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1. -> WEM ich geglaubt habe (richtig) ist nicht dasselbe wie "an wen ich glaube". Die Schlachter 2000 hat hier nicht nur den Sinn,
sondern auch die Zeit verändert.

2. Bei der zweiten Stelle wird´s schwieriger mit dem Erklären: "das ihm von mir anvertraute Gut" ist korrekt.
Es handelt sich um das von Paulus dem Herrn anvertraute Gut. Und nicht, wie es z. B. die Schlachter weismachen will:
das dem Paulus anvertraute Gut. Leider haben auch Menge, Schlachter 1951, Albrecht, Luther, etc. hier nicht korrekt übersetzt,
während KJ (EN), sowie Darby es - im Zusammenhang - richtig verstanden haben.
(Da ich gerade die spanischen Übersetzungen mit den deutschen vergleiche, fallen mir zwischendurch immer wieder diese Unregelmäßigkeiten -
und - wie in diesem Fall, echte Sinnabweichungen auf, daß ich sie Dir zusende.
Wer die Elberfelder 1905 geschrieben hat, weiß ich nicht, aber eins weiß ich:
Dieser Mensch hatte nicht nur Sprachgefühl (was beim Übersetzen äußerst wichtig ist!),
sondern er hat sich auch vom Herrn leiten lassen. Früher habe ich mal Sprachen studiert,
vielleicht ist das auch der Grund, warum mir solche Feinheiten auffallen. Doch das Wort Gottes ist für mich so unendlich kostbar,
daß ich es als meine persönliche Pflicht (nicht gegenüber Menschen, sondern meinem Herrn und Heiland gegenüber)
ansehe, jede Seiner Silben von Mal zu Mal genauer zu erforschen und zu ergründen. -
Ist es nicht so: Was unsern Vater interessiert, sollte uns - die wir Seine Kinder sind - doch ebenso interessieren.
Ich liebe meinen Vater im Himmel, und deshalb ist es mir wichtig, genau zu ertasten, wie und was er worüber denkt und durch Sein Wort mir zu sagen hat.

denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, daß er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren. Elb. 1905

Denn ich weiß, an wen ich glaube, und ich bin überzeugt, dass er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu bewahren bis zu jenem Tag. Schlachter 2000

Denn ich weiß, wem ich mein Vertrauen geschenkt habe, und ich bin überzeugt, daß er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu verwahren bis auf jenen Tag. Schlachter 1951

denn ich weiß, wer es ist, auf den ich mein Vertrauen gesetzt habe, und bin dessen gewiß, daß er stark genug ist, mein mir anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren. Menge

Denn ich weiß, auf wen ich mein Vertrauen setze, und bin gewiß, er hat’s in seiner Macht, das mir anvertraute Gut bis auf "jenen Tag" zu bewahren. Albrecht

denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiß, daß er kann mir meine Beilage bewahren bis an jenen Tag. Luther 1545

denn ich weiss, auf wen ich meine Zuversicht gesetzt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein anvertrautes Gut bis zu jenem Tage zu bewahren. Zürcher

for I know whom I have believed, and am persuaded that he is able to keep that which I have committed unto him against that day. KJ (EN)

for I know whom I have believed, and I am persuaded that He is able to guard my deposit until that Day. KJ (wörtlich)

for I know whom I have believed, and am persuaded that he is able to keep for that day the deposit I have entrusted to him. Darby
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