wir sind nur Verwalter Seiner Gaben.
Seien es liebe Angehörige oder Freunde, unser Heim oder unser Beruf, sei es unser Geld und Gut, unsere Kraft und Gesundheit
— unser Gott und Vater hat das Recht, alle diese Gaben wieder zurückzunehmen.
Der Gott der Herrlichkeit erschien einst dem Abraham und versuchte ihn, indem Er Isaak, den geliebten Sohn, von ihm forderte.
Der Glaube Hiobs wurde unvorstellbar geprüft, als Gott ihm eines Tages seine zehn Kinder sterben liess, ihm Besitz und Gesundheit nahm. Und dieser Glaubensmann sprach: «Jehova hat gegeben, Jehova hat genommen, der Name Jehovas sei gepriesen!»
Die Erprobung ging bis zum Verlust seiner Gesundheit durch eine ekelhafte Krankheit und durch schmerzhaftes Leiden, sowie durch bittere Enttäuschungen.
Lies: 1. Mose 22 / Hiob Kap. 1 u. 2 / Jak. 1, 13 / 2. Sam. 16, 10. 11 Ps. 66, 10-12
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Wir können Überwinder sein -
nur durch glaubensvolles Ja-Sagen
Unser Gott und Vater hat das Recht, uns ganz zu besitzen. Wir sind Sein eigen, weil Er uns als der Schöpfer ins Dasein rief,
und weil Er uns um den höchsten Preis, durch das Blut Seines geliebten Sohnes, für sich erworben hat.
Dazu hat Er uns durch das Wort der Wahrheit wiedergezeugt und den Geist der Sohnschaft gegeben. So sind wir Seine Kinder geworden.
— Seine wunderbare Liebe und die Herrlichkeit Seiner Gnade haben dies bewirkt.
Das begründet Sein heiliges Anrecht an alle, die wiedergeboren sind.
Wenn Er nun will, dass unser Glaube geprüft wird, indem wir Verluste erleiden, Heimsuchungen er-leben, Prüfungen erdulden und durch Leiden gehen müssen,
so ist dies ein Versucht werden durch Ihn. Sein Beweggrund ist heilige Liebe. Dann ist es zu Seiner Verherrlichung, wenn wir die Worte sprechen lernen:
« Ja, Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir!»
Solche Erprobung bewirkt nach Seinem Willen ein vermehrtes Geheiligtsein bei dir.
Lies: Matth. 11, 26 / Jeremia 10, 19 / 1. Kor. 8, 6 / Römer 11, 36 / Jak. 1, 2-5 / Hebr. 12, 6-11
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Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren HERRN JESUS CHRISTUS!
Glückselig der Mensch, dessen Stärke in Dir ist
Glückselig das Volk,
das den Jubelschall kennt!
Jehova, im Lichte Deines Angesichts wandeln sie.
In Deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag
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